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Archive for April 8th, 2018

„Darwins Law“ – Überleben ist alles

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© Praetoria Productions

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Der deutsche Indie-Filmemacher Matthias Olof Eich ist Genre-Fan durch und durch. Das hat er bereits mit Filmen wie „Break – No Mercy, Just Pain!“ (2009) und „Bunker Of The Dead“ (2016) bewiesen. Nach dem Ausflug in den 3D-Bereich mit „Bunker Of The Dead“ setzt Eich in seinem kommenden Film „Darwins Law“ wieder auf Retro. Mit dem 87-minütigen Streifen, der im August herauskommen soll, machen Eich und sein Studio Praetoria Productions eine Hommage an die Grindhouse- und B-Movies der 1970er- und 1980er-Jahre. Obwohl CGI heutzutage die Produktion von Genre-Filmen einfacher machen (was auch eine gewisse Schlampigkeit einreißen hat lassen), setzt Eich in „Darwins Law“ den Fokus auf praktische Effekte am Set und vor der Kamera. „Das gibt ‚Darwins Law‘ seinen unverkennbaren Charme vom ‚handgemachten‘ Film“, findet der Regisseur.

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Inhalt: Menschen werden am helllichten Tag entführt und per Fallschirm über einem Gebiet abgeworfen. Dort gibt es nur eine Aufgabe für sie – sie müssen den Kampf gegen mehrere Gladiatoren überleben. „Darwins Law“ heißt das illegale Killer-Online-Spiel, dem Special Agent Scott Taylor (Christoper Lee Meadows) und seine Kollegin Andrea Wilcox (Esther Maaß) auf der Spur sind. Taylor kommt der Organisation gefährlich nahe. Doch dann wird auch er entführt – und findet sich mitten auf dem Spielfeld wieder…

© Praetoria Productions

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Da Filmemacher Eich um den Widerstand im deutschen Film-Biz gegen Genre-Filme weiß, verzichtete er gleich auf das Stellen von Förderungsanträgen. Gemeinsam mit einer Handvoll Kumpels stemmte er – wieder einmal – die Produktion selbst. „Ich weiß, ich bin eine aussterbende Art, aber ich kann nicht anders. Ich muss weiter Horror- und Action-Filme drehen… auch wenn das gegen jedes deutsche Filmgesetz ist“, muss Eich selbst über seinen eigenen Sturkopf schmunzeln.

Leser dieses Blogs werden sich wohl noch an Matthias Olof Eich erinnern. Für „Cerusit“, aus dem eben später „Bunker Of The Dead“ wurde, strich Eich 2012 die HomeMovieCorner-Drehförderung in Höhe von 500 Euro ein (deswegen darf ich mich ja auch Associate Producer schimpfen ;-)). In seinen Filmen will Eich sowohl das Genre bedienen, aber auch Innovationen zeigen.

So war „Bunker Of The Dead“ eigentlich als erster Actionfilm in 3D und Ego-Shooter-Style gedacht. Doch dann kam „Hardcore Henry“ knapp zuvor… Das ist natürlich ein unfairer Vergleich, denn hinter „Hardcore Henry“ stand ein Studio-System – und „Bunker Of The Dead“ wurde von Eich ganz alleine gestemmt – inklusive der Entwicklung eines eigenen POV-3D-Kamerasystems.

Auch bei „Darwins Law“ wollte Eich für im deutschsprachigen Raum ungewohnte Wege ausprobieren. Der Genre-Film sollte ursprünglich rein als Video on Demand erscheinen. Doch Eich hatte nicht mit dem Widerstand der Fans gerechnet. Nun muss er sich auf dem letzten Drücker noch um einen DVD-Vertrieb kümmern. Aus dem Grund wird der Film eben erst später – voraussichtlich im August dann – erscheinen.

Bei seinem Cast griff Eich auf ein alt bewährtes Schauspiel-Team zurück: Patrick Jahns, Esther Maaß, Ralph Willmann, Sebastian Badenberg und Christopher Lee Meadows wirkten größtenteils schon in „Break“ und „Bunker Of The Dead“ mit. „Darwins Law“ wurde in und um Oberammergau, Frankfurt und Leverkusen gedreht. Aber Eichs Motto lautet ja auch „Made in Germany, made for the world“.

Rodja

INFO: www.praetoria-productions.com; www.darwinslaw-themovie.com


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Written by HomeMovieCorner

8. April 2018 at 15:25