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Crowdfunding für „Michael – (k)ein harter Vampirfilm“

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„Vampire werden im Film immer als sexy verkauft. Doch wie kann das sein? Sie sind tot, das Herz schlägt nicht, das Blut fließt nicht mehr – ergo kann es auch keine Erektion geben.“

„Okay, gekauft.“

Ungefähr so stelle ich mir vor, wäre der Dialog verlaufen, wenn Filmemacher José Hidalgo seinen Stoff zu „Michael – (k)ein harter Vampirfilm“ bei mir als Produzenten (wenn ich denn ein Produzent wäre) gepitcht hätte.

Wenn ich ihn richtig einschätze, dann ist José Hidalgo ein bunter Hund, so etwas wie eine Ausnahmeerscheinung an der an Ausnahmeerscheinungen gar nicht armen deutschen Indiefilm-Szene. Er singt mit Leidenschaft, was unzählige Musikclips auf seinem Youtube-Channel beweisen – und natürlich dreht er auch Filme. Wobei Hidalgo eindeutig zu viele kreative Filmideen und zu wenig Budget hat. Davon lässt er sich aber Gottseidank nicht abhalten.

So produzierte und inszenierte er einen Film mit dem Action-verheißenden Titel „Der letzte Auftrag“, in dem ein Auftragskiller seinen letzten Auftrag erfüllen muss, um sein Kind zu retten, als Musical!!! (Ich weiß, das ist sehr redundant formuliert – aber diese Inhaltsangabe als Musical… das muss man sich doch auf der Zunge zergehen lassen!) Und obwohl man dem Film das No Budget ansieht, entgeht einem nicht, mit wie viel Leidenschaft und Ideenreichtum er inszeniert wurde.

Doch nun zurück zu „Michael – (k)ein harter Vampirfilm“, für den José Hidalgo eine Crowdfunding-Aktion gestartet hat. Dabei geht es gar nicht darum, den Film zu drehen. Die rund 90-minütige Horrorkomödie ist bereits fertig und hat eine erfolgreiche Premiere hinter sich. Jetzt geht es nur noch darum, den Film unter die Leute zu bringen. Für die DVD-Produktion gilt es, bis zum 1. Dezember 2017 den Betrag von 1.000,- Euro aufzutreiben. Das sollte doch wohl zu schaffen sein.

Synopsis: Star-Mitglied der Kokosnüsse-Bruderschaft und Super-Checker Michael (Jörn Guido) wird bei einer seiner Safari-Jagden von einer Vampirin gebissen. Da ohne Blutfluss keine Erektion mehr möglich ist, sieht er sich gezwungen, eine Lösung zu finden. Mit der Hilfe von Mumu (José Hidalgo) und seiner Freundin Lola (Simone Kaufmann) beginnt die Suche nach der Vampirin, um die Verwandlung zu stoppen. Prof. Johanson (Georg Groeling-Müller) und Michaels Vater Engelbert (Klaus Thiel-Klenner) begleiten die drei Freunde bei der Suche, bis alle vor ihrem Endgegner und seiner Armee stehen. Wie wird der Kampf zwischen Gut und Böse enden? Wird Michael seine Menschlichkeit und die dazugehörige Sexualität zurückerobern?

Rodja

P.S.: Eigentlich könnte sich José Hidalgo noch ein zweites (drittes? viertes?) Standbein als Produzent und Testimonial von Low-Budget-Crowdfunding-Clips aufbauen. Sein Auftritt im Clip unten hat mich auf jeden Fall überzeugt, die Aktion zu unterstützen.

INFO: Crowdfunding für „Michael – (k)ein harter Vampirfilm“: https://www.startnext.com/michael-vampirfilm; Website von José Hidalgo: http://josehidalgo.de/


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19. November 2017 at 08:31

„Tote Moatla schreiand net“ – Vorarlberg-Krimi feiert Premiere

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© Achnus

Im Ländle da gibt’s sehr wohl Kultur…

Als der HomeMovieCorner so 2001 entstand, dachte ich, dass vor allem in den großen Städten die Indie-Szene boomen würde. Die Ansammlung von vielen Menschen würde zu vielen Kontakten führen, zu vielen Ideen, die man auch umsetzen kann. Da war auch sicher sehr viel Wunschdenken dabei, denn damals war ich nicht so mobil und hoffte, eben in meiner Heimatstadt Wien eine große Filmgruppe zu finden, der ich mich anschließen könnte.

Doch schon damals zeigte sich, dass ein Film-Biotop sogar in nicht so bevölkerten Gegenden gedeihen kann – wenn nicht sogar besser als in der angeblich ach so kulturinteressierten und pulsierenden Großstadt. Und diese späte Einsicht, die trotz der vorliegenden Fakten mir erst Jahre im nachhinein dämmerten, habe ich unter anderem Gruppen wie Mania Pictures aus Calw und Visual Dreams aus Vorarlberg zu verdanken.

Während Mania Pictures noch heute jedes Jahr einen Spielfilm produziert, stand Visual Dreams zu den Anfangszeiten des HomeMovieCorners eigentlich schon vor dem Aus. Viele der damaligen Mitglieder kamen gerade aus der Schule und standen am Scheideweg. Berufliche Ausbildung, weitere hochschulische Ausbildung – die Zeit des Ausprobierens war mehr oder minder vorbei. Trotzdem zählen ihre Filme wie „Angst“ oder „Faust – Der Musicalfilm“ für mich zu den Gründen, warum der HomeMovieCorner damals entstand.

Viele ehemalige Mitglieder blieben dem kreativen Bereich treu. Während es einige sogar beruflich schafften, wie Thomas Ilg, der Kameramann und Cutter wurde (u.a. „Universum History“, „Der Atem des Himmels“) oder Simon Meusburger, der das Schubert Theater in Wien leitet, wo u.a. auch Nestroy-Preisträger Nikolaus Habjan sein „Puppentheater für Erwachsene“ inszenierte, wurde für andere das Filmemachen und Geschichten erzählen einfach „nur“ ein Hobby.

Als eine Art Nachfolge von Visual Dreams etablierte sich in Vorarlberg die Gruppe Achnus Film. Auch einige ehemalige Visual Dreams-Mitglieder wie Philipp Horatschek sind mit dabei. Mir fielen sie bis dato eher durch Parodien wie „Achjack gegen die Mächte der Finsternis“, „Halul al Halula“ (Bollywood) oder „Pirätes – The Wedding of Spack Jarrow“. Und nachdem ich anscheinend vollkommen spaßbefreit bin, habe ich nicht unbedingt einen Faible für Parodien. Himmel, ich finde selbst „Spaceballs“ nur so halbherzig zum Lachen. (Ich kann also kein guter Mensch sein.)

Aber das neueste Werk von Achnus Film interessiert mich jetzt doch sehr. Vielleicht, weil das Thema „ernster“ klingt. Also nicht „ernst“ im Sinne von „todernst“, sondern im Sinne von „es ist keine Parodie, sondern was Eigenständigeres.“

Am 28. Oktober 2017 zeigen Achnus Film ab 20 Uhr ihren Ländlekrimi „Tote Moatla schreiand net – Mit Schwert abwärts“ in ihrem Wolfurter Vereinshaus.

Inhalt: Im Ländle da gibt’s sehr wohl a Sünd…

Die Leiche einer jungen Frau wird am Waldrand von einer Joggerin entdeckt. Oberinspektor Heinz Feuerle (Gernot Frick) ermittelt sofort. Zusammen mit seinen Kollegen Abteilungsinspektor Karl Fussenegger (Thomas Burger) und Polizeiarzt Dr. Sedlatschek (Heinz Jochum) decken die Kriminologen ein Netzwerk von Gewalt, Sex und Machtmissbrauch auf, das bis in die höchsten Vorarlberger Kreise reicht.

Der in einer ersten Fassung über 100 Minuten dauernde Film wurde mit über 60 Personen vor der Kamera in Wolfurt, Bregenz, Dornbirn, Hohenems und Kennelbach gedreht. An über 20 Drehtagen wurde der Film von Regisseur und Drehbuchautor Thomas Burger und dem Team von Achnus Film realisiert. Was mir an den „ländlichen“ Filmgruppen besonders imponiert. Neben dem Improvisationstalent gibt es anscheinend auch einen größeren Zusammenhalt und Unterstützung von der Bevölkerung her. So stellte die Landespolizeidirektion auch mehrmals ein echtes Polizeieinsatzfahrzeug zur Verfügung – und auch ein Rettungsauto und eine Cessna 208 Grand Caravan waren im Einsatz.

Rodja

INFO: Achnus Film www.achnus.com

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28. Oktober 2017 at 08:38

Christian Genzel goes Shocking Shorts!

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© Alexander Sobolla (C) Ghost Light Productions/Dark Place Productions

Der in Salzburg agierende Deutsche Christian Genzel lebt für den Film.

Nicht nur, dass er mit „Wilsons Dachboden“ und dem Podcast „Lichtspielplatz“ versucht, seinen Lesern und Zuhörern Interessantes, Historisches und Obskures aus der Welt des Films näher zu bringen, nein, er dreht auch selber Filme.

Ob den kleinen, aber feinen Indie-Psychothriller „Die Muse“ (Schriftsteller, Schreibmaschine, Keller – gefangene Muse, was will man mehr) oder aber Musikclips für Bands wie Roia oder Betty’s Apartment.

Weiters versucht er auch als Script Consultant Treatments oder Drehbüchern – wie meinen beiden „Nonsense“ und „Zugvögel II – Zwei Mal nach Hjoerring“ (AT) – den letzten Schliff zu verpassen.

Nun hat Genzel vor kurzem den Kurzfilm „Cinema dell‘ oscurità“ (Facebook), eine Hommage an den italienischen Horrorfilm, gedreht, der es in die Auswahl des renommierten „Shocking Shorts“-Wettbewerbs geschafft hat.

© Ghost Light Productions/Dark Place Productions

Inhalt:

Das Lichtspielhaus „Cinema dell‘ oscurità“ ist kein gewöhnlicher Ort der Filmvorführung. In dem mysteriösen Kinosaal verschwimmen Wirklichkeit und Fiktion zu einem filmischen Rätsel.

Ein junger Mann wird Zeuge eines Mordes. Oder zweien? Oder geschah womöglich doch kein Mord? Wie die Filmspule im Kinosaal dreht sich der Film in einem, nicht enden wollenden, tödlichen Labyrinth, aus dem es kein Entkommen gibt.

Neben Gunnar Titzmann brilliert vor allem Stephanie Lexer (bekannt aus dem Indie-Horrorfilm „Biest“ von Stefan Müller) als mysteriöse Kinobesucherin. (Ich kann mir Stephanie Lexer gut in einem skandinavischen Krimi vorstellen – vom Opfer über die Täterin hin bis zur ermittelnden Kommissarin – sie könnte einfach alles spielen. Hmmmm… ein Film, in dem eine Schauspielerin sämtliche Rollen übernimmt? Das wäre doch etwas.)

Die Shocking Shorts werden seit 2000 von NBC Universal und ihrem deutschen PayTV-Sender 13th Street organisiert und beim Filmfest München präsentiert. Gewinner des ersten Shocking Shorts Award 2000 war übrigens der Oscar-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck („Das Leben der Anderen“).

© Ghost Light Productions/Dark Place Productions


Um den Siegerfilm zu küren, gibt es heuer ein Zuschauer-Voting, den 13th Street zusammen mit der Zeitschrift „TV Spielfilm“ veranstaltet.

Im Prinzip stehe ich solchen Votings eher skeptisch gegenüber, bedeuten sie doch nichts anderes, als dass derjenige gewinnt, der die größte Masse mobilisieren kann. Das kann durchaus für Qualität sprechen, aber auch für den größeren Freundeskreis. Da würde ich eine Jury eigentlich vorziehen.

„TV Spielfilm“ hat die Site fürs Voting (<- klicken!!!) installiert, auf der man sich sämtliche im Wettbewerb laufenden Kurzfilme anschauen kann. Aus Jugendschutzgründen kann man sie aber erst von 22:00 bis 06:00 Uhr sehen – abstimmen selbst kann man noch bis zum 31. Mai 2017.

Am 23. Juni 2017 werden ab 20.13h auch alle Filme auf 13th Street in der „langen Nacht der Shocking Shorts“ ausgestrahlt.

Rodja

INFO: Christian Genzels Filmproduktion Ghost Light Productions: www.ghostlightproductions.de; Cinema dell‘ oscurità: www.facebook.com/cinemadelloscurita

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25. Mai 2017 at 06:26

Das kleine Gewinnspiel: „Tatort Calw VII: Auge um Auge“

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© Mania Pictures

© Mania Pictures

In Vorfreude auf die große Premiere von „Tatort Calw VIII: Der Seher“ von Mania Pictures im April reaktiviere ich wieder einmal „Das kleine Gewinnspiel“.

Zu gewinnen gibt es den Vorgänger von „Tatort Calw VIII“, nämlich eine DVD von „Tatort Calw VII: Auge um Auge“.

Story: Kaum aus dem Gefängnis entlassen, wird ein Ex-Knacki von einem maskierten Unbekannten entführt. Ein Fall für Kommissar Jäger (Stefan Lörcher), der mangels Beschäftigung in der Calwer Mordkommission den Kollegen anderer Dezernate aushelfen muss. Zu allem Überfluss verdonnert ihn sein Chef auch noch dazu, den Absolventen der Polizeischule Steinberger (Frederik Bott) unter seine Fittiche zu nehmen. Doch schon bald wird Jäger mit seinen Kollegen Hoffmann (Frieder Pfeiffer) und Kraft (Cathrin di Stefano) mit einer brutalen Mordserie konfrontiert. Die Opfer: Allesamt Kleinkriminelle.

Als der Grünschnabel Steinberger am Tatort seltsame Schriftzeichen entdeckt, kommt der Verdacht auf, es könnte sich um religiös motivierte Rachemorde handeln. Auge um Auge. Doch wer hegt einen solch großen Hass, dass das grausame Vorgehen erklären könnte? Bei den Ermittlungen stoßen die drei Kommissare auf eine Verbindung zwischen den Opfern und machen eine schockierende Entdeckung. Werden sie den selbsternannten Rächer aufhalten können?

Und hier die Gewinnfrage: Tilo Prückner ist quasi Stammbesetzung bei Mania Pictures. Der Schauspieler ist aber auch aus anderen Filmen bekannt – u.a. wirkte er in zwei Filmen von Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky (dessen aktueller Actionthriller „Die Hölle“ diese Woche in den Kinos startet) mit. Welche Filme von Stefan Ruzowitzky waren das?

Die Antwort bitte NICHT hier posten, sondern per Mail an mich übermitteln. Die E-Mail-Adresse lautet homemoviecorner[at]hotmail.com. Als Betreff bitte „Auge um Auge“ angeben. Einsendeschluss ist der 28. Februar 2017. Die DVD wird unter den richtigen Einsendern verlost.

Das Ganze findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt. Preise, die auf dem Postweg verloren gehen, können leider nicht ersetzt werden. Bitte auch Namen, Alter und Postadresse angeben (Warnung: Wer keine vollständigen Angaben abliefert, wird automatisch ausgeschlossen!). Diese Daten werden nur im Rahmen des Gewinnspiels verwendet und nicht weitergeleitet – nach Abschluss der Runde werden sie auch sofort gelöscht.

Rodja

INFO: www.mania-pictures.de

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18. Januar 2017 at 09:51

Secret Agent – Teil 02

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Für den zweiten Teil der Webserie „Secret Agent“ konnte Indie-Filmer Christian Varga den renommierten Regisseur Leo Maria Bauer (u.a. „Der Blunzenkönig“, „Die Lottosieger“, „FC Rückpass“, „Wir sind Kaiser“, „Bist du teppert“) als Co-Regisseur gewinnen.

Rodja

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15. Januar 2017 at 10:25

Birne, Schädel & Haupt – Folge 5

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Neuer Österreichischer Trickfilm wünscht passenderweise mit der aktuellen Folge „Weihnachten“ ein frohes Fest und besinnliche Tage. Und dem möchte ich mich als Produzent des Clips ebenfalls anschließen. (War einer der Perks beim Crowdfunding.)

Rodja

INFO: www.neuer-trickfilm.at

Die Geschichte einer Legende

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Die Geschichte einer Legende – Trailer #1 from DieGeschichteeinerLegende on Vimeo.

© 26 Frames

© 26 Frames

Zuerst der Trailer, dann der ganze Film…

2013 habe ich über die Crowdfunding-Aktion zu „Die Geschichte einer Legende“ von Christoph Tripp berichtet. Vor kurzem wurde nun die Fantasy-Geschichte auf YouTube online gestellt.

So weit ich verstanden habe, strebte Christoph Tripp mit dieser Abschlussarbeit für die Fachhochschule Salzburg einen multimedialen Ansatz an; teils Film, teils Buch. Doch das Projekt wurde jetzt einmal ruhend gestellt, so dass nur der Film fertiggestellt wurde. So etwas muss man auch verstehen, schließlich hat das Leben oft andere Pläne mit uns.

Obwohl also nicht fertig erzählt, finde ich „Die Geschichte einer Legende“ einen bemerkenswerten Film. Es ist ein Kinderfilm, ein Märchen – obwohl es doch eine sehr düstere Komponente hat (bzw. diese vermuten lässt). Und die Art, wie die Animationen mit den Schauspielern agieren, finde ich nicht nur für österreichische Verhältnisse sehr gelungen. Da hoffe ich doch sehr, dass Christoph Tripp seine Vision einmal zu Ende erzählen wird.

Inhalt: Die Freundschaft zwischen Karl und Tobi lebt von ihren regelmäßigen Ausflügen in die Welt der Fantasie. Hier kämpfen sie mit Hilfe einer Vogelscheuche gegen übergroße Raben und erleben großartige Abenteuer. Das einzige Problem ist Tobis Mutter Ursula, die strikt gegen diese Fantasiespiele der Kinder ist. Sie ist der Meinung, ihr Sohn sei verhaltensgestört. Verschärft wird der Konflikt dadurch, dass Tobi von seinem verstorbenen Großvater ein angeblich magisches Amulett geschenkt bekommen hat, welches nicht in die Hände von hasserfüllten und wütenden Menschen geraten darf. Als Ursula es ihrem Sohn wegnimmt, versucht er mit Karl eine außergewöhnliche Rettungsmission zu starten.

Rodja

INFO: www.die-geschichte-einer-legende.com

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23. Dezember 2016 at 08:48

Scary Fairy Tale

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© Christian Varga

© Christian Varga

So Mitte der 2000er-Jahre machte sich der Wiener Indie-Filmemacher Christian Varga mit so tarantinoesken, pulpigen Spielfilmen wie „Sweet Vienna“ oder „Selawi“ in der Szene bemerkbar.

Doch dann wurde es lange Zeit still um Varga – erst 2015 meldete er sich mit „Scary Fairy Tale“, einem Märchen der etwas anderen Art, zurück.

Das Drehbuch zu dem 98-minütigen Psychothriller-Märchen, das stark an „Rotkäppchen“ angelehnt ist, lieferte der Autor Thomas Cerveny („Sin Francisco“, „Kurt Stein – Ein Schwein wird Privatschnüffler“), über den Varga meint, dass er „einfach einen geilen, sehr visuellen Schreibstil hat“.

Inhalt: Lea (Johanna Mucha) ist jung, attraktiv und unverschämt. Von ihrem begonnenen Musikstudium gelangweilt, träumt sie von einer Karriere als Rockstar. Um über die Runden zu kommen, fährt sie regelmäßig Essen für alte Menschen aus. Lea verdankt den entspannten Job ihrem geduldigen Onkel Herbert, den sie aber genauso wenig ernst nimmt wie alle anderen Männer. Die letzte Klientin auf Leas Tour wohnt außerhalb der Stadt, in einem alten Haus am Waldrand. Dort soll seit kurzem ein gefräßiger Wolf sein Unwesen treiben. Während unerschrockene Anrainer Jagd auf die Bestie machen, läuft Lea arglos in die Fänge des Bösen und muss erkennen, wie kurz das Leben sein kann.

Zurzeit arbeitet Varga an der Webserie „Secret Agent“, für die er sogar einen prominenten Gast-Regisseur gewinnen konnte. Mehr dazu demnächst, erst einmal Vorhang auf für „Scary Fairy Tale“.

Rodja

INFO: CV-Film auf Facebook: www.facebook.com/CV-Film-249871221839106

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15. Dezember 2016 at 07:08

Crowdfunding für (keine) Doku über Thomas Bernhard

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© Greuling/Baldinger

© Greuling/Baldinger

Entweder man macht Kunst – oder wird Kritiker.

Wenn man boshaft wäre, würde man das auf Matthias Greuling, seines Zeichens Filmjournalist („Wiener Zeitung“) sowie Chefredakteur und Herausgeber der Zeitschrift „celluloid“ auslegen. Aber das sind wir ja nicht. (Auch müsste ich mich da selbst an der Nase nehmen, weil… das gilt ja auch für den HomeMovieCorner und mich.) Außerdem bin ich Matthias auch noch dankbar, schließlich hat „celluloid“ mir als recherchierendem Journalisten und dem HomeMovieCorner als Plattform Starthilfe gegeben. Der HMC war ja kurz eine Sub-Page auf der „celluloid“-Site und hatte einige Zeit lang sogar eine fixe Rubrik im Heft.

Aber Matthias war auch immer ein Filmemacher. Durch seine Tätigkeit als Journalist wurde diese Leidenschaft aber – zumindest meinem Eindruck nach – immer mehr zurückgedrängt. Anscheinend brodelt es in Matthias noch immer – denn er und (ebenfalls) Filmjournalist David Baldinger (Ö1) arbeiten bereits seit 2013 an der Doku „Der Bauer zu Nathal“, die bereits zu 80 Prozent abgedreht ist. Für die Postproduktion des bisher vor allem privat finanzierten Films soll nun via Crowdfunding auf Startnext bis zum 30. Jänner 2017 ein Betrag von 12.000 Euro aufgestellt werden.

Dabei handelt es sich aber nicht um einen Lagebericht über den Überlebenskampf eines landwirtschaftlichen Betriebes, sondern um den österreichischen Schriftsteller Thomas Bernhard. Oder… eigentlich auch wiederum nicht. Aber der Reihe nach…

Als der Literat Thomas Bernhard 1989 unerwartet verstarb, galt er bereits als einer der größten österreichischen Schriftsteller. Allerdings war er nicht unumstritten, ja, teilweise sogar richtig angefehdet. Ich weiß nicht, ob sein 1988 uraufgeführtes Theaterstück „Heldenplatz“ der Auslöser oder bereits der Höhepunkt war; die Diskussionen, viel mehr die Schlagzeilen der Medien aufgrund des „Skandalstücks“, das doch nur der österreichischen Mentalität einen Spiegel vorhielt, sind mir aber noch recht lebhaft in Erinnerung.

Nun ist Bernhard also über 27 Jahre tot. Sein Ruf als Skandalautor verblasste – über Tote erzählt man ja prinzipiell nix Schlechtes. Sein literarisches Erbe ist geblieben. Aber wie wird damit umgegangen? Und eben dieser Frage gehen Greuling und Baldinger in ihrer Doku „Der Bauer zu Nathal“ nach.

Der Titel bezieht sich darauf, dass Bernhard sich einen Vierkanthof in Ohlsdorf/Obernathal (Oberösterreich) kaufte und sich mit der Berufsbezeichnung „Landwirt“ im Reisepass niederließ. Aber gehörte er wirklich dazu? Der gefeierte Literat plötzlich als einfacher Bauer? Blieb er nicht trotz seiner regen Teilnahme am Dorfleben immer ein Sonderling? Gab es Schnittmengen zwischen dem Geistesmenschen und seiner Umgebung? Und wie verhält sich Ohlsdorf zu seinem berühmtesten Bewohner heute? Wie man mit einem überlebensgroßen literarischen Erbe umgeht (oder eben nicht), soll der Dokumentarfilm, der 2017 fertig gestellt wird, zeigen.

Rodja

INFO: Crowdfunding auf Startnext www.startnext.com/derbauerzunathal; Film-Site auf Facebook: www.facebook.com/BauerzuNathal

Written by HomeMovieCorner

14. Dezember 2016 at 14:50

Birne, Schädel & Haupt – Folge 4

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In Folge 4 lässt uns Neuer Österreichischer Trickfilm einen Blick hinter die Kulissen werfen und erklärt, was „Rigging“ (Exkurs: „rigged elections“ ist was anderes) ist – und warum es nicht ratsam ist, sich mit dem Gaskassier anzulegen.

Rodja

INFO: www.neuer-trickfilm.at

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13. Dezember 2016 at 10:58