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Lesbendrama „Das falsche Herz“ goes USA

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Eine bedrohte Liebe

Die Filme der GRUPPE:filmkunst aus Oberösterreich sind recht außergewöhnlich – und sicher auch gewöhnungsbedürftig. „Die Wirtin“ von 2002 hat mich zwar gelangweilt, aber den vorletzten Film der Gruppe rund um Cajetan Jacob und Bettina Hutterer, „Hurenkarussell“ von 2008, halte ich wiederum für ein kleines Juwel im Indie-Filmbereich.

Nun ist vor einiger Zeit ihr aktueller Spielfilm „Das falsche Herz“ fertig gestellt worden, der auch schon einige beachtliche Erfolge feiern konnte. So durfte der Film aufgrund des großen Zuspruchs an die vier Wochen im Star Movie Regau in Oberösterreich laufen – und das ist im Indie-Bereich mit Null Werbebudget eine kleine Ewigkeit. Wie der Website der Filmgruppe zu entnehmen ist, wurde das Drama, das frei auf dem mörderischen Treiben der Pöschlianer-Sekte Anfang des 19. Jahrhunderts basiert, nun zum Louisville’s International Festival of Film in Kentucky eingeladen. Gratulation dazu – aber ich hoffe doch, dass der Film auch mal in Wien gezeigt wird.

Synopsis:Therese lebt zwischen zwei Welten. Als Dienstmädchen hat sie sich in die mondäne Gräfin Meta von W. verliebt, und als Frau von ärmlicher Herkunft muss sie dabei zusehen, wie ihre Schwester Magdalena von einem teuflischen Sektierer in den Abgrund gezogen wird. Jene vollzieht mit dem berüchtigten Priester Thomas Pöschl Teufelsaustreibungen im Dorf. Kleine Kinder müssen dem Teufel abschwören, eine junge Frau wird brutal exorziert und später von Pöschl zur Heiligen stilisiert.

Als der eigentliche Pfarrer Hilfe bei der Gräfin sucht, begibt sich diese mit Therese auf Entdeckungsreise ins Dorf und findet auf den vereinzelten Höfen Menschen vor, die nicht mehr von dieser Welt zu stammen scheinen. Kleine Kinder klettern auf Obstbäume und beten den Heiligen Geist an, hauchende Mädchen knien auf den Feldern vor Thereses Schwester am Boden. Meta zitiert den neuen Pfarrer zu sich ins Schloss. Kann sie der drohenden Gefahr noch einmal den Riegel vorschieben oder wird eine neue und gefährliche Kraft übers Hausruckviertel hinwegfegen und alles vernichten, was nicht rein und gottgefällig ist?

Rodja
FOTO: GRUPPE:filmkunst

Written by HomeMovieCorner

13. September 2012 um 15:31

3 Antworten

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  1. …und in der Tabakfabrik Linz gibt es eine Werkschau. http://www.tabakfabrik-linz.at/de/aktuelles.htm

    Wobei ich „Werkschau“ ziemlich irritierend finde, schließlich fehlen „Die Stimme“ und „Die Wirtin“ (von dessen Existenz ich bis zu dieser Meldung nichts wusste). „Die Stimme“ interessierte mich aufgrund des doch sehr strengen Stils aber dennoch langweilte ich mich.

    Patrick

    18. September 2012 at 15:33

    • Die kleine Werkschau ist als ein Versuch gedacht, bei weiterem Interesse werden auch „Die Stimme“ und „Die Wirtin“ gezeigt. Nachfrage bestand hauptsächlich wegen „Hurenkarussell“

      Bettina Hutterer

      19. September 2012 at 08:15

  2. „Die Stimme“ würde mich auch interessieren. Also wenn der mal in Wien spielen würde, wäre ich dabei. Aber primäres Interesse gilt natürlich dem „falschen Herz“.

    HomeMovieCorner

    19. September 2012 at 08:41


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