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Indie-Horrorfilm „Bela Kiss: Prologue“ startet in den deutschen Kinos

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bela-kiss-prologue_POSTER_DE_800x1130_WEBJänner dürfte in Deutschland anscheinend so etwas wie der generelle Indie-Filmstart-Monat sein, denn fast exakt ein Jahr nach Tom Bohns „Reality XL“ kommt nun der unabhängig finanzierte Horrorstreifen „Bela Kiss: Prologue“der vier Esslinger Filmstudenten Lucien Förstner, Sylvia Günthner, Steven Weber und Eric Kazak am 10. Jänner in die Kinos. Diese Produktion unterlief sehr lange meinen Wahrnehmungsradar, sodass ich gerade erst einmal ein paar Tage vor Filmstart davon erfahren habe.

Synopsis: Bela Kiss gilt als einer der grausamsten Serienmörder des 20. Jahrhunderts. Er tötete vor und zu Beginn des Ersten Weltkriegs mehr als 20 junge Frauen, darunter auch seine Ehefrau. Als der zur Armee eingezogene Kiss aufgrund einer Verwechslung an der Front für tot erklärt wird, requiriert das Heer Benzin-Fässer auf Kiss‘ Grundstück. Doch anstatt Treibstoff findet man darin die in Alkohol eingelegten und zerteilten Leichen. Wie sich herausstellte, wurden die Opfer entweder erwürgt oder vergiftet und ausgeblutet. Trotz Haftbefehls gelingt es Bela Kiss in den Wirren des Krieges zu verschwinden. Noch Jahrzehnte später wurde er an verschiedenen Orten rund um den Globus gesichtet, doch er konnte immer wieder entkommen. Bis heute ist sein Verbleib ungeklärt.

Fast ein Jahrhundert später versteckt sich in einem abgelegenen Hotel mitten im Wald eine Gruppe von fünf jungen Bankräubern vor der Polizei. Unter falschem Namen genießen sie zunächst die Anonymität dieses Ortes, der einen willkommenen Unterschlupf für den disktreten Ehebruch bietet. Doch mit jedem Tag steigert sich das Unbehagen der Gesuchten. Im Haus gehen merkwürdige Dinge vor sich. Fernab von der Zivilisation schnappt eine Falle zu, als sich grausame Ereignisse überschlagen und eine Brücke in die Vergangenheit bauen.

bela-kiss-prologue_filmstill_web_012Um den auf wahren Vorkommnissen basierenden Film zu stemmen, gründeten Regisseur und Drehbuchautor Lucien Förstner, Produzentin Sylvia Günthner, VFX-Supervisor Steven Weber und Editor Eric Kazak die Produktionsfirma Mirror Maze. Die Absolventen der European School of Film and Design in Esslingen (besser bekannt als LAZI-Akademie) versammelten Filmemacher aus ganz Europa und konnten auch bekannte Schauspieler wie die deutschstämmige Amerikanerin Kristina Klebe („Halloween“-Remake, „CSI: Miami“) oder den Berliner Rudolf Martin („Borgia“, „Dexter“, „Navy CIS“) für das Skript begeistern. Um die Kosten, die so ein „Kostümfilm“ (Teile des Films spielen u.a. zum Ersten Weltkrieg bzw. in den USA Jahrzehnte später) nicht explodieren zu lassen, entschloss man sich zu einem Kunstgriff. „Wir entschieden uns, die Rückblicke, welche alle Anfang des 20. Jahrhunderts spielen sollten, vor Bluescreen zu drehen. Sie sollten einen Fantasy-Touch bekommen, als würden wir die Bilder aus der idealisierten Vorstellung des Erzählers sehen können, und nicht die reale Welt, wie es damals wirklich passiert ist“, erläutert Regisseur Förstner im Pressetext.

Der Österreicher Alex Püringer, der für die Ausleuchtung zuständig war, beschreibt „Bela Kiss: Prologue“ als ein „Traumprojekt für jeden Kameramann oder Oberbeleuchter, da wir von ‚Studio Green-Screen-Compositings‘ über ‚Car-Rigs‘, innen, außen, Nacht, Tag und einigen ‚Spezial-Stimmungen‘ alles gedreht haben, was ein Genre-Film an visuellen Settings zu bieten hat. Natürlich gab es durch das Budget Einschränkungen. Doch gerade die Aufgaben, die Teamgeist, Improvisation und Kreativität forderten, gaben dem ganzen Projekt den richtigen Rock’n’Roll-Kick.“

Ich persönlich fürchte ja, dass es der deutsche Film – ähnlich wie „Reality XL“ – nicht in die österreichischen Kinos schafft (hm, vielleicht ist er ja etwas für das Fright Nights-Festival im nächsten Jahr?), aber zumindest merke ich mir schon mal die DVD vor.

Rodja
FOTO: Mirror Maze

Weitere Informationen zum Film unter www.bela-kiss.com

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Written by HomeMovieCorner

3. Januar 2013 um 09:31

Veröffentlicht in Indie News

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