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„Servus Ishq“ – Bollywood-Kino made in Austria

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© Luna Filmverleih

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Gut, das typische Bollywood-Kino mit seinen Tanz- und Gesangsszenen ist nicht so meins, aber irgendwie finde ich es cool, wenn die Inder in den Alpen drehen. Ich stürze mich auf jeden TV-Bericht oder Artikel, der davon handelt.

Und noch kurioser finde ich es, wenn ein österreichischer Bollywood-Film gedreht wird – und der anscheinend sogar so richtig offiziell* in die Kinos kommt: Am 13. Juni 2014 startet nun „Servus Ishq“ von Sandeep Kumar in den österreichischen Lichtspielstätten – und produziert wurde von Kumar und der Aichholzer Filmproduktion, die u.a. Stefan Ruzowitzkys „Die Fälscher“ oder Wolfgang Murnbergers „Mein bester Feind“ herausgebracht hat.

Synopsis: „Servus Ishq“ erzählt die Reise von Maya, einer jungen Frau, die als Tochter einer österreichischen Mutter und eines indischen Vaters in Indien aufwuchs.

Dem letzten Wunsch ihrer verstorbenen Tiroler Großmutter folgend, soll Maya (Victoria Nogueira) deren Urne nach Österreich bringen und im Wallfahrtsort Mariazell beisetzen. Auf dieser Reise begibt sich Maya auf eine Spurensuche durch das Leben ihrer Großmutter. Sie besucht verschiedene Orte in Österreich, an denen ihre Großmutter ihre Jugendjahre verbrachte, begleitet von in Briefen niedergeschriebenen Erinnerungen und Erzählungen. Während Maya sich auf diese Weise innerlich von der Großmutter nach und nach verabschiedet, verstrickt sie sich in eine verhängnisvolle Liebe mit Jay (Sandeep Kumar).

Das Interessante – und somit auch die Rechtfertigung, warum eine Profi-Produktion auf einem Indie-Film-Blog erscheint: Regisseur und Hauptdarsteller Sandeep Kumar hat bereits 2010 mit „Kesariya Balam – Liebe ohne Grenzen“ einen österreichischen Bollywood-Spielfilm gedreht – das damals aber noch ganz independent.

Vor einigen Jahren gab es ja einen ganz starken Bollywood-Hype hier in Österreich, aber ich bilde mir ein, dass der mittlerweile abgeflaut ist. Insofern bin ich gespannt, wie sich „Servus Ishq“ an den Kassen schlägt – und ob die indische Community in Österreich da ein Zünglein an der Waage ist. Und noch interessanter finde ich den Gedanken eines Filmstarts von „Servus Ishq“ in Indien. Ob der Film da Chancen hat? Wenn ich mal Zeit habe, werde ich der Frage nachgehen und die Produktionsfirma um ein Statement bitten.

Rodja

* Mit „anscheinend sogar so richtig offiziell“ möchte ich nur meine Verwunderung zum Ausdruck bringen, dass der Film bis ganz knapp vor Kinostart so unter meinem Radar geflogen ist, dass ich nicht wirklich was davon mitbekommen habe.

PS: Das erinnert mich daran, dass auch die Österreicherin Babsy Artner mal einen Indie-Bollywood-Kurzfilm in Österreich gedreht hat.

INFO: http://servus-ishq.com/

Written by HomeMovieCorner

24. Mai 2014 um 01:18

Veröffentlicht in Indie News

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2 Antworten

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  1. was sagt nun die produktionsfirma? hat es sich rentiert so etwas überhaupt zu produzieren? ich bin ganz ehrlich ich habe mir die mühe nicht getan mir den film anzusehen jedoch waren die kritiken bzw die zerfleischung des filmes sehr amüsant zu lesen…

    RS

    29. August 2014 at 16:05

    • Gute Frage. Bin mir auch nicht sicher, ob der Film primär für den österreichischen Markt gedacht war, sondern eher als Visitenkarte für potenzielle indische Produktionen in Österreich.

      HomeMovieCorner

      30. August 2014 at 03:26


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