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The art of independent movies

MILH: Farewell Dear Ghost – „Wake Up“, „Fire“, „Cool Blood“

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© Lena Prehal

© Lena Prehal

Music I’d Like To Hear (In Indiefilms)

Ich gebe es zu, ich bin ein Kind der 80er. Und was ich durchaus in der heutigen Zeit vermisse, sind diese Coming-of-Age-Filme, die durch einen gewissen Schwermut auffallen. Ich liebe diese Geschichten mit den Underdogs oder den Introvertierten – solche Filme wie „Stand By Me“ oder „Die Himmelsstürmer“, aber auch Komödien wie „Class“, „Der Volltreffer“, „Ferris macht blau“ (und ja, da war nicht Ferris mein Held), „Ist sie nicht wunderbar?“ (wer hatte damals keinen Crush in Mary Stuart Masterson?) oder „Can’t Buy Me Love“ enthalten mindestens eine Szene, durch die der Film eine tragische Note erhält. Sei es, dass der Held seine Kunst, seine Träume oder sein Anderssein erklärt – da ist immer etwas dabei, das dem Film eine gewisse Tiefe verleiht.

Irgendwie fehlt mir bei neueren Komödien wie „American Pie“ (okay, ist auch schon etwas älter), „Superbad“ oder „Scott Pilgrim vs. The World“ dieser gewisse Unterton („Juno“ ist die glorreiche Ausnahme). Oder besser gesagt, der Unterton ist schon vorhanden, aber die Gewichtung scheint mir doch eher auf dem Hormonstau denn auf dem Coming of Age zu liegen.

In Österreich hat diese Art von Filmen keine Tradition. Wenn ich es mir recht überlege, haben Teenager/Anfang-Zwanziger in österreichischen Filmen generell keine besondere Tradition. Lange Zeit waren sie Staffage, mal mehr, mal weniger gut eingesetzt (I’m looking at you, Alfred „Freispiel“ Dorfer). Der einzige Film, der ungefähr dem entspricht, was ich mir unter einer Teenie-Dramödie vorstelle, ist „Aoeo – Es war einmal in einer Stadt“ – ausgerechnet ein Independent-Film. Das Bizarre ist aber, dass es sehr viele österreichische Bands gibt, die genau dieses Gefühl an- und aussprechen – es dürfte also genug Geschichten in der aktuellen Generation vorhanden sein.

Zumindest könnte ihre Musik gut zu solchen Filmen passen. Wie eben die in MILH bereits vorgestellten Polkov, Elto und Ben Martin. Und mit der Band Farewell Dear Ghost des Grazers Philipp Szalay gesellt sich nun eine vierte Band dazu. Ihr 2013 erschienenes Album „We Colour The Night“ enthält Coming of Age, Teenage Angst, aber auch jene pulsierende und manchmal beängstigende Euphorie, die so Jugendliche in meiner romantischen Phantasie eben ausmachen sollte. Jeden Moment voll ausleben wollen – mit allen geschärften Sinnen, die noch nicht vom Alltag abgestumpft wurden.

Dazu gibt es auch entsprechende Videoclips. Während „Cool Blood“ eigens von Gerfried Guggi von der Produktion Mindconsole gedreht wurde, verwendete Band-Chef Philipp Szalay für „Wake Up“ und „Fire“ Clips, die unter einer Creative-Commons-Lizenz zur freien Verfügung stehen. Eines offenbaren die drei Videos auf jeden Fall: Szalay dürfte einen ziemlichen Faible für Fackeln haben.

Die Musik hätt‘ ma also… Wer dreht jetzt den Film, bitte?

Rodja

INFO: http://farewelldearghost.com

„Wake Up“

„Fire“

„Cool Blood“

Written by HomeMovieCorner

28. September 2014 um 08:52

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