HomeMovieCorner

The art of independent movies

Deserteure in der Wehrmacht

with one comment


Auf die Salzburger Filmemacherin Gabriele Neudecker wurde ich zuerst durch ihren bezaubernden Kurzfilm „Freaky“ (2001) aufmerksam. Nach der Gründung der Drehbuchwerkstatt, mit der sie und Veresa Radosawljewitsch junge Drehbuchautoren und Filmemacher vernetzt und fördert, hat sie u.a. drei Dokumentationen in Afrika gedreht: „FGM“ (steht für Female Genital Mutilation), „White Girls Happy On Zambezi“ über kampftrinkende Touristinnen und „Really Hard Be Good Masai“ über Morani-Krieger, die an der Schwelle zum Erwachsenwerden stehen.

Nun dreht Neudecker wieder in Österreich – diesmal einen Spielfilm. Gemeinsam mit ihrer eigenen Firma Pimp The Pony Productions und der Drehbuchwerkstatt entsteht gerade der Kinofilm „Deserteur!“ in Oberösterreich und Salzburg. Neudecker recherchierte und interviewte 200 Zeitzeugen zum Thema Deserteure der Wehrmacht. Entstehen soll eine fiktive Dokumentation aus dem Jahr 1947. Alle Rollen sind dabei mit sehr jungen Laiendarstellern vom Land (Elektrikern, Schlossern und Landwirten) besetzt.

Synopsis: Hungerwinter 1947. Desertation aus der Wehrmacht wird in Österreich auch nach dem Krieg noch bestraft. Exemplarisch geben der Koch, der Bauer, der Ministrant und der Schweinemeister Einblicke in ihre Beweggründe zur Flucht vor dem militärischen Terror. Im dokumentarischen Stil montiert der Film reale Schicksale junger Deserteure, zeigt eindringliche Momentaufnahmen traumatischer Erinnerungen und gesellschaftlicher Ausgrenzung in der Nachkriegszeit.

Bis Ende 2011 soll der Film fertiggestellt werden.

Rodja

Advertisements

Written by HomeMovieCorner

26. April 2011 um 14:53

Veröffentlicht in Indie News

Eine Antwort

Subscribe to comments with RSS.

  1. VIELEN DANK für den Artikel!
    Und noch aktuelle Ergänzungen:
    Unser Film „Really hard be a good Masai“ ist derzeit im Wettbewerb des Int. Film Festivals Athens in Ohio (Oscar-Booster-Festival) zu sehen. Der Gewinner des
    Hauptpreises wird automatisch für den Kurzfilmoskar nominiert. Schon im Vorjahr waren wir mit dem Film „White girls happy on Zambezi“ von Gabriele Neudecker und Nelson Nzwaligwa im Wettbewerb vertreten.
    Im May 2011 ist „Really hard be a good Masai“ in den Wettbewerb des London International Documentary Festival geladen und in der Schiene Docuadventure bei der diesjährigen Documenta Madrid zu sehen.
    Mit cineastischen Grüßen,
    Veresa Radosawljewitsch, CEO
    Producer „Really hard be a good Masai“

    Veresa Radosawljewitsch

    27. April 2011 at 05:10


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: