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The art of independent movies

Archive for Februar 2015

Du weißt, du hast es als Autor geschafft…

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… wenn ein „approved by“ mit deinem Namen für Sexspielzeuge verwendet wird…

© Rodja Pavlik

© Rodja Pavlik

Okay, okay, man mag es mir als Neid auslegen – ich selbst bezeichne es als blankes Unverständnis, dass jemand wie E.L. James mit einer umgeschriebenen „Twilight“-Fanfiction so viel abcasht. Aber wenn jemand einen Lauf hat, dann sollte man ihn wohl auch ausnützen, nicht?

Ob es dazu nötig ist, der Regisseurin Sam Taylor-Johnson und der Drehbuchautorin Kelly Marcel so auf den Keks zu gehen, bis letztere das Handtuch wirft? Anscheinend ja, denn nun will E.L. James laut dpa (Südtirol News) sich auch noch als Drehbuchautorin selbst ins Spiel bringen und das Skript zur Fortsetzung des Kinofilms „50 Shades of Grey“ schreiben.

Dabei hat sie nicht mal Erfahrung als Drehbuchautorin (und ganz böse Zungen meinen, nicht mal als Romanautorin).

Ach, ich geb’s zu: Ich bin neidig UND ich versteh das Ganze nicht.

Rodja

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28. Februar 2015 at 22:42

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Dramaturgie-Coach Ip Wischin goes Berlin

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© Rodja Pavlik

© Rodja Pavlik

Normalerweise haben es Wiener einfach besser…

Denn in Wien ordiniert Ip Wischin, seines Zeichens Film-Connaisseur und Dramaturgie-Coach. Doch am 4. März 2015 macht Wischin eine Stippvisite nach Berlin, wo er in der filmArche einen Gastauftritt (Beginn: 19:00 Uhr, Eintritt frei, um Spenden wird gebeten) geben wird. Und ich kann Berliner Filmemachern nur empfehlen: Geht hin. Wer aus seinem Workshop „Form follows function. Die Filmsprache Hitchcocks für das Kino von Heute“ kommt, wird den Kopf voll haben. Aber es wird eine angenehme Schwere sein. Eine, die einen positiv beschäftigt und weiter bringt. Nicht umsonst verspricht Wischin: „Sie lernen, was in keinem Filmbuch steht. Und Sie werden Filme nie wieder so sehen wie bisher.“

Ip Wischin hat unter Milos Forman („Einer flog übers Kuckucksnest“, „Amadeus“) in New York studiert, sowie als Drehbuchautor, Lektor und Berater von Regisseuren wie Franz Antel, Niki List und Michael Glawogger gearbeitet. Aus seinen Erfahrungen hat er seine eigene Methode entwickelt.

Hauptberuflich ist er nun als Wirtschaftsdramaturg u.a. für einen Telekommunikationsriesen tätig. Dabei hat er seine Indie-Wurzeln nicht vergessen und veranstaltet in Wien mehrteilige Workshopserien, die sich jeder leisten kann (da auf Spendenbasis).

Die in Wien lebenden Autoren können sich beruhigen. Wischin kehrt auch wieder heim und startet am 13. März 2015 seine zwölfteilige Workshop-Serie, beginnend mit dem verpflichtenden Basismodul (Dieses erleben die Berliner in einer Light-Version).

Rodja

INFO: Ip Wischin: www.vienna-filmcoach.at

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28. Februar 2015 at 20:07

Schauspieler Oswald Fuchs verstorben

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Manche News möchte man einfach nicht schreiben. Und tut es dann doch, weil die Nachricht an sich in der Meldungsflut unterzugehen droht. Und so musste ich unangenehm berührt dem „Standard“ entnehmen, dass der österreichische Schauspieler Oswald Fuchs im Alter von 82 Jahren verstorben ist.

Es ist nicht so, dass ich Oswald Fuchs („Echte Wiener 2“, „Jedermann“) persönlich kennen gelernt habe. Aber allein in den letzten zwei Jahren kam er mir in drei Independent-Produktionen unter. So wollte Schauspieler Michael Thomas („Import/Export“, „Braunschlag“) in „Der alte Fuchs“ das Leben seines Kollegen in einer Fiktion nacherzählen. Erzählen, wie der 1933 Geborene von seinen jüdischen Eltern verstoßen wurde und bei mehreren Pflegefamilien aufwuchs. Wie er mit viel Glück einer Deportation ins KZ entging und eine Karriere als Boxer startete. Erst später entdeckte er seine Liebe zum Theater und absolvierte das renommierte Max-Reinhard-Seminar. Fuchs spielte u.a. im Burgtheater, an der Josefstadt, am Staatstheater Stuttgart und an den Münchner Kammerspielen.

Zuletzt fiel Fuchs durch seine Rolle als kauziger Gendarm in der Indie-Komödie „Hirschen“ von George Inci und Beatrice von Moreau auf, die heuer sogar in den österreichischen Kinos lief (und in Deutschland gerade gestartet ist).

Zum Abschluss möchte ich noch einmal auf den Kurzfilm „Für tot erklärt“ von Arne von Nostitz-Rieneck verweisen, der hier auch schon mal gefeatured wurde. Und ich glaube, das ist ein würdiger Abschluss, denn so verabschiedet man sich mit einem milden Lächeln und einer kleinen Träne im Auge.

Rodja

Declared Dead (Für tot erklärt) from Arne Nostitz-Rieneck on Vimeo.

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18. Februar 2015 at 16:24

„Marlene“ – das neue Projekt von „Loom“-Mastermind Stefan Müller

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Da schaue ich aber: Nachdem sich Regisseur und Loom-Mastermind Stefan Müller in „Jenseits“, „Tartarus“ und „Biest“ mit Tod/Teufel, Aliens bzw. Bestien angelegt hat, wendet er sich nun mit seinem aktuellen Filmprojekt „Marlene“ (Facebooksite, freut sich über neue Likes) einem neuen Genre zu: Der Action-Romanze.

Synopsis:Frank erhält den Auftrag, Marlene zu entführen und sie zu seinen Vorgesetzten zu bringen. Die junge Frau und der Auftragskiller verlieben sich jedoch ineinander und Frank verweigert die Ausführung seines Auftrags. Schon bald wird er jedoch von seiner Vergangenheit eingeholt und seine Mitstreiter bringen die Arbeit zu Ende und entführen Marlene. Frank entscheidet sich, gegen all seine alten Freunde und Kollegen anzutreten, um Marlene zu retten.

Zur Zeit befinden sich Müller, Produzent Oli Haas und ihr Team im zweiten Drehblock. „Wir beginnen gerade mit den Action-Aufnahmen. Die Schauspieler absolvieren gerade ihr Kampftraining und müssen in den nächsten Wochen einiges vor der Kamera abliefern“, so Müller auf Anfrage zum HomeMovieCorner.

Neben Paul Hassler („Biest“) als Auftragskiller Frank spielen u.a. Caroline Mercedes Hochfelner als Titelfigur Marlene, Sophia Grabner („Star Wars“-Fanfilm „Regrets of the Past“) und Eva Maria Marold. Und auch Regisseur Stefan Müller wagt sich als Franks Gegenspieler Amon wieder vor die Kamera: „Nach fast acht Jahren habe ich mir wieder eine Rolle auferlegt… und es macht richtig Spaß!“

Der Film soll noch bis April an Originalschauplätzen in der Steiermark gedreht werden – danach wird man voraussichtlich noch ein dreiviertel Jahr in die Post Production stecken. Einen ersten Teaser gibt es aber hier zu bewundern.

Rodja

INFO: www.loom.at; www.facebook.com/MarleneMovie

Marlene Teaser Trailer I from Stefan Müller on Vimeo.

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16. Februar 2015 at 15:20

„Scary Fairy Tale“ feiert im März Premiere

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© Christian Varga

© Christian Varga

Ein etwas anderes Märchen…

Lange Zeit war es um Christian Varga, Schöpfer von so tarantinoesken Spielfilmen wie „Sweet Vienna“ oder „Selawi“ (2006) ruhig. Doch nun meldet sich der österreichische Filmemacher mit einem Märchen der etwas anderen Art zurück. „Scary Fairy Tale“ feiert am 6. März 2015 in den Breitenseer Lichtspielen um 20:00 und um 22:00 Uhr Premiere. Die Tickets für die Premiere gibt es gratis, man muss aber bei Regisseur Christian Varga (cvfilm1@gmail.com) reservieren.

Das Drehbuch zu dem Psychothriller-Märchen, das stark an Rotkäppchen angelehnt ist, lieferte der Autor Thomas Cerveny („Sin Francisco“, „Kurt Stein – Ein Schwein wird Privatschnüffler“), über den Varga meint, dass er „einfach einen geilen, sehr visuellen Schreibstil hat“.

Synopsis: Lea (Johanna Mucha) ist jung, attraktiv und unverschämt. Von ihrem begonnenen Musikstudium gelangweilt, träumt sie von einer Karriere als Rockstar. Um über die Runden zu kommen, fährt sie regelmäßig Essen für alte Menschen aus. Lea verdankt den entspannten Job ihrem geduldigen Onkel Herbert, den sie aber genauso wenig ernst nimmt wie alle anderen Männer. Die letzte Klientin auf Leas Tour wohnt außerhalb der Stadt, in einem alten Haus am Waldrand. Dort soll seit kurzem ein gefräßiger Wolf sein Unwesen treiben. Während unerschrockene Anrainer Jagd auf die Bestie machen, läuft Lea arglos in die Fänge des Bösen und muss erkennen, wie kurz das Leben sein kann.

Nur einen Tag nach der Premiere, nämlich am 7. März 2015, stellt Regisseur Christian Varga seinen Spielfilm kostenlos auf seiner Homepage www.cv-film.at zum Downloaden oder Streamen strong>kostenlos zur Verfügung. „Wir werden die Filme nun der Welt schenken – keiner soll bezahlen müssen, um sie sehen zu können“, erklärt Varga seine Philosophie in einer Presseaussendung. Das nicht ohne Hintergedanken, denn möglichst viele Klicks sollen die Finanzierung weiterer Projekt verwirklichen.

Wer „Scary Fairy Tale“ dennoch auf großer Leinwand sehen möchte, hat auch nach dem März-Termin seine Chancen: Der Film wird noch am 4., 11., 18. und 25. April sowie am 2. Mai 2015 in den Breitenseer Lichtspielen gezeigt – dann kostet der Eintritt aber etwas. „Leider war es unmöglich, irgendein Kino dazu zu bewegen, den Film für den Zuseher kostenfrei zu spielen, so dass ich mir dachte, wenn die Kinoliebhaber schon zahlen müssen, dann soll es auch etwas Gutes haben – und deswegen habe ich mich entschlossen, den Film exklusiv in den Breitenseer Lichtspielen zu zeigen. Denn die Erhaltung des ältesten dauernd bespielten Kinos der Welt macht für mich Sinn“, so Varga.

Rodja

INFO: www.cv-film.at

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15. Februar 2015 at 12:56

Schwarzberg

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Kleiner, feiner Horrorfilm von Bernhard C. Riegler.

Auf den ersten Blick wirken Kurt Hoffmann (Matthias Hack) und Alina Carstens (Leonie Stade) wie ein harmonisches Pärchen. Doch der zweite Blick entlarvt das Pärchen auch noch als Chef und Untergebene. Beide sind mit Kurts Auto unterwegs zu einer Konferenz in einem Wellness-Hotel, wo er unter anderem für seine Erfolge geehrt werden soll. Irgendwas mit Werbung/Werbefilm macht Kurt. Ein Checker also, ein Macher.

Doch nicht alles bei Kurt ist eitel Sonnenschein. Er hat einen erbitterten Rosenkrieg mit seiner Ex-Frau hinter sich, sieht seine kleine Tochter kaum – und auch beruflich läuft längst nicht alles so blendend. Kurt spürt den Druck und steht kurz vor dem Explodieren. Da ist ihm das bisschen Abwechslung mit Alina gerade recht. Ein „Fickfroscherl“ aus seiner Firma, das er mit neuen Kleidern und einem Ausflug nach Cannes (Filmfestival, anyone?) anscheinend leicht zufrieden stellen kann.

Auf dem Weg zum Hotel nimmt Kurt eine Abkürzung über Schwarzberg, eine Gegend, die er aus seiner Bundesheerzeit kennt. Das ist auch gut so, denn plötzlich fängt das Navi an zu spinnen. Aber je weiter sie fahren, desto mehr verirren sie sich. Und anfangs bemerken die beiden auch nicht die seltsam schwarz gekleideten Gestalten, die am Straßenrand stehen. Als das Auto plötzlich abstirbt und das Paar feststellt, dass nicht nur das Navi, sondern auch die Handys nicht mehr funktionieren, kommt es zwischen den beiden zum Eklat. Aber Kurt und Alina wird klar, dass sie sich zusammenraufen und durch den Wald müssen, um sich aus ihrer misslichen Situation zu befreien. Doch anscheinend werden sie beobachtet…

Rodja

INFO: www.zenturiofilms.com

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15. Februar 2015 at 09:37

Crowdfunding für den „ungehorsamen Konsul“

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© radiofuzzi

© radiofuzzi

Manchmal kann eine Unterschrift Leben retten.

Im Jahr 1940 war der Hafen von Lissabon für viele die letzte Station ihrer Flucht in Europa vor den Nazis. Von hier aus ging es entweder nach Brasilien oder in die USA.

Aristides de Sousa Mendes war zu dieser Zeit portugiesischer Konsul in Bordeaux. Als die Deutschen in Frankreich einmarschierten, versuchten viele Menschen zu fliehen. Sousa Mendes stellte Visa für die Durchreise nach Portugal aus, obwohl seine Regierung dezidiert eine Anweisung gab, dies nicht zu tun. Durch diesen Ungehorsam soll Sousa Mendes schätzungsweise 30.000 Menschen – darunter 10.000 Juden – das Leben gerettet haben. Als seine Regierung davon Wind bekam, wurde Sousa Mendes seines Amtes enthoben und zurückbeordert. Noch auf seiner Fahrt nach Portugal rettete der Mann mehrere Menschenleben.

Regisseurin und Radiomoderatorin Uli Jürgens begibt sich in ihrer Dokumentation „Der ungehorsame Konsul“ auf die Spuren der Flüchtlinge und Aristides de Sousa Mendes, dem seine Hilfsbereitschaft teuer zu stehen kam. Er wurde unehrenhaft entlassen, geächtet und starb verarmt 1954.

Für ihren Film haben Jürgens und ihr Team eine Crowdfunding-Aktion gestartet. Das Ziel sind 8.000,- Euro, mit dem Geld sollen Archivmaterial beschafft und Reisekosten abgedeckt werden.

Der Sender ORF III wird die Dokumentation im Herbst 2015 ausstrahlen.

Rodja

INFO: https://wemakeit.com/projects/the-disobedient-consul

Der ungehorsame Konsul from geri gottlieb on Vimeo.

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5. Februar 2015 at 17:50