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„Hitman 101“ – neue Webserie auf dem HomeMovieCorner

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Gestatten: John Smith, Auftragskiller. Nett, Sie zu treffen

Vorhang auf für eine neue Webserie auf dem HomeMovieCorner: „Hitman 101“ ist eine zwölfteilige Internetserie aus Kanada und erzählt von der nicht so alltäglichen Arbeitswoche des Auftragskillers John Smith (Georgie Daburas) und den Leuten – als da wären: Mafia-Gangster, Femme fatale, Cops und vielleicht die Liebe seines Lebens -, die ihm das Leben schwer machen. Die Episoden werden einzeln im wöchentlichen Rhythmus hier gezeigt.

Im mitteleuropäischen Raum scheinen sich Webserien noch nicht so richtig durchgesetzt zu haben. Ein Blick über den großen Teich präsentiert da ein anderes Bild. „Hitman 101“-Regisseur Scott Staven plauderte mit dem HMC etwas über die Entstehung seiner Serie und den Stellenwert der Webisodes im angloamerikanischen Raum.

„Hitman 101“ ist so konzipiert, dass kein offenes Ende mit Muss auf eine zweite Staffel hinweist. „Wir sind Webserien-Fans. Wir haben schon so viele Serien gesehen, die aus verschiedenen Gründen nie über die erste Staffel hinauskamen. Die meisten davon endeten mit einem Cliffhanger, der nie aufgelöst wurde. Das wollten wir bei unserer Serie vermeiden. Also schrieben wir eine komplette Geschichte, die mit einer Staffel erzählt werden konnte. Zwar gibt es eine Option, die Story fortzuführen – die ist aber nicht zwingend“, erzählt Scott Staven. Der Regisseur, Produzent, Drehbuchautor, Cutter und Filmsite-Designer in Personalunion schätzt, dass die gesamten , selbst aufgebrachten Produktionskosten von „Hitman 101“ sich auf etwa 6.000 Can$ (rund 4.870 Euro) belaufen, also pro Episode – mal mehr, mal weniger – 500 Can$.

Regisseur Staven (l.) und sein Guerilla-Filmteam

Die Vorteile einer Webserie liegen für den 37-jährigen Filmemacher klar auf der Hand: „Anstatt einen Kurzfilm oder einen Spielfilm zu machen und darauf zu warten, entweder bei einem Festival oder von einem Verleih genommen zu werden, erlauben dir das Internet und die verschiedenen Video-Plattformen, dein Werk wann immer du willst und auf Dauer der Öffentlichkeit zu präsentieren.“ Obwohl er sein eigenes Geld in die Produktion steckte, hat es sich für den Kanadier bereits „ausgezahlt“, „Hitman 101“ zu drehen. „Das Beste daran, eine Webserie zu machen, ist die Community der Web-Filmemacher an sich. Wir haben viele Freundschaften und Bekanntschaften in dieser Szene geschlossen, die einen sehr stark unterstützt. Das allein war schon den Aufwand wert“, so Staven.

Mit „Hitman 101“ wollten er und seine Crew an erster Stelle nicht Gewinn machen, sondern hauptsächlich Aufmerksamkeit erregen. Gar nicht so einfach in Nordamerika, wo – wie Scott Staven schätzt – tausende von Webserien kreiert werden. „Der Markt ist hier recht überfüllt, so dass es nicht einfach ist, entdeckt zu werden. Zum Glück gibt es Internet-Kanäle wie Koldcast.tv, die sich auf Webisodes spezialisiert haben.“ Mittlerweile hat „Hitman 101“ zahlreiche Nominierungen und Preise abgeräumt – u.a. beim LA Web Fest, wo die Serie u.a. in „Drehbuch“, „Schnitt“, „Kamera“, „Hauptdarsteller“ und fünf weiteren Kategorien ausgezeichnet wurde.

Staven, der in Vancouver lebt, hat nicht unbedingt eine filmische Ausbildung genossen. Ein Jahr an einer Filmhochschule, ansonsten bildete er sich durch „learning by doing“ mit seinen eigenen Filmen weiter. Hauptberuflich arbeitet der 37-Jährige jedoch als Polier für Hartholzböden. „Könnte nicht weiter von meinem Traumjob entfernt sein“, so Staven: „Auf der anderen Seite motiviert mich genau das, am Erreichen meiner Ziele weiter zu arbeiten.“

Rodja Pavlik

INFO: Scott Staven, Bad Guy Films, Internet-Serie „Hitman 101“
FOTO: Scott Staven

Hitman 101 – Folge 1: Always The Hardest

Written by HomeMovieCorner

6. August 2012 um 16:36

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