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“Deus Ex Machina” – Sci-Fi aus Österreich

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Da ist mir doch glatt die Kinnlade runtergeklappt. Durch Zufall bin ich auf den Film “Deus Ex Machina” von Andrew Groth (“Gallowwalkers”) gestoßen. Das Irrwitzige: Der Sci-Fi-Film, der zur Zeit in Rumänien und Österreich gedreht wird, ist eine österreichische Produktion.

Ich schreib’s jetzt noch mal auf, damit jeder den Grund meiner Verwunderung versteht: Science Fiction. Österreich.

Und nicht nur das: Laut imdb stehen der Produktion Schauspieler wie Sam Neill (“Das Piano”, “Jurassic Park”), Tom Payne (“Der Medicus”), Antonia Campbell-Hughes (“3096 Tage”, “Albert Nobbs”) und Ursula Strauss (“Revanche”, “Schnell ermittelt”) zur Verfügung – sowie ein Budget von 15 Millionen britischen Pfund. Also wenn ich mich jetzt nicht sehr irre, ist das wohl die teuerste österreichische Produktion aller Zeiten.

Als federführend wird die in Wien ansässige Produktionsfirma Terra Mater Factual Studios angegeben, ein Tochterunternehmen von Red Bull Media House, die ja eher für Natur- und Science-Dokus wie “Terra Mater” oder (früher) “Universum” bekannt sind.

Und jetzt kommt da eine rein narrative Geschichte daher? Ist da etwa ein Paradigmenwechsel bei Red Bull angesagt? Nicht nur Sport- und Naturfilme, sondern eben auch reine Spielfilme? Zwar gab es schon in den letzten Jahren ein, zwei Spielfilme, die aber immer auf einer wahren Begebenheit basierten, wie “Among Wolves” rund um einen Wolfsjungen (wo sicher die Erfahrungen aus der Natur-Doku-Schiene einflossen) – aber reine Sci-Fi mit bekannten Schauspielern… da betreten Red Bull und Terra Mater Neuland. Mir kommt sogar fast vor, als hätten sie sich über die “basierend auf wahren Begebenheiten”-Schiene an das rein Narrative herangetastet.

Synopsis laut Vienna Film Commission: Eine Gruppe junger Bioingenieure entdeckt, dass die Quantentheorie dazu verwendet werden kann, motorische Fähigkeiten von einem Gehirn zum anderen zu übertragen. Sie verbreiten die entwickelte Technologie, im Glauben, dass dies der erste Schritt zur intellektuellen Gleichberechtigung sei. Doch als die mysteriöse Vergangenheit eines der Gruppenmitglieder aufgedeckt wird, tauchen dunkle Kräfte auf, die diese Technologie in ein Werkzeug zur Kontrolle der Massen zu wandeln drohen.

Das Drehbuch stammte von Joanne Reay (“Gallowwalkers”, “Cold & Dark”).

Für den Schnitt ist übrigens der Vorarlberger Thomas Ilg verantwortlich. Ilg selbst schnitt zuletzt u.a. die Kinofilme “Der Atem des Himmels” von Reinhold Bilgeri und “Harodim – Nichts als die Wahrheit?” von Paul Finelli.

Die Anfänge des Vorarlbergers liegen – für Leser dieses Blogs interessant – im Amateurfilm begründet. So war er eben auch Kameramann und Cutter für den von Simon Meusburger 1999 gedrehten “Faust – Der Musicalfilm” tätig – einem der ersten Filme, die der HomeMovieCorner rezensierte.

Rodja

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Written by HomeMovieCorner

19. Juli 2014 at 07:04

Veröffentlicht in Latest Talk

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4 Antworten

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  1. Coole Sache. Das klingt schon einmal nach einem Projekt, welches man im Auge behalten soll.
    Wobei mir der Bezug zu “Faust – Der Musicalfilm” fast am besten gefällt.

    Patrick

    22. Juli 2014 at 04:03

    • :-D Ja, mir auch. Jetzt überlege ich, ob ich “Faust – Der Musicalfilm” aufführen soll. Vielleicht im Double-Feature mit dem “Faust” von Philipp Hochhauser (keine Worte, die magischen Szenen mit Zeichentrick, phantastische Musik von Alexander Zlamal).

      HomeMovieCorner

      22. Juli 2014 at 08:23

  2. Der HomeMovieCorner berichtete bereits über “Deus Ex Machina” – nun der erste richtige Pressebericht: http://go.apa.at/0f5bOHqM

    HomeMovieCorner

    31. Juli 2014 at 14:15


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