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The art of independent movies

Archive for September 2013

Das Neujahrsgeschenk

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Vor kurzem habe ich Konstantin Korovins wirklich lesenwerte Bachelor-Arbeit „Kannst du vielleicht ein bisschen weniger machen? – Schauspiel im No- und Low-Budget Kurzspielfilm“ hier vorgestellt, nun ist mit „Das Neujahrsgeschenk“ einer seiner Filme dran.

Synopsis: Ein Bodyguard und ein Rächer wider Willen. Ein neunmalkluger Grasdealer und ein schlauer Psychologiestudent. Ein ehrenwerter Geschäftsmann und ein unschuldiges Mädchen. In einer Silvesternacht verbindet der Zufall und ein defekter Fahrstuhl die Schicksale von sechs Menschen untrennbar miteinander. Pünktlich um Mitternacht eskaliert die Situation und für keinen der Beteiligten wird die Welt jemals so sein wie früher…

Und wenn jemand Konstantins (ich wiederhole mich, ich weiß) lesenswerte Arbeit gelesen hat, dem werden einige Szeneninhalte bekannt vorkommen.

Rodja

Das Neujahrsgeschenk from Konstantin Korovin on Vimeo.

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27. September 2013 at 15:13

Indie-Film „Pension Freiheit“ im TV

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Oh, das freut mich aber sehr. Der Indie-Film „Pension Freiheit“ von Markus Kleinhans (mit Marcus H. Rosenmüller als Co-Regisseur) gibt sein Fernsehdebüt – und zwar am 25. September 2013 auf Bayern (ab 23:00 Uhr).

Der 1988 in Bad Tölz angesiedelte Krimi basiert auf einem wahren Fall, genau wie sein Vorgänger „Tödliche Verbindungen“ (2006), den Markus Kleinhans mit dem nur kurze Zeit später bei einem Basejump tödlich verunglückten Edgar Kraus realisierte.

Synopsis: 1988 geht in der „Pension Freiheit“ eine Bombe hoch und tötet dessen Besitzer. Die Kommissare Degenhardt und Hartmann ermitteln. Da wird auch noch Degenhardts Geliebte tot aufgefunden. Die Spur führt ins Milieu der DDR-Spitzeln – bei der Führung in Ostberlin galt nämlich der Besitzer der „Pension Freiheit“ als Fluchthelfer in den Westen.

Für den Film konnte prominente Unterstützung gewonnen werden. „Der Bulle aus Tölz“ Ottfried Fischer leiht z.B. einem Teenie-„Benno Berghammer“ seine Stimme. Weiters spielen Katharina Abt („Der Bulle von Tölz“) und Jürgen Tonkel („Wer früher stirbt, ist länger tot“, „Räuber Kneißl“) mit.

Rodja

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20. September 2013 at 17:02

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„Welcome To The Machine“ endlich im Kino

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welcome-to-the-machineWas lange währt, wird endlich gut. Andreas Steinkoglers erhellende Musikbiz-Doku „Welcome To The Machine“, über die u.a. auch hier schon berichtet wurde, feiert am 27. September 2013 endlich einen regulären Filmstart in Österreich.

Synopsis: Die 12 Gebote des Musikbusiness in einem einzigen Film. Das Geheimnis des Erfolgs, der Sinn von Musikpreisen, die Wahrheit über Plattenverträge und noch neun weitere Ungeheuerlichkeiten. „Welcome to the Machine“ ist mehr als ein Dokumentarfilm. „Welcome to the Machine“ zeigt die ganze Wahrheit. Legionen von Stars, ein Haufen von Fachleuten und reichlich Experten sagen die Wahrheit, die Wahrheit und nichts als die Wahrheit über die Maschine.

„Welcome To The Machine“ ist eine dokumentarische Untersuchung der Funktionsweise des Musikbusiness. Damit wird der Film automatisch 100% Dokudrama, 100% Dokumödie und 100% semi-investigativ.

In zwölf Kapiteln wird der Frage nachgegangen, wie der Arbeitsalltag auf dem Weg zum, sowie im Beruf Pop/Rockstar aussieht. Was muss man bei einer Bandgründung beachten? Was macht ein Musikmanager? Wie funktionieren Musikmedien, Bandwettbewerbe und Promotionstrategien? Vor allem aber: Gibt es wirklich ein Erfolgsrezept, das man befolgen kann? Der Film gibt darauf eine ganz klare Antwort. Es gibt nämlich genau so viele Erfolgsrezepte, wie es auch erfolgreiche Künstler/Bands gibt.

Von der Starsopranistin Natalia Ushakova bis zum Ex-Modern Talking Sänger Thomas Anders, von den Gangsterrappern Cypress Hill, One Republic & MTV Legende Ray Cokes bis zu den Altrockern von Nazareth lassen mehr als 100 Künstlerinnen und Künstler die Zuschauer an ihren, nicht immer angenehmen, Erfahrungen teilhaben. Auch Musikjournalisten, Labelbetreiber, Promoter, Konzertveranstalter und viele andere, die aktiver Teil der „Maschine“ sind, nehmen zu den Einzelthemen klar und deutlich Stellung.

Doch damit nicht genug. Die Tipps und Tricks der Etablierten wurden von The New Vitamin, einer aufstrebenden Band, dem Praxistest unterzogen. Die jungen Elektrorocker aus Wien testen den Erfahrungsschatz von Profis auf Star-werd‘-Tauglichkeit. Dazu lassen sie sich im Tonstudio, bei Streitgesprächen im Proberaum und bei umstrittenen Bandcontests filmen.

Rodja

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20. September 2013 at 12:39

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5-Finger-Rabatt

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Kurz und pointiert – da gibt es nicht viel zu mäkeln. „5-Finger-Rabatt“ von Daniel M. Paul und Patrick Wallochny entstand im Rahmen einer Lehrveranstaltung am Institut der Theater-, Film-, und Medienwissenschaft an der Universität Wien.

Synopsis: Auf seinem persönlichen Diebeszug durch Wien macht der junge Anton eine erschreckende Entdeckung.

Rodja

5-FINGER-RABATT from Konterfei Film on Vimeo.

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19. September 2013 at 12:56

Anleitung für die Arbeit mit Schauspielern

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kannstduIch habe ja schon viele theoretische Werke zum Thema Filmarbeit gelesen, aber „Kannst du vielleicht ein bisschen weniger machen? – Schauspiel im No- und Low-Budget Kurzspielfilm“ von Konstantin Korovin ist ein wahrer Glücksgriff.

Der deutsche Filmemacher hat für seine Bachelorarbeit im Studiengang „Multimedia und Kommunikation“ an der Hochschule Ansbach zwei qualitative Online-Umfragen unter 155 Schauspielern und 98 No- und Low-Budget-Regisseuren durchgeführt. Ziel war es, seine eigenen Beobachtungen bei diversen Drehs mit den Erfahrungen anderer Filmschaffender abzugleichen und Probleme bei Dreharbeiten empirisch zu erfassen. Das hört sich zwar unheimlich trocken und abschreckend an, ist aber das genaue Gegenteil: Das Ergebnis ist durchaus interessant und lesenswert. Korovin beschreibt in seiner Arbeit, was Schauspieler und Regisseure am meisten an ihrer Zusammenarbeit stört – und gibt Tipps, was man dagegen machen kann.

Vom Drehbuch über Casting, die generelle Organisation, die Möglichkeit von Rückstellungsverträgen, die Sozialversicherung und die Erstellung von Demo-Bändern, dem Catering, möglichen Rückzugsräumen, dem Proben bis hin zur Arbeit mit Kindern, usw., usf. – gerade mal 31 Seiten (inkl. Danksagung, Literaturhinweise, etc.) hat die Arbeit. Und wer befürchtet, dass ein auf einer Studie basierender Text langweilig werden könnte, wird hier eines Besseren belehrt. Selten habe ich einen witzigeren Ratgeber gelesen. Korovin schreibt locker-flockig, haut eine Pointe nach der anderen Weisheit raus.

Gut, manche Hinweise sind Binsenweisheiten. Wenn man sich hinsetzt und nachdenkt, würde man auf einige Punkte auch selbst kommen. Und den Fehler, beim Catering auf Veganer zu vergessen, macht man höchstens einmal. Aber genau darin liegt der Vorteil von „Kannst du vielleicht ein bisschen weniger machen?“ – man hat einen kompakten Leitfaden vor sich, wozu also selbst den Kopf zerbrechen? Und einige Tipps (z.B. Sozialversicherung – obwohl ich da nicht weiß, ob das auch für Österreich gültig ist) sind wirklich Gold wert.

Der Untertitel der Arbeit ist allerdings ein bisschen missverständlich. Zwar schreibt Korovin von seinen Erfahrungen als Kurzfilmregisseur und von seiner Arbeit an diversen Sets, aber ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass der Text nicht nur zu 100 Prozent auf No- und Low-Budget-Kurzfilme zutrifft, sondern zu 85 Prozent auch auf No- und Low-Budget-Spielfilme – und mindestens zu 75 Prozent auf Filme, bei denen ein ordentliches Budget zur Verfügung steht.

Fazit: Lesenswert für ALLE Filmemacher, die mit Schauspielern arbeiten wollen. Und das Beste: Die Arbeit gibt es entweder um 2,99 Euro für Amazon Kindle oder GRATIS als PDF-Download auf Korovins Homepage www.subjectnotfound.de.

Rodja

INFO: Download „Kannst du vielleicht ein bisschen weniger machen?“

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13. September 2013 at 17:14

Weltpremiere für „Iron Wolf“

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ironwolfDas perfekte Datum: Am Freitag, dem 13. (September 2013) findet im „Trennwerk“ in Glauchau (Sachsen) ab 19:00 Uhr die Weltpremiere des Nazi-Werwolf-Horrorfilms „Iron Wolf“ statt. Es ist dies nach dem Indie-Zombie-Martial Arts-Streifen „Dead Survivors“ der zweite Spielfilm von David Brückner und seinem Team Ghost Pictures, das aus Medienschaffenden und Nachwuchsschauspielern aus der Region besteht.

„Dead Survivors“ ist eine kleine Erfolgsgeschichte im Indie-Bereich. Der Film wurde 2010 bei den Fright Nights in Österreich als bester Independent Film gekürt und 2011 mit einem Camgaroo Award in der Kategorie Bester Spielfilm ausgezeichnet. Laut Presseaussendung wurden von dem Film allein in Deutschland 9.000 DVDs verkauft. International erschien die DVD u.a. in Japan und Thailand. Für 2014 ist ein Rerelease geplant.

Die Latte für „Iron Wolf“ liegt dementsprechend hoch. Laut den Filmemachern konnte der Film, der u.a. mit dem Schauspieler Urs Remond („Medicopter 117“, US-Serie „Covert Affairs“) punktet, aber schon vor der Premiere auf den Filmmärkten der Berlinale, in Cannes und auf dem LA Filmmarket international vermarktet werden. Die DVD/Blu Ray soll dann 2014 erscheinen.

Synopsis: Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs schaut es für die Nazis schlecht aus. Um so verzweifelter versuchen sie, einen Super-Soldaten zu züchten. Als es ihnen gelingt, greifen im letzten Moment die Russen an und zerstören die Forschungsanlagen – und das „Experiment“ wird unter den Trümmern begraben. Doch es ist nicht tot, wie 2012 Punk-Rock-Legende Spike Jones und seine Freunde, die in den Trümmern der Anlage eigentlich ein Konzert geben wollten, sehr bald bemerken werden.

Rodja

INFO: www.ghostpictures.de; FaceBook-Site „Iron Wolf“

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10. September 2013 at 16:53

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Raider Of The Lost Movies: Damnatus – Der Feind im Inneren

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Einen Fan-Film zu machen, birgt ein ganz eigenes Risiko in sich. Schließlich bedient man sich des geistigen Eigentums eines anderen, um eine eigene Geschichte zu erzählen. Andererseits geht es dem Fan primär auch nicht darum, einen finanziellen Gewinn daraus zu schlagen, sondern Teil des Universums der jeweiligen Geschichte zu werden. Große Studios müssen das nicht unbedingt dulden, drücken aber oft ein Auge zu, weil Fan-Filme ja auch Werbung für ihr Produkt sind. Das hat schon George Lucas bei vielen „Star Wars“-Fan-Filmen gemacht, aber auch von „Herr der Ringe“, „Batman“, „Predator“, „Star Trek“, usw., usf. gibt es solche Produktionen, die vom Goodwill der Rechteinhaber abhängig sind.

Ein Projekt, das leider gescheitert ist, ist der Fan-Film Damnatus – Der Feind im Inneren von Huan Vu, basierend auf dem Tabletop-Spiel „Warhammer 40.000“ („Wh40K“) der Firma Games Workshop. Die Dreharbeiten starteten 2003 und die Filmemacher kamen in einem frühen Produktionsstadium mit Games Workshop ins Gespräch. Doch was positiv begann, endete in einem Desaster – sowohl für die Filmgruppe als auch für Games Workshop. 2007 wurde der Amateur- und No-Budget-Film fertig gestellt und kurz darauf wurde von Games Workshop untersagt, „Damnatus – Der Feind im Inneren“ aufgrund von Urheberrechtsverletzungen zu verbreiten. Huan Vu und sein Team hatten zwar nie die Absicht gehabt, finanzielle Vorteile aus ihrem Projekt zu schlagen, aber anscheinend sah Games Workshop im rechtlichen Bereich Probleme, die die Firma nicht so einfach lösen konnte/wollte. Die Absage zog einen gewaltigen Shitstorm nach sich und dürfte wohl als PR-Debakel in die Annalen der Firmengeschichte eingegangen sein.

Solche Rückschläge sind es, die einem Filmemacher durchaus das Genick brechen (sprich: die Lust am Filme machen nehmen) können. Um so mehr freut es mich, dass Huan Vu mit seinem Nachfolgeprojekt „Die Farbe“ , basierend auf H.P. Lovecraft, einen Achtungserfolg – auch bei Filmkritikern in den USA – erzielen konnte. Insofern bin ich schon auf sein kommendes Projekt gespannt, das ebenfalls H.P. Lovecraft als Vorlage hat.

Was „Damnatus – Der Feind im Inneren“ betrifft, hat Games Workshop einen Pyrrhussieg errungen. Den Film gibt es offiziell nicht zu sehen, aber auf IMDB oder auch auf YouTube gibt es Kritiken und Bewertungen zu lesen. Der 108-minütige Film wurde geleaked und soll auf diversen Download-Portalen zu finden sein. Himmel, sogar auf YouTube gibt es eine Version zu sehen. (Die Frage ist nur, wie lange?)

Immerhin hat Games Workshop anscheinend aus seinen Fehlern gelernt und zwei nachfolgende Fan-Filmprojekte genehmigt.

Rodja

PS: Was ist Raider Of The Lost Movies?

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9. September 2013 at 16:41