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„Aurum“- Marco von Moos plant neue SciFi-Fantasy-Serie

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© ZweiGleis Media

Neues aus der Schweiz

Obwohl im deutschsprachigen Raum gelegen, wird die Schweiz im Film-Bereich eher stiefmütterlich behandelt. Dabei sind die Schweizer oft Genre-affiner als deutsche oder österreichische Produktionen.

Aus dem Land kommen Filme wie der Horrorfilm „Sennentuntschi“ (), „Northmen – A Viking Saga“ (dazu hier ein Interview mit den österreichischen Drehbuchautoren Bastian Zach und Matthias Bauer), der Backwood-Slasher „One Way Trip 3D“ (okay, das war eine A/CH-Kooperation) oder der Raumschiff-Thriller „Cargo“.

Nun ist mit „Aurum“ eine neue Sci-Fi-Fantasy-Serie geplant. Verantwortlich dafür ist der in Zürich lebende Indie-Filmemacher Marco von Moos mit seiner Firma ZweiGleis Media. Das Ganze ist auf vier Staffeln mit je zehn Episoden ausgelegt. Die 29-minütige Pilotfolge hat Marco bereits als Proof of Concept inszeniert, um mögliche Produzenten anzulocken.

Marco und mich verbindet eine lange Bekanntschaft, die bis ins Jahr 2001 zurückgeht. Damals war die Geburtsstunde des HomeMovieCorner – und sein Sci-Fi-Spektakel „Turicon – The Legend of Sollthar“ war einer der ersten Spielfilme, die in meinem Postfach landeten (damals noch als VHS-Kassette). Zu sehen bekam ich einen Superschurken in einer Rüstung und jede Menge – für damalige Indie-Verhältnisse großartige – CGIs.

Marco war damals wirklich ein Tausendsassa, was digitale Effekte betraf. Er lieferte auch einige Tutorials über z.B. bei Explosionen herumfliegende Gliedmaßen oder den Bullet-Time-Effekt (bekannt aus „Matrix“). Während aber bei „Matrix“ für diesen Effekt 120 Kameras zur Verfügung standen, produzierte Marco das Ganze „billig“ und nutzte nur vier oder fünf Kameras. Für die Übergänge trickste er dann mit dem Computer. (Allerdings habe ich in einem späteren Videoclip von Marco erfahren, dass das Tutorial dann auch das einzige Mal war, wo seine Herangehensweise funktionierte.)

Nach „Turicon – The Legend of Sollthar“ drehte Marco als Autor und Regisseur noch einige Kurzfilme sowie das Gangsterdrama „Face to Face“ (2003) und den Superheldenfilm „NightCast“ (2007). Für den Kanadier Christan Viel und dessen Indie-SciFi-Serie „Recon 2022“ agierte er „nur“ als Schauspieler vor der Kamera.

„NightCast“ ist für mich eine sehr interessante Produktion. Gut, es gibt vieles, das in diesem Film nicht funktioniert. Aber: Es ist ein Superhelden-Film! Aus Europa!! Und die Effekte waren meiner Meinung nach teilweise besser als jene der zeitnahen Hollywood-Produktion „Daredevil“. Das Making-Of von „NightCast“ ist eine Offenbarung für Indie-Filmemacher – vor allem, wie die Rüstung des Helden designt wurde.

Seitdem sind viele Jahre ins Land gegangen. Marco spielte Theater, drehte Kurzfilme, versuchte sich an einem Indie-Computerspiel. Und 2012 kam es zu unserem ersten Zusammentreffen im realen Leben. Wir wurden „partners in crime“ und wirkten als schusselige Bankräuber in „Tatort Calw: Hexensabbat“ der Gruppe Mania Pictures mit – inklusive explosivem Stand-Off vor einer Hermann-Hesse-Statue.

Und nun kommt „Aurum“ daher. In der Serie geht es um ein Team von jungen Forschern, das in einer unterirdischen Höhle nicht nur auf eine Grabräuberin stößt, sondern auch ein mysteriöses Portal findet, mit dem man in Kontakt mit den Annunaki – Außerirdische, die angeblich den antiken Menschenkulturen geholfen haben sollen, ihre Monumente zu erstellen – treten kann.

© ZweiGleis Media

Klotzen statt kleckern

Die Serie soll komplett vor einer Green-Screen mit einem 3D System gedreht werden, welches sämtliche Sets in Echtzeit berechnet. Durch die Nutzung der 3D Engines für Computerspiele sei es heute möglich, große Welten in Echtzeit zu erstellen, so eine Presseaussendung von Marcos Firma ZweiGleis Media. Bei der Erschaffung künstlicher Welten kommt da sicherlich Marcos Erfahrung als Indie-Spiele-Programmierer zum Tragen. Durch das Berechnen der 3D-Effekte in Echtzeit soll laut Aussendung bereits das Meiste in der Pre-Production vorbereitbar sein – und so kann die Post-Production-Arbeit kurz und effizient gestaltet werden. Das 29-minütige Proof of Concept wurde in einer Drehzeit von gerade mal vier Drehtagen realisiert.

Ich durfte schon einen Blick auf das Proof of Concept werfen – und ich muss sagen, der Schweizer Filmemacher enttäuscht mich nicht. Stilistisch erinnert es mich an die Abenteuerparodien, die Noah Wyle („Emergency Room“, „Falling Skies“) als Bibliothekar in z.B. „The Quest – Jagd nach dem Speer des Schicksals“ (OT: „The Librarian – Quest for the Spear“) drehte. Viel CGI, die mit den Jahren zwar billig wirken, andererseits aber auch wahnwitzige Ideen ermöglichen. “Aurum“ ist eine typische Marco-von-Moos-Geschichte, größenwahnsinnig strukturiert bis zum Geht-nicht-mehr. Aber Marco ist auch einer, dem ich zutraue, dass er das durchziehen kann.

Eine erste öffentliche Aufführung findet am 16. Dezember 2017 um 11:45 Uhr im Kino Picadilly beim Stadelhofen in Zürich statt.

Rodja

INFO: ZweiGleis Media: http://www.zweigleis.ch/

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5. Dezember 2017 at 14:05

Wieder ein Forum weniger…

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Dass die Zeit der Foren vorbei ist, war mir schon länger klar. Dabei sind dies wahre Horte des Wissens (wenn richtig gemanagt). Aber anscheinend können sie gegen Facebook nicht konkurrieren.

Und nun hat es wieder eines erwischt… Achsensprung.net (ehemals Amateurfilm Magazin) wurde nach zehn Jahren am 26. Mai geschlossen. 😦 Als Grund werden sinkende Besucherzahlen genannt – und auch die Teilnehmer waren nicht mehr so aktiv wie früher.

Schade, dass sich so ein Forum in Österreich nie so wirklich durchgesetzt hat. Ich bin der festen Überzeugung, dass sich in Deutschland erst durch die Foren sich eine überregional vernetzte Szene entwickeln konnte. In Österreich ist das bis dato nicht geschehen. (Ja, es gibt auf Facebook die Filmschaffenden Österreichs – aber das sind immer nur so Momentaufnahmen à la „Ich brauche was, und zwar jetzt“, aber als eine Art Wissensbibliothek ist Facebook einfach unbrauchbar.)

Rodja

Written by HomeMovieCorner

17. Juni 2015 at 00:10

Monatliches WritersWorkshop E-Zine – und das kostenlos

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© Rodja Pavlik

© Rodja Pavlik

Ein kleiner Tipp

Der Autor Richard Norden veröffentlicht jedes Monat ein kostenloses WritersWorkshop E-Zine, in dem er und seine Kollegen Tipps zum Schreiben geben. Und das seit Ende 2009 – mittlerweile ist man bei Ausgabe 67. Die Themenauswahl ist vielfältig – angefangen von Software-Empfehlungen bis hin zu inhaltlichen Verbesserungen. Zwar richtet sich das Magazin eher an Romanautoren und Self Publisher, hin und wieder bekommt man aber auch Tipps, wie man Charaktere oder Plots interessanter machen kann – und das interessiert wohl auch Drehbuchautoren.

Rodja

INFO: http://ezine.writersworkshop.de/

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8. Mai 2015 at 03:26

„Battle Of Hoth“ – ebenfalls DIY

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Weil das Interesse am ersten Teil so groß war…

Cinefix hat auch ein Homemade Movie zu „Das Imperium schlägt zurück“ abgeliefert – und zwar von der Schlacht auf dem Eisplaneten Hoth. Paradoxerweise finde ich hier den Filmclip selbst nicht so aufregend wie jenen von der Schlacht um den Todesstern, dafür war ich von diesem „Behind The Scenes“ beeindruckter als vom ersten. Vor allem wurde hier auch sehr, sehr viel mehr mit Trick- bzw. Animationstechnik gearbeitet. Einfach cool.

Rodja

INFO: Cinefix auf Facebook: www.facebook.com/CineFixNetwork

„Battle Of Hoth“

Making Of

Und hier gibt es noch einen direkten Shot-for Shot-Vergleich.

„Star Wars“ zum Selberbasteln

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Wer glaubt, dass man nur die neueste Rechensoftware für die tollsten Raumschiffszenen braucht, der irrt. Mit einfachen Mitteln – aber trotzdem auch sehr aufwändig – hat schon 2013 die auf Homemade Movies spezialisierte US-Truppe Cinefix „Krieg der Sterne“ gehuldigt.

Eigentlich genügen schon Kartons, Styropor, Popcorn-Schüsseln, Mülltonnen, Filzstifte und ein iPhone, wie man in der nachgestellten Schlacht um den Todesstern in „Death Star Trench Run“ sehen kann. Übrigens, das Making Of sucht seinesgleichen.

Rodja

INFO: Cinefix auf Facebook: www.facebook.com/CineFixNetwork

„Death Star Trench Run“

„Making Of“

Und wie sieht es im Vergleich mit dem Original aus? Impressive. Very impressive.

DIY- SnorriCam

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Die SnorriCam (auch chestcam oder bodycam), benannt nach ihren isländischen Entwicklern Einar Snorri und Eiour Snorri, ist eine Kameraeinstellung, bei der die Kamera einen Schauspieler frontal filmt und sich im Verhältnis zu ihm nicht bewegt. Dazu wird die Kamera mittels einer Konstruktion so um den Bauch geschnallt, dass sie den Oberkörper/Kopf filmt. Während der Protagonist geht, scheint er sich selbst nicht viel zu bewegen, aber die Umgebung fließt quasi an ihm vorbei. Das Bild vermittelt dabei Schwindel als auch Orientierungslosigkeit oder Verzweiflung des Protagonisten. Dieser Effekt wurde z.B. in „Requiem For A Dream“, „Wie ein wilder Stier“ oder „The Truman Show“ verwendet.

Die Sendung Backyard FX von Eric Beck vom leider inzwischen abgestellten Filmemacher-Channel Indy Mogul zeigt mit einfachen und billigen Mitteln, wie so eine Snorricam-Konstruktion gebaut wird.

Rodja

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17. Februar 2014 at 16:27

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DIY Kamerakran Bauanleitung

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Der Wiener Filmemacher Christoph Appel hat ein äußerst detailliertes Videotutorial für den Do-It-Yourself-Bau eines Kamerakrans erstellt.

Und das Beste: Das Ganze ist für ca. 100,- Euro zu bewerkstelligen.

Materialliste:

-) 2-3 Kilo Hantelgewichte
-) ein Tischfuß (mit M8 Gewinde)
-) zum Tischfuß passend eine M8x40 Schraube
-) 3 Stk. Karabiner
-) ALU- U Profil
-) 4 Ringschrauben M 6×40
-) 2 Stk. M6 x 80 Schrauben
-) 8 Stk. Flügelmutter M6
-) 4 Stk. M6x30 Schraube
-) ALU Vierkantrohr 2Meter x 2,5cm
-) ALU Vierkantrohr 2Meter x 2cm
-) 4 Stk. Seilklemmen (für 2mm)
-) 2×4 Meter 2mm Stahlseil
-) 4 Stk. IKEA Ekby Stilig Winkel
-) Spannschloss (nicht zu groß)
-) diverse Spannplattenschrauben (ca 8Stk. 4cm und 6Stk. 2cm)

Rodja

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30. Januar 2014 at 15:28

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Vergesst das Bootcamp, hier kommt das FilmerCamp

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logofccologne2013Das ist etwas für schnell Entschlossene. Und für welche, die in Köln und Umgebung wohnen. Aber Gottseidank ist es keine einmalige Gelegenheit.

Man mag es kaum glauben, aber auch in Zeiten von Facebook & Co. wollen sich Menschen mal IRL (in real life) treffen. So sehen das auch die Macher von Filmerforum Hackermovies e.V. und dem Neuen Kölner Filmhaus e.V. – und laden daher in zum FilmerCamp vom 14. bis 15. Dezember 2013 nach Köln ein (wie gesagt, ist eher für schnell Entschlossene – und für jene, die in Köln und Umgebung leben).

In verschiedenen Sessions und Workshops wird sich unterschiedlichster Indie-Themen angenommen. Es geht darum, Neues zu erfahren, sich gegenseitig zu inspirieren und Kontakte zu knüpfen – kurzum: Hier soll vermittelt werden: „Du bist nicht allein!“

Der Unkostenbeitrag beträgt für die zwei Tage 20 Euro – ein Schnäppchen! Dafür kann man dann Vorträge u.a. zu Themen wie „Musik im Film“ von Mark Joggerst, „Guerilla Lighting“ von Achim „Die chinesische Sonne scheint immer von unten“ Dunker oder „Der ganz normale Werbewahnsinn“ (Bereich VFX) von Steffen Hacker (sehr empfehlenswert) besuchen.

Ich hatte schon das Vergnügen, so ein FilmerCamp 2009 in Mainz zu besuchen – und ich kann nur jedem interessierten Filmemacher empfehlen, es zu besuchen. Nach zwei Tagen brummt der Schädel nur so von Informationen, Eindrücken und dem Sammeln von Netzwerk-Kontakten. Ich war damals sogar etwas heiser danach. Hat richtig toll Spaß gemacht.

Eine Frage, die sich mir als liebender Familienvater natürlich stellt: Wieso, zum Teufel, macht man das so knapp vor Weihnachten?!? Aber egal, denn ein vorläufiger Termin für ein weiteres FilmerCamp steht nämlich bereits fest – und zwar Mai 2014 in Stuttgart. Und da hat man jetzt genug Zeit, sich darauf vorzubereiten. Und wenn es wie bei den vorherigen FilmerCamps klappt, dann werden die Sessions dann auch als Videobeiträge online gestellt.

Rodja

INFO: www.filmercamp.de

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13. Dezember 2013 at 17:35

Es werde Licht – Lichtgestaltung im Film

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achimdunkerMit „Die chinesische Sonne scheint immer von unten“ hat Achim Dunker so etwas wie ein Standardwerk für die Licht- und Schattengestaltung im Film geschrieben.

Nun hat der Filmhochschuldozent vor kurzem eine Online-Veranstaltung zum Thema „Eine kurze Einführung in Guerilla-Lighting I“ veranstaltet. Zugegeben, diese Webinar-Form ist etwas ungewohnt, aber wenn man sich daran gewöhnt hat, ist das an die 70 Minuten dauernde Video, das man sich hier ansehen kann, sehr interessant.

Wem diese Form zu unpersönlich ist, oder lieber Aug in Aug Fragen stellen möchte, dem steht auch noch ein Masterclass-Workshop zur Auswahl, den Dunker vom 23. bis 24. November in Wien geben wird. Zwei Tage lang geht es dabei nur um den praktischen Einsatz von Licht und das kreative Gestalten von dramatischen Ausleuchtungen. Es wird überwiegend mit Dedolight, California Sunbounce Reflektoren und Sun-Swattern in mehreren Größen und Farben gearbeitet. Bei unterschiedlichen Aufgaben und in diversen Situationen kommen dabei verschiedene Leuchten, Linsenscheinwerfer, Flächenleuchten, Spots, HMI, Halogen und LEDs zum Einsatz.

Die Kosten für den Workshop betragen 299,- Euro. Anmelden kann man sich auf dieser Site, das Ganze findet im Seminarzentrum Berg7, Sigmundsgasse 12/D, 1070 Wien statt.

Rodja

INFO: http://chinesische-sonne.blogspot.co.at/
FOTO: Achim Dunker

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18. November 2013 at 17:39

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Anleitung für die Arbeit mit Schauspielern

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kannstduIch habe ja schon viele theoretische Werke zum Thema Filmarbeit gelesen, aber „Kannst du vielleicht ein bisschen weniger machen? – Schauspiel im No- und Low-Budget Kurzspielfilm“ von Konstantin Korovin ist ein wahrer Glücksgriff.

Der deutsche Filmemacher hat für seine Bachelorarbeit im Studiengang „Multimedia und Kommunikation“ an der Hochschule Ansbach zwei qualitative Online-Umfragen unter 155 Schauspielern und 98 No- und Low-Budget-Regisseuren durchgeführt. Ziel war es, seine eigenen Beobachtungen bei diversen Drehs mit den Erfahrungen anderer Filmschaffender abzugleichen und Probleme bei Dreharbeiten empirisch zu erfassen. Das hört sich zwar unheimlich trocken und abschreckend an, ist aber das genaue Gegenteil: Das Ergebnis ist durchaus interessant und lesenswert. Korovin beschreibt in seiner Arbeit, was Schauspieler und Regisseure am meisten an ihrer Zusammenarbeit stört – und gibt Tipps, was man dagegen machen kann.

Vom Drehbuch über Casting, die generelle Organisation, die Möglichkeit von Rückstellungsverträgen, die Sozialversicherung und die Erstellung von Demo-Bändern, dem Catering, möglichen Rückzugsräumen, dem Proben bis hin zur Arbeit mit Kindern, usw., usf. – gerade mal 31 Seiten (inkl. Danksagung, Literaturhinweise, etc.) hat die Arbeit. Und wer befürchtet, dass ein auf einer Studie basierender Text langweilig werden könnte, wird hier eines Besseren belehrt. Selten habe ich einen witzigeren Ratgeber gelesen. Korovin schreibt locker-flockig, haut eine Pointe nach der anderen Weisheit raus.

Gut, manche Hinweise sind Binsenweisheiten. Wenn man sich hinsetzt und nachdenkt, würde man auf einige Punkte auch selbst kommen. Und den Fehler, beim Catering auf Veganer zu vergessen, macht man höchstens einmal. Aber genau darin liegt der Vorteil von „Kannst du vielleicht ein bisschen weniger machen?“ – man hat einen kompakten Leitfaden vor sich, wozu also selbst den Kopf zerbrechen? Und einige Tipps (z.B. Sozialversicherung – obwohl ich da nicht weiß, ob das auch für Österreich gültig ist) sind wirklich Gold wert.

Der Untertitel der Arbeit ist allerdings ein bisschen missverständlich. Zwar schreibt Korovin von seinen Erfahrungen als Kurzfilmregisseur und von seiner Arbeit an diversen Sets, aber ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass der Text nicht nur zu 100 Prozent auf No- und Low-Budget-Kurzfilme zutrifft, sondern zu 85 Prozent auch auf No- und Low-Budget-Spielfilme – und mindestens zu 75 Prozent auf Filme, bei denen ein ordentliches Budget zur Verfügung steht.

Fazit: Lesenswert für ALLE Filmemacher, die mit Schauspielern arbeiten wollen. Und das Beste: Die Arbeit gibt es entweder um 2,99 Euro für Amazon Kindle oder GRATIS als PDF-Download auf Korovins Homepage www.subjectnotfound.de.

Rodja

INFO: Download „Kannst du vielleicht ein bisschen weniger machen?“

Written by HomeMovieCorner

13. September 2013 at 17:14