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The art of independent movies

Archive for September 2011

Linz sendet „Liebessignale“ nach Wien

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Diesmal kommt aus Linz ein kleiner, feiner Indie-Streifen. Dieter Strauch, der 2003 die damalige HomeMovieCorner-Redaktion mit seinem auf 8mm gedrehten Selbstfindungsdrama „Der Kälteeinbruch“ schockte, liefert diesmal mit „Love Signs“ eine Liebeskomödie ab. Nachdem der Streifen, den Strauch mit seiner Very Vary Filmproduction stemmte, in Linz lief, feiert er nun am 6. Oktober 2011, 19:00 Uhr, im Schikaneder-Kino seine Wien-Premiere.

Synopsis:Hanna (Julia Ransmayr) glaubt, Zeichen des Schicksals zu erkennen und richtet ihr Leben danach aus. Sie beginnt eine Beziehung mit Ludwig (Peter Michael Kellner), einem geradezu perfekten und gefühlvollen Mann. Dann kehrt der nach einem Autounfall im Rollstuhl sitzende Robert (Florian Jung) nach acht Jahren in Wien in seine Heimatstadt Linz zurück und versucht Anschluss an die alte Clique, zu seiner letzten Freundin Lilli (Susanna Kellermayr) ‐ Hannas Schwester ‐ zu finden. Hanna empfängt das ungewöhnlichste Zeichen ihres Lebens und riskiert ihre Liebe und die Beziehung zu ihrer Schwester. Ein turbulenter Reigen der Gefühle im Hexenkessel einer Kleinstadt nimmt seinen Lauf. -Indisches Essen, offene Käfigtüren und die Donau weisen den Weg in die Befreiung aus der eigenen Umklammerung.

Regisseur und Drehbuchautor Dieter Strauch beschreibt „Love Signs“ als einen Film über die Unmöglichkeiten der Liebe. „Männer wie Frauen stilisieren Details hoch bis zur Idealisierung: Schweigen wird als ‚poetisch‘ und geheimnisvoll interpretiert – auch wenn eine bloße Kommunikationsstörung vorliegt. Kurz: Die Menschen basteln sich ihr Idealbild eines Partners und bilden sich vieles ein, um über weniger schöne Charakterzüge hinwegzutrösten.“

Wie Strauch gegenüber den „OÖ Nachrichten“ erzählte, wurde der 85-minütige Film in nur zwölf Tagen mit einem Budget von 5.000 Euro realisiert. „Wir hatten nirgends Drehgenehmigungen, also ist es teilweise zugegangen wie bei der Kriegsberichterstattung. Wir filmten mit drei Kameras gleichzeitig, damit wir so schnell und authentisch wie möglich alles abdrehen konnten“, so Strauch zur Zeitung. Aber wie kann man einen Film mit nur 5.000 Euro realisieren? Strauch: „In Wirklichkeit gar nicht. Man dürfte es auch nicht, denn dann sagt dir beim nächsten Projekt möglicherweise jemand, dass du eh nicht mehr Geld brauchst…“

Rodja

INFO: http://www.love-signs.at; http://www.veryvary.com

LOVESIGNS – Trailer from Dieter Strauch on Vimeo.

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30. September 2011 at 16:10

Veröffentlicht in Indie News

„Reality XL“: Tom Bohn meldet sich zurück

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Tom Bohn schreibt über seine Indie-Erfahrungen (Rodja Pavlik)

Über Tom Bohn habe ich ja schon mal berichtet. Der Regisseur (diverse TV-„Tatorte“, Actionfilm „Straight Shooter“ mit Heino Ferch und Dennis Hopper) ist das Wagnis eingegangen, mit eigenem Geld und seiner Produktionsfirma Indie Stars den Independent-Film „Reality XL“ zu stemmen. Interessierte informierte er auf seinem Blog über die Entstehung des Films bis hin zur Fertigstellung. Danach dachte Tom, dass wohl alles gesagt sei – und beendete seinen Blog.

Doch leider musste der Filmemacher feststellen, dass es gar nicht so leicht ist, bei den Verleihern selbst einen fertigen Film mit vorhandener Star-Power (Heiner Lauterbach, Max Tidof) unterzubringen. Wie einem aktuellen Blogeintrag zu entnehmen ist, war die Verleihersuche nichts für schwache Nerven. Tom will nun ab 15. Oktober von dieser kräftezehrenden Odyssee, den Film an den Mann zu bringen, berichten. Und das dürfte für viele Indie-Regisseure hoch interessant sein. Denn es geschieht zwar immer öfters, dass ein Spielfilm fertig gestellt wird. Doch den Film zu verkaufen – das ist größtenteils noch unerforschtes Terrain für unabhängige Filmemacher. Und wie man aus den Blogeinträgen von Tom herauslesen kann, ist das wahrlich kein Zuckerschlecken.

Rodja

INFO: News ab dem 15. Oktober auf http://reality-xl.com/blog.

Written by HomeMovieCorner

29. September 2011 at 17:29

Veröffentlicht in Indie News

Austria 9 zeigt Kurzfilme im Hauptabendprogramm

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Wie bereits berichtet, hat der österreichische Privatsender AUSTRIA 9 einen Wettbewerb gestartet, um Filmemachern die Chance zu geben, ihr Werk zur Prime Time vor dem Hauptspielfilm zu zeigen. Am 30. September ist es nun soweit: Von diesem Freitag an werden 20 Kurzfilme jeweils ab 20:15 Uhr zu sehen sein. Bereits um 18:00 Uhr werden sich die Filmemacher in der ca. 5-minütigen Sendung „Talk Uncut“ vorstellen.

Zum Abschluss der Ausstrahlungsreihe wird eine Fachjury die gezeigten Filme bewerten. Zu gewinnen gibt es u.a. analoges Filmmaterial samt Drehbegleitung und Entwicklung, die Möglichkeit, bei einer Filmproduktion Erfahrungen zu sammeln sowie eine dramaturgische Beratung durch ein Scriptconsulting-Unternehmen, oder einen LED Smart-Fernseher. Neben der Jury gibt es auch ein Publikumsvoting.

Nähere Informationen gibt es unter www.austria9.at/shorts.

Rodja

Written by HomeMovieCorner

29. September 2011 at 15:39

Veröffentlicht in Latest Talk

Der Neue Österreichische Trickfilm

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Tricky Trio: Swiczinsky, Tambour und Schiehsl (Rodja Pavlik)

Über Benjamin Swiczinsky, dem Chefanimator von Philipp Hochhausers „Faust“, habe ich ja schon des öfteren berichtet. Auch darüber, dass er zusammen mit Conrad Tambour und Johannes Schiehsl die Gruppe „Neuer Österreichischer Trickfilm“ gegründet hat, um selbigem neues  Leben einzuhauchen. Die österreichische Zeitschrift „e-media“ hat in Ausgabe 17/11 dem Trio einen Artikel gewidmet und diesen freundlicherweise dem HomeMovieCorner zur Verfügung gestellt.

Animiert in Österreich

Österreich ist nicht gerade das Land der Trickfilme. Benjamin Swiczinsky, Conrad Tambour und Johannes Schiehsl haben sich zur Künstlergruppe „Neuer Österreichischer Trickfilm“zusammengeschlossen, um das zu ändern.

Animationsfilme werden in Österreich nur für eine kleine, sehr speziell kunstinteressierte Szene hergestellt. Abseits der Avantgarde findet der Trickfilm gerade noch mäßige Verwendung in der Werbung – aber auch hier können die Spots an einer Hand abgezählt werden.

Swiczinsky bei den Arbeiten zu "Heldenkanzler" (NÖT)

Problem Förderung

Die Filmförderung ist nicht für Trickfilmer gerüstet. In der diesjährigen dritten Jurysitzung des Österreichischen Filmfonds wurden aus 41 Einreichungen zwölf Filmen Förderungen zugesagt. Sechs Spiel- und sechs Dokumentarfilme – davon ein Animationsfilm. Benjamin Swiczinsky wundert das gar nicht: „Man muss einen riesigen Berg an Formularen ausfüllen, scheitert aber an Fragen nach dem Drehort oder zum Beispiel dem Oberbeleuchter. Füllt man diese Punkte nicht aus, kann man die Unterlagen auch nicht versenden. Und da geht es noch gar nicht um den Film, die Geschichte an sich.“ Hinsichtlich Ausbildung sieht es ähnlich aus – wenig und schlecht (Ausnahme: FH Salzburg). Daher haben sich die Wiener auch nicht an der Angewandten kennen gelernt, sondern am Institut für Animation, Visual Effects und digitale Postproduktion der renommierten Filmakademie Baden-Württemberg. Nach fünfjähriger Ausbildung legten sie dort ihre Abschlussarbeiten vor und organisierten eine Premiere in Wien, bei der sie die drei Kurzfilme einer interessierten Öffentlichkeit präsentierten.

"366 Tage" (Filmakademie Baden-Württemberg)

Niemand organisiert eine Veranstaltung, nur um vor Publikum quasi sein Zeugnis zu zeigen. Der Hintergedanke: mit potenziellen Förderern in Kontakt zu kommen und dafür zu sensibilisieren, dass die Filmlandschaft in Österreich um das Medium narrativer Trickfilm erweitert werden könnte. Netzwerke zu knüpfen und Partner zu finden – also Produktionsfirmen, TV-Sender, die koproduzieren möchten, Studios, Animatoren, Oberflächen-Designer etc. – steht im Moment im Vordergrund für die tricky Gruppe. Regelmäßig führt sie die Reise zurück an ihren Uni-Standort Ludwigsburg – dort finden sie Unterstützung in Form der technischen Infrastruktur und bestens ausgebildete, innovative Filmschaffende. Dass die Premiere auch medial punkten konnte, führen die Künstler ganz realistisch auch auf die Tatsache zurück, prominente Stimmen wie Erwin Steinhauer, Ernie Mangold, Erwin Leder oder Peter Hörmanseder für ihre Filme gewonnen zu haben. „Bekannte Schauspieler zu haben hilft der Verwertung der Filme sehr, erweitert aber auch das Repertoire der Mimen“, so Schiehsl.

Schauspieler – nicht Stimmen

Wobei Stimme eben der falsche Begriff ist – wie Hosea Ratschiller („366 Tage“ von Johannes Schiehsl), die Entstehung schildert: „Narrativer Trickfilm funktioniert ein bisschen wie synchronisiertes Radio. Das Tolle dabei ist, dass die erzählten Bilder sich im Kopf jedes einzelnen Hörers individuell vervollständigen dürfen. Man fühlt sich nicht nur involviert, man ist in hohem Maße aktiver Teil der Inszenierung. Diese gleichzeitig bilderlose und reich bebilderte Situation ist aber auch für den Stimm-Performer überaus reizvoll. Im besten Fall kann man sie nützen, um angstfrei zu Nuancen seiner Performance vorzudringen. Der Trickfilm nützt diese Anordnung sehr schlau. Die Stimmaufnahmen stehen am Anfang der Produktion, dann erst kommt die Animation. Wir Performer modellieren mit unseren Stimmen sozusagen den Charakter, den Bewegungsfluss späterer Figuren. Eine wunderschöne Aufgabe. Besonders unter Anleitung von astreinen Spitzentypen wie den Neuen Trickfilmern.“

Erni Mangold und Erwin Steinhauer leihen ihre Stimmen (NÖT)

Auch für Peter Hörmanseder/maschek. („366 Tage“) war es eine ganz neue Arbeitsweise: „Mir fiel es sehr schwer, weil ich kein Schauspieler bin und normalerweise nur mit bewegten Figuren arbeite. Jetzt musste ich einen Charakter entwickeln, das war nicht leicht, aber das war auch die Herausforderung – finde ich.“ Erwin Leder, der den „Heldenkanzler“ gibt, ist ebenfalls begeistert: „Mit den Jungen ist das ganz toll, weil die sind noch richtig schön innovativ und neu und frisch. Da kann ich als – sozusagen – alter Hase Erfahrung reinbringen, und das kann dann ein schönes, neues Ganzes werden.“ Erwin Steinhauer bekam das Drehbuch im Josefstadt-Theater in die Hand gedrückt und hat sofort zugesagt, den Sohn in Conrad Tambours „Der Besuch“ zu geben. Dass daraus ebenfalls ein schönes, neues Ganzes wurde, beweisen die Preise, die dieser mittlerweile für seine Abschlussarbeit abräumen konnte. Der besondere Höhepunkt, aber nicht das Ende des Preisregens war dabei natürlich die Vorstellung beim „Next Generation Short Tiger 2011“ im Rahmen des Filmfestivals in Cannes.

Das große Ziel

Preisgelder sind zwar eine nette Draufgabe, einen Film kann man damit aber nicht finanzieren. Zwischen 2,4 und 12 Mio. Euro muss man für einen längeren Trickfilm veranschlagen. Das große Ziel der Nachwuchs-Disneys: ein abendfüllender, charakterbasierter Film für Erwachsene, mit einer Geschichte, die den Zuseher mitnimmt. Daher sind die Kontakte, die bei Festivals geknüpft werden, der wahre Nutzen. Um den klassischen, narrativen Trickfilm realisieren zu können, benötigt man viele gute Kooperationspartner in ganz Europa, zwei bis drei Länder sind fördermäßig gefordert und an der eigentlichen Produktion ebenso viele Studios beteiligt. Die Filmer sehen jedoch das Riesenpotenzial, das im Animationsfilm liegt. So ist es möglich, alles, was denkbar ist, auch umzusetzen. „Mit raffinierten Ideen, Andeutungen und Abstraktionen kann man den Zuseher in jegliche Zeit und Situation versetzen“, ist Swiczinsky überzeugt. Dass sie für ihre Diplomfilme kritische Stoffe gewählt haben, liege an der Freiheit des Studentenfilms. Die Zukunft sehen die Trickies im Erzählen animierter Geschichten. Dass vor dem Abendfilm der Weg wahrscheinlich über die Werbung geht, ist ihnen dabei bewusst. Sie sehen hier große Chancen, Unternehmen von der breiten werblichen Masse hervorzuheben. Auch Fernsehsender könnten sich mit einer Trickfilm-Schiene von ihren Mitbewerbern abheben.

"Heldenkanzler" (Filmakademie Baden-Württemberg)

Trickfilm kann jeder, na ja fast … „Ein bisschen zeichnen sollte man können, auch aus dem Leben schöpfen und wissen, wie Bewegung funktioniert“, ist die kleine Einschränkung, wenn man selbst einen Trickfilm machen möchte. Als Ausstattung reichen eine Idee, eine Kamera und je nach Technik dünnes Papier, ein Leuchttisch oder von unten beleuchtetes Glas und ein Computer-Schnittprogramm. Letzteres kann man in recht guter Qualität bereits als Freeware aus dem Internet laden – etwa VideoPad. Für die komplexen 3D-Animationen ist ein Kurs empfehlenswert – Open-Source-Software (3D-Paket Blender) gibt es auf erstaunlich hohem Niveau im Netz.

Quelle: e-media (Nr. 17/11) – mit freundlicher Genehmigung

Bild: Gruppenfoto: Copyright Rodja Pavlik / Screenshots Trickfilme: Copyright Filmakademie Baden-Württemberg / Making Of-Fotos: NÖT – Neuer Österreichischer Trickfilm.

INFO: http://www.neuer-trickfilm.at/

Die Trickfilm Premiere from Neuer Trickfilm Österreich on Vimeo.

Written by HomeMovieCorner

22. September 2011 at 07:08

Veröffentlicht in Articles

Happy End. Jede Geschichte braucht ein Ende

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In Deutschland boomt die Independent Szene – das haben auch größere DVD-Labels erkannt. Koch Media hat mit “Happy End. Jede Geschichte braucht ein Ende” das Erstlingswerk des damals erst 23-jährigen Regisseurs Daniel Stieglitz veröffentlicht. Erzählt wird eine typische “Haunted House”-Geschichte, in der der junge Schriftsteller Leo dem dunklen Geheimnis seines Vormieters auf die Spur kommt.

Der junge Autor Leo Schwarz (Matthias Scherwenikas) hat zwar mit “Der blutlose Reiter” ein formidables Erstlingswerk hingelegt, doch seither leidet er unter einer Schreibblockade. Von einem Tapetenwechsel verspricht er sich einiges, deswegen zieht er von der Stadt aufs Land – in den Orchideenweg 28. Freundin Ida (Katharina Schwarz) ist wenig begeistert. Bevor sie einen Fuß in die heruntergekommene Wohnung macht, muss Leo erst einmal kräftigst renovieren. Dabei stößt er nicht nur auf unfreundliche Nachbarn, sondern auch auf die Geschichte des Vormieters (Erwin Leder) und dessen Tochter Joana, die bei einem Autounfall ums Leben kamen. Endlich Stoff für ein neues Buch? Scheint so, denn im ehemaligen Kinderzimmer entdeckt Leo Puppen mit vier Augen, unheimliche Kinderzeichnungen und ein Tagebuch mit der Aufschrift “Joana und Ruth”. Bei seinen Recherchen erfährt der Schriftsteller, dass Joana anscheinend von ihrem Vater misshandelt wurde – obwohl das Jugendamt keine Spuren der Gewalt an ihr feststellen konnte.

Die Wohnung entwickelt nun immer mehr ein Eigenleben: Seltsame Geräusche ertönen, ein Mädchen erscheint im Fernseher – und die Schreibmaschine fängt von selbst an zu tippen. Will Joanas Geist Leo etwas mitteilen? Starb sie nicht bei einem Unfall, sondern wurde gar ermordet? Doch je tiefer Leo sich in die Sache verwickelt, desto mehr entfernt er sich von der Realität.

“Oldschool Grusel made in Germany” ist doch eher selten – doch dem jungen Regisseur Daniel Stieglitz gelang mit einem privat finanzierten Mini-Budget von 10.000 Euro Beachtliches. Die Geschichte ist zwar ein typischer Vertreter des klassischen “Haunted House”-Genres – und ist dadurch bis zu einem bestimmten Grad vorhersehbar. Auch schrammt der Film ab einem bestimmten Punkt haarscharf an der Langatmigkeit vorbei. Man kann das auch Taktik nennen, denn gegen Ende gewinnt der Film dann doch noch Fahrt – und wie! Schauspielerisch ist nicht viel auszusetzen: Hauptdarsteller Matthias Scherwenikas kasperlt zwar anfangs ein bisschen zu stark, dennoch nimmt den Zuschauer sein Fall mit. Nicht ganz glücklich erweist sich die Mischung von erfahrenen Schauspielern mit Laiendarstellern. Für seinen Film konnte Regisseur Stieglitz auch den Schauspieler Erwin Leder gewinnen, einen der wenigen Österreicher, der auch international mitmischt: So spielte er u.a. in “Das Boot”, “Schindlers Liste” und dem Vampirfilm “Underworld” an der Seite von Kate Beckinsale mit.

Zwar wurde auf Video gedreht, doch exzellente Ausleuchtung und Nachbearbeitung kreierten einen recht passablen Film-Look. Neben dem tollen Set verdient vor allem Make Up-Artist Anna Kirchhammer besonderes Lob. Ihr gelingt es, den psychischen und physischen Verfall von Leo sehr gut umzusetzen – dabei war sie bei den Dreharbeiten gerade mal 16 Jahre alt!

Die schön gestaltete DVD-Box beinhaltet zwei DVDs. Zum Hauptfilm gibt es ein Kommentar von Regisseur Stieglitz, doch für Filminteressierte dürfte vor allem die Bonus-DVD interessant sein. Neben sechs Interviews mit den Machern gibt es noch ein 45-minütiges Making Of, 14 nicht verwendete Szenen (mit Audiokommentar) und Produktionsnotizen. Seltsam, aber gerade bei Independent-Produktionen vermitteln die Making Ofs oft viel mehr Eindrücke über die Arbeit beim Film als so manches Bonusmaterial von Hollywood-Blockbustern.

Autor: Rodja Pavlik

Bilder: Koch Media/Daniel Stieglitz

INFO: “Happy End. – Jede Geschichte braucht ein Ende” – Mystery, D 2003. 2 DVDs. Regie/Drehbuch/Schnitt: Daniel Stieglitz. Darsteller: Matthias Scherwenikas, Erwin Leder, Katharina Schwarz, u.a. Kamera: Thomas Förster. Licht: Jan Köhler, Matthias Stocklöw. Ton: Tobias Böhm. Musik: Daniel Wehr. Budget: ca. 10.000,- Euro. Label: Koch Media Home Entertainment. Im Handel erhältlich u.a. bei Amazon. Weitere Informationen unter www.danielstieglitz.de

Written by HomeMovieCorner

21. September 2011 at 11:25

Veröffentlicht in Reviews

Ed Wagner iz bäck!

with 2 comments

An anderer Stelle habe ich schon mal lobende Worte über Michael Niegel und seinen Film „Footlosers“ fallen lassen. Nun hat der deutsche Indie-Filmer vor kurzem mit „Rumble“ einen neuen Kurzfilm präsentiert – und ich muss mein Urteil leider aufrecht erhalten. Der Typ IST gut. Wieder einmal beweist er ein gutes Gespür für Action und Irrwitz. Allerdings muss ich auch sagen, dass es ein paar unrunde Sachen gibt, die man aber mit etwas mehr Zeit und Budget vielleicht ausbügeln hätte können. Die Schlusspointe ist jedoch eine Sache, die definitiv sorgsamer herausgearbeitet gehört hätte.

Aber das ist Meckern auf hohem Niveau – ich habe mich auch so recht gut unterhalten.

Synopsis: In „Footlosers“ musste Ed Wagner (Michael Niegel) noch gegen das Sitzenbleiben kämpfen, in „Rumble“ darf er zumindest schon arbeiten – für sechs Euro die Stunde als Pizzabote. Keiner liefert schneller als er – und nur noch eine Lieferung fehlt, um den goldenen Lieferrekord zu knacken. Das will die Konkurrenz jedoch mit allen Mitteln verhindern…

Rodja

Written by HomeMovieCorner

20. September 2011 at 18:05

Veröffentlicht in Movies (online)