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„Die Migrantigen“ – im Kino. Jetzt!

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© Luna Filmverleih

Da spürt man doch die versöhnliche Magie des Films…

In „Auf bösem Boden“ von Peter Koller – einem DER österreichischen Indie-Meilensteine schlechthin – wollte der eine den anderen abstechen. Doch dann lief es andersrum, und der andere stach den einen ab. Das war 2008 – und nun machen Faris Endris Rahoma und Aleksandar „Sasa“ Petrovic (siehe auch „Skrypt“) in „Die Migrantigen“ auf best buddies. (Dass Kari Rakkola auch eine Rolle hat, lässt die neue Komödie ja fast wie eine „Auf bösem Boden“-Reunion wirken. Fehlt nur noch Birgit Stauber.) Die so genannte Anti-Integrationskomödie von Arman T. Riahi läuft derzeit in den österreichischen Kinos.

Inhalt: Marko (Petrovic) und Benny (Rahoma), zwei Wiener mit sogenanntem „Migrationshintergrund“, sind vollständig integriert. So sehr, dass sie kaum noch als fremd wahrgenommen werden – wären da nicht Bennys schwarze Haare. Als die beiden aufgrund ihres Aussehens am Rudolfsgrund, einem ethnisch durchmischten Vorstadtviertel, von der ambitionierten TV-Regisseurin Marlene Weizenhuber (Doris Schretzmayer), die nach Protagonisten für ihre TV-Dokuserie sucht, angesprochen werden, geben sie sich als kleinkriminelle und abgebrühte Migranten aus, die es faustdick hinter den Ohren haben.

Damit ihre Lüge nicht auffliegt, bauen sie sich eine zweite Identität, die aus Klischees und Vorurteilen besteht. Und während die beiden durch die Erfüllung dieser Erwartungen und Vorurteile die Serie zum Erfolg machen, setzen sie sich gleichzeitig zum ersten Mal mit den echten Integrationsschicksalen auseinander – auch mit ihren eigenen.

© Luna Filmverleih

Falls sich jemand fragt, was nun ein regulärer Kinofilm auf einer Seite für Indie-Filme macht… Nun, es stimmt: „Auf bösem Boden“ ist ein Indie-Film, „Die Migrantigen“ nicht.

Ich wollte an dieser Stelle hier aber auch ein Interview mit Faris Rahoma und Aleksandar Petrovic machen, quasi den Weg vom Indie-Film ins Filmbiz nachzeichnen. Doch leider hatte ich bis dato noch nicht wirklich die Zeit, die beiden zu treffen. Es steht aber auf meiner To-do-Liste weit oben – und das Interview möchte ich noch nachreichen. Darum an dieser Stelle eben diesen Kinotipp. Gehet hin und schaut Euch das an!

Das Bemerkenswerte ist, dass „Die Migrantigen“ eigentlich auf einem Serienkonzept mit dem Titel „Neue Wiener“ basiert, das Regisseur Arman T. Riahi, Faris Rahoma und Aleksandar Petrovic für den Sender Puls 4 entwickelten. Wie Riahi im Presseheft erzählte, wurde das Projekt, nachdem schon erste Folgen gedreht waren, aufgrund firmeninterner Probleme der Produktionsfirma leider eingestellt. Einzelne Sequenzen kann man auf Youtube finden, ich werde sie demnächst auch hier vorstellen – und eventuell darauf hinweisen, was es substanziell in „Die Migrantigen“ geschafft hat.

Rodja

INFO: www.diemigrantigen.at

PS: Noch einen Star aus einem Indie-Streifen habe ich entdeckt: Nikolai Selikovsky, der mit seinem Vater die Coming-of-age-Komödie „Sturmfrei“ 2009 in die Kinos brachte.

Und hier noch der Trailer zu „Auf bösem Boden“

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Written by HomeMovieCorner

16. Juni 2017 um 20:13

Veröffentlicht in Latest Talk

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