HomeMovieCorner

The art of independent movies

Trailer zu „German Angst“ online

leave a comment »


Kosakowski Films

© Kosakowski Films

Drei deutsche Geschichten von Liebe, Sex und Tod in Berlin.

Über das deutsche Filmprojekt „German Angst“ wurde hier ja schon mal zu Beginn der Crowdfunding-Phase berichtet. Nun ist das Projekt abgeschlossen und die Filmpremiere steht am 25. Jänner 2015 beim International Film Fest Rotterdam an.

Der Independent Mystery-Horror Episodenfilm will mit seinen drei urbanen Alptraum-Stories aus dem heutigen Berlin an die vergessene Horrortradition der 20er Jahre anknüpfen.

Die erste Episode von Jörg Buttgereit „FINAL GIRL“ erzählt die Geschichte eines jungen Mädchens, das alleine mit seinem Meerschweinchen in einer heruntergekommenen Berliner Mietwohnung lebt. Aber ist sie wirklich alleine? Im Schlafzimmer liegt ein Mann, gefesselt und geknebelt…

Für Jörg Buttgereit („Der Todesking“, „Nekromantik I + II“) bedeutet „German Angst“ eine Rückkehr zum Spielfilm nach über 20 Jahren. Laut Presseheft ist Buttgereits „Final Girl“ nicht die klischeebeladene letzte Überlebende aus einem Slasher. Nein, sie ist das Opfer ihres eigenen Vaters. Die Geschichte beginnt erst nach dem väterlichen Missbrauch, so Buttgereit im Presseheft. „Ich habe versucht, Bilder für das zerrissene Innenleben des jungen Opfers zu finden. In der blutigen Rache des Mädchens steckt eben nicht nur Hass, sondern auch ihr Wunsch nach Vergebung. Der Vater hat sich seine Schuld eingestanden und liefert sich ohne Gegenwehr der Rache/Loslösung seiner Tochter aus“, erzählt Buttgereit.

In der Episode „ALRAUNE“ von Andreas Marschall („Masks“) stößt ein junger Mann im Berliner Nachtleben auf einen geheimen Erotik-Club, der die ultimative sexuelle Grenzerfahrung verspricht: mit Hilfe einer Droge aus den Wurzeln der sagenumwobenen Alraune-Pflanze. Aber die ekstatischen Erlebnisse haben grauenhafte Nebenwirkungen…

© 2014 copyright by Thomas Ecke

© Thomas Ecke

„Alraune war die erste Episode von German Angst, gewissermaßen die Urepisode, die den Bogen zur Tradition des deutschen Stummfilmexpressionismus am deutlichsten schlägt“, erklärt Marschall (im Bild links – neben Buttgereit und Kosakowski). „Deutschland war in den zwanziger Jahren die Wiege des phantastischen Films, bevor es seine talentiertesten Regisseure nach Hollywood vertrieb. Es reizte uns, mit German Angst durch unsere kollektive Erinnerung geisternden Impulse der ‚dämonischen Leinwand‘ frei aufzunehmen“, erläutert Marschall im Pressetext.

„Der Mythos der lust- und todbringenden Alraunen-Wurzel inspirierte bereits drei deutsche Verfilmungen, die berühmteste davon – mit Brigitte Helm – im fiebernden Berlin der zwanziger Jahre. Meine freie Interpretation der volkstümlich-magischen Legende spielt im modernen Berlin, aber gerade nicht im naturalistischen Berlin der sogenannten Berliner Schule. Mein Berlin ist in starke kontrastierende Primärfarben getaucht, ein delirierender Ort, in dem Träume und Ängste real werden. Statt Computereffekte gibt es in Alraune ‚analoge‘ Traumsequenzen, die mit Vorsatz-Prismen aus den siebziger Jahren gedreht wurden. Der digitalen Schärfe ziehe ich das Analog-Unscharfe und Mehrdeutige vor“, so Marschall über seine Inszenierung.

„MAKE A WISH“ von Michal Kosakowski („Zero Killed“) erzählt, wie Kasia und Jacek, ein taubstummes polnisches Pärchen, in die Hände einer sadistischen Hooligan Gang fällt. Die jungen Leute scheinen den Schlägern hilflos ausgeliefert. Aber Kasia hat ein Amulett, das schon im Zweiten Weltkrieg den Lauf der Geschichte geändert und ihre Mutter gerettet hat. Plötzlich geschieht etwas Magisches, das die Situation überraschend auf den Kopf stellt.

In seinen Geschichten verarbeitet der in Berlin lebende österreichische Regisseur persönliche Erlebnisse auf spielerische Art. „Als ich als Kind aus Polen nach Österreich kam, musste ich am eignen Leibe erfahren, was Fremdenfeindlichkeit bedeutet. Aufgrund dieser Erlebnisse entstand die phantastische Geschichte über Rollentausch von Opfer und Täter. Wie fühlt sich ein Täter, der plötzlich im Körper des Opfers steckt und nun all das Leid, welches dem Opfer angetan wird, selbst erleben darf? Wie verhält sich ein Opfer, das im gleichen Moment zum Täter mutiert? Würde ein Opfer, dass plötzlich und überraschend die Macht besitzt, zu den gleichen Mitteln greifen wie ein Täter?“, so Kosakowski im Presseheft.

Rodja

INFO: www.german-angst.com

GERMAN ANGST – Official Trailer from Michal Kosakowski on Vimeo.

Written by HomeMovieCorner

18. Januar 2015 um 09:27

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: