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The art of independent movies

„farewell“ von Marco von Moos

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Seit Jahren schon verfolge ich das Werken des Schweizer Filmemachers Marco von Moos. Sein erster Spielfilm „Turicon – The Legend of Sollthar“ (SciFi, 2001) verblüffte mich mit für damalige Verhältnisse großartigen CGIs. Zu der Zeit hatte ich noch nicht viel derartiges im Independent-Bereich gesehen – und „Turicon“ war sowieso einer der ersten Langfilme überhaupt, die in meinem Postfach landeten. Ich war zutiefst beeindruckt.

Von Moos war damals wirklich ein Tausendsassa, was digitale Effekte betraf. Er lieferte auch einige Tutorials über z.B. bei Explosionen herumfliegende Gliedmaßen oder den Bullet Time-Effekt („Matrix“), den er „billigst“ aber überzeugend mit vier, fünf Kameras reproduzierte. Anmerkung: Bei „Matrix“ wurden 120 Kameras verwendet. (Allerdings habe ich in einem späteren Videoclip von von Moos erfahren, dass das Tutorial das einzige Mal war, wo das Ganze auch geklappt hat.)

Nach „Turicon – The Legend of Sollthar“ drehte von Moos als Autor und Regisseur noch einige Kurzfilme sowie die Spielfilme „Face To Face“ (Gangsterdrama, 2003) und „NightCast“ (Superheldenfilm, 2007). Für den Kanadier Christian Viel und dessen „Recon“-Serie (Sci-Fi) agierte er „nur“ als Schauspieler vor der Kamera.

Von Moos‘ sehenswertester Film ist definitiv „NightCast“. Gut, es gibt vieles, das in diesem Film nicht funktioniert. Aber: Es ist ein Superhelden-Film! Aus Europa!!! Und die Effekte waren teilweise besser als jene der Hollywood-Produktion „Daredevil“. Das Making-Of ist definitiv sehenswert (vor allem, wie die Rüstung des Helden designt wurde).

Für mich einer der Schwachpunkte in den Filmen des Schweizers waren aber immer die stereotypen Rollen und oft sehr vorhersehbaren Handlungsstränge. Nun sind schon einige Jahre ins Land gegangen und von Moos hat viel durchprobiert. Einerseits spielte er Theater, andererseits versucht er sich mit „Frontiers“ an einem Independent-Computerspiel. Aber auch das Thema Film kann er nicht lassen. Zuletzt habe ich sein Skript „Motive“ über eine Geiselnahme in einer Bank gelesen und muss sagen: Ja, Marco von Moos entwickelt sich zu einem ernstzunehmenden Erzähler.

Und nun Vorhang auf für seinen Kurzfilm „farewell“.

Rodja

INFO: Website von Marco von Moos: http://www.nccinema.ch/
Kurzfilm „farewell“

Written by HomeMovieCorner

31. Mai 2012 um 18:01

Veröffentlicht in Movies (online)

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