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Raider Of The Lost Movies: Denis Di Floriano

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Und wieder mal ein weiterer Beitrag zum Thema „Raider Of The Lost Movies“ – diesmal möchte ich Denis Di Floriano vorstellen. Das erste Mal bin ich auf den Deutschen bei den Independent Days V 2003 in Karlsruhe aufmerksam. Der damals 26-Jährige zeigte seinen Sci-Fi-Film „Drei Pechvögel im Sternenlicht“ (was für ein poetischer Titel!) – und als Premiere den noch nicht fertigen Nachfolger „Helden der Galaxis II – Die Suche nach dem magischen Amulett“. Die Geschichten drehen sich um den in Missgunst gefallenen Wissenschafter Dr. Pelskat und seine Crew, die irrwitzige Abenteuer im Weltall bestehen müssen.

Ich war schwer beeindruckt – im ersten Film der Reihe spielte Di Floriano fast alle Rollen selbst: Er war der kauzige Wissenschafter, dessen mürrischer Vorgesetzte, der Androide und auch noch die feindliche Armee – alles in einer Person. Auffallend ebenfalls die superben und fließenden Animationen (beim ersten Teil noch ein 166 MHz-Computer – habe ich mir zumindest sagen lassen) und die fantastische Ausstattung (z.B. das Kostüm des Androiden). Unterstützt wurde der Filmemacher dabei unter anderem von seinem Vater, einem begeisterten Modellbauer. Ehrlich, Denis Di Floriano hätte bei der auf ZDF-Serie „Ijon Tichy: Raumpilot“ ohne weiteres anheuern können. Noch dazu hatte sein melancholischer Raumfahrer Pelskat etwas Kultiges an sich. Zugegeben, das Storytelling könnte raffinierter, gestraffter und weniger dialoglastig sein, aber um Himmels willen, das waren die ersten filmischen Gehversuche Di Florianos. Und das zu einer Zeit, wo Sci-Fi im Amateur- und Indie-Bereich noch eine Rarität war.

Wie gesagt, „Helden der Galaxis II“ war noch nicht ganz fertig – deswegen verfolgte ich Di Florianos Geschichte im Internet weiter. Ich wollte unbedingt die Filme haben, hatte sogar mehrmals versucht, den Kontakt zum Regisseur herzustellen. Doch das war nicht so leicht – und dann tauchten auch noch einige unangenehme Geschichten auf. Di Floriano hatte Probleme mit einer öffentlichen Institution – und weil jemand sich bemüßigt fühlte, das öffentlich breit zu treten, stellte sich diese öffentliche Institution auf stur – und der Regisseur schien unter die Räder zu geraten. Kein Wort mehr von einer Veröffentlichung von „Helden der Galaxis II“ – und auch die Infos zu den beiden Filmen verblassten im Netz immer mehr.

Doch dann tauchten Informationen im WWW über „Commander Boomkold“ auf. Ich war entzückt, als ich entdeckte, dass Denis Di Floriano seine Figuren umbenannt hatte und mit „Commander Boomkold: Missunderstanding“ eine neue Folge abgedreht und ins Netz gestellt hatte. Allerdings blieb auch diese nicht lange online. Mittlerweile hatte ich endlich Kontakt mit Di Floriano, der mir die ganzen Hintergründe zu „Drei Pechvögel im Sternenlicht“ erzählte. Er versprach, dass er „Commander Boomkold“ wieder online stellen würde, wenn er den Ton neu abgemischt hätte. Darauf warte ich eigentlich immer noch.

Mit einer weiteren „Galaxy Adventures“-Folge rund um Commander Boomkold gewann Di Floriano 2011 einen Perry-Rhodan-Fanfilm-Wettbewerb, und das ironischerweise von einem, der nie Perry Rhodan gelesen hat, wie Di Floriano dem HomeMovieCorner damals erzählte. Die Folge, die eine Hommage an die „Flash Gordon“-Serie der 1940er sein könnte, gibt es hier zu sehen.

Ich bin mir sicher: Denis Di Floriano hat das Zeug dazu, eine Kult-Webserie ins Leben zu rufen.

Rodja

PS: Hm, gerade komme ich darauf, dass in den „Raider Of The Lost Movies“-Akten hauptsächlich Sci-Fi-Filme sind…

PPS: Was ist „Raider Of The Lost Movies“?

„Drei Pechvögel im Sternenlicht“

„Helden der Galaxis II – Das magische Amulett“

Written by HomeMovieCorner

5. April 2014 um 03:45

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