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Neudecker feiert „Deserteur!“-Premiere in Paris

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NS-Deserteure - lange Zeit ein Tabuthema

Nach Berichten über „Iron Sky“ und „Cerusit“ nun mal wieder ein ernsterer Zugang zum Thema NS-Vergangenheit. Im April 2011 berichtete ich hier schon mal über das Low-Budget-Projekt „Deserteur!“, das die Salzburgerin Gabriele Neudecker mit ihrer Firma Pimp the Pony Productions und der Drehbuchwerkstatt gestemmt hat.

Der auf wahren Schicksalen und zahlreichen Interviews mit Zeitzeugen basierende Film (engl. Titel: „Glorious Deserter“) feiert nun laut einer Presseaussendung am 1. April 2012 seine Weltpremiere beim 34. Films de Femmes in Creteil/Paris. Der Streifen ist dabei als beste internationale Kinodokumentation für den „Prix Anna Politkovskaia“ nominiert.

Synopsis: Hungerwinter 1947. Desertation aus der Wehrmacht wird in Österreich auch nach dem Krieg noch bestraft. Exemplarisch geben der Koch, der Bauer, der Ministrant und der Schweinemeister Einblicke in ihre Beweggründe zur Flucht vor dem militärischen Terror. Im dokumentarischen Stil montiert der Film reale Schicksale junger Deserteure, zeigt eindringliche Momentaufnahmen traumatischer Erinnerungen und gesellschaftlicher Ausgrenzung in der Nachkriegszeit.

Obwohl kaum bekannt, ist das Thema eigentlich bis in die Gegenwart tabu gewesen. Erst 2009 wurden nämlich Deserteure des NS-Regimes in Österreich offiziell rehabilitiert.

Rodja

INFO: „Deserteur!“ auf Facebook
FOTO: Pimp the Pony Productions 2012

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Written by HomeMovieCorner

23. März 2012 um 15:41

Veröffentlicht in Indie News

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