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Nazis aus dem All brauchen Geld zum Starten

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Einige werden ja schon von dem in Dreh befindlichen Film „Iron Sky“ gehört haben. 2018 wollen die Amerikaner wieder mal auf dem Mond landen – was die dort lebenden Nazis, die 1945 mit Raketen auf der dunklen Seite des Himmelgestirns landeten und sich seither wie Karnickel vermehrten (schön reinrassig, versteht sich), in helle Panik versetzt. Sie holen zum Gegenschlag aus und wollen die Erde erobern.

Hinter der Produktion steht der finnische Regisseur Timo Vuorensola, der schon mit der „Star Trek“-Parodie „Star Wreck – In The Pirkinning“ (2005)  bewies, welche Kraft im Internet steckt – wenn sie denn ordentlich gebündelt wird: Von der Internet-Community gesponsert und auch sonst tatkräftigst unterstützt, gelang ein Film, der technisch up to date war. Obwohl der Film zuerst unter einer Creative-Commons-Lizenz gratis downgeloadet werden konnte, kaufte letztendlich ein DVD-Label den Film auf, um auch damit ein Geschäft zu machen.

„Iron Sky“ ist in diesem Sinn der nächste evolutionäre Schritt. Diesmal wurde gleich aufs Kino gezielt, und statt Amateurschauspielern gibt es Profis wie u.a. Götz Otto („James Bond – Der Morgen stirbt nie“), Tilo Prückner („Die Fälscher“) oder Udo Kier (der ist ja sowieso für jeden Scheiß zu haben) zu sehen. Das Budget soll bei 7,5 Millionen Euro liegen (wobei ich jetzt nicht genau weiß, ob das der tatsächliche Geldbedarf ist, oder auch Arbeitsleistungen eingerechnet sind, die von den Beteiligten gratis zur Verfügung gestellt werden). Starten soll der Film 2012 in den Kinos. Doch einige Rückschläge beim Dreh der finnisch-deutsch-australischen Koproduktion – vor allem die Flut in Australien – haben das Drehpensum durcheinander gebracht. Einige Szenen müssen nun nachgedreht werden.

Und nun fordern die Macher von „Iron Sky“ neun Crowdfunding-Plattformen zu einer Art Wettrennen auf. Portale wie Starnext.de sollen helfen, 300.000 Euro zusammenzukratzen. Den Sponsoren winken auch Präsente – vom einfachen „Dankeschön“ im Iron Sky-Newsletter über Goodies wie T-Shirts, Poster, Mousepads, etc., bis hin zur Namensnennung im Abspann (für 1.000 Euro). Und Associate Producer darf man sich nennen, wenn man 10.000 Euro opfert.

Rodja

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Written by HomeMovieCorner

4. April 2011 um 18:17

Veröffentlicht in Indie News

3 Antworten

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  1. Mit Tilo Prückner habe ich gerade gedreht – in Leipzig bei „Bis zum Horizont, dann links!“

    Thomas Nash

    5. April 2011 at 16:33

    • Tilo Prückner scheint generell ein Herz für Independent-Produktionen zu haben. Neben „Iron Sky“ arbeitet er schon seit Jahren bei Produktionen der deutschen Gruppe Mania Pictures (http://www.mania-pictures.de/) – u.a. als Adolf Hitler in „Villapge People 2 – Auf der Jagd nach dem Nazigold“.

      HomeMovieCorner

      6. April 2011 at 07:17

  2. Habe gemeinsam mit den Herren von Iron Sky in Hamburg mal einen Workshop/Vortrag zum Thema Social Media, Community und Crowdfunding gehalten. Sehr interessant, was die zu erzählen haben! Hier findet ihr vielleicht ein paar Kontaktdaten 🙂 http://www.socialfilmmarketing.com/2010/10/11/old-school-kontaktliste-vom-green-camp/

    Gumpelmaier wolfgang

    7. April 2011 at 06:56


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