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Kurzfilm „R’ha“ führt deutschen Studenten nach Hollywood

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Vom Tellerwäscher zum Millionär – solche Geschichten brauchen/lieben die Leute. Auch Filmemacher sind davor nicht gefeit, nur bei denen klingen diese Erfolgsgeschichten ein bisschen anders: Ein Student stellt seinen Erstlingsfilm auf eine Videoplattform, das Ding geht viral – und schon klopft Hollywood an.

So ähnlich ist es auch dem 22-jährigen Kaleb Lechowski, einem Studenten der Berliner Mediadesign Hochschule, mit seinem Sci-Fi-Kurzfilm „R’ha“ ergangen. Mit feinen Unterschieden. Erstens war es sein Zweitfilm, zweitens kam der erste Hollywood-Kontakt bereits VOR Online-Stellen des Films zustande.

Zur Story: Roboter erheben sich gegen ihre Herrscher und legen die Zivilisation in Schutt und Asche. Einer der wenigen Überlebenden gerät in Gefangenschaft und soll den Treffpunkt der Flüchtenden verraten. Wie Lechowski in einem Interview mit „Zeit online“ zugibt, hat er sich bei dem Film von „Matrix“ und „Terminator“ inspirieren lassen – und wenn man sich die Schlusspointe anschaut, wohl auch von „Star Wars: Episode IV“. Nicht die schlechtesten Vorbilder, muss man sagen. „R’ha“ wurde innerhalb einer Woche über eine Million Mal abgerufen, Fans haben den auf Englisch gehaltenen Film auch in andere Sprachen übersetzt.

„R’ha“ funktioniert zwar als in sich geschlossener Kurzfilm, dennoch lässt er erahnen, dass da eine größere Geschichte erzählt werden könnte. Und das hat Lechowski auch vor. Laut seiner Website wird der Deutsche Anfang Februar sein Spielfilmprojekt in Los Angeles pitchen. Ich drücke ihm mal die Daumen. Auf jeden Fall macht „R’ha“ wesentlich mehr Appetit als der ebenfalls zur „Tellerwäscher/Millionär“-Kategorie zählende Film „Ataque de Pánico!“ von Fede Alvarez, der ja der Legende nach nur 300 Dollar gekostet hat. Und nun steht Alvarez‘ (im Gegensatz zu „Ataque de Pánico!“) viel versprechendes Remake von Sam Raimis „Evil Dead“ an.

Rodja

INFO: http://kaleblechowski.tumblr.com/

R´ha [short movie] from Kaleb Lechowski on Vimeo.

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Written by HomeMovieCorner

25. Januar 2013 um 11:58

5 Antworten

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  1. Visuell beeindruckend auch wenn die Geschichte nicht unbedingt wahnsinnig originell ist.
    Dafür musste ich auch immer ein bisschen an „Battlestar Galactica“ denken.

    Was mich noch interessiert: Wie wurde man vor der Veröffentlichung des Films überhaupt auf den jungen Mann aufmerksam?

    Patrick

    26. Januar 2013 at 20:23

    • PS: Für Alvarez ist der Auftrag für das „Evil Dead“-Remake ja sicher eine schöne Sache aber meinetwegen hätte es da keine Neuverfilmung gebraucht.
      Da hätte ich doch lieber…sagen wir mal…“Oblivion“ unter seiner Regie gesehen. Sci-Fi scheint er ja ganz gut hinzubekommen.

      Patrick

      27. Januar 2013 at 10:03

    • Das habe ich mich zuerst auch gefragt – aber dann habe ich es mir so erklärt: Er hat den Blog über die Entstehung des Films schon länger betrieben. Außerdem beliefert er noch ander Plattformen mit seiner Concept Art. Ich nehme an, dass man so auf ihn aufmerksam wurde.

      Rodja

      27. Januar 2013 at 10:52


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