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The art of independent movies

Welcome to the AUSTROZONE

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Wer mich kennt, weiß, dass ich ein großes Herz für Indie habe. Das betrifft aber nicht nur den Film-, sondern auch den Musikbereich. Und gerade im Bereich der Videoclips bzw. der Filmmusik können da durchaus Synergien entstehen. Sei es, dass eine Band einem Filmemacher einen Song zur Verfügung stellt, oder ein Regisseur für die Musikgruppe einen Videoclip dreht. Insofern habe ich also auch kein schlechtes Gewissen, hier ein bisschen Werbung für den YouTube-Channel AUSTROZONE von Eberhard Forcher zu machen.

Die österreichische Musikszene hat gerade in den letzten Jahren einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht. Bands wie Clara Luzia, Garish, Francis International Airport, The Beth Edges, Agnes Milewski, Effi, Julian le Play, Kung Fu Kitty, Mika Vember, aber auch länger dienende Herrschaften wie Attwenger oder Texta beweisen, dass die Szene auch nach den Glanzzeiten des Austropop in den 1970ern und 1980ern mit Ambros, Fendrich, STS, Falco, Hirsch & Co. weiter lebt und sich vielfältig entwickelt. Doch die ganze Kreativität bringt nichts, wenn es an einem fehlt: Airplay. Und ja, ein mehr als böser Blick geht da in die Richtung österreichischer Radios, die irgendwann unisono beschlossen haben, den heimischen Musikern keine Beachtung mehr zu schenken (und das zu einem Zeitpunkt, wo es besonders notwendig gewesen wäre). Es ist also nicht verwunderlich, dass einige der oben genannten Bands im Ausland mehr Erfolg und Feedback haben als daheim. Gerade die aktuelle Diskussion um den Amadeus (Anm.: Drei Bands haben sich selbst entnominiert) zeigt, dass die österreichischen Musiker genug von so genannten Alibi-Handlungen haben.

(Anm.: Die Bemühungen des Senders gotv seien an dieser Stelle nicht unerwähnt: Ihr macht das schon gut, Burschen und Mädels! Leider habe ich das Gefühl, dass der Sender momentan in – oder besser gesagt: knapp unter – der öffentlichen Wahrnehmung auf der Stelle tritt).

Um so löblicher finde ich es, dass der bekannte Radiomoderator und renommierte Szenekenner Eberhard Forcher mit 6. März 2014 (also heute) den YouTube-Channel AUSTROZONE startet, wo er dem geneigten Musikkonsumenten einen Überblick verschaffen möchte, was sich in Österreich zwischen den Polen Rock und Pop, Hip Hop und House, zwischen Folk und Reggae, Blues und Soul, etc. so alles tut. Jede Woche sollen – in Form einer moderierten Musikstrecke – jeweils fünf aktuelle bzw. immer noch aktuelle Clips sowie Klassiker vorgestellt werden. So soll kontinuierlich eine große Videothek der österreichischen Pop-Musik aufgebaut werden, in der heimische Musikclips quasi gebündelt abrufbar sind. Auch noch bemerkenswert: Die Verwertungsgesellschaft AKM wurde für die Aktion an Bord geholt – d.h., dass die Künstler eventuell sogar etwas Geld sehen könnten. (Anm.: Bei dem Thema kenne ich mich allerdings nicht so gut aus, daher gehe ich da auch nicht näher darauf ein. Würde nur gern wissen, ob es wirklich an die Künstler direkt geht – oder in einen Topf wandert, von dem dann „nur“ die Großen was bekommen.)

Und wenn die AUSTROZONE erfolgreich ist, wer weiß… vielleicht setzt Eberhard Forcher damit seinen Brotjobgeber unter Zugzwang, etwas mehr für die Austrobands zu tun. Und nein, damit meine ich nicht noch eine Castingshow, lieber ORF.

Also… Facebook-Site liken, YouTube-Channel abonnieren – und Ihr Filmemacher, Ihr! Eine Band für einen Song im Film engagieren – oder für die Band einen Videoclip drehen!

Und hier entlang geht es zur ersten Sendung, in der Left Boy, Harry Ahamer, Neodisco, die Poxrucker Sisters und Bilderbuch gefeatured werden.

Rodja

INFO: Über ein Like hier freut man sich: www.facebook.com/#!/AUSTROZONE – Den YouTube-Channel kann man hier abonnieren: www.youtube.com/user/AustroZone

Written by HomeMovieCorner

6. März 2014 um 09:45

Veröffentlicht in Indie News

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2 Antworten

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  1. geliked! super idee! und österreichisches radio ist, was das anbelangt, leider zum… ich erspare mir dafür den richtigen begriff zu finden😉

    Zuckerzwetschkenfee

    6. März 2014 at 14:47

    • Ich finde es vor allem gut, dass Filmemacher so doch noch eine Chance bekommen, ihr Werk (Videoclip) moderiert zu bekommen. Ich finde es echt gut, was gotv macht, aber wo, bitte, werden sonst noch österreichische Musikclips gezeigt?

      HomeMovieCorner

      7. März 2014 at 09:10


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