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Crowdfunding für „Der schwarze Nazi“

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filmplakat crowdfundin quer variante 1-kleinVor kurzem habe ich erst Stephan Demmelbauers „Todespolka“ auf DVD gesehen. In der Satire geht es darum, dass Österreich von einer rechtsgerichteten Partei (deren Führerin Sieglinde Führer von der deutsch-israelischen Schauspielerin Tamara Stern dargestellt wird) aus der EU geführt wird und zu einem Staat wird, in dem jeder jeden vernadert. Obwohl „Todespolka“ so seine Schwächen hat, hat er mir durchaus gefallen – vor allem, weil ich endlich mal wieder einen Film gesehen habe, der die Bezeichnung Satire verdient. Davon gibt es im Indie-Bereich nicht gerade viele.

Nun habe ich aber von einer Crowdfunding-Aktion erfahren, die mich neugierig gemacht hat. Die Filmgruppe Cinemabstruso Leipzig unter der Leitung der Regiebrüder Tilman und Karl-Friedrich König will in Zusammenarbeit mit Cineart e.V. von Juli bis August 2014 den Spielfilm „Der schwarze Nazi“ drehen.

Synopsis: Der Kongolese Sikumoya bereitet sich im Integrationskurs auf seine Einbürgerung vor. Unter dem Druck von Rassismus und Vorurteilen passt er sich immer stärker an die „deutsche Kultur“ an. Doch irgendwann ist es zu viel. Er bricht zusammen. Im Koma ereignet sich dann die Metamorphose. Sikumoya ist nun der scheinbar „perfekte Deutsche“. So überholt er rassistische Wutbürger und Neonazis einfach von rechts und beginnt ihnen Teile ihrer absurden Ideologie streitig zu machen.

Ich muss zugeben, sie hatten mich schon mit „schwarzer Nazi“.

Die beiden Filmemacher drehen laut Presseunterlagen bereits seit Anfang der 2000er-Jahre Spiel- und Dokumentarfilme, in denen sie sich immer wieder mit Migration und Neonazismus auseinandersetzen. „Der schwarze Nazi“ basiert auf einem gleichnamigen Kurzfilm von 2006. Nun soll die Geschichte auf Spielfilmlänge mit professioneller Technik, Team und Cast, mehr Zeit und Können und einem neuen, noch besseren Drehbuch für ein noch breiteres Publikum neu gedreht werden. Ideengeber und Drehbuchberater für die Gebrüder König war ein Freund der Familie: Kalemba Mukumadi aus Jena. Drei Jahre haben sie gemeinsam am Drehbuch und der Vorbereitung des Projektes gearbeitet.

Die geplante Crowdfunding-Summe von 7.500 Euro wurde mittlerweile schon überschritten, aber bis zum Ende der Aktion sind es noch über 20 Tage. Es kann also noch gefundet werden, jeder zusätzliche Euro wird in zwei bisher aus Budgetgründen gestrichene aufwendige Szenen gesteckt werden, die ja jetzt vielleicht doch noch realisiert werden könnten.

Rodja

PS: Ich habe schon mein Scherflein abgeliefert.

INFO: www.cinemabstruso.de; www.derschwarzenazi.de; Crowdfunding-Site: www.visionbakery.com/schwarzernazi
FOTO: Cinemabstruso

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Written by HomeMovieCorner

11. Februar 2014 um 17:18

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