HomeMovieCorner

The art of independent movies

Disneys Kurzfilm „Paperman“ auf Oscar-Kurs

with 6 comments


Eine Oscar-Nominierung? Echt? Dafür? Ich meine, ist ja ganz nett, aber so ganz verstehe ich den Hype darum in den Internet-Medien nicht. Wenn man dann noch zusätzlich bedenkt, dass Christoph Waltz („Django Unchained“) für quasi die gleiche Rolle wie in „Inglourious Basterds“ ebenfalls eine Aussicht auf den Goldjungen hat, dann frage ich mich, wie langweilig die Oscars heuer wohl werden.

Ich nehme mal an, dass die Oscar-Belohnung wohl wegen dem technischen Aspekt winkt.

Zitat auf YouTube: „Introducing a groundbreaking technique that seamlessly merges computer-generated and hand-drawn animation techniques, first-time director John Kahrs takes the art of animation in a bold new direction with the Oscar®-nominated short, „Paperman.““

Rodja

FILM: Walt Disney Animation Studios

Written by HomeMovieCorner

6. Februar 2013 um 14:50

Veröffentlicht in Movies (online)

Tagged with

6 Antworten

Subscribe to comments with RSS.

  1. Tja, also die Oscar-Nominierung gab es auf jeden Fall „nur“ für den technischen Aspekt. Inhaltlich fand ich es bis etwa zur Hälfte ganz gut aber dann übernimmt der ohnehin vorhandene Kitsch das Kommando. Vor allem der „magische“ Aspekt (will hier jetzt nichts spoilern) hat mir ganz und gar nicht gefallen.

    Den Hype gibt es wohl weil Disney so intelligent war, den gesamten Film rechtzeitig vor der Oscar-Verleihung ins Netz zu stellen. Alleine dadurch gibt es schon Pluspunkte durch die Internet-Gemeinde.
    …und da die Abstimmungsfrist noch nicht abgelaufen ist, wird „Paperman“ mit Sicherheit den Oscar auch gewinnen. Gutes, simples Marketing.

    Zu Waltz.
    Stimmt schon, sein Charakter war jenem in „Inglourious Basterds“ recht ähnlich aber das schmälert für mich nicht seine Leistung auch wenn mir etwa DiCaprio als Bösewicht eine Spur besser gefiel. Eine Oscar-Nominierung (in der Best Supporting Actor-Kategorie) die ich nicht verstehe ist jene für Alan Arkin in „Argo“. Was war daran bitteschön Oscar-würdig?
    Dann lieber DiCaprio aus „Django“ oder den Kurzauftritt von John Goodman in „Flight“. Der war herrlich.

    Patrick

    7. Februar 2013 at 12:06

  2. Interessante Diskussion. Den Disney-Kurzfilm als kitschig zu bezeichnen, finde ich jedoch etwas seltsam, schließlich haben wir es hier mit DISNEY zu tun, der Wiege des Kitsch. Und der Film ist schon länger für die Öffentlichkeit sichtbar, wurde er doch im Kino als Vorfilm zu „Ralph reichts“ gezeigt. Offenbar hat er aber durch die Nominierung für den Oscar nochmal einen Internet Hype erfahren.

    Und zum Thema Waltz stimme ich den Patrick voll und ganz zu. Di Caprio war besser und es ist gemein, dass der Mann noch keinen Oscar hat. Bin aber auch nicht böse, wenn Waltz ihn bekommt🙂

    diefilmguckerin

    7. Februar 2013 at 12:36

    • Ja, Disney darf man natürlich Kitsch verzeihen. Da stimme ich Dir voll zu. Allerdings fehlt mir bei all dieser technischen Perfektion einfach das „Magische“ (und damit meine ich nicht das mit den Papierfliegern, sondern den „magischen Moment“). Was Waltz betrifft: Ich mag ihn – und ich weiß, dass er auch anders schauspielen kann. Allerdings war Di Caprio klar besser, eben weil er auch mal gegen den Strich spielte. Und Waltz eben auf eine alte Rolle zurückgriff.

      „Argo“ habe ich leider noch nicht gesehen, aber Alan Arkin hat wohl seit „Little Miss Sunshine“ auch einen Bonus in Hollywood.

      HomeMovieCorner

      8. Februar 2013 at 09:39

      • Ich glaube ja Arkin hat den Oscar für „Little Miss Sunshine“ erhalten, da man nicht mehr damit rechnete, dass er irgendwann wieder in einer Oscar-würdigen Rolle auftauchen würde.
        Der typische „Er ist alt und hat eine respektable Karriere hinter sich“-Oscar.😉

        Patrick

        8. Februar 2013 at 18:16

    • „Den Disney-Kurzfilm als kitschig zu bezeichnen, finde ich jedoch etwas seltsam, schließlich haben wir es hier mit DISNEY zu tun, der Wiege des Kitsch.“

      Das mag ich nicht unwidersprochen stehen lassen, denn nur weil eine Produktionsfirma es zur eigenen Identität erhoben hat, mit Kitsch versehene Filme zu erstellen, heißt es ja noch nicht, dass dadurch keinerlei Augenmaß herrschen darf und es einfach hingenommen werden muss, wenn es regelrecht von der Leinwand/vom Monitor herunter tropft.

      Ein Gegenbeispiel: Die Anfangssequenz von „Up“, in welcher das gemeinsame Leben des Ehepaares dargestellt wird ist natürlich im Grunde kitschig, ist aber so gut gemacht, dass es nie hinüber kippt in ein nerviges Übermaß.
      Genau diese Balance fehlt mir bei „Paperman“.
      Kitsch, ja von mir aus aber bitte mit mehr Geschick.😉

      Ich prognostiziere jetzt mal so ins Blaue: Tommy Lee Jones oder Philip Seymour Hoffman werden Oscar als Best Supporting Actor erhalten.

      Patrick

      8. Februar 2013 at 18:15


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: