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The art of independent movies

Zach/Bauer und die wilden Wikinger

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Bastian Zach und Matthias Bauer melden sich zurück. Nachdem der Steirer und der Tiroler sich Anfang der 2000er Jahre an Kurzfilmen wie dem preisgekrönten „[infinite]“ probierten und 2006 mit einem Budget von ca. 25.000 Euro in Innsbruck den Independent-Spielfilm „3 Zimmer. Küche. Tod.“ drehten, war es einige Zeit um das Duo ruhig. Doch nur scheinbar, denn Bauer und Zach arbeiteten dank einer Drehbuchförderung an einem Mysterythriller. Letztendlich wurde nichts daraus, aber Zach und Bauer machten aus der Not eine Tugend und wandelten das Skript in den Roman „Morbus Dei – Die Ankunft“ um, der 2010 erschien. Nun soll im ersten Quartal 2012 die Fortsetzung folgen.

Aber auch im Film-Bereich sind die beiden nicht untätig gewesen. Für den österreichisch-schweizerischen Backwood-Slasher-Blockbuster „One Way Trip 3D“ lieferten sie das Drehbuch. Und anscheinend hat den Schweizern Partnern die Zusammenarbeit mit Zach/Bauer gefallen, denn nun wird ihr Drehbuch „Northmen – A Viking Saga“ von Ascot Elite verfilmt.

Wie die Site Variety.com berichtet, wird der Schweizer Claudio Fäh die Regie für den Wikinger-Action-Streifen übernehmen. Für das Produktionsbudget stehen acht Millionen Euro bereit, der Cast soll aus europäischen Stars bestehen. Gedreht wird in Schottland und Bulgarien.

Fäh hat zuletzt u.a. US-Filme wie „Hollow Man 2“ mit Christian Slater oder „Sniper: Reloaded“ mit Billy Zane gedreht. Für den Indie-Bereich vielleicht interessanter ist jedoch sein Mitwirken an dem US-Indie-Streifen „Coronado“ von 2003, den er zusammen mit dem Oscar-prämierten VFX-Experten Volker Engel („Independence Day“, „2012“) realisierte. Die Story ist zwar Schrott, aber Fäh und Engel wollten damals beweisen, dass man dank Computertricks einen optisch einwandfreien Blockbuster drehen konnte – und das zu einem Mini-Budget von damals 4,7 Millionen Dollar. (Ein recht interessantes Interview zu „Coronado“ bietet Outnow.ch)

Auch für den HomeMovieCorner ist Fäh kein Unbekannter, lief doch dessen Kurzfilm „Hit The Highway, Honey“ im Rahmen eines HomeMovieCorner-Filmabends in Wien – genau so wie übrigens auch „[infinite]“ von Bastian Zach und Matthias Bauer.

Rodja

Fazit: Das Geld liegt also in der Schweiz…

Written by HomeMovieCorner

15. Februar 2012 um 18:52

Veröffentlicht in Latest Talk

5 Antworten

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  1. Der Regisseur von „Hollow Man 2″…?!
    Nun ja, zumindest konnte Fäh in der Vergangenheit beweisen, dass er mit einem geringen Budget, optisch recht ansehnliche Filme herstellen kann.

    Hoffentlich liefern Zach und Bauer ein tolles Drehbuch. Im ersten Moment denke ich da an ein Projekt á la „Ironclad“ (http://www.imdb.com/title/tt1233301/). Das hatte zwar ein Budget von 25 Millionen Dollar aber es machte unglaublich viel Spaß.😉

    Kann man den Kurzfilm von Fäh irgendwo im Netz bewundern? Mein Urteil basiert leider nur auf seinen US-Filmen.

    Patrick

    15. Februar 2012 at 19:12

    • Vergiss nicht. Fäh hat auch „Starship Trooper 3“ gedreht!!! Ich will auch nicht zu hohe Erwartungen stellen, denn bisher haben die Schweizer mit Blockbuster-Kino bei mir eher maue Gefühle ausgelöst. „Sennentuntschi“ oder der Sci-Fi-Film „Cargo“ waren eher lahm und bieder. „One Way Trip 3D“ wiederum habe ich nicht gesehen – darüber kann ich also nichts sagen.

      Fähs Kurzfilm war recht amüsant. Den hat er damals aber schon in den USA gedreht. Es ging um ein Ehepaar, das von einem Mexikaner mit der Waffe bedroht wird, damit sie ihn über die US-Grenze bringen. Zuerst wollen sie nicht, aber dann werden sie doch freiwillig zu Komplizen. So ganz anders als Fähs spätere Arbeiten also.

      HomeMovieCorner

      16. Februar 2012 at 13:24

  2. Moment mal. Wenn ich seine Credits ansehe, dann steht da nix von „Starship Troopers 3“ (der übrigens viel besser war als der unglaublich schlechte 2. Teil aber was bedeutet das schon auf diesem Niveau). Hab ich da was übersehen? Laut imdb.com hat den Film Edward Neumeier gedreht.

    Die Schweiz und Blockbuster-Kino. Ja, das ist eine eigene Geschichte. Ich kann mich noch gut an ein Interview mit Dani Levy erinnern, in dem er meinte, es sei völlig unmöglich in der Schweiz Filme zu drehen, da es dort keine funktionierende Filmszene gibt. Insofern sind diese Produktionen eventuell der erste Ausstoß einer im Entstehen begriffenen Mainstream-Szene. „Cargo“ fand ich noch ganz okay, wenngleich die Geschichte wahnsinnig nahe an allem möglich war, was man jemals im Sci-Fi-Kino bereits zu sehen bekam. Von „Solaris“ über „Alien“…

    Die anderen Filme habe ich noch gar nicht gesehen obwohl ich „One Way Trip 3D“ auf meiner Liste stehen habe. Dann muss ich auf die DVD warten.

    Eventuell bekomme ich mal auch Fähs Kurzfilm(e) zu sehen.😉

    Patrick

    17. Februar 2012 at 17:37

    • Ah… du hast Recht. Ich war auf seiner Site – und da waren diese Filme recht prominent ins Bild gesetzt. Wahrscheinlich habe ich deswegen geglaubt, dass er ihn gedreht hat. Er war „nur“ Executive producer.

      Nein, „Cargo“ war nicht soooo schlecht. Aber wie du bereits geschrieben hast: Er wiederkäut so ziemlich alles, was wir eh schon 100 Mal gesehen haben.

      Tja, wegen den Kurzfilmen… ich glaube, das war noch weit voooooor YouTube. Und nachdem den Film kaum jemand kennt, wird es wohl auch kaum Nachfrage geben.

      HomeMovieCorner

      17. Februar 2012 at 20:55

      • Als Produzent scheint er gar kein so schlechtes Händchen zu haben. Immerhin hat er auch Joe Dantes „The Hole“ produziert. So viel man über diesen Film auch meckern kann aber das ist schon ein sehr interessantes und ansehnliches Projekt.

        Patrick

        19. Februar 2012 at 10:03


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