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Neuauflage für den Filmstammtisch Wien!

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Bevor die Facebook-Gruppe Filmschaffende Österreich mit jetzt an die 20.000 Mitgliedern zu DEM virtuellen Treffpunkt für Filmemacher in Österreich wurde, war sie eigentlich nur Beiwerk. Beiwerk für einen Filmstammtisch, wo sich echte Menschen IRL (In Real Life) trafen, ihre Projekte vorstellten, über die Indie-Szene plauderten und sich vernetzten. Und das einmal im Monat. Nino Leitner und Gloria Gammer organisierten die Treffen. Doch nach zahlreichen Treffen mit stetig wachsendem Publikum war dann die Luft aus der Sache draußen, und das Ganze verlagerte sich rein auf Facebook.

Das muss man auch verstehen. Es wurde zunehmend immer schwieriger, die Treffen zu organisieren. Die Organisatoren haben ja erstens eben auch Jobs, zweitens wusste man vorher nie, wie viele Leute tatsächlich zum Stammtisch kommen. Zuletzt war es so gerammelt voll, dass man sich kaum noch bewegen konnte, geschweige denn einen Sitzplatz fand.

Dennoch habe ich sehr angenehme Erinnerungen an die Szene damals. Man konnte Projekten Gesichter zuordnen, direkt Filmschaffende ansprechen. Im Gegensatz dazu der virtuelle Treffpunkt auf Facebook… da bekomme ich kaum noch was mit. Das ist Kraut und Rüben – und wenn man längere Zeit nicht dort war, kennt man die ganzen Leute nicht mehr. Und schlimmer noch… man hat nicht einmal das Gefühl, dass man was versäumt hat. Aber das ist eben das Wesen von Facebook.

Bei einem dieser Filmstammtische IRL trafen sich auch Karl-Martin Pold (Bild) und Reinhold A Fragner.

Aus diesem Treffen entstand dann auch die Zusammenarbeit der beiden an Polds Indie-Doku „Sie nannten ihn Spencer“ über den legendären italienischen Haudrauf Bud Spencer. Und eben Pold und Fragner haben sich entschlossen, dem Filmstammtisch Wien eine Neuauflage zu bescheren. Ihnen – wie sicher auch anderen Filmemachern – geht das persönliche Netzwerken, das Come-Together, ab.

Darum findet nach langjähriger Pause am 6. Februar 2018 um 19:00 Uhr im Plutzer Bräu wieder ein Filmstammtisch Wien statt. Das Treffen richtet sich an alle Kreativen der Sparte, ob Drehbuch, Produktion, Schauspiel, Kamera, Schnitt, Ton, Filmmusik, SFX oder VFX, aber auch generell am Medium Film Interessierte.

Über den vor Ort vorhandenen Beamer lassen sich Showreels, Präsentationen und Filmausschnitte abspielen. Zwecks Koordinierung sollte man sich auf jeden Fall mit Karl-Martin Pold oder Reinhold A. Fragner absprechen. Die Kontaktaufnahme erfolgt am besten über die Facebook-Gruppe Filmstammtisch Wien (Oh, die Ironie!). Sollte es sich dieses Mal nicht ausgehen, so seid versichert – der Filmstammtisch Wien soll zukünftig einmal im Monat stattfinden.

Rodja

INFO: Filmstammtisch Wien auf Facebook: www.facebook.com/groups/FilmstammtischWien/. Treffen am 6. Februar 2018, 19:00 Uhr, im Plutzer Bräu, Schrankgasse 2, 1070 Wien.

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5. Februar 2018 at 09:49

„Unterwelt – The World Beyond“ – Kassel lässt grüßen

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© Spontitotalfilm

Auf den Kasseler Filmemacher Ralf Kemper und seine Crew von Spontitotalfilm halte ich große Stücke.

Gut, auf den ersten Blick wirken Titel wie „Überfall der Mörderrucksäcke“, „Die Waldbewohner“, „Toxic Lullaby“ oder „Damned On Earth“ wie Trash-Movies.

Sind sie auch – aber welche mit Herz und Hirn. Ich kann zwar nicht mit jedem Film wirklich was anfangen, aber Kemper wiederholt sich nicht ständig. Jeder seiner Filme erzählt eine neue Geschichte, bei der man sich immer fragt, wie sie wohl ausgehen mag. Egal, ob man die Geschichte mag oder nicht. Und das ist das große Talent eines Geschichtenerzählers wie Ralf Kemper.

Meine persönlichen Favoriten sind „Die Waldbewohner“ und „Toxic Lullaby“. Wenn sie „Die Waldbewohner“ sehen würden, bin ich mir sicher, dass „Scheibenwelt“-Erfinder Terry Pratchet und Autor Neil Gaiman („The Books of Magic“, „Sternenwanderer“, „American Gods“) zumindest Szenenapplaus spendieren würden. Und „Toxic Lullaby“ halte ich persönlich (siehe Filmkritik) sowieso für einen der intelligentesten und besten Zombie-Filme aus dem deutschsprachigen Indie-Raum. Dass der Film gut ist, ist übrigens auch die Meinung vom New York Film and Video Festival, das „Toxic Lullaby“ 2010 mit dem Award für den besten internationalen Horror Film auszeichnete.

2018 meldet sich Kemper nun mit „Unterwelt – The World Beyond“ zurück. Gedreht wurde von April bis Mai in Bunkern und Felsenkellern in Kassel – und auch das muss man dem Filmemacher lassen: Er hat ein sehr gutes Händchen für Locations.

Inhalt: Nach Abschluss eines Fotoshootings für Gothic-Mode in einem alten Bunker stellt das Foto-Team fest, dass der Eingangsschlüssel verloren gegangen ist. Verzweifelt und von der Außenwelt abgeschnitten, versuchen drei junge Models gemeinsam mit der Crew einen Ausweg zu finden. Hierbei stoßen sie immer tiefer in das Labyrinth vor, bis Wahnsinn und Hoffnungslosigkeit um sich greifen. Nicht allen gelingt es, einen Ausgang zu finden – und einer von ihnen steht eine schreckliche Entdeckung bevor…

Neben Absolventen und Schülern der Schauspielschule Kassel wirken auch erfahrene Schauspieler wie Prahsant Prabhakar Jaiswal („Stromberg – Der Film“, „Toxic Lullaby“) mit. Peter Spilles von der Band Project Pitchfork liefert die Musik. Der ca. 75-minütige Film soll Anfang April 2018 herauskommen – den Trailer dazu gibt es hier.

Rodja

INFO: www.spontitotalfilm.com

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17. Dezember 2017 at 08:22

Teaser zu „Jack versus Josephine“

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© Gruftkasperl Produktion

Jack is back!!!

Von Zeit zu Zeit stößt man auf einen Teaser, der das Teasen aber so richtig gut drauf hat. So wie z.B. bei „Jack versus Josephine“, einem schwarzhumorigen, sexy Wiener Lausbubenstreich von einem Slasher aus dem Hause Gruftkasperl Productions.

Inhalt: Ein besoffener Friedhofsgärtner erweckt ungewollt den toten Dirnenmörder Jack (Helmut Hochegger) zum Leben – und damit beginnt das Unheil im Wiener Rotlichtmilieu seinen Lauf zu nehmen. Jack geht mit seinem Muscle Car wieder auf Jagd nach jungen, unbedarften Prostituierten und richtet ein Blutbad nach dem anderen an. Polizei und Zuhälter treten ratlos auf der Stelle. Die verunsicherten und hilflosen jungen Dirnen suchen Rat bei einer Voodoo-Priesterin, die ihnen zu sofortigem Schutz verhilft, indem sie die legendäre Josephine (Barbara Bandi) aus dem Reich der Toten beschwört…

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Hinter Gruftkasperl Productions stehen der 26-jährige Filmemacher Lukas Fuchs und sein Firmpate, der Grafiker und Kabarettist Rudi Ehrenreich (49). Ehrenreich, der das Drehbuch in Zusammenarbeit mit Fuchs schrieb, beschreibt „Jack versus Josephine“ als eine detailverliebe und humorvolle Wiener Hommage an das Genre der Exploitation- und Giallo-Filme der 60er- und 70er-Jahre.

Es ist der erste gemeinsame Spielfilm von Lukas Fuchs und Rudi Ehrenreich. „Lukas ist mein Firmkind. Wir waren beide immer schon Filmfreaks und beschlossen einfach mal bei ein paar Bierchen in unserem Stammbeisl etwas auf die Beine zu stellen anstatt immer nur davon zu reden“, erklärte Ehrenreich dem HomeMovieCorner auf Anfrage. „Da Lukas und ich auch immer schon große Anhänger des Horrorgenres und der Bahnhofskino-Filme der 70er-Jahre waren, war es klar, dass wir etwas in diese Richtung machen wollen, da eben eher Low Budget und auch selbst finanzierbar.“

© Gruftkasperl Produktion


Bei den Namen Jack und Josephine fallen mir sofort zwei mögliche reale bzw. literarische Vorbilder ein, doch Ehrenreich dementiert: „Also: Jack bleibt Jack und Josephine bleibt einfach nur Josephine. Jede Ähnlichkeit mit lebenden oder verstorbenen Charakteren ist rein zufällig.“

Der Slasher mit einer angestrebten Spielfilmlänge von 90 bis 110 Minuten ist zum größten Teil schon abgedreht. Nur zwei große Szenen müssen witterungsbedingt im Frühjahr 2018 gedreht werden, so Ehrenreich. Über die Veröffentlichung hat man sich auch schon so seine Gedanken gemacht. Die Premiere soll bereits im Frühjahr/Sommer 2018 in einem großen Wiener Kino stattfinden. „Wir verhandeln mit größeren Verleihfirmen, die im deutschsprachigen Raum tätig sind. Auch ein heimischer Verlag für den DVD-/BluRay-Vertrieb kommt in Frage.“

Rodja

INFO: Filmsite: https://jackversusjosephine.at/; Facebook: https://www.facebook.com/Jack.versus.Josephine/

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8. Dezember 2017 at 09:42

„Mom, I’m doing porn now!“

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Der in Salzburg lebende Filmemacher Christian Genzel ist mir u.a. durch seinen Indie-Spielfilm „Die Muse“ und als Filmjournalist bzw. -kritiker durch seinen Blog „Wilsons Dachboden“ bekannt, auf dem er mal mehr, mal weniger obskure Werke der Filmgeschichte und Filmperlen präsentiert. Sein letzter Kurzfilm „Cinema dell‘ oscurità“ mit der fantastischen Stephanie Lexer (u.a. „Biest“) findet sich auf der aktuellen DVD der renommierten „Shocking Shorts“-Reihe.

Gerade ist Genzel mit seinem Dreh-Team aus den USA heim gekommen. Er drehte dort Interviewparts für seine kommende Dokumentation „Finding Planet Porno“ (Facebook-Site) rund um den US-Filmemacher Howard Ziehm.

© Ghost Light Productions

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Obwohl sexuell ein ziemlicher Spätzünder – Ziehm verlor erst mit 20, 21 Jahren seine Jungfernschaft – gilt er doch als Porno-Pionier. Zusammen mit einem Geschäftspartner brachte Howard Ziehm 1970 mit „Mona“ den ersten Hardcore-Langfilm heraus, der landesweit in den US-Kinos lief.

Hierzulande dürfte Ziehm aber eher durch seine Sex-Parodien „Flesh Gordon“ (1974) und „Flesh Gordon Meets the Cosmic Cheerleaders“ (1990) bekannt sein. Ursprünglich war „Flesh Gordon“ auch als Porno-Spielfilm gedacht, doch die Polizei beschlagnahmte die frühen Hardcore-Szenen, so dass Ziehm sich entschied, einen Softsex-Film daraus zu machen. In dem fliegt nun Flesh Gordon in einem Penis-förmigen Raumschiff durchs Weltall, um Imperator Wang daran zu hindern, mit seinen Sex-Strahlen die Menschheit zu versklaven.

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Als ich den Film und seinen 16 Jahre später gedrehten Nachfolger das erste Mal sah, war das so in den frühen 1990er-Jahren. Eine wilde Zeit – so nach dem Bundesheer. Da waren bis lange nach Mitternacht dauernde Spielabende angesagt: „Das schwarze Auge“-Rollenspiele, Brettspiele wie „HeroQuest“ oder „SpaceQuest“ – später auch „Warhammer Fantasy“, bei dem wir natürlich auch Figuren bemalten. Und wenn wir besonders masochistisch veranlagt waren, spielten wir „Shogun“ (ungefähr wie „Risiko“, nur mit hunderten Figuren, Festungen, auszuhebenden Ronin-Söldnern, Ninja-Spionen und Auftragskillern – ich kann mich nicht erinnern, dass wir jemals ein Spiel zu Ende spielten).

Sollten wir wider Erwarten doch einmal vor Mitternacht fertig gespielt haben, war dann Video-Abend gesagt. Andi war Stammgast in der Videothek und borgte sich dort en masse Filme aus – die er wiederum en masse mit einem zweiten Videorecorder kopierte. Und so kam ich dann in den Genuss von Filmen wie „Bad Taste“, „Waynes World“, „Bill & Teds verrückte Reise in die Vergangenheit“ (bzw. auch „… in die Zukunft“), „Meet the Feebles“, „Army of Darkness“ – und eben „Flesh Gordon“ und dessen Nachfolger. Also alles, was damals als cool angesehen wurde.

Mich hat das nie so wirklich infiziert. Vor allem die schnoddrige deutsche Synchronisation, die ja mittlerweile Kult ist, ging an mir völlig vorbei. „Volle Kanne, Hoschi“ wurde ein gängiger Spruch in meinem Freundeskreis damals – und jedes Mal, wenn er zitiert wurde, war ein Lacher garantiert. Ich kam mir wie Spock vor, der das Ganze als Außenstehender beobachtete und alles „faszinierend“ fand, aber nie wirklich davon berührt wurde.

„Flesh Gordon“ und „Flesh Gordon Meets The Cosmic Cheerleaders“ stachen insofern heraus, da wir vom Hörensagen wussten, dass das verkappte Pornos waren.

Was sie eben nicht waren. Es waren Softsex-Klamotten mit Fäkalhumor-Einlagen. Insofern „faszinierend“, dass meine Freunde sich total abhauten. Ich fand ja den nur wenige Jahre zuvor herausgekommenen „Spaceballs“ auch nicht wirklich lustig. (Ja, ich bin wohl eine ziemliche Spaßbremse. Aber ich stehe eher auf philosophischen Slapstick-Humor à la Dick & Doof, Buster Keaton, Charles Chaplin und Harold Lloyd – da wurde nicht so viel Schwachsinn geredet. Wie auch, waren ja alles größtenteils Stummfilme.)

© Rodja Pavlik

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Was mich aber an „Flesh Gordon“ begeisterte, waren die Special Effects und die Ausstattung. Dem Filmemacher war es gelungen, eine in sich stimmige Welt zu kreieren – und das mit wenig Budget. Das konnte ich auch als Film-Laie erkennen. Und die Effekte wirkten bei manchen Sachen wesentlich besser als im Vergleich dazu der „High-Budget-Film“ „Spaceballs“. Ja, in den besten Szenen, als Flesh Gordon von Ameisenrobotern angegriffen wird, wird man an „Jason und die Argonauten“ (1963) erinnert, ein Meisterwerk des legendären Trickkünstler Ray Harryhausen.

Kein Wunder, gehörten doch zum Effekteteam unzählige junge Künstler, die es später weit bringen sollten, wie Christian Genzel auf „Wilsons Dachboden“ erzählt. So wirkten u.a. Mike Minor (Art Director für „Star Trek II – Der Zorn des Khan“), Rick Baker (sieben Oscars und Arbeit u.a. an „Hellboy“ oder Michael Jacksons „Thriller“-Video), Dennis Muren (neun Oscars, u.a. für „Terminator 2“ und „Jurassic Park“) und Greg Jein (u.a. Modelle für „Unheimliche Begegnung der Dritten Art“ und „Star Trek – Der Film“) mit.

– – –

Doch nun zurück zur Doku „Finding Planet Porno“: Da ich Christian Genzels bisherige Werke kenne und schätze – und ihn auch als ernst zu nehmenden Regisseur mit Visionen wahr nehme, unterstütze ich das Projekt und sichere mir einen imdb-Credit als Associate Producer, was mich nun zum eingangs erwähnten Satz führt: „Mom, I’m doing porn now!“. (Na ja, wohl eher „Mom, I’m doing documentary now!“ – aber dann hätte wohl keiner mehr weiter gelesen.)

Mit in Genzels Team ist Kameramann Paul Sprinz, mit dem er zusammen den atmosphärischen Musikclip „Instant Love“ (und auch hier: Stephanie Lexer!) der Band Roia realisierte. Sprinz wiederum stand auch beim äußerst sehenswerten Kinodebüt „Die beste aller Welten“ von Adrian Goiginger hinter der Kamera. Der Film läuft aktuell in den österreichischen Kinos – und startet demnächst auch in Deutschland. Eine meiner Filmempfehlungen diesen Jahres. Definitiv.

Rodja

INFO: „Finding Planet Porno“ auf Facebook: www.facebook.com/PlanetPornDoc, Christian Genzels Filmproduktion Ghost Light Productions: www.ghostlightproductions.de

„Flesh Gordon“ (1974) – Trailer

„Flesh Gordon Meets the Cosmic Cheerleaders“ (1990) – Trailer

Written by HomeMovieCorner

23. September 2017 at 08:47

DVD-Präsentation von „Wilde Maus“ im Wiener Prater

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Am Donnerstag (7. September) fand im Wiener Prater die DVD-Präsentation von Josef Haders Regiedebüt „Wilde Maus“ statt – passenderweise eben auch vor der namensgebenden Achterbahn. Ich bin ja nicht so der Autogrammjäger, aber wenn sich mal eine Gelegenheit bietet, dann nütze ich sie schon mal.

„Wilde Maus“ war ja ein Wahnsinnserfolg an den Kinokassen. 264.455 Besucher allein in Österreich – das ist mehr als nur beachtlich. Zugegeben, ich fand den Film eh auch ganz nett. Aber auch nicht mehr. Eine verfilmte tragikomische Midlife Crisis – so, wie sich ein Kabarettist das halt vorstellt. Ist ja nicht so, dass diese Herangehensweise im österreichischen Film noch nie da gewesen wäre. Allerdings waren da einige Werke dabei, über die ich lieber den Mantel des Schweigens hülle. (I’m looking at you, Alfred Dorfer.)

Nun fand ich mich also am Donnerstag im Wiener Prater ein. Der Rummel war groß (Rummel auf einem Rummelplatz… höhöhö), aber angenehm überschaubar. Man musste sich für ein Autogramm auch nicht ewig lange anstehen. War wirklich fein. Eigentlich hoffte ich darauf, einige bekannte Gesichter zu sehen. Bei „Wilde Maus“ standen ja Andreas Thalhammer, Xiaosu „Xax“ Han und Boris Steiner hinter der Kamera. Leute, die ich noch von Indie-Geschichten wie „Auf bösem Boden“ von Peter Koller oder „Greener Pastures“ von Michael Sokolar her kenne. Doch leider waren sie nicht da. Wahrscheinlich drehen sie gerade irgendwo.

Dafür traf ich jemanden anderen, den ich schon sehr lange nicht mehr gesehen habe – und das hat mich sehr gefreut. Karl Leopold „Koatsch“ Furtlehner (Im Bild rechts. Links – das bin ich. Der in der Mitte… keine Ahnung. Der hat sich einfach ins Bild gefotobombt).

© Rodja Pavlik

2008 brachte Furtlehner mit seiner Gruppe Warnblinker Film den mittellangen Krimi „Randgestalten“ heraus. Die tragikomische Geschichte rund um die Schließung eines Postamts und dem Verschwinden eines Fleischhauers gefiel mir recht gut (eine Kritik dazu hier) – der Film fiel aber auch noch durch einen besonderen Gaststar auf: Josef Hader.

Irgendwie ergab sich danach immer wieder eine Gelegenheit für eine Zusammenarbeit. So traten Furtlehner und sein Warnblinker-Kompagnon Gerhard Haubenberger auch in der Brenner-Verfilmung „Der Knochenmann“ auf. (Anm.: Ich halte den Film ja für einen Backwood-Slasher, der aber nicht als solcher beworben wird. Beinhaltet ziemlich viele Sachen, die so Backwood-Slasher aufweisen… Eben am Land, grausige Schlachtszenen, Kannibalismus, auch ein bisschen Body-Transforming ist dabei). Die Szene mit Furtlehner und Haubenberger wurde zwar aus dem Film geschnitten, ist aber im Bonusmaterial der DVD zu finden.

Und auch in „Wilde Maus“ waren Furtlehner und Haubenberger – sie waren es, die Hader durch den Schnee jagten.

Wie Furtlehner mir schon vor einiger Zeit verriet, ist derzeit eine vierte Kooperation mit Josef Hader in der Postproduktion. Mit „Halbmännerwelt“ (Facebook-Seite) ist es diesmal wieder ein Indie-Film von Furtlehner selbst. Ich muss sagen, ich bin schon sehr gespannt darauf.

Auf jeden Fall habe ich jetzt eine „Wilde Maus“-DVD mit den Unterschriften von Josef Hader und K.L. Furtlehner. Nerd-Herz, was willst du mehr?

Rodja

Hier noch ein TV-Beitrag über „Halbmännerwelt“.

Und hier der Trailer zu „Randgestalten“

Written by HomeMovieCorner

9. September 2017 at 07:43

Kinostart für Bud-Doku „Sie nannten ihn Spencer“

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Kategorie: Was lange währt, wird endlich gut…

Man merkt, dass man schon ein gewisses Alter erreicht hat, wenn man sagen kann: „Och, dem seine Karriere… Die habe ich schon von Anfang an mitverfolgt.“ Ich weiß jetzt nicht, ob das ein Kompliment ist, oder nicht – das sei einmal so in den Raum gestellt.

Bei Karl-Martin Pold kann ich das zumindest mit Fug und Recht behaupten. Seinen ersten Film, den Western „Mosted Dead – Der erste Mostviertler Western“ hat der HomeMovieCorner bereits 2002 rezensiert – und sogar für eine Aufführung ins Filmcasino gebracht. Seitdem waren wir immer wieder mal im Kino, plauderten über Filme (er über Blockbuster, ich über die S/W-Ära). Und natürlich bekam ich mit, dass er ein großer Bud-Spencer-Fan ist. Sogar so groß, dass er eine Diplomarbeit darüber schrieb… und einen Film über sein Idol drehte.

Und nun erhält Martins dokumentarisches Roadmovie „Sie nannten ihn Spencer“ mit dem 27. Juli 2017 laut Verleiher Thimfilm einen offiziellen Kinostarttermin!!! Auch in Deutschland wird der Film laufen.

Inhalt: Ein Blonder und ein Blinder auf der Suche nach Bud Spencer. Die Reise zweier Fans in diesem Crossover aus Doku und Roadmovie führt mitten rein ins legendäre Spencer-Hill-Universum.

„Sie nannten ihn Spencer“ ist der erste Kinodokumentarfilm, der die facettenreiche Biografie Bud Spencers sowie das weltumspannende Phänomen der Spencer-Hill-Kultfilme thematisiert. Carlo Pedersoli, besser bekannt als Bud Spencer, bringt sein Lebensmotto mit „Futtetenne“ (Scheiß drauf) auf den Punkt. Das Multitalent ist von dieser Mentalität geprägt, den Mut zu haben, Träume zu verwirklichen und das Leben in vollen Zügen zu genießen.

Angespornt von der Botschaft der Filme, brechen die beiden Fans Jorgo und Marcus zu einem abenteuerlichen Roadtrip auf, um ihrem Idol näher zu kommen. Ihre Reise wird zu einer Schnitzeljagd quer durch Europa. Dabei treffen sie auf zahlreiche Schauspielkollegen und Wegbegleiter von Bud Spencer. Durch die beiden Fanprotagonisten erfährt der Zuseher nicht nur, wie der Kult um Bud Spencer und Terence Hill gelebt wird, sondern warum der „Dicke mit dem Dampfhammer“ immer noch Millionen von Fans auf der ganzen Welt begeistert.

Das Interesse an dieser Doku ist enorm. Die Facebook-Site zum Film hat an die 270.000 Fans, der vor zwei Tage neu erschienene Trailer kratzt bald an die 150.000-Clicks-Marke.

Aber… dass dieser Film fertig wurde, grenzt an ein Wunder – an ein großes. Seit 2008 arbeitete Martin daran. Für einen ersten Teaser-Trailer setzte er auf das damals noch neue Crowdfunding. Er entwickelte ein großartiges Gespür für diese neue Art der Finanzierung und der Fan-Einbindung allgemein. So konnte er auch immer wieder Filmetappen mittels Crowdfunding finanzieren. Und das Schöne – auch Bud Spencer stand dem Projekt wohlwollend gegenüber.

Doch das Projekt wurde auch immer wieder von Rückschlägen getroffen – und zwar von solchen Ausmaßen, dass jeder, der die Umstände kannte, es Martin nicht krumm genommen hätte, wenn er den Film abgebrochen hätte. Aber immer ging es irgendwie weiter. Schloss sich eine Tür, öffnete sich die nächste. Martin machte eigentlich nie viel Aufhebens darum, irgendwie ging es immer weiter. Wahrscheinlich hat er einen Giftschrank angelegt und bewahrt darin all die Anekdoten auf, um sie später in einer bitterbösen Satire über das Business (betrifft nicht nur Film) zu verarbeiten. Obwohl… das wäre keine einmalige Angelegenheit, sondern wahrscheinlich eher Serie (Buch, Film, TV) in Harry-Potter-Dimensionen.

Den einzigen Wermutstropfen, den das Erscheinen des Films mit sich bringt, kann man leider nicht gut machen. Bud Spencer selbst kann diese Hommage an ihn und seine Fans nicht mehr sehen.

Rodja

INFO: www.budspencermovie.com

Hier der aktuelle Trailer

Und hier der erste Teaser aus 2009, mit dem Martin auf das Projekt aufmerksam machte – und der quasi den ersten Grundstein für weitere Crowdfunding-Aktionen legte. Natürlich trug auch ich damals mein Scherflein dazu bei.

Written by HomeMovieCorner

4. Juni 2017 at 07:39

Drogendrama „Sin & Illy Still Alive“ auf Österreich-Tour

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Nachdem das deutsche, mehrfach preiskgekrönte Indie-Drogendrama „Sin & Illy Still Alive“ von Regisseurin Maria Hengge 2016 beim Austrian Filmfestival seine Österreich-Premiere gefeiert hat, folgt nun eine kleine Kinotour durch Österreich.

© abadon production

Inhalt:

Die drogenabhängige Sin (Ceci Schuh) versucht erneut den Entzug vom Heroin und will daher auf einer griechischen Insel der kalten, grauen Banker-Stadt Frankfurt am Main entfliehen. Das Geld für den Flug bekommt die junge Frau durch den Verkauf von Blanko-Rezepten, die sie aus der Arztpraxis ihres Vaters gestohlen hat. Sin versucht auch ihre ebenfalls drogenabhängige Freundin Illy (Cosima Ciupek) für die Reise zu gewinnen, die gerade von ihrem Zuhälter Mesuth (Burak Yigit) auf die Straße gesetzt wurde. Die beiden Freundinnen sind voll der guten Vorsätze, doch Mesuth hat Illy den Personalausweis geklaut. Um doch noch außer Land zu können, fahren die beiden zu Illys Mutter, die auf einem Dauercampingplatz in der Nähe des Frankfurter Flughafens wohnt. Dort sollte noch Illys Reisepass zu finden sein. Allerdings werden Sin und Illy auch mit Illys Mutter (Pascale Schiller) konfrontiert, die schwer alkoholkrank ist. Den Flug versäumen Sin und Illy, nun sind sie auf dem Campingplatz gestrandet – und der Entzug setzt allmählich bei den beiden ein.

Der Film wird nun am 30. und 31. Mai 2017* in Anwesenheit von Regisseurin Maria Hengge im Admiral Kino in Wien gezeigt – und am 1. Juni 2017 läuft er im Rechbauer Kino in Graz. Auch in der Steiermark steht Hengge anschließend für ein Publikumsgespräch bereit.

„Sin & Illy Still Alive“ konnte bereits mehrere Preise einheimsen, u.a als bester Langspielfilm (8. Lichter Filmfest Frankfurt, Manhattan Independent Film Festival, usw.), für beste Schauspielerin (Ceci Schuh beim Int. Film Awards Berlin) und beste Regiearbeit (Montelupo Int. Independent Film Festival), um nur einige zu nennen.

© abadon production

Hengge, die „Sin & Illy Still Alive“ nicht nur gedreht, sondern auch geschrieben und produziert hat, kommt ursprünglich von der Schauspielerei.

Sie studierte am Wiener Max Reinhardt Seminar, wo u.a. Klaus Maria Brandauer auf sie aufmerksam wurde. Nach sechs Jahren am Wiener Burgtheater begann sie als freie Schauspielerin und Regisseurin in Theater und Film zu arbeiten. Sie absolvierte ein Studium Spielfilmdramaturgie und Filmästhetik an der Universität Berlin-Babelsberg und realisierte 2008 den Kurzspielfilm „The Last Bus“. Mit dem unsentimentalen „Sin & Illy Still Alive“ legt sie nun ihr Spielfilmdebüt vor. „Mein Langspielfilm fokussiert den Ausstieg aus der Drogensucht. Um von Drogen loszukommen, bedarf es mindestens derselben Courage und Willensstärke, mit der man einst anfing, Drogen zu nehmen“, so Hengge in ihrem „Director’s Statement“.

Rodja

* Edit: Ah!!!! Blöder Dreher… Die Termine finden Ende Mai bzw. Anfang Juni statt, nicht – wie von mir angegeben – Ende Juni und Anfang Mai. Ganz, ganz großes Sorry für diesen wirklich saublöden Fehler.

INFO: http://abadonproduction.com/; Film auf Facebook: https://www.facebook.com/mariahengge/

SIN & ILLY STILL ALIVE – TRAILER from mariahengge@gmail.com on Vimeo.

Written by HomeMovieCorner

29. Mai 2017 at 10:30

Crowdfunding für Super 8-Plattform

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Retro ist super. Und Super 8 ist noch superer, weil erstens eben retro, zweitens weil eh super in dem Begriff steckt. Quasi eine Doppelung.

Zugegeben, mit dem Filmformat verbinde ich keine weichgezeichneten Erinnerungen. Als Kind kannte ich das nicht – und ich kann mich auch nicht erinnern, dass jemand aus meiner Familie oder meiner Bekanntschaft filmte. Wahrscheinlich war es zu teuer für uns.

© Super 8 Web Portal

Erst mit dem HomeMovieCorner in den 2000er-Jahre machte ich Bekanntschaft mit diesem Format.

„Night of the Vampire Hunter“ von Ulli und Nicole Bujard zählt für mich noch immer zu den Highlights der Indie-Szene. Und wer kennt nicht die traurige, aber inspirierende Never-Ending-Story des Perry Rhodan-Fanfilms „Der Einsame der Zeit“ von Hans-Joachim Thunack? (Nicht? Na dann sollte ich sie vielleicht mal erzählen. Aber nicht jetzt.)

Doch zu dem Zeitpunkt war Super 8 schon längst tot. Zumindest glaubte man das. VHS-Kameras, Hi-8, Mini-DV und zuletzt Digitalkameras ersetzten vermeintlich den Film. Die Formate wurden immer kleiner, billiger und überspielbar. Man konnte irrsinnig viel Material drehen und daraus dann die besten Szenen wählen. Was lachte man doch über jene, die meinten, dass durch digitales Filmen eine gewisse Schlampigkeit beim Drehen kultiviert werden würde. Dass man nicht mehr so genau durchdacht und geplant arbeiten würde.

Doch etwas muss an analogen Sachen generell dran sein. Nicht nur der Nostalgie wegen (was allein schon ein Grund wäre, der Sache als Hobby nachzugehen). Nein, diese Techniken haben noch immer etwas, mit dem so manche Künstler besser arbeiten können, als mit der gerade aktuellsten Technik, die morgen schon wieder überholt sein könnte. Seien es nun Schreibmaschinen (*hüstel*) oder eben echter Film!

Nicht umsonst hat Kodak eine neue Super 8-Kamera angekündigt. Zwar mit einer Umarmung neuer Technologien, wie beweglichem LCD-Display und digitaler Sound-Aufzeichnung – und den fertig entwickelten Film gibt es zusätzlich noch als digitalen Download. Aber letztendlich arbeitet der Filmemacher mit Film – einer begrenzten Ressource. Und das fordert letztendlich die Kreativität. Es gibt also sehr starke Anzeichen dafür, dass ein tot geglaubtes Medium Wiederauferstehung feiert. „Vor zwei Jahren kam dann die dänische Logmar Super-8-Kamera heraus – und in der Schweiz werkelt auch jemand an einem Prototypen. Es ist wieder Leben in der Bude“, freut sich der Sachbuchautor, Filmemacher und Journalist Jürgen Lossau in einer Aussendung.

Und auch materialmäßig gibt es Neues zu berichten. So soll der vor fünf Jahren eingestellte Ektachrome-Farbumkehrfilm ab Ende 2017 wieder zu haben sein, berichtet Lossau, seines Zeichens ehemaliger Chefredakteur der inzwischen eingestellten Magazine „schmalfilm“ (und des englischsprachigen „small format“) und „Zoom – Das Magazin für Filmemacher“ (das später mein Freund Timo Landsiedel bis zur – leider – Einstellung leitete).

© Super 8 Web Portal

Allerdings gibt es ein kleines Problem.

Trotz des Bedarfs und sehr vielen Fans gibt es kaum noch ein umfassendes Informationsnetzwerk. Und das will Jürgen Lossau (im Bild links) mittels einer Crowdfunding-Aktion aus der Taufe heben. Bis zum 12. Mai sollten über Kickstarter 20.000 Euro zusammenkommen, damit das englischsprachige Super 8 Web Portal entstehen kann.

Wie man der Kampagnensite entnehmen kann, wurde dieser Betrag – auch dank des Engagements von Kodak selbst – bereits erreicht. Dennoch zahlt es sich aus, weiter zu crowdfunden. (Wie nennt man das sonst? Spenden? Keine Ahnung.) Denn wenn bis zum 12. Mai der Betrag von 35.000 Euro zustande kommt, wird die Seite auch in Deutsch erscheinen!! (Für mich persönlich stellt sich ja die Frage, warum sie nicht zuerst auf Deutsch und dann in Englisch erscheint, aber ich nehme mal an, dass Lossau da eben die weltweite Community im Fokus hat. Und Kodak als Produzent und möglicher Werbekunde ebenfalls.)

Auf dem Portal, auf dem die meisten Bereiche nur über Abo abrufbar sein sollen, werden u.a. 1.000 Filme zu sehen sein. Außerdem wird eine Datenbank über alle jemals gebauten Filmkameras und Projektoren aufgebaut – dabei muss man bedenken, dass über 7.000 Modelle zwischen 1965 und 1984 gefertigt wurden, so Lossau. Auch Servicestellen, die alte Kameras reparieren, die man billig auf dem Flohmarkt gekauft hat, werden aufgelistet und bewertet. Solche Filmapparate sind zwar diffizil, aber – im Gegensatz zu ihren digital aufnehmenden Nachfahren – auch nach Jahrzehnten nach einem Service einsatzbereit. (Wie Schreibmaschinen… Hm… wie komme ich nur dauernd auf diesen Vergleich?!?)

Das Super 8 Web Portal wird von vielen früheren Autoren und Übersetzern von „schmalfilm“ bzw. „small format“ redaktionell und professionell betreut. Täglich sollen so neue Artikel rund ums Filmen erscheinen. Auch ein Verzeichnis der Wettbewerbe, die Super-8-Filme annehmen, gehört dazu. Ebenso Workshops in Form von Filmclips, die die Handhabung der Kameras zeigen, die Selbstentwicklung von Filmen sowie einfache Reparaturen.

Da ich das Projekt für eine gute Sache, habe ich mir schon mal ein Jahresabo für das englischsprachige Portal gesichert. Ich hoffe aber, dass es auch zu einer deutschen Ausgabe kommt.

Rodja

INFO: Super 8 Webportal – Crowdfunding-Site: https://www.kickstarter.com/projects/1112932678/the-super-8-web-portal

The Super 8 Web Portal from schmalfilm magazin on Vimeo.

Written by HomeMovieCorner

7. Mai 2017 at 09:11

Filmstart für David Hofers „Valossn“

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© Reisenbauer Filmproduktion/Abbild Filmproduktion

Über David Hofers Film „Valossn“ wurde hier schon öfters berichtet. Der von Hofers Filmproduktion Abbild und Andreas Reisenbauer unabhängig produzierte Streifen erfährt nach einer Festivaltour nun so etwas wie einen Filmstart hier in Österreich.

Mit „so etwas wie“ meine ich das für Indie-Filme typische Schicksal. Aufgrund weniger Filmkopien (ist ja alles eine Kostenfrage) und mangelnder Zeit- und Personalressourcen läuft der Streifen ab 13. April 2017 zuerst in den Breitenseer Lichtspielen und ab 14. April im Top Kino in Wien an. Weitere Aufführungstermine in anderen Bundesländern werden sich von da an hoffentlich ergeben.

Inhalt: Pauli (Michael Kuglitsch), ein junger, zurückgezogener, merkwürdiger, traumatisierter Mann, trägt ein dunkles Geheimnis mit sich. Als sein Vater stirbt, tritt dieses mit aller Macht wieder heraus. Ein Film wie eine Urgewalt – so wie die Berge, die Teil der Erzählung sind.

David Hofers Karriere ist nicht unbedingt eine gerade verlaufende. Der Autodidakt hat schon mal als Maurer gearbeitet, um sich seine Filmleidenschaft zu finanzieren. Obwohl er auch als Actionheld in Flo Lackners Satire „Planet USA“ vor der Kamera eine gute Figur macht, ist er doch meistens dahinter anzutreffen. Zu seinen bekannteren Brotjobs zählt u.a. das Schneiden der Kino-Sportdoku „Streif – One Hell of a Ride“. Er will aber auch seine eigenen Geschichten erzählen. Im April und Mai finden die Dreharbeiten zu seinem nächsten Spielfilm „Traman“ statt – und Michael Kuglitsch hat als selfie-verliebter Narziss wieder eine Hauptrolle.

Rodja

INFO: http://www.reisenbauer-film.com/valossn/

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8. April 2017 at 07:03

Das kleine Gewinnspiel: „Tatort Calw VII: Auge um Auge“

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© Mania Pictures

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In Vorfreude auf die große Premiere von „Tatort Calw VIII: Der Seher“ von Mania Pictures im April reaktiviere ich wieder einmal „Das kleine Gewinnspiel“.

Zu gewinnen gibt es den Vorgänger von „Tatort Calw VIII“, nämlich eine DVD von „Tatort Calw VII: Auge um Auge“.

Story: Kaum aus dem Gefängnis entlassen, wird ein Ex-Knacki von einem maskierten Unbekannten entführt. Ein Fall für Kommissar Jäger (Stefan Lörcher), der mangels Beschäftigung in der Calwer Mordkommission den Kollegen anderer Dezernate aushelfen muss. Zu allem Überfluss verdonnert ihn sein Chef auch noch dazu, den Absolventen der Polizeischule Steinberger (Frederik Bott) unter seine Fittiche zu nehmen. Doch schon bald wird Jäger mit seinen Kollegen Hoffmann (Frieder Pfeiffer) und Kraft (Cathrin di Stefano) mit einer brutalen Mordserie konfrontiert. Die Opfer: Allesamt Kleinkriminelle.

Als der Grünschnabel Steinberger am Tatort seltsame Schriftzeichen entdeckt, kommt der Verdacht auf, es könnte sich um religiös motivierte Rachemorde handeln. Auge um Auge. Doch wer hegt einen solch großen Hass, dass das grausame Vorgehen erklären könnte? Bei den Ermittlungen stoßen die drei Kommissare auf eine Verbindung zwischen den Opfern und machen eine schockierende Entdeckung. Werden sie den selbsternannten Rächer aufhalten können?

Und hier die Gewinnfrage: Tilo Prückner ist quasi Stammbesetzung bei Mania Pictures. Der Schauspieler ist aber auch aus anderen Filmen bekannt – u.a. wirkte er in zwei Filmen von Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky (dessen aktueller Actionthriller „Die Hölle“ diese Woche in den Kinos startet) mit. Welche Filme von Stefan Ruzowitzky waren das?

Die Antwort bitte NICHT hier posten, sondern per Mail an mich übermitteln. Die E-Mail-Adresse lautet homemoviecorner[at]hotmail.com. Als Betreff bitte „Auge um Auge“ angeben. Einsendeschluss ist der 28. Februar 2017. Die DVD wird unter den richtigen Einsendern verlost.

Das Ganze findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt. Preise, die auf dem Postweg verloren gehen, können leider nicht ersetzt werden. Bitte auch Namen, Alter und Postadresse angeben (Warnung: Wer keine vollständigen Angaben abliefert, wird automatisch ausgeschlossen!). Diese Daten werden nur im Rahmen des Gewinnspiels verwendet und nicht weitergeleitet – nach Abschluss der Runde werden sie auch sofort gelöscht.

Rodja

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Written by HomeMovieCorner

18. Januar 2017 at 09:51