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Filmstart für David Hofers „Valossn“

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© Reisenbauer Filmproduktion/Abbild Filmproduktion

Über David Hofers Film „Valossn“ wurde hier schon öfters berichtet. Der von Hofers Filmproduktion Abbild und Andreas Reisenbauer unabhängig produzierte Streifen erfährt nach einer Festivaltour nun so etwas wie einen Filmstart hier in Österreich.

Mit „so etwas wie“ meine ich das für Indie-Filme typische Schicksal. Aufgrund weniger Filmkopien (ist ja alles eine Kostenfrage) und mangelnder Zeit- und Personalressourcen läuft der Streifen ab 13. April 2017 zuerst in den Breitenseer Lichtspielen und ab 14. April im Top Kino in Wien an. Weitere Aufführungstermine in anderen Bundesländern werden sich von da an hoffentlich ergeben.

Inhalt: Pauli (Michael Kuglitsch), ein junger, zurückgezogener, merkwürdiger, traumatisierter Mann, trägt ein dunkles Geheimnis mit sich. Als sein Vater stirbt, tritt dieses mit aller Macht wieder heraus. Ein Film wie eine Urgewalt – so wie die Berge, die Teil der Erzählung sind.

David Hofers Karriere ist nicht unbedingt eine gerade verlaufende. Der Autodidakt hat schon mal als Maurer gearbeitet, um sich seine Filmleidenschaft zu finanzieren. Obwohl er auch als Actionheld in Flo Lackners Satire „Planet USA“ vor der Kamera eine gute Figur macht, ist er doch meistens dahinter anzutreffen. Zu seinen bekannteren Brotjobs zählt u.a. das Schneiden der Kino-Sportdoku „Streif – One Hell of a Ride“. Er will aber auch seine eigenen Geschichten erzählen. Im April und Mai finden die Dreharbeiten zu seinem nächsten Spielfilm „Traman“ statt – und Michael Kuglitsch hat als selfie-verliebter Narziss wieder eine Hauptrolle.

Rodja

INFO: http://www.reisenbauer-film.com/valossn/

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8. April 2017 at 07:03

Weil’s so traurig ist, gleich noch einmal: Der Carl-Mayer-Drehbuchpreis

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© Rodja Pavlik

Gut, ich bin enttäuscht. Zutiefst. Da hat man die Story des Jahrzehnts geschrieben. Und dann gewinnt man den verdammten Carl-Mayer-Drehbuchpreis nicht. Hach!

Aber gut, nach etlichen Tränen und viel Whiskey (der rein zufällig den Namen „Writers Tears“ trägt) heißt es nun aufstehen, den Stolz runterschlucken und weitermachen. Denn der nächste Carl Mayer-Drehbuchpreis wartet schon. Und das Thema lautet…

„Loyalität“

(Ach fuck, echt jetzt?!?)

Bis zum 30. November 2017 (gültig ist das Datum des Poststempels) können fiktionale oder dokumentarische Treatments für einen Kinofilm anonym eingereicht werden. Die Entscheidung erfolgt dann im ersten Jahresdrittel 2018 in Graz. Ausgeschrieben sind 14.500,- Euro für den Hauptpreis und 7.200,- Euro für den Förderungspreis.

Die Treatments können sowohl von einzelnen Autoren als auch im Team entwickelt werden. Teilnahmeberechtigt sind alle Österreicher, Auslandsösterreicher und alle mindestens seit drei Jahren in Österreich wohnhaften Person.

Nicht teilnahmeberechtigt sind Stoffe, die vor der Juryentscheidung bereits eine Drehbuchförderung oder einen Drehbuchpreis erhalten haben oder bereits einmal beim Carl-Mayer-Drehbuchwettbewerb eingereicht wurden. Im Falle des Erhalts einer Förderung bzw. eines Preises im Zeitraum zwischen Einreichung und Juryentscheidung ist das Kulturamt der Stadt Graz unverzüglich davon zu verständigen, damit der eingereichte Stoff aus der Wertung genommen werden kann.

Weitere und genauere Details bitte dem unten angeführten Link entnehmen.

– – –

An dieser Stelle noch herzliche Gratulation an die Preisträger des diesjährigen Wettbewerbs, Evi Romen (Hauptpreis 14.500,- Euro für das Treatment „Hochwald“) und Nikolaus Müller (Förderpreis 7.200,- Euro für das Treatment „Rote Wand“).

Was mich momentan a bisserl irritiert… Laut Presse wurden für den Wettbewerb 27 Treatments eingereicht. Das ist ja gar nicht mal so viel – voriges Jahr waren es noch 40!

Haben österreichische Autoren es so dicke, diesen hochdotierten Wettbewerb auszulassen?

Rodja

INFO: Weitere Informationen zum Carl-Mayer-Drehbuchpreis unter http://kultur.graz.at/kulturamt/129

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6. April 2017 at 15:25

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Der 8. Streich: „Tatort Calw – Der Seher“

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© Mania Pictures

© Mania Pictures

Schöne Grüße aus dem Schwabenland

Die Calwer Filmtruppe Mania Pictures rund um Mastermind Armin Schnürle präsentiert am 21. April 2017 mit „Der Seher“ ihren neuesten Film – danach geht der Film wieder auf eine ausgedehnte Kinotour.

Es ist der achte ihrer beliebten „Tatort Calw“-Serie, die vor allem mit Lokalkolorit und viel Action punktet. Das klingt ja schon mal beeindruckend. Noch beeindruckender ist es aber, wenn man schreibt: „Es ist der insgesamt 19. Spielfilm seit Bestehen der Filmgruppe.“ Ha, eat this!

Mit dabei ist auch wieder Tilo Prückner, dessen markantes Gesicht man u.a. aus Stefan Ruzowitzkys „Die Siebtelbauern“ oder dem Oscar-nominierten Drama „Die Fälscher“ kennt. Obwohl er bei Mania Pictures meist nur in skurrilen Nebenrollen zu sehen ist, zählt Prückner quasi zur Stammbesetzung. Regisseur Armin Schnürle schwärmte in einem Interview mit dem HomeMovieCorner von Prückner, „weil er für skurrile Typen einfach wunderbar ist und zudem ein unkomplizierter und umgänglicher Mensch. Er ist im Übrigen der einzige ‚Promi‘, für den ich es inzwischen wage, Rollen zu schreiben.“ Diesmal dürfte Schnürle ein bisschen länger an Prückners Rolle gesessen haben, denn statt einer Neben- hat der Schauspieler nun sogar eine tragende Hauptrolle.

Inhalt: Nikolaus Kaminsky (Tilo Prückner) ist ein ehemaliger Profiler der Polizei, lebt jedoch seit 20 Jahren zurückgezogen und ohne Kontakt zur Außenwelt. Einzig die Nachbarstochter Simone (Julia Schnürle) schafft es ab und zu, ihn aus seinem Schneckenhaus zu locken.

Als er die 12-Jährige eines Tages ohne ersichtlichen Grund mit einem Messer bedroht, ruft das die Kommissare Jäger (Stefan Lörcher), Kraft (Cathrin di Stefano) und Hoffmann (Frieder Pfeiffer) auf den Plan. Eigentlich sind die Polizisten gerade mit einem Entführungsfall beschäftigt, doch als Kaminsky die Ermittler ganz beiläufig auf die Lösung des Falls bringt, wird plötzlich ein weit in der Vergangenheit liegender Fall von Kindsmorden wieder aktuell. Das letzte Opfer des bis heute unbekannten Serienmörders war damals Kaminskys Tochter. Als Kaminsky die Polizisten dann auch noch vor einem neuen Entführungsfall warnt, entsteht der Verdacht, dass der tot geglaubte Killer erneut sein Unwesen treibt. Doch woher hat der Ex-Profiler seine Informationen? Ist er in den Fall verwickelt? Oder hat er womöglich Fähigkeiten, die jenseits unserer rationalen Vorstellungskraft liegen?

Rodja

INFO: www.mania-pictures.de

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9. Januar 2017 at 10:04

„Raiders!“ – Der größte Fanfilm aller Zeiten auf dem /slash Filmfestival

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© Jeremy Coon Productions

© Jeremy Coon Productions

Das /slash Filmfestival, das heuer vom 22. September bis 2. Oktober in Wien stattfindet, ist wohl das größte Genre-Festival in Österreich.

Dennoch hat es sich bis dato nicht in mein Herz spielen können. Ich geb’s zu, ich bin nicht DER Genre-Fan, der überall rein muss, wo auch nur ein Hauch von Genre vorkommt. Ein paar Filme habe ich mir auf dem /slash zwar angeschaut, aber dass ich mir die Tage rot im Kalender anstreiche… nein, das ist nicht unbedingt der Fall. Wohl auch, weil das /slash nicht unbedingt ein Abspielort deutschsprachiger Indie-Filme ist. Da gibt es andere, bessere Festivals.

Gut, heuer würde mich „Angriff der Lederhosenzombies“ des Österreichers Dominik Hartl („Beautiful Girl“) locken, aber der kommt auch so in die Kinos. Insofern muss ich ihn mir nicht wirklich im Rahmen des Festivals anschauen.

Aber dann ist da dieses eine „Indiana Jones“-Triple-Feature am 24. September – und ich glaube, da werde ich schwach. Und damit meine ich nicht „Raiders of the Lost Ark“, „Indiana Jones and the Temple of Doom“ und „Indiana Jones and the Last Crusade“ (Sorry, Spielberg & Lucas, aber über den sogenannten Teil IV hüllen wir mal den Mantel des Schweigens. Das war wohl nix.) – sondern „Raiders of the Lost Ark“, den 1:1-Fan-Film „Raiders of the Lost Ark: The Adaption“ von Eric Zala und Chris Strompolos und die Dokumentation darüber, „Raiders!: The Story of the Greatest Fan Film ever made“ von Tim Skousen und Jeremy Coon. Zumindest zwei von diesen drei Filmen will ich sehen!

Um was geht es?

Nun ja, über „Jäger des verlorenen Schatzes“ (USA 1981) brauche ich wohl keine Worte zu verlieren. Es geht um die Einführung des peitschenschwingenden Archäologen Dr. Henry Walton Jones Jr. alias Indiana „Indy“ Jones, der die sagenumwobene Bundeslade sucht und dabei den Nazis in die Quere kommt. Der Film begeisterte ganze Generationen, so auch Chris Strompolos und Eric Zala, die 1982 als Elfjährige beschlossen, den Film nachzudrehen. Und zwar 1:1. Für die Adaption, die nun in Wien uraufgeführt wird, mussten sie jeden Satz und jede Szene transkribieren, fackelten beinahe ein Haus ab und setzten sich auch sonst noch anderen Gefahren aus. Nach sieben Jahren war der Film fast fertig gestellt – und ihre Freundschaft zu Ende. Eine Szene fehlte noch – und zwar jene, wo Indy von dem glatzköpfigen Nazi auf dem Flugfeld (inklusive Flugzeug) verprügelt wurde.

Die ebenfalls zu sehende Dokumentation „Raiders!: The Story of the Greatest Fan Film ever made“ dokumentiert das Bemühen der Freunde – und erzählt, wie sie sich nach all den Jahren wieder versöhnten und beschließen, als Erwachsene die fehlende Szene endlich zu drehen.

Für einen Indie-Fan (Indiana als auch Independent) wie mich sind diese beiden Filme jetzt schon sehr inspirierend. Einerseits erinnern sie mich an meine Kindheit, die ebenfalls von Steven-Spielberg-Filmen („Goonies“, „Indiana Jones und der Tempel des Todes“, „E.T.“) und natürlich „Star Wars“ geprägt wurde. Und während ich damals „Star Wars“ mit Figuren nachspielte, drehten Zala und Strompolos einen Film! Einfach fantastisch!

Ursprünglich habe ich 2015 auch Chris Strompolos kontaktiert, um ihre Filmadaption hier in Wien im Rahmen einer einmaligen Aufführung zu zeigen. Chris, der selbst einige Jahre in Wien verbrachte, zeigte sich auch interessiert, hatte aber einige (sehr verständliche und nachvollziehbare) Bedingungen, die der Ein-Mann-Betrieb des HomeMovieCorner finanziell und zeitlich einfach nicht stemmen konnte. Ich bin also sehr froh darüber, dass das /slash das übernommen hat.

Rodja

INFO: „Raiders!: The Story of the Greatest Fan Film Ever Made“: www.raidersdoc.com; /slash – Festival des Fantastischen Films: http://slashfilmfestival.com/

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5. September 2016 at 15:35

7th Austrian Filmfestival, Part I

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© Monochrom

© Monochrom

Es passiert schon wieder… und zwar zum siebenten Mal: Das Austrian Filmfestival – vom 2. bis 5. Juni 2016 in Wien.

Das von Andreas Reisenbauer initiierte und geleitete Festival zeigt im Top Kino als auch im Schikaneder wieder eine bunte Vielfalt von Kurz- und Spielfilmen sowie Dokus in diversen Premierenformen – angefangen von Wien- bis zur Weltpremiere.

Gezeigt wird u.a. die Nerd-Culture-Doku „Traceroute“ von Johannes Grenzfurthner („Die Gstettensaga: The Rise of Echsenfriedl“). Auch „Überlist“ und „Übergeil“ von der „Über-Reihe“ von No-Budget-Queen Jolanta Warpechowski werden präsentiert.

Wolfgang Rauh, der Star aus Vlado Priborskys „Blockbuster – Das Leben ist ein Film“, zeigt mit „Radau 3 – Tag der offenen Tür“ einen atemberaubenden Action-Kurzfilm. Auch Michael Rittmannsberger, der mit „Sister“ einen beeindruckenden Film über Trauer ablieferte, ist mit „The Culprit“ vertreten.

Wie im Titel bereits angedeutet, ist das heurige Festival zweigeteilt – der zweite Part findet dann im November statt.

Einen Nachteil hat das Festival leider – am 2. Juni findet im Gartenbaukino auch die Premiere des „Star Wars“-Fanfilms „Regrets Of The Past“ von Bernhard Weber/Pellicula statt. :-/

Rodja

INFO: http://austrianfilmfestival.com/

Traceroute

Überlist

Sin & Illy Still Alive

SIN & ILLY STILL ALIVE – TRAILER from mariahengge@gmail.com on Vimeo.

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1. Juni 2016 at 20:19

Isarwestern-Autoren gesucht

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© Südstern Film

© Südstern Film

Na, das ist aber ein seeeeeehr exklusiver, weil lokal beschränkter Drehbuchwettbewerb, den da ARRI, die HFF München, die Drehbuchwerkstatt München und suedstern FILM (<- Site kommt "soon") ins Leben gerufen haben.

Die Veranstalter wollen nämlich einen „Isarwestern“. Einzureichen ist ein ausführliches Exposé oder Treatment von 10 bis maximal 15 Seiten in deutscher Sprache. Mit einzureichen sind auch ein bis zwei ausgeschriebene Dialogszenen (jeweils max. zwei bis drei Seiten). Dem Exposé oder Treatment ist eine einseitige Synopsis voranzustellen. Einsendeschluss ist der 1. Juli 2016.

Das Ganze ist eine sehr exklusive Geschichte, denn: Teilnahmeberechtigt sind Studierende und Absolventen der HFF München (Diplomvergabe 2010 und später) sowie Absolventen der Drehbuchwerkstatt München (Jahrgänge 22 – 27 der Drehbuchwerkstatt). Ich weiß zwar nicht, auf wie viele Hanseln das zutrifft, aber bonne chance!

Unter allen ordnungsgemäßen Einsendungen wählt eine Jury die drei besten Projektpräsentationen aus. Der Gewinner/das Gewinnerteam des 1. Preises erhält 15.000 Euro, des 2. Preises 7.500 Euro und des 3. Preises 5.000 Euro. Das Preisgeld für den 1. Preis ist auch für die Erstellung einer ersten Drehbuchfassung innerhalb der nächsten drei Monate nach der Preisverleihung zu verwenden. Der Gewinner/das Gewinnerteam des 1. Preises erhält im Fall einer Weiterbeauftragung, sofern die Produktion auf Grundlage des drehfertigen Drehbuchs realisiert wird, weitere 15.000 Euro.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob sie einen wirklichen US-Western drehen wollen – oder einen in der Heimat angesiedelten Film, der das Westerngenre widerspiegelt (wie z.B. „Räuber Kneißl“ oder „Das finstere Tal“). Als Inspiration soll der Stummfilm „Der schwarze Jack“ von 1918 dienen – und das ist ein astreiner Western.

Rodja

INFO: Weitere Bedingungen bitte der Website www.isarwestern.de entnehmen.

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10. Mai 2016 at 23:18

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It’s „Fright Nights“ again – mit Jörg Buttgereit

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© Fright Nights

© Fright Nights

Es ist wieder einmal Zeit, sich zu gruseln…

Das „Fright Nights“-Filmfestival findet wieder statt – und zwar vom 9. bis 15. Mai 2016 im Hollywood Megaplex.

Insgesamt scheint das Programm im Vergleich zu den Vorjahren sehr reduziert zu sein. Neben einigen bekannteren Low Budget-Produktionen wie „The Witch“ (Ist Euch schon aufgefallen, dass der Film eigentlich „The VVitch“ – also mit zwei „V“ – geschrieben wird? Faszinierend, nicht wahr?) oder „Victor Frankenstein“ (mit Daniel Radcliffe und James McAvoy) liegt der Schwerpunkt vor allem auf Indie-Filme. Das Festival startet heute mit „VideoBestie“ von Robert Makowski. Von der Story her interessant klingt „Be my cat: A film for Anne“ von Roman Tofei, in dem ein rumänischer Amateurfilmer versucht, US-Filmstar Anne Hathaway („Der Teufel trägt Prada“) zu überzeugen, in seinem Film mitzuspielen – und das mit teils sehr blutigem Filmmaterial.

Mit einem Jörg-Buttgereit-Schwerpunkt gibt es auch ein sehr kontroverses Special. Das Programm wurde von dem deutschen Filmemacher („German Angst“) selbst zusammengestellt, der auch persönlich anwesend sein wird!

Von Buttgereit habe ich bis dato nur zwei Filme gesehen – „Nekromantik“ (wird gezeigt) und „Nekromantik 2“ (wird nicht gezeigt) – und die auch nur je einmal. Danach habe ich erst einmal mit einem Bügeleisen meine entgleisten Gesichtszüge wieder in Ordnung bringen müssen. Diese Filme sind für mich wirkliche Tabubrecher – und ich persönlich muss sie auch nie wieder sehen. Sie erzählen trotzdem sehr intensiv eine sehr interessante Geschichte. Eine – sich widersprechende – Empfehlung meinerseits. (Teil 2 habe ich aufgrund des schwarzen Humors damals besser vertragen.)

Neben „Nekromantik“ werden noch „Sexmonster“, „Der Todesking“ und „Captain Berlin versus Hitler“ von Jörg Buttgereit gezeigt.

„Nekromantik“ ist übrigens auch mein erster indirekter Kontakt mit Independent-Film gewesen. Und das bereits in den 1980ern. Nicht, dass ich den Film damals gesehen habe. Nein, ich sah damals nur einen Fernsehbeitrag darüber – ich glaube, es war in der ARD. Mich stießen zwar die gezeigten Bilder ab (sie waren nichts im Vergleich zu dem, was im Film tatsächlich abgeht), aber dennoch war ich sehr beeindruckt, was Amateure damals schon zustande brachten.

Rodja

INFO: https://frightnights.wordpress.com/

The Witch

Captain Berlin versus Hitler

Victor Frankenstein

Videobestie

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9. Mai 2016 at 04:41

Das kleine Gewinnspiel: „Blockbuster – Das Leben ist ein Film“

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© Independent Works

© Independent Works

Ich bin ein echter Dussel… Aber das soll Euer Schaden nicht sein. ;-D

Eigentlich wollte ich hier berichten, dass Vlado Priborskys bemerkenswertes Independent-Filmprojekt mit Benefiz-Charakter, „Blockbuster – Das Leben ist ein Film“, nun auf DVD erschienen ist. Und auf dem handelsüblichen Weg (Elektronik-Fachmarkt, Internet-Versandhandel) erhältlich ist. Und ich mir bereits eine DVD gekauft habe.

Und dann öffne ich meinen Postkasten und finde eine signierte DVD von Vlado Priborsky vor… eben weil ich Dussel vergessen habe, dass ich das Crowdfundingprojekt dazu unterstützt habe und sowieso eine DVD bekomme.

Jetzt habe ich eine verpackte, unsignierte DVD, mit der ich nichts anzufangen weiß. Was mache ich da bloß?
*Pst. Gewinnspiel*
Ich muss jetzt echt scharf nachdenken. Hm.
*Hey. Gewinnspiel*
Hmmmmm
*GEWINNSPIEL!!!*
Ja, ist ja schon gut. Ich veranstalte wieder einmal „Das kleine Gewinnspiel“. Jössas!

Zu gewinnen gibt es – nach dem Beantworten untenstehender Fragen – eben besagten Film auf DVD. „Blockbuster – Das Leben ist ein Film“ ist Vlado Priborskys persönlichstes Werk. Nach den Erfolgen mit mehreren Kurzfilmen und mehreren Schicksalsschlägen trotzend, erzählt der österreichische Filmemacher in seinem ersten Spielfilm von sich selbst, wie er nach seinen Erfolgen mit mehreren Kurzfilmen und trotz mehrerer Schicksalsschläge seinen ersten Spielfilm drehen will. Ein Film mit Meta-Ebene(n) also. Und da die Geschichte so ungewöhnlich ist und der Film auch noch einen Benefiz-Charakter hat, konnte Priborsky dafür mehrere Stars aus der österreichischen Filmszene gewinnen.

Story: 1987, Wien-Favoriten, die neue Heimat des 12-jährigen Vlado Priborsky. Aufgewachsen mit tschechischem Fernsehen, taucht er in die Welt westlicher Filme ein und verschlingt eine VHS-Kassette nach der anderen. Und mit der Zeit formt sich in ihm der Wunsch, selbst Filme zu machen. Mit 19 Jahren bewirbt er sich vergeblich an der Filmakademie. Und dann kommt die Diagnose Krebs. Nach einem jahrelangen Kampf ist die heimtückische Krankheit zurückgedrängt und Priborsky dreht seinen ersten Kurzfilm. Er hat Blut geleckt, weitere Projekte folgen – und selbst weitere Schicksalsschläge wie der frühe Kindstod seines ersten Sohnes David können ihn nicht davon abhalten, sich ganz seiner Leidenschaft zu widmen.

Und hier zu den Fragen:

Nennt drei Schauspieler aus diesem Star-besetzten Film
An wen geht der Erlös aus diesem Film?

Die Antworten bitte NICHT hier posten, sondern per Mail an mich übermitteln. Die E-Mail-Adresse lautet homemoviecorner[at]hotmail.com. Als Betreff bitte “Blockbuster” angeben. Einsendeschluss ist der 15. Mai 2016. Die DVD wird unter den richtigen Einsendern verlost.

Das Ganze findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt. Preise, die auf dem Postweg verloren gehen, können leider nicht ersetzt werden. Bitte auch Namen, Alter und Postadresse angeben (Warnung: Wer keine vollständigen Angaben abliefert, wird automatisch ausgeschlossen!). Diese Daten werden nur im Rahmen des Gewinnspiels verwendet und nicht weitergeleitet – nach Abschluss der Runde werden sie auch sofort gelöscht.

Rodja

INFO: www.blockbusterderfilm.at

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14. April 2016 at 10:23

Premiere für „Tatort Calw VII: Auge um Auge“

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© Mania Pictures

© Mania Pictures

Da sind sie wieder, meine Lieblings-Schwaben…

Wieder lädt das Team Mania Picture nach Calw ein, das – zumindest filmisch – der Sündenpfuhl von Baden-Württemberg ist. Nach sechs „Tatort Calw“-Teilen (und mit „SEK Calw“ einer indirekten Fortsetzung) folgt nun „Tatort Calw: Auge um Auge“. Der siebente Teil rund um die Kommissare Jäger, Kraft und Hoffmann feiert am 15. April 2016 in Calw Premiere.

Story: Kaum aus dem Gefängnis entlassen, wird ein Ex-Knacki von einem maskierten Unbekannten entführt. Ein Fall für Kommissar Jäger (Stefan Lörcher), der mangels Beschäftigung in der Calwer Mordkommission den Kollegen anderer Dezernate aushelfen muss. Zu allem Überfluss verdonnert ihn sein Chef auch noch dazu, den Absolventen der Polizeischule Steinberger (Frederik Bott) unter seine Fittiche zu nehmen. Doch schon bald wird Jäger mit seinen Kollegen Hoffmann (Frieder Pfeiffer) und Kraft (Cathrin di Stefano) mit einer brutalen Mordserie konfrontiert. Die Opfer: Allesamt Kleinkriminelle.

Als der Grünschnabel Steinberger am Tatort seltsame Schriftzeichen entdeckt, kommt der Verdacht auf, es könnte sich um religiös motivierte Rachemorde handeln. Auge um Auge. Doch wer hegt einen solch großen Hass, dass das grausame Vorgehen erklären könnte? Bei den Ermittlungen stoßen die drei Kommissare auf eine Verbindung zwischen den Opfern und machen eine schockierende Entdeckung. Werden sie den selbsternannten Rächer aufhalten können?

Ich habe hier schon öfters erwähnt, dass ich ein Fan von Mania Pictures bin. Das hat nichts damit zu tun, dass ich durch sie meine bisher einzige IMDB-würdige Rolle bekommen habe – die Schwärmerei hat schon viel früher angefangen. Ich finde es einfach toll, dass das Team rund um Armin Schnürle in seiner Freizeit jedes Jahr ungefähr einen Film dreht. Und zwar mit Schauwerten, die in der Amateur- und Indie-Szene ihresgleichen sucht.

Vor der Kamera agiert wieder einmal Tilo Prückner („Siebtelbauern“, „Die Fälscher“) als Quasi-Stammschauspieler der Truppe in einer Nebenrolle. Und auch hinter der Kamera sticht ein Name heraus: Splatter-Regisseur Olaf Ittenbach („Premutos“, „Dard Divorce“, F/X-Mann für einige Uwe-Boll-Filme) sorgt für die blutigen Effekte. Anscheinend soll der Blutzoll von „Tatort Calw: Die Hollywoodmorde“ – für den ja auch Ittenbach verantwortlich zeichnete – noch weiter in die Höhe getrieben werden. Für den Score sorgt wieder einmal der aufs schmale Geldbörserl fokussierte, aber nichtsdestotrotz hörenswerte Komponist Michael Donner.

Das Interview mit Armin Schnürle ist zwar schon einige Jahre alt, man kann dem Artikel aber doch noch recht gut entnehmen, was das Besondere an Mania Pictures und dem selbst geschaffenen Film-Biotop Calw ist. (Ja. Genau so etwas möchte ich auch für Österreich haben, bitteschön!)

Rodja

INFO: www.mania-pictures.de

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13. April 2016 at 09:18

„Valossn“-Weltpremiere bei Grenzland-Filmtage

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© Reisenbauer Filmproduktion/Abbild Filmproduktion

© Reisenbauer Filmproduktion/Abbild Filmproduktion

Ich habe schon lange nichts mehr vom Kärntner Filmemacher David Hofer gehört. Um so mehr freut es mich, dass sein Film „Valossn“ demnächst Premiere feiert. Er ist ein wahres Ausnahmetalent, sowohl vor als auch hinter der Kamera.

Im bis dato größten Actionfilm Österreichs, „Planet USA“ von Flo Lackner (sorry, Stefan Ruzowitzky, aber dein Film „Die Hölle“ muss erst einmal das Licht der Leinwand erblicken), mimte er den schießwütigen US-Major Conrads, machte aber auch noch teilweise den Schnitt. Für die mehrfach ausgezeichnete Sportdoku „Streif – One Hell of A Ride“ war er ebenfalls als Cutter zuständig.

Doch am besten ist David Hofer, wenn er seine eigenen Geschichten erzählen kann. Wie eben auch im von Reisenbauer Film und Abbild produziertem Drama „Valossn“, das am 2. April 2016 bei den 39. Grenzland-Filmtagen in Selb (Bayern) seine Weltpremiere feiert.

Inhalt: Pauli (Michael Kuglitsch), ein junger, zurückgezogener, merkwürdiger, traumatisierter Mann, trägt ein dunkles Geheimnis mit sich. Als sein Vater stirbt, tritt dieses mit aller Macht wieder heraus. Ein Film wie eine Urgewalt – so wie die Berge, die Teil der Erzählung sind.

Rodja

INFO: www.reisenbauer-film.com/valossn; Facebook-Gruppe: https://www.facebook.com/groups/1693637390872412

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30. März 2016 at 08:22