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The art of independent movies

Archive for April 2013

Snowdance Independent Film Festival in Deutschland

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Unabhängige Filmemacher scheinen ein tanzwütiges Völkchen zu sein. Es gehört wohl zum guten Ton, dass ein Filmfestival anscheinend auf „dance“ enden muss – sei es nun das von Robert Redford gegründete Sundance Film Festival, das sich dem Indie-Film verschrieben hat, oder das Slamdance Film Festival, das sich vom kommerzigen Sundance Film Festival unterscheiden will und sich dem Indie-Film verschrieben hat (häh?!?), oder das Raindance Film Festival, das sich – erraten – dem Indie-Film verschrieben hat.

Und nun kommt mit dem Snowdance Independent Film Festival die nächste „Tanzveranstaltung“ für den unabhängigen Film daher. Der wichtigste Unterschied zu den oben genannten Festivals… Es findet nicht in den USA oder Großbritannien statt, sondern ist ein Event im deutschsprachigen Raum. Und dass das notwendig und wichtig ist, gehört fett gedruckt und dreifach unterstrichen (wenn mich die Blog-Software nur ließe).

Das Event, das Indie-Stars-Chef und Regisseur/Drehbuchautor Tom Bohn (diverse „Tatorte“, „Reality XL“) ins Leben ruft, soll vom 31. Jänner bis 2. Februar 2014 in Landsberg am Lech (Bayern) unter der Schirmherrschaft von Schauspieler Heiner Lauterbach („Reality XL“, „Hindenburg“, „Der Verleger“) stattfinden. Wie der Website zu entnehmen ist, soll das Festival ein Zusammentreffen für das Publikum, die weltweit wachsende Independent-Filmszene und deren Zulieferer-Industrie sein.

Was ebenfalls positiv auffällt: Kurzfilme werden in einem Rahmenprogramm gezeigt, das Hauptprogramm bestreiten aber Filme, die länger als 70 Minuten sind. Also Langfilme. Ha! In your face, shorties!

Nicht falsch verstehen, ich habe nichts gegen Kurzfilme. Aber für diese Art von Film gibt es meinem Gefühl nach schon viel zu viele Festivals. Und dort werden unabhängig produzierte Spielfilme einfach ignoriert (die liebenswerten Independent Days in Karlsruhe sind eine löbliche Ausnahme).

Parallel zu den Filmveranstaltungen wird in einem zentralen Gebäude eine Technik-Show stattfinden. 
Ebenfalls werden in diesem Rahmen Workshops von führenden Indie-Filmern zu Produktion, Technik und Finanzierung gegeben werden.



Rodja

INFO: Ab August 2013 wird es möglich sein, über http://snowdance-filmfestival.com seinen Film anzumelden.

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28. April 2013 at 17:26

CastMates Episode 9

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Die neue Folge CastMates ist online.

Diesmal zu Gast: Die Filmemacherin Nadine Taschler und der Dramaturg Senad Halilbasic. Nicht ganz ironiefrei gab es gerade in dieser Folge, in der es im zweiten Teil um die Vor- und Nacchteile von digitalem vs. analogem Filmen geht, im ersten Teil Probleme mit der zweiten Videokamera…

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28. April 2013 at 16:19

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Indie-Film „Die vierte Gewalt“ im Fernsehen

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Ja, klar, als Indie-Filmer muss man ja geradezu dankbar sein, wenn das Fernsehen überhaupt auf einen aufmerksam wird. Nun denn, der MDR zeigt am 29. April 2013 um 01:10 Uhr den unabhängig produzierten Film „Die vierte Gewalt“ von Ilmpressions Filmproduktion.

Synopsis: Was lernt die Gesellschaft aus Gehirndoping, Burnout und deren Konsequenzen? „Die vierte Gewalt“ zeigt in einer Tragikomödie den Teufelskreis der Leistungsgesellschaft. In der bewegenden Geschichte zweier Freundinnen begeht eine der beiden vermeintlich einen Amoklauf mitten im Uni-Betrieb. Der heldenhafte Medienprofessor Rothmann kann den Amoklauf, bei dem eines der beiden Mädchen stirbt, verhindern.

Franziska und Lilly wollten eigentlich nur Karriere in den Medien machen, Fernsehjournalisten werden. Dafür gaben sie alles. Und trotzdem reichte dies nie für Prof. Eugen Rothmann, der von seinen Studenten für seine strenge Auslese überirdische Leistungen abverlangte. Doch die Medien schilderten die Geschichte anders. Der Medienprofessor gab den Affen Zucker. Und die vierte Gewalt machte die tote Studentin zur Täterin. Nun müssen Gott und Teufel am Tatort entscheiden, ob die Studentin gen Himmel oder gen Hölle fährt. Wie Regisseure schauen sie sich die verpassten Originalaufnahmen der Ereignisse und Hintergründe in einem Directors Cut an. Ein schwieriges Urteil zwischen Wahnsinn, Schuld, Medienwirklichkeit und Gerechtigkeit.

Rodja

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27. April 2013 at 06:39

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Indie-Film „Suicide Club“ im Fernsehen

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Am 26. April läuft die Tragikomödie „Suicide Club“ ab 22:00 Uhr auf arte. Olaf Saumer realisierte die Tragikomödie, die sogar in den deutschen Kinos lief, 2010 mit einem Budget von 40.000 Euro. Neben Regie zeichnete er auch fürs Drehbuch, die Produktion und den Schnitt verantwortlich. Laut arte wurde der Film auf dem Max Ophüls Filmfestival mit den Interfilmpreis ausgezeichnet und bekam von der Deutschen Film- und Medienbewertung das Prädikat „wertvoll“.

Synopsis: Bei Sonnenaufgang treffen sich fünf Menschen auf einem Hochhausdach, um gemeinsam in den Tod zu springen. Fünf völlig unterschiedliche Charaktere. Keiner weiß von dem anderen, warum und weshalb dem Leben ein jähes Ende gesetzt werden soll. Nicht einmal die Namen wissen sie voneinander. Nur der unmittelbar bevorstehende gemeinsame Suizid verbindet alle auf eine tragische und bizarre Weise. Doch durch eine absurde Verkettung von Ereignissen, müssen sie ihren Plan verschieben und gemeinsam dort oben bis zum Abend ausharren. Einer Insel inmitten des alltäglichen Trubels der Stadt, auf der die Fünf abgeschottet ganz in ihrer eigenen Welt für sich sind. Aus gegenseitiger Distanz und Ablehnung entwickelt sich eine ungeahnte Gemeinschaft. Sie erleben einen Tag, den keiner der Fünf vergessen wird.

Der Film wird am 4. Mai um 01:40 Uhr wiederholt, weiters kann der Film noch sieben Tage nach der Erst-Ausstrahlung online in der Arte-Mediathek gesehen werden.

Rodja

Edit 27.04.2012: Den Film gibt es nun sieben Tage lang noch online zu sehen: http://www.arte.tv/guide/de/044566-000/suicide-club?autoplay=1

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25. April 2013 at 08:46

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„South of Pico“ in den österreichischen Kinos

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SOP_posterNach Barbara Eders „Inside America“ 2010 spielt nun mit South of Pico seit 19. April wieder eine US-Austro-Filmproduktion in den heimischen Kinos.

Der Film des Tiroler Regisseurs Ernst Gossner, der laut einem ORF-Bericht in „heute leben“ (Link führt zu Interview) ca. 500.000 Dollar gekostet hat, konnte mehrere Auszeichnungen einheimsen, u.a. den Thomas Pluch-Drehbuchpreis der Diagonale oder mehrere Preise (u.a. „bester Film“ und „bester Schauspieler“) des American Black Film Fesitvals in Los Angeles.

Der 2007 gedrehte Film hat auch einige bekannte Schauspieler, wie z. B. Kip Pardue („Gegen jede Regel“, mit Denzel Washington), Gina Torres (Sci-Fi-Serie „Serenity“) oder Christina Hendricks (noch vor ihrem Durchbruch mit der TV-Serie „Mad Men“) zu bieten.

Synopsis: Ein verheerender Autounfall zwingt vier Fremde zur Entscheidung ihres Lebens. Auf Pico Boulevard, jener Schneise durch Los Angeles, die Reich und Arm trennt, kommt das Leben dieser vier Menschen zu einem abrupten Halt.

Zur Zeit befindet sich Gossner in der Postproduktion zu „Der Stille Berg“ mit William Moseley („Die Chroniken von Narnia“), Claudia Cardinale und Fritz Karl, der zur Zeit des Ersten Weltkriegs spielt

Rodja

INFO/BILD: http://www.southofpico.com

SOUTH OF PICO – Kinotrailer Österreich from Ernst Gossner on Vimeo.

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20. April 2013 at 14:01

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Austrian Independent Filmfestival IV

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Okay, dieses Wochenende hat es in sich… Neben den Fright Nights und dem Musikfilmfestival Poolinale findet auch noch vom 19. bis 21 April zum vierten Mal das von Andreas Reisenbauer veranstaltete Austrian Independent Filmfestival in Wien statt.

In den Breitenseer Lichtspielen, dem wohl ältesten Kino der Welt, werden in vier verschiedenen Programmen mit gegenpoligen Themen („Way of Love and Death“, „Birth & Death“, „Film vs. Theatre“ und „Private vs. Public“) ausschließlich Kurzfilme von österreichischen Filmschaffenden gezeigt. (So kann es natürlich auch zu zwölf Weltpremieren kommen. ;-))

Gezeigt werden u.a. „Im Westen nicths Neues“ von Juliana Neuhuber, der international mehrfach ausgezeichnete Kurzfilm „Abgestempelt“ von Michael Rittmansberger, „Exit Koma“ von David Hofer und Markus Weilguny oder „Blonder Engel“ von El Moshinsky.

Rodja

INFO: www.austrianfilmfestival.com

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18. April 2013 at 16:16

Musikfilmfestival Poolinale in Wien

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2013_poolinale_sujetVom 18. bis 21. April findet heuer in Wien zum dritten Mal das Music Film Festival Poolinale statt. Im Fokus der diesjährigen Filmauswahl steht die Reise – und mit ihr die Ruhe- und Rastlosigkeit, die dem Musikerdasein so immanent zu sein scheint, beschreibt eine Presseaussendung den roten Faden des Festivals.

Gezeigt werden 13 Filme, darunter eine Europa-Premiere und nicht weniger als sieben Österreich-Premieren. So wird zum ersten Mal hierzulande die mit einem Grammy ausgezeichnete Doku „Big Easy Express“ gezeigt, die die Folkpop-Lieblinge Mumford & Sons und Edward Sharpe & The Magnetic Zeroes per Zug durch Amerika begleitet hat. Ebenfalls gescreent wird die Dokumentation „Welcome To The Machine“ von Andreas Steinkogler, in der die ultimative Erfolgsformel verraten wird (darüber wurde hier schon berichtet).

In das Programm eingebunden ist auch der internationale Record Store Day, der auf den Samstag fällt und sich in einem gemeinsamen Programm des Wiener Plattengeschäfts „Recordbag“ mit dem Festival niederschlägt. Der offizielle Record Store Day-Film „Last Shop Standing“ (uh… im Trailer habe ich Billy Bragg gesehen!!!) läuft folgerichtig im Festivalprogramm.

Gezeigt werden die Film im Top Kino sowie im Gartenbaukino, das am Sonntagnachmittag mit „Sound City“ von Foo Fighters-Frontmann Dave Grohl den Abschluss des Festivals feiert.

Im Rahmenprogramm finden die Poolinale-Talks statt, darunter mit wirklich interessanten Themen wie „Meet The Producers“, in dem der Frage nachgegangen wird, ob Musikvideos, Low-Budget-Eigenproduktionen und Kurzfilme tatsächlich Sprungbretter für größere Ehren sind.

Außerdem loben die Poolinale und die Vienna Independent Shorts einen Musikvideo-Preis aus, der am 1. Juni beim VIS Festival verliehen wird. (Soweit ich gesehen habe, stehen die Nominierten aber bereits fest. Einreichen braucht man demzufolge nicht mehr?!? Na ja, der gute Wille zählt bekanntlich auch. :-/)

Rodja

BILD: www.poolinale.at

Trailer zu „Welcome To The Machine“

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18. April 2013 at 14:51

Envy The Dead

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Einer der Gründe, warum ich 2012 das Fright Nights Festival in Wien besucht habe, war der Kurzfilm „Envy The Dead“ (zu deutsch etwa „Beneidet die Toten“) von Isa Swain, der für sich in Anspruch nimmt, der erste im arabischen Raum gedrehte Zombie-Film zu sein. Und tatsächlich, der Film hat mich sehr unterhalten und sogar einen richtigen „Das will ich nicht sehen, das will ich nicht sehen“-Moment beschert. Nun hat Isa Swain den Film zum Gaudium aller online gestellt.

Rodja

PS: Apropos Fright Nights – das findet heuer übrigens schon vom 18. bis 21. April im Hollywood Megaplex Gasometer statt. Diesmal sind leider kaum Indie-Streifen dabei (gerade mal Marcel Walz‘ „RAW – The Curse of Grete Mueller“ ), aber ich hoffe, da ergibt sich 2014 etwas mehr. Zu sehen gibt es aber als Österreich-Premieren u.a. das „Tanz der Teufel“-Remake „Evil Dead“, der Sci-Fi-Streifen „Dark Skies“ und „Stoker“ von Chan-wook Park („Oldboy“).

Doch nun zurück zu „Envy The Dead“… Enjoy!

Envy The Dead from Isa Swain on Vimeo.

Interview mit Regisseur Isa Swain

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11. April 2013 at 16:48

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CastMates Episode 8

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Die neue Folge CastMates mit den Gästen Achmed Abdel-Salam (Drehbuchautor und Carl-Mayer-Drehbuchpreis-Gewinner 2013) und Mathias Erich Gruber (ebenfalls Drehbuchautor und Schauspieler).

Die Themen dieses Mal: Diagonale, der Film „Spring Breakers“ und Crowdfunding (anlässlich der mehr als erfolgreichen „Veronica Mars“-Kampagne).

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9. April 2013 at 15:41

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Skrypt

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skryptIch möchte nicht mosern, aber momentan merke ich nicht unbedingt so etwas wie Aufbruchstimmung im Independent-Bereich. Eher mehr so ein „auf der Stelle treten“. Vielleicht ist das nur meine Wahrnehmung, vielleicht sind aktuell gerade viele Pfeile im Köcher, sprich viele Filme in Vorbereitung. Aber zumindest das „nach außen auftreten“ war vor einigen Jahren doch stärker bemerkbar.

Einen nicht unwesentlichen Anteil daran hatte meiner Meinung nach der Verein Ohne Kohle. Zwar hatte es das gleichnamige Festival gegen das in Wien dominierende Vienna Independent Shorts Filmfestival (VIS) von Anfang an schwer, aber das Festival war nur eine Facette von Ohne Kohle. So belieferte der Verein den Wiener Stadtsender Puls TV (bevor er 2007 von der ProSiebenSat.1 Media AG übernommen und in Puls 4 umgewandelt wurde) wöchentlich mit einer Sendung über österreichische Filmemacher. Da wurden Festivals besprochen, Kurzfilme gezeigt und Regisseure interviewt.

So auch in dieser Folge von 2006 (schätzungsweise), in der Peter Kollers Kurzfilm „Skrypt“ gezeigt wird. Im Anschluss an die Hommage an David Lynch erzählt Koller („Auf bösem Boden“), wie der Film zustande kam und wie das Internet sich auf das Endergebnis auswirkte.

Rodja
FOTO: KOP 11

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8. April 2013 at 14:43

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