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The art of independent movies

Archive for April 2011

Western, eiskalt

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Zwar mehren sich die Anzeichen, dass es auch dieses Jahr wieder Sommer wird, dennoch möchte ich Euch kurz (so 90 Minuten lang) in eine eiskalte Welt entführen: „Snowblind“, ein postapokalyptischer Spaghettiwestern, wurde vom deutschen Regisseur Kilian Manning und dem Team von Mangofilm unter Nutzung der  Plattform Wreckamovie.com realisiert. (Wer es nicht weiß: Hinter Wreckamovie.com stehen die Macher von „Star Wreck“ und „Iron Sky“ ).

Den gesamten Film kann man sich online auf YouTube (siehe unten, nach dem Trailer) anschauen oder auf  Vodo.net gratis bzw. gegen eine Spende herunterladen. Wer das bisschen Extra mehr haben will, kann aber auch den Film in 3D auf BluRay mit vielen Specials auf Snowblind-film.com käuflich erwerben.

Den Zuschauer erwarten Western-Flair, Eis, Motorbikes und schießende Bräute – und ein internationaler Cast mit Schauspielern aus den USA, Großbritannien, Deutschland, Irland, Australien und Südafrika. Das Setting wurde mit Green-Screen und jeder Menge CGI bewerkstelligt, der Film selbst nach 18 Monaten Produktion fertiggestellt.

Synopsis: Dem Revolverhelden Clayton Young droht das Erschießungskommando. Im letzten Moment wird er aber von Gouverneur Lafort begnadigt. Aber nur, um auf ein Himmelfahrtskommando geschickt zu werden. Young soll den legendären Söldner Saberneck umbringen.

Saberneck war einst in den Diensten von Lafort, weigerte sich aber eines Tages, Befehle auszuführen – und befreite sogar eine von Laforts Sklaven, um sie zu heiraten. Seitdem verschanzt sich Saberneck mit seiner Braut in seiner befestigten Ranch – und hat jegliche Versuche, seiner habhaft zu werden, blutigst vereitelt. Nun soll ein einzelner Mann sich das Vertrauen von Saberneck erschleichen, um so nah genug an ihn heranzukommen, um die Eliminierung durchzuführen. Pech für Lafort, dass Revolverhelden so ihren ganz eigenen Ehrenkodex haben. Pech für Saberneck, dass seine Braut Naina gewisse Begehrlichkeiten in Young erregt.

Wie Drehbuchautor Kalle-Max Hofmann, der laut imdb.com bei Filmen wie „Contact High“, „Zweiohrhasen“ oder „Pina – ein Tanzfilm in 3D“ visuelle Effekte machte, auf Wreckamovie.com schreibt, wurde der Film für 25.000 Euro produziert. Bis jetzt (der Post ist vom 29.04.2011) flossen allerdings nur 500 Euro zurück – und das bei ungefähr einer halben Million Downloads! Das lässt daran zweifeln, ob diese Art der Web-2.0.-Produktion für Indie-Filmemacher wirklich der Weisheit letzter Schluss ist. Dennoch will das Team von Mangofilm.de auch das nächste Projekt „Vampyre Princess 3D“ auf ähnliche Weise stemmen.

Rodja

Trailer:

Der GESAMTE Film:

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29. April 2011 at 16:15

Veröffentlicht in Movies (online)

Deserteure in der Wehrmacht

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Auf die Salzburger Filmemacherin Gabriele Neudecker wurde ich zuerst durch ihren bezaubernden Kurzfilm „Freaky“ (2001) aufmerksam. Nach der Gründung der Drehbuchwerkstatt, mit der sie und Veresa Radosawljewitsch junge Drehbuchautoren und Filmemacher vernetzt und fördert, hat sie u.a. drei Dokumentationen in Afrika gedreht: „FGM“ (steht für Female Genital Mutilation), „White Girls Happy On Zambezi“ über kampftrinkende Touristinnen und „Really Hard Be Good Masai“ über Morani-Krieger, die an der Schwelle zum Erwachsenwerden stehen.

Nun dreht Neudecker wieder in Österreich – diesmal einen Spielfilm. Gemeinsam mit ihrer eigenen Firma Pimp The Pony Productions und der Drehbuchwerkstatt entsteht gerade der Kinofilm „Deserteur!“ in Oberösterreich und Salzburg. Neudecker recherchierte und interviewte 200 Zeitzeugen zum Thema Deserteure der Wehrmacht. Entstehen soll eine fiktive Dokumentation aus dem Jahr 1947. Alle Rollen sind dabei mit sehr jungen Laiendarstellern vom Land (Elektrikern, Schlossern und Landwirten) besetzt.

Synopsis: Hungerwinter 1947. Desertation aus der Wehrmacht wird in Österreich auch nach dem Krieg noch bestraft. Exemplarisch geben der Koch, der Bauer, der Ministrant und der Schweinemeister Einblicke in ihre Beweggründe zur Flucht vor dem militärischen Terror. Im dokumentarischen Stil montiert der Film reale Schicksale junger Deserteure, zeigt eindringliche Momentaufnahmen traumatischer Erinnerungen und gesellschaftlicher Ausgrenzung in der Nachkriegszeit.

Bis Ende 2011 soll der Film fertiggestellt werden.

Rodja

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26. April 2011 at 14:53

Veröffentlicht in Indie News

Die Crux mit den Webserien

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Webserien sind hip, Webserien sind cool, Webserien sind… bei uns irgendwie nie durchgestartet. Obwohl das Format durchaus Potenzial hätte, wurde es im deutschsprachigen Raum doch eher stiefmütterlich behandelt. Im schlimmsten Fall wurde daraus – wie im Falle der „Bild“-Zeitung mit „Deer Lucy“ (Videos nicht mehr online) – eine Mischung aus vom Fernsehen bekannten Soap-Opera-Klischees und Produkttipps (Co-Partner war in diesem Fall ein Mode-Versandhandel) abgeliefert.

Das Magazin Spiegel.de hat nun den Webserien-Macher Daniel Hyan interviewt. Hyan hat u.a. die Porno-Kömödie „Making Of ‚Süsse Stuten 7′“ gedreht, die auf dem Webportal www.3min.de zu sehen ist. In der Serie über die Geschehnisse rund um einen fiktiven Pornoset spielt Indie-Legende Jörg Buttgereit („Nekromantik“, „Schramm“, „Captain Berlin versus Hitler“) einen Pornoregisseur, der lieber Horrorfilme drehen möchte. Der Praktikant Jonas verliebt sich in Pornostarlet Judi Jewel – und den männlichen Star plagen Potenzprobleme.

Der 33-jährige Hyan möchte nun weiter Webserien produzieren, doch die Lage schaut im deutschsprachigen Raum eher trist auf. Für die Fortsetzung seiner Porno-Sitcom, die folgerichtig „Making Of ‚Süsse Stuten 8′“ heißt, ist Hyan sogar mit dem Erotiksender Beate Uhse TV eine Kooperation eingegangen. Auf 3min.de ist keine Ausstrahlung geplant – aber da lässt Spiegel.de auch die Frage offen, ob das Portal nicht einer ungewissen Zukunft entgegen geht.

Hier geht es zum Artikel: „Stromberg in der Pornoszene“

Rodja

PS: Ich möchte noch darauf hinweisen, dass derzeit eine fünfteilige Zombie-Web-Serie mit dem Titel „Viva Berlin“ im Entstehen ist. Auf die bin ich schon mal sehr gespannt.

Written by HomeMovieCorner

22. April 2011 at 16:43

Veröffentlicht in Latest Talk

Josef Hader versus „Randgestalten“

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Nöchling… Kenner von Josef Haders Programm „Privat“ werden sich vielleicht erinnern: Der Kabarettist ist wohl der bekannteste Sohn des niederösterreichischen Dorfs – und frönte in dem Programm auch einer unerfüllten Liebe zur Tochter eines Fleischhauers. Mit fleischverarbeitenden Betrieben hat der Schauspieler zuletzt ja auch in „Der Knochenmann“ zu tun gehabt. Und auch in dem Indie-Streifen „Randgestalten“ der Filmgruppe Warnblinker, der auf DVD im Selbstvertrieb erscheinen ist.

Zum Inhalt: In Nöchling gehen die Uhren etwas anders. Hier blüht der Tratsch – und wenn die zwei Dorfpolizisten (Karl Leopold Furtlehner, Gerhard Haubenberger) nicht gerade kiffen, „brausen“ sie mit ihrem dreirädrigen ‘Pozilei’-Auto (sic!) durch die Landschaft (wunderbar eingefangen von Kameramann Bernhard Mayr). Doch über der Idylle ziehen sich dunkle Wolken zusammen: Dem „Ostamt“, dem längst das P abhanden gekommen ist, droht die Schließung. Die zwei Postbeamten (Gerhard Lindenhofer, Wolfgang Steinacher) ergeben sich dem Suff und geraten mit dem Schwiegersohn des örtlichen Fleischhauers (Josef Hader) in Streit. Am nächsten Tag ist der Mann verschwunden – und die Polizisten, die anscheinend zu viele „C.S.I.“-Folgen geschaut haben, beginnen mit ihren folgeschweren, aber nichtsdestotrotz falschen Ermittlungen. Ja, und so etwas wie eine Liebesgeschichte kommt auch vor…

Dem Team von Warnblinker Film rund um Co-Regisseur und Co-Drehbuchautor Karl Leopold „Koatsch“ Furtlehner (im Bild links) ist mit „Randgestalten“ ein äußerst skurriler, 55-minütiger Indie-Streifen gelungen. Geprägt von einer gewissen Trägheit (bei den Polizisten durch Rauschmittel bedingt, bei den Postbeamten durch die drohende Kündigung hervorgerufen), beschäftigt sich der Film auf lakonische Art und Weise mit Themen wie – ganz aktuell – Postamtsschließung, Tratsch, Gerüchten und Verdächtigungen. Eine der großen Stärken von „Randgestalten“ ist, dass viel nur angedeutet wird, so dass man sich den Film ruhig öfters ansehen kann. Zu dieser surrealen Trägheit, die selbst bei einer „rasanten“ Verfolgungsjagd zwischen dem Pozilei-Dreirad und einem Moped demonstrativ zur Schau gestellt wird, passt dann auch die Musik der bekannten Band Attwenger.

„Die Zeit auf dem Land vergeht gleich schnell wie in der Stadt“, rückt „Koatsch“ Furtlehner das Bild vom „langsamen“ Landleben zurecht: „Nur ist die Reizüberflutung nicht so groß wie in einer Stadt. Deswegen darf der Film ruhig etwas träge wirken. Land- und Stadtmensch werden den Film unterschiedlich erleben – und das ist gut so.“ Zur Zusammenarbeit mit Josef Hader als leicht aufbrausendem Fleischhauer kam es, als im Rahmen der Amateur-Theaterwerkstatt Nöchling der Kurzfilm „Im Arschling viri alias Rückwärts nach vor“ von Furtlehner und Haubenberger entstand. Bei der Präsentation fand auch eine Podiumsdiskussion mit Josef Hader und dem bekannten Sozialforscher Roland Girtler statt. „Dem Josef hat unser Film gefallen und er bot seine Mitarbeit beim nächsten Projekt an“, erinnert sich Furtlehner. Aber nicht nur als Schauspieler wirkte Josef Hader mit, auch dramaturgisch unterstützte er das junge Autorentrio Furtlehner/Haubenberger/Lindenhofer. Bei dem vielbeschäftigten Kabarettisten geschah das oft durch SMS, mit denen er verschiedene Vorschläge zum Skript einbrachte.

„Randgestalten“ lebt vor allem von den vielen Typen-Darstellern. „Beim Drehbuchschreiben wurde schon spezifisch an gewisse Personen aus dem Theaterbereich, aber auch an Theater-unbelastete Leute gedacht, die für den Film gut passen würden. Die Rollen wurden also zum Teil schon genau auf die Protagonisten abgestimmt“, erklärt Co-Drehbuchautor und Co-Regisseur Furtlehner die Einbindung von Bekannten in den Film. Doch wie konnte man so viele Laien-Schauspieler für das Projekt gewinnen? „Viele Leute haben nicht die Möglichkeit, beim Film zu landen. Vielleicht erfüllen Indie-Filmer mancher Menschen kleine Träume?“, philosophiert Furtlehner im Interview mit dem HomeMovieCorner. Außerdem war auch Josef Hader ein zugkräftiges Argument. „Einer der Laiendarsteller betonte immer wieder, wie stolz er sei, mit dem Josef an einem Projekt arbeiten zu dürfen“, schmunzelt der Nöchlinger.

Das Produktionsbudget von 7.800 Euro wurde zum Teil aus Sponsoraktionen von heimischen Unternehmen, zum Teil auch aus der NÖ-Kulturförderung zusammengebracht. „Es darf einem nichts zu blöd sein, dann kriegt man schon was. Vielleicht ist das ja am Land auch etwas einfacher“, resümiert Furtlehner. Als Bonus für die Kulturförderung wurden auch immer wieder schöne Landschaftsbilder in Szene gesetzt. Nach der Fertigstellung lief der Kurzfilm in Kinos sowie bei Veranstaltungen von Kulturvereinen in Nieder- und Oberösterreich äußerst erfolgreich. Über 4.000 Personen sahen „Randgestalten“ – was für einen Film im kräftezehrenden Selbstvertrieb und ohne Marketing-Budget beachtlich ist.

Eine weitere Zusammenarbeit mit Josef Hader hat sich dann auch noch im Kinospielfilm „Der Knochenmann“ ergeben; die Szenen mit Simon Schwarz auf einem Bahnhof fielen jedoch der Schere zum Opfer, so Furtlehner bedauernd. Sie sind aber jetzt im DVD-Bonusmaterial zu finden.

Rodja

INFO: http://www.warnblinker-film.at/

Written by HomeMovieCorner

22. April 2011 at 16:03

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HMC goes international

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Na ja, der HomeMovieCorner war ja eigentlich schon immer international, habe ich mich doch immer für den deutschprachigen Raum (Österreich, Schweiz, Deutschland, Südtirol) interessiert. Aber jetzt wird der HomeMovieCorner halt um eine Spur noch internationaler.

Von nun an möchte ich von einigen auserwählten Produktionen auf der Site http://www.pulpmovies.com des Briten Paul Pritchard berichten. Auserwählt deswegen, weil ich vor allem an solche Filme denke, die a) entweder auf einen internationaleren Markt ausgerichtet sind (z.B. von der Qualität her, der weltweiten Zugänglichkeit, bzw. ob die Werke auch mit fremdsprachigen Untertiteln versehen sind) und/oder b) was ganz Besonderes sind.

Einen ersten Artikel gibt es auch schon: Films you haven’t seen: Faust by Philipp Hochhauser.

Damit ist auch ein erster Schritt getan, um den zahlenmäßig weit überlegeneren US-Indie-Streifen auf Pulpmovies.com entgegen zu treten. Eine Frage der Ehre, sozusagen.

Rodja

Written by HomeMovieCorner

18. April 2011 at 09:53

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Befreit „Mr. Boogie“!

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Kann sich noch jemand an Zlatko Trpkovski – vulgo Zlatko – erinnern? Das ist derjenige, der dank der ersten Staffel dieses unsäglichen „Big Brother“-Scheiß‘ für einige Zeit den Medienhype für sich nutzen konnte und einige Ballermann-Hits wie „Ich vermiss‘ Dich (wie die Hölle)“ oder „Großer Bruder“ trällerte. Dieser Zlatko hatte sogar eine Hauptrolle in dem Kinofilm „Mr. Boogie“, der aber nie veröffentlicht wurde und wahrscheinlich in einem Tresor in irgendeinem Stausee versenkt wurde.

Das will wiederum der deutsche Medienkünstler Sascha Dornhöfer nicht auf sich sitzen lassen. Er hat die Facebook-Gruppe „Mr. Boogie oder: Alles hat seinen Preis!“ gegründet, um mit legalen oder illegalen Mitteln – da ist Dornhöfer ganz kreativ – den Film doch noch dem Licht des Projektors zuzuführen. Eine löbliche Idee, finde ich. Gute Filme gibt es ja en masse.

Rodja

PS: Da fällt mir ein, dass wir ja eine ähnliche Aktion mit Marco Kalantaris Sci-Fi-Film „Ainoa“ veranstalten könnten. Der lief zwar in den Kinos, aber auf die DVD warten wir auch schon eine Ewigkeit.

Written by HomeMovieCorner

15. April 2011 at 21:15

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Peter Koller does L.A.

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Schöne Grüße aus den USA: Peter Koller, der mit seinem fiesen Thriller „Auf bösem Boden“ („ABB“) internationale Preise erringen konnte, befindet sich zur Zeit in Los Angeles (HOLLYWOOD!!!), um seinen nächsten Dreh „East Of Evil“ vorzubereiten.

All zu viel wollte der Österreicher nicht verraten, nur: „‚East Of Evil‘ ist für das Genre von Crime, Cops und Gangstern, was „Auf bösem Boden“ für das Survival-Horror-Genre war: Wir bleiben innerhalb des Genres, aber betrachten es von einer total verborgenen Perspektive, um etwas ganz Neues zu kochen, das – obwohl in eine erprobte Story verpackt – mir und dem Publikum etwas Frisches zu knabbern gibt“, erklärte der Drehbuchautor und Regisseur in Personalunion in einer Presseaussendung. „Er ist brutal, er ist lustig, und er ist ein Film, in dem die Guten eigentlich die Bösen – und die wirklich Bösen noch viel schlimmer sind… und dazu gibt’s ein kleines Mädchen mit Lollipops.“ Wenn man das Oeuvre von Peter Koller kennt, dann muss man sich vor der Kleinen wohl am meisten fürchten.

Unterstützt wird Koller beim Dreh von seinem Manager Björn Pucker und dessen Bruder Damien, der die Hauptrolle in „East Of Evil“ übernimmt. „Er ist ein absoluter Volltreffer, weil er nicht nur ein extrem vielseitiger Schauspieler ist, sondern auch dieses Star-Charisma hat, das für die Akzeptanz beim Publikum so immens wichtig ist“, schwärmt Koller über den Martial-Arts- und Nahkampf-Experten, der die hohe Kunst des Dim Mak beherrscht („Kunst der tödlichen Berührung“ – Nervenpunkte des Gegners werden so angegriffen, dass Schmerzen entstehen, der Atemstillstand oder gar der Tod eintreten können. Ja, ich gebe es zu, ich habe Wikipedia konsultiert. Sind wir nicht alle ein bisschen „zu Guttenberg“?).

In Nebenrollen wird man erfreulicherweise die aus „Auf bösem Boden“ bekannten Gesichter von Aleksandar Petrovic (der „Romeo“) und Kari Rakkola (der „Wahnsinnige“) sehen. Und auch hinter der Kamera fallen bekannte Namen wie jene von Kameramann Marcus Stotz („Kampfansage – Der letzte Schüler“, „ABB“) und VFX-Supervisor Peter Hacker („ABB“, „Viva Berlin“).

„East Of Evil“ wird zwischen April und Mai 2011 in Los Angeles gedreht. Produziert wird zwar für die weltweiten Direct-to-Video-Märkte, Peter Koller verspricht aber auch eine begrenzte US-Kinoauswertung und eine Filmfestival-Tour für das Frühjahr 2012.

An dem öfters kolportierten „Untitled Lovestory 3D“ arbeitet Koller immer noch, die Dreharbeiten werden aber wahrscheinlich erst nächstes Jahr stattfinden.

Rodja

(FOTO: Karla Ahide Lopez Salgado/Peter Hacker)

PS: Und zur Einstimmung noch mal den Trailer zu „Auf bösem Boden“. Hurra!

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15. April 2011 at 15:21

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So also tickt Hollywood

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Das deutsche Magazin „Der Spiegel“ hat zwei der derzeit wohl einflussreichsten Hollywood-Größen interviewt: Regisseur James Cameron („Terminator I+ II“, „Aliens – Die Rückkehr“, „Titanic“, „Avatar“) und Produzent Jerry Bruckheimer („Beverly Hills Cop“, „C.S.I.“, „Bad Boys“, „Fluch der Karibik I – IV“) – und da wurde gar Interessantes gesprochen.

So sieht z.B. Cameron, der gerade an „Avatar II + III“ arbeitet, in der derzeit grassierenden Sequelities eine Story-Krise der US-Filmindustrie. Da würde ich gerne mal Einspruch erheben: Gegen eine gute Fortsetzung ist ja nichts einzuwenden, da macht mir die derzeit akute Remake-Welle europäischer Filme in Hollywood viel größere Sorgen.

Und Jerry Bruckheimer trauert 40-fachen Gewinnmargen nach, erzählt von Quoten-Asiaten und von der Angst, einen Film zu produzieren, der eine Milliarde Dollar kostet.

Rodja

– James Cameron: „All der Mist passiert wirklich“
– Jerry Bruckheimer: „Das Geschäft macht mir Angst“

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15. April 2011 at 14:50

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„Katharsis“ – darf’s a bisserl Seelenreinigung sein?

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Wenn ein Film David Lynch gewidmet ist, dann ist das normalerweise für mich ein Grund, ihn zu ignorieren. Ich kann mit solchen Mindfuck-Filmen nicht wirklich was anfangen. Aus diesem Grund war ich schon mal eher skeptisch, als ich von dem offiziell als Lynch-Hommage gehandelten „Katharsis“ von Kawo Reland (Regie, Hauptrolle) und Andreas Reisenbauer (Produzent, Drehbuch) hörte. Doch nach seiner Premiere am 1. November 2010 in Wien war ich beruhigt – es ist mehr ein Lynch light.

Nicht, dass der Film nicht kompliziert und verschachtelt bis zum geht nicht mehr ist – aber immerhin bietet er am Ende eine Auflösung an, was ja bei dem US-Regisseur nicht immer der Fall ist. Nun feiert „Katharsis“ am 15. April im Wiener Schikaneder (wo sonst) seinen offiziellen Kinostart. Weitere Termine und Kinos – u.a. auch in Deutschland – werden noch bekanntgegeben.

Die quasi No-Budget-Produktion (30.000 Euro) beeindruckt u.a. mit einer Vielzahl von Locations und bekannten Akteuren wie Erwin Leder („Das Boot“), dem niederländischen Liedermacher Herman van Veen (ja genau, der den Alfred J. Kwak erfunden hat), Rudy Ruggiero und Barbara Kaudelka. Beim Festival der Nationen 2010 in Ebensee gewann der Streifen einen bronzenen Bär.

Synopsis: Als Paul Saibel von seinem eigenen Bruder hinterbracht wird, dass seine Frau Lisa ihn betrügt, bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Schlampe umzubringen. Doch wurde Paul wirklich betrogen? Und was hat es mit dem merkwürdigen Sprengstoffanschlag auf einen Fernsehsendemast auf sich?

Wie eine Marionette lässt sich Paul in die erotische Affäre mit der geheimnisvollen Janette und tief in einen Strudel mysteriöser Ereignisse um seinen allmächtigen Bruder Sam und den Mordermittler Eric Scanetti ziehen. Nach einem Telefonat wird nichts mehr sein wie es war.

Rodja

Written by HomeMovieCorner

14. April 2011 at 16:04

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Zombies vor der Tür – was nun?

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Wie oft regt man sich als Zuschauer von Horrorfilmen über die Blödheit der Protagonisten auf, wenn sie unbewaffnet in dunkle Keller gehen – und das nur, weil sie von unten einen markerschütternden Schrei gehört haben (unmittelbar nach dem Geräusch, das eine Kettensäge macht, wenn sie gerade angeworfen wird).

Sehr, sehr oft. So etwas würde doch ein vernünftig denkender Mensch nie tun. Ist dem aber wirklich so? Unter dieser Prämisse hat die US-Firma SilkTricky den interaktiven Web-Film „The Outbreak“ 2008 produziert. Der User muss nun selbst sein Überlebenspotenzial in einer Zombie-Apokalypse testen.

Vorsicht, es wird blutig! Und glaubt mir, es ist gar nicht so einfach, am Leben zu bleiben. 😉

Ein weiter entwickeltes, auch optisch eindrucksvolleres „Nachfolgeprojekt“ gibt es mit „Bank Run“ (2010) – hier muss man aber nicht nur die richtigen Entscheidungen treffen, sondern auch während des Films mal schnell ein paar Tasten drücken, um zu überleben. So langsam zieht Web 2.0 also auch beim Film ein.

Leider konnte ich hier nur das erste Kapitel spielen, das zweite gibt es nämlich nur als App fürs iPhone.

Rodja

Written by HomeMovieCorner

14. April 2011 at 08:56

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