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Hermann mit der Schneeschaufel

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© Old Shoe Films

© Old Shoe Films

Ja, es ist Winter – und eigentlich sollte es schneien. Und die Maroni sollten in der Kälte besonders gut schmecken. Aber der heurige Winter kann gar nix…

Deswegen müssen wir uns winterliche Gefühle wohl woanders herholen – z.B. vom Kurzfilm „Hermann mit der Schneeschaufel“ von Dominic Marcus Singer, Reinhard Schröder und Albert Krivanec. Der Splatterfilm war ein kleiner Überraschungserfolg auf dem Filmfestival Fright Nights 2014, wo er zwei Silberne Hände in den Kategorien „Publikumspreis“ und „beste Verstümmelungsszene“ abräumte.

Publikumspreis ist zwar etwas mit Vorsicht zu genießen, schließlich war „Hermann mit der Schneeschaufel“ Lokalmatador. Aber was man dem Film anmerkt – er ist mit viel Idealismus und Herzblut (und anderen Flüssigkeiten) gedreht worden.

Inhalt: Hermann, ein tollpatschiger, aber gutherziger junger Mann, der sich aufopferungsvoll um seine schrullige Großmutter kümmert, erhält an einem schicksalhaften Wintermorgen von seinem weltenbummelnden Opa eine Kiste, randvoll mit sonderbaren Maroni. Kurzerhand baut sich Hermann vor dem Haus einen wackeligen Maronistand, wo er bald darauf die schöne Hannah kennenlernt, die ihn mit ihrer liebenswerten Art sofort in ihren Bann zieht. Der romantische Moment zu zweit währt nur kurz, da Hermann von seiner Großmutter zum Schneeschaufeln verdonnert wird.

Zur gleichen Zeit machen sich einige Mitglieder einer gefährlichen Verbrecherbande auf den Weg, für ihren Boss ein geeignetes „Geschenk“ zu finden. Als Hermann nun erwartungsvoll zu seinem Maronistand zurückkehrt, findet er diesen verwüstet vor, und Hannah ist entführt. Ein blutiges Gemetzel nimmt seinen Lauf…

Dominic Marcus Singer ist ein versierter Schauspieler – ihn allein auf den charmanten, aber doch eher aus der Hüfte geschossenen No-Budget-Streifen „Hermann mit der Schneeschaufel“ zu reduzieren, würde ihm nicht gerecht werden. Nach dem Splatterfilm hatte er u.a. in dem mehrfach preisgekrönten Jugenddrama „Einer von uns“ (u.a. mit dem Max-Ophüls-Preis für Best Feature Film 2016 ausgezeichnet) eine größere Rolle. Man könnte also sagen, dass er es „geschafft“ hat (wobei das in Österreich immer als „relativ gesehen“ zu betrachten ist). Und obwohl er einige Engagements hat, arbeitet er mit der Atalo Media Group an einigen Indie-Produktionen wie der Webserie „Gandhi Hollywood“ (u.a. mit Helmut Berger) und dem Spielfilm „Vampire Vienna“.

Rodja

INFO: Film-Site auf Facebook: www.facebook.com/HermannmitderSchneeschaufel

Written by HomeMovieCorner

10. Dezember 2016 um 09:45

3 Antworten

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  1. Klingt wie die Vorgeschichte von dem Schneeschaufel-Opa in „Kevin Allein zu Haus“.

    Filmschrott

    10. Dezember 2016 at 09:47

    • Habe jetzt kurz überlegen müssen, aber ja… Hahahah! 😀

      HomeMovieCorner

      10. Dezember 2016 at 09:53

      • Wenn sein nächster Kurzfilm von einer Taubenfrau handelt, haben wir Gewissheit.

        Filmschrott

        10. Dezember 2016 at 09:56


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