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Archive for Dezember 2016

Birne, Schädel & Haupt – Folge 5

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Neuer Österreichischer Trickfilm wünscht passenderweise mit der aktuellen Folge „Weihnachten“ ein frohes Fest und besinnliche Tage. Und dem möchte ich mich als Produzent des Clips ebenfalls anschließen. (War einer der Perks beim Crowdfunding.)

Rodja

INFO: www.neuer-trickfilm.at

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Die Geschichte einer Legende

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Die Geschichte einer Legende – Trailer #1 from DieGeschichteeinerLegende on Vimeo.

© 26 Frames

© 26 Frames

Zuerst der Trailer, dann der ganze Film…

2013 habe ich über die Crowdfunding-Aktion zu „Die Geschichte einer Legende“ von Christoph Tripp berichtet. Vor kurzem wurde nun die Fantasy-Geschichte auf YouTube online gestellt.

So weit ich verstanden habe, strebte Christoph Tripp mit dieser Abschlussarbeit für die Fachhochschule Salzburg einen multimedialen Ansatz an; teils Film, teils Buch. Doch das Projekt wurde jetzt einmal ruhend gestellt, so dass nur der Film fertiggestellt wurde. So etwas muss man auch verstehen, schließlich hat das Leben oft andere Pläne mit uns.

Obwohl also nicht fertig erzählt, finde ich „Die Geschichte einer Legende“ einen bemerkenswerten Film. Es ist ein Kinderfilm, ein Märchen – obwohl es doch eine sehr düstere Komponente hat (bzw. diese vermuten lässt). Und die Art, wie die Animationen mit den Schauspielern agieren, finde ich nicht nur für österreichische Verhältnisse sehr gelungen. Da hoffe ich doch sehr, dass Christoph Tripp seine Vision einmal zu Ende erzählen wird.

Inhalt: Die Freundschaft zwischen Karl und Tobi lebt von ihren regelmäßigen Ausflügen in die Welt der Fantasie. Hier kämpfen sie mit Hilfe einer Vogelscheuche gegen übergroße Raben und erleben großartige Abenteuer. Das einzige Problem ist Tobis Mutter Ursula, die strikt gegen diese Fantasiespiele der Kinder ist. Sie ist der Meinung, ihr Sohn sei verhaltensgestört. Verschärft wird der Konflikt dadurch, dass Tobi von seinem verstorbenen Großvater ein angeblich magisches Amulett geschenkt bekommen hat, welches nicht in die Hände von hasserfüllten und wütenden Menschen geraten darf. Als Ursula es ihrem Sohn wegnimmt, versucht er mit Karl eine außergewöhnliche Rettungsmission zu starten.

Rodja

INFO: www.die-geschichte-einer-legende.com

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23. Dezember 2016 at 08:48

Scary Fairy Tale

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© Christian Varga

© Christian Varga

So Mitte der 2000er-Jahre machte sich der Wiener Indie-Filmemacher Christian Varga mit so tarantinoesken, pulpigen Spielfilmen wie „Sweet Vienna“ oder „Selawi“ in der Szene bemerkbar.

Doch dann wurde es lange Zeit still um Varga – erst 2015 meldete er sich mit „Scary Fairy Tale“, einem Märchen der etwas anderen Art, zurück.

Das Drehbuch zu dem 98-minütigen Psychothriller-Märchen, das stark an „Rotkäppchen“ angelehnt ist, lieferte der Autor Thomas Cerveny („Sin Francisco“, „Kurt Stein – Ein Schwein wird Privatschnüffler“), über den Varga meint, dass er „einfach einen geilen, sehr visuellen Schreibstil hat“.

Inhalt: Lea (Johanna Mucha) ist jung, attraktiv und unverschämt. Von ihrem begonnenen Musikstudium gelangweilt, träumt sie von einer Karriere als Rockstar. Um über die Runden zu kommen, fährt sie regelmäßig Essen für alte Menschen aus. Lea verdankt den entspannten Job ihrem geduldigen Onkel Herbert, den sie aber genauso wenig ernst nimmt wie alle anderen Männer. Die letzte Klientin auf Leas Tour wohnt außerhalb der Stadt, in einem alten Haus am Waldrand. Dort soll seit kurzem ein gefräßiger Wolf sein Unwesen treiben. Während unerschrockene Anrainer Jagd auf die Bestie machen, läuft Lea arglos in die Fänge des Bösen und muss erkennen, wie kurz das Leben sein kann.

Zurzeit arbeitet Varga an der Webserie „Secret Agent“, für die er sogar einen prominenten Gast-Regisseur gewinnen konnte. Mehr dazu demnächst, erst einmal Vorhang auf für „Scary Fairy Tale“.

Rodja

INFO: CV-Film auf Facebook: www.facebook.com/CV-Film-249871221839106

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15. Dezember 2016 at 07:08

Crowdfunding für (keine) Doku über Thomas Bernhard

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© Greuling/Baldinger

© Greuling/Baldinger

Entweder man macht Kunst – oder wird Kritiker.

Wenn man boshaft wäre, würde man das auf Matthias Greuling, seines Zeichens Filmjournalist („Wiener Zeitung“) sowie Chefredakteur und Herausgeber der Zeitschrift „celluloid“ auslegen. Aber das sind wir ja nicht. (Auch müsste ich mich da selbst an der Nase nehmen, weil… das gilt ja auch für den HomeMovieCorner und mich.) Außerdem bin ich Matthias auch noch dankbar, schließlich hat „celluloid“ mir als recherchierendem Journalisten und dem HomeMovieCorner als Plattform Starthilfe gegeben. Der HMC war ja kurz eine Sub-Page auf der „celluloid“-Site und hatte einige Zeit lang sogar eine fixe Rubrik im Heft.

Aber Matthias war auch immer ein Filmemacher. Durch seine Tätigkeit als Journalist wurde diese Leidenschaft aber – zumindest meinem Eindruck nach – immer mehr zurückgedrängt. Anscheinend brodelt es in Matthias noch immer – denn er und (ebenfalls) Filmjournalist David Baldinger (Ö1) arbeiten bereits seit 2013 an der Doku „Der Bauer zu Nathal“, die bereits zu 80 Prozent abgedreht ist. Für die Postproduktion des bisher vor allem privat finanzierten Films soll nun via Crowdfunding auf Startnext bis zum 30. Jänner 2017 ein Betrag von 12.000 Euro aufgestellt werden.

Dabei handelt es sich aber nicht um einen Lagebericht über den Überlebenskampf eines landwirtschaftlichen Betriebes, sondern um den österreichischen Schriftsteller Thomas Bernhard. Oder… eigentlich auch wiederum nicht. Aber der Reihe nach…

Als der Literat Thomas Bernhard 1989 unerwartet verstarb, galt er bereits als einer der größten österreichischen Schriftsteller. Allerdings war er nicht unumstritten, ja, teilweise sogar richtig angefehdet. Ich weiß nicht, ob sein 1988 uraufgeführtes Theaterstück „Heldenplatz“ der Auslöser oder bereits der Höhepunkt war; die Diskussionen, viel mehr die Schlagzeilen der Medien aufgrund des „Skandalstücks“, das doch nur der österreichischen Mentalität einen Spiegel vorhielt, sind mir aber noch recht lebhaft in Erinnerung.

Nun ist Bernhard also über 27 Jahre tot. Sein Ruf als Skandalautor verblasste – über Tote erzählt man ja prinzipiell nix Schlechtes. Sein literarisches Erbe ist geblieben. Aber wie wird damit umgegangen? Und eben dieser Frage gehen Greuling und Baldinger in ihrer Doku „Der Bauer zu Nathal“ nach.

Der Titel bezieht sich darauf, dass Bernhard sich einen Vierkanthof in Ohlsdorf/Obernathal (Oberösterreich) kaufte und sich mit der Berufsbezeichnung „Landwirt“ im Reisepass niederließ. Aber gehörte er wirklich dazu? Der gefeierte Literat plötzlich als einfacher Bauer? Blieb er nicht trotz seiner regen Teilnahme am Dorfleben immer ein Sonderling? Gab es Schnittmengen zwischen dem Geistesmenschen und seiner Umgebung? Und wie verhält sich Ohlsdorf zu seinem berühmtesten Bewohner heute? Wie man mit einem überlebensgroßen literarischen Erbe umgeht (oder eben nicht), soll der Dokumentarfilm, der 2017 fertig gestellt wird, zeigen.

Rodja

INFO: Crowdfunding auf Startnext www.startnext.com/derbauerzunathal; Film-Site auf Facebook: www.facebook.com/BauerzuNathal

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14. Dezember 2016 at 14:50

Birne, Schädel & Haupt – Folge 4

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In Folge 4 lässt uns Neuer Österreichischer Trickfilm einen Blick hinter die Kulissen werfen und erklärt, was „Rigging“ (Exkurs: „rigged elections“ ist was anderes) ist – und warum es nicht ratsam ist, sich mit dem Gaskassier anzulegen.

Rodja

INFO: www.neuer-trickfilm.at

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13. Dezember 2016 at 10:58

Hermann mit der Schneeschaufel

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© Old Shoe Films

© Old Shoe Films

Ja, es ist Winter – und eigentlich sollte es schneien. Und die Maroni sollten in der Kälte besonders gut schmecken. Aber der heurige Winter kann gar nix…

Deswegen müssen wir uns winterliche Gefühle wohl woanders herholen – z.B. vom Kurzfilm „Hermann mit der Schneeschaufel“ von Dominic Marcus Singer, Reinhard Schröder und Albert Krivanec. Der Splatterfilm war ein kleiner Überraschungserfolg auf dem Filmfestival Fright Nights 2014, wo er zwei Silberne Hände in den Kategorien „Publikumspreis“ und „beste Verstümmelungsszene“ abräumte.

Publikumspreis ist zwar etwas mit Vorsicht zu genießen, schließlich war „Hermann mit der Schneeschaufel“ Lokalmatador. Aber was man dem Film anmerkt – er ist mit viel Idealismus und Herzblut (und anderen Flüssigkeiten) gedreht worden.

Inhalt: Hermann, ein tollpatschiger, aber gutherziger junger Mann, der sich aufopferungsvoll um seine schrullige Großmutter kümmert, erhält an einem schicksalhaften Wintermorgen von seinem weltenbummelnden Opa eine Kiste, randvoll mit sonderbaren Maroni. Kurzerhand baut sich Hermann vor dem Haus einen wackeligen Maronistand, wo er bald darauf die schöne Hannah kennenlernt, die ihn mit ihrer liebenswerten Art sofort in ihren Bann zieht. Der romantische Moment zu zweit währt nur kurz, da Hermann von seiner Großmutter zum Schneeschaufeln verdonnert wird.

Zur gleichen Zeit machen sich einige Mitglieder einer gefährlichen Verbrecherbande auf den Weg, für ihren Boss ein geeignetes „Geschenk“ zu finden. Als Hermann nun erwartungsvoll zu seinem Maronistand zurückkehrt, findet er diesen verwüstet vor, und Hannah ist entführt. Ein blutiges Gemetzel nimmt seinen Lauf…

Dominic Marcus Singer ist ein versierter Schauspieler – ihn allein auf den charmanten, aber doch eher aus der Hüfte geschossenen No-Budget-Streifen „Hermann mit der Schneeschaufel“ zu reduzieren, würde ihm nicht gerecht werden. Nach dem Splatterfilm hatte er u.a. in dem mehrfach preisgekrönten Jugenddrama „Einer von uns“ (u.a. mit dem Max-Ophüls-Preis für Best Feature Film 2016 ausgezeichnet) eine größere Rolle. Man könnte also sagen, dass er es „geschafft“ hat (wobei das in Österreich immer als „relativ gesehen“ zu betrachten ist). Und obwohl er einige Engagements hat, arbeitet er mit der Atalo Media Group an einigen Indie-Produktionen wie der Webserie „Gandhi Hollywood“ (u.a. mit Helmut Berger) und dem Spielfilm „Vampire Vienna“.

Rodja

INFO: Film-Site auf Facebook: www.facebook.com/HermannmitderSchneeschaufel

Written by HomeMovieCorner

10. Dezember 2016 at 09:45

„Kartoffelsalat – Nicht fragen!“ online

with 2 comments

Ich finde das Phänomen Youtuber an sich begrüßenswert. Kurze, billig und schnell abgedrehte Häppchen für zwischendurch. (Und mit „billig“ meine ich das nicht abwertend, sondern im Sinne, dass das für Indie-Filmer durchaus leistbar ist.) Noch interessanter finde ich, dass da eine Fankultur entstanden ist, von der ich nichts mitbekomme – geschweige denn etablierte Medien (für die ich ja auch arbeite). Wenn ein Youtube-Star in die Stadt kommt, bricht Panik aus – chaotische Belagerungszustände vor Hotels und Autogrammstunden. Und ich muss erst einmal googlen, wer das überhaupt ist, der solche Zustände auslöst. (Und auch das ist nicht despektierlich gegenüber Fans von Youtubern gemeint – es soll nur zeigen, dass ich hier einfach eine Wissenslücke habe).

Freshtorge ist so ein Youtube-Star sein, er hat über 1,9 Millionen Abonnenten auf seinem Kanal. Immerhin produziert er auch seit 2009 mindestens einmal wöchentlich einen Clip. Und was im Kleinen funktioniert, könnte vielleicht auch auf der Leinwand ein Hit werden. Und so kam im Juli 2015 die Horrorkomödie „Kartoffelsalat – Nicht fragen!“ in die deutschsprachigen Kinos. Laut Wikipedia hatte der Film an die 360.000 Besucher und ein Gesamtergebnis von 2,5 Millionen Euro – bei kolportierten Produktionskosten von rund einer Million Euro. Grundsätzlich ist es schon mal gut, wenn ein Film einen Gewinn abwirft. Aber ich habe jetzt kein Gefühl für die Größenordnung: 360.000 Zuschauer für den gesamten deutschsprachigen Raum – ist das jetzt gut oder schlecht? Bemerkenswert ist aber, dass laut Wikipedia zwei von den 2,5 Millionen Euro bereits in der ersten Woche eingespielt wurden. Das lässt vermuten, dass das Interesse nach der ersten Woche sehr stark abgeebbt ist. Ich kann mich ad hoc auch nicht erinnern, ob es den Film länger als zwei Wochen bei uns in Österreich gespielt hat.

Nun hat Freshtorge den Film in einer um 20 Minuten gekürzten Fassung auf Youtube veröffentlicht – und bereits in der ersten Woche an die 2,18 Millionen Klicks generiert. Wobei ich erstens gerne wissen möchte, warum nur die gekürzte Version und nicht den gesamten Spielfilm? (Will man die 81-minütige Langversion auf DVD noch am Markt halten? Haben Youtube-Regularien da Einfluss gehabt? Z.B. Upload-Limits? Oder wollte man die Aufmerksamkeitsspanne von Youtube-Usern nicht überstrapazieren?) Und zweitens: Wer von den bisherigen Usern hat den Film auf Youtube eigentlich durchgehalten?

Ich würde das Ganze ja mal als interessantes Experiment einstufen. Funktionieren die kurzen Sketches von Youtube-Stars auch gestreckt als abendfüllender Spielfilm auf der Leinwand? Mein persönliches Conclusio: Eher nicht. Vielleicht macht es daher für Freshtorge und seine Produzenten daher auch Sinn, den Film dorthin zu bringen, wo seine Fans sind: Eben auf Youtube.

Inhalt: Leo Weiß (Freshtorge) hat ein schweres Leben an seiner Schule. Er ist der Klassenälteste, aber nicht der beliebteste. Leo kämpft mit schlechten Noten und mangelnder Anerkennung. So beschließen seine Eltern ihn auf eine neue Schule zu verlegen, in der Hoffnung auf einen Neuanfang.

Als ein bedrohlicher Virus ausbricht, der aus den Schülern fresssüchtige Infizierte macht, ergreift Leo die Initiative und beweist sich als Held. Von nun an startet eine waghalsige Rettungsaktion, in der Leo versucht, die nicht befallenen Schüler zu retten. Und möglicherweise ist es auch nicht für die Infizierten zu spät…

Rodja

Written by HomeMovieCorner

4. Dezember 2016 at 04:29