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The art of independent movies

Filmmagazin “Evil Ed” – 30 years and still rollin’

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© Evil Ed

© Evil Ed

Podcasts? Sind die nicht damals bei dem Meteoriten ausgestorben?

Spaß beiseite. Aber wer hört denn heute noch Podcasts? Bzw. gibt es denn noch welche? Wurden die nicht alle durch Youtuber wie Bibi abgelöst? (Ui, da rüttelt jemand aber sehr provokant am Watschenbaum…)

Gut, ab und zu schau ich mal bei “Stichwort: Drehbuch” vorbei, aber das war’s dann auch schon. Aber das könnte sich mit der Site “Evil Ed” von Dia Westerteicher ändern. Ausgehend von einem Underground-Filmmagazin, das Dia 1986 – damals noch mit Schreibmaschine (yay!) – produzierte, ist “Evil Ed” nun im Internet gelandet. Neben einem Archiv (das sich langsam mit den ersten 80er-Ausgaben füllt) gibt es jede Menge Reviews zu (auch aktuelleren) Filmen und viele Podcast-Rubriken. Eigentlich zu viele, um alle hier vorzustellen. (Um ehrlich zu sein, ich bin noch nicht alle durch…)

Eine eigene, geschriebene Rubrik widmet Dia “Star Wars”. Viele zusätzliche Redakteure sorgen bei “Evil Ed” für Abwechslung und den Magazin-Charakter. In der Rubrik “Evil Ed – Der phanstastische Podcast” bespricht z.B. Dia zusammen mit dem in Salzburg residierenden Regisseur (“Die Muse”, diverse Musikvideos), Filmkenner und Blogger (“Wilsons Dachboden”) Christian Genzel seltsame Themen, Genre-News und schlechte Filme. Auch Gäste laden sie – dank Skype – ins Studio, wie z.B. den Star der österreichischen Indie-Szene, Thomas Nash (“Secret Service(s)”, “Blockbuster”).

Zwar tauchen hie und da technische Probleme bei solch Mehrfach-Skype-Konferenzen auf, das trübt aber den Genuss der Gespräche nur wenig. Hier werde ich sicher öfters mal vorbeischauen und -hören.

Rodja

INFO: http://evil-ed.de/; auf Facebook: www.facebook.com/groups/1600573043492557

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18. April 2016 at 09:49

Crowdfunding für LGBT-Doku “Enchanted – Love makes a family”

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© Eva Schirmer

© Eva Schirmer

Familie hat viele Gesichter – neben dem traditionellen Modell gibt es auch Patchwork und – immer bewusster bzw. sichtbarer werdend – auch das Regenbogen-Modell.

Schauspielerin Michaela Kis und die Künstlerin Stephanie Satzinger haben sich zusammengetan, um mit “Enchanted – Love makes a family” eine Dokumentation über so genannte Regenbogen-Familien zu drehen.

Ein sehr persönlicher Film über Menschen, die in einer “traditionellen” heterosexuellen Beziehung lebten – mit allem, was dazu gehört. Partnerschaft, Ehe, Kinder. Und sich dann in einen Menschen des gleichen Geschlechts verliebten. Wie geht man damit um? Wie gesteht es man dem eigenen Partner, der Familie, gar den eigenen Kindern? Mit welchen Anfeindungen hat man zu kämpfen? Und welche Lichtblicke gibt es in dieser Situation?

Diesen Fragen wollen Kis und Satzinger nachgehen und interviewen dafür schwule und lesbische Paare, einige der Ex-Partner und auch betroffene Kinder. Für die Fertigstellung der Dokumentation benötigen die Filmemacherinnen noch 6.000,- Euro, die sie nun mit einer Crowdfunding-Aktion auf Startnext stemmen möchten. Bis zum 30. April 2016 kann das Projekt noch unterstützt werden.

Rodja

INFO: https://www.startnext.com/enchanted-film; auf Facebook: www.facebook.com/EnchantedFilm.

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18. April 2016 at 08:21

Das kleine Gewinnspiel: “Blockbuster – Das Leben ist ein Film”

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© Independent Works

© Independent Works

Ich bin ein echter Dussel… Aber das soll Euer Schaden nicht sein. ;-D

Eigentlich wollte ich hier berichten, dass Vlado Priborskys bemerkenswertes Independent-Filmprojekt mit Benefiz-Charakter, “Blockbuster – Das Leben ist ein Film”, nun auf DVD erschienen ist. Und auf dem handelsüblichen Weg (Elektronik-Fachmarkt, Internet-Versandhandel) erhältlich ist. Und ich mir bereits eine DVD gekauft habe.

Und dann öffne ich meinen Postkasten und finde eine signierte DVD von Vlado Priborsky vor… eben weil ich Dussel vergessen habe, dass ich das Crowdfundingprojekt dazu unterstützt habe und sowieso eine DVD bekomme.

Jetzt habe ich eine verpackte, unsignierte DVD, mit der ich nichts anzufangen weiß. Was mache ich da bloß?
*Pst. Gewinnspiel*
Ich muss jetzt echt scharf nachdenken. Hm.
*Hey. Gewinnspiel*
Hmmmmm
*GEWINNSPIEL!!!*
Ja, ist ja schon gut. Ich veranstalte wieder einmal “Das kleine Gewinnspiel”. Jössas!

Zu gewinnen gibt es – nach dem Beantworten untenstehender Fragen – eben besagten Film auf DVD. “Blockbuster – Das Leben ist ein Film” ist Vlado Priborskys persönlichstes Werk. Nach den Erfolgen mit mehreren Kurzfilmen und mehreren Schicksalsschlägen trotzend, erzählt der österreichische Filmemacher in seinem ersten Spielfilm von sich selbst, wie er nach seinen Erfolgen mit mehreren Kurzfilmen und trotz mehrerer Schicksalsschläge seinen ersten Spielfilm drehen will. Ein Film mit Meta-Ebene(n) also. Und da die Geschichte so ungewöhnlich ist und der Film auch noch einen Benefiz-Charakter hat, konnte Priborsky dafür mehrere Stars aus der österreichischen Filmszene gewinnen.

Story: 1987, Wien-Favoriten, die neue Heimat des 12-jährigen Vlado Priborsky. Aufgewachsen mit tschechischem Fernsehen, taucht er in die Welt westlicher Filme ein und verschlingt eine VHS-Kassette nach der anderen. Und mit der Zeit formt sich in ihm der Wunsch, selbst Filme zu machen. Mit 19 Jahren bewirbt er sich vergeblich an der Filmakademie. Und dann kommt die Diagnose Krebs. Nach einem jahrelangen Kampf ist die heimtückische Krankheit zurückgedrängt und Priborsky dreht seinen ersten Kurzfilm. Er hat Blut geleckt, weitere Projekte folgen – und selbst weitere Schicksalsschläge wie der frühe Kindstod seines ersten Sohnes David können ihn nicht davon abhalten, sich ganz seiner Leidenschaft zu widmen.

Und hier zu den Fragen:

Nennt drei Schauspieler aus diesem Star-besetzten Film
An wen geht der Erlös aus diesem Film?

Die Antworten bitte NICHT hier posten, sondern per Mail an mich übermitteln. Die E-Mail-Adresse lautet homemoviecorner[at]hotmail.com. Als Betreff bitte “Blockbuster” angeben. Einsendeschluss ist der 15. Mai 2016. Die DVD wird unter den richtigen Einsendern verlost.

Das Ganze findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt. Preise, die auf dem Postweg verloren gehen, können leider nicht ersetzt werden. Bitte auch Namen, Alter und Postadresse angeben (Warnung: Wer keine vollständigen Angaben abliefert, wird automatisch ausgeschlossen!). Diese Daten werden nur im Rahmen des Gewinnspiels verwendet und nicht weitergeleitet – nach Abschluss der Runde werden sie auch sofort gelöscht.

Rodja

INFO: www.blockbusterderfilm.at

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14. April 2016 at 10:23

Premiere für “Tatort Calw VII: Auge um Auge”

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© Mania Pictures

© Mania Pictures

Da sind sie wieder, meine Lieblings-Schwaben…

Wieder lädt das Team Mania Picture nach Calw ein, das – zumindest filmisch – der Sündenpfuhl von Baden-Württemberg ist. Nach sechs “Tatort Calw”-Teilen (und mit “SEK Calw” einer indirekten Fortsetzung) folgt nun “Tatort Calw: Auge um Auge”. Der siebente Teil rund um die Kommissare Jäger, Kraft und Hoffmann feiert am 15. April 2016 in Calw Premiere.

Story: Kaum aus dem Gefängnis entlassen, wird ein Ex-Knacki von einem maskierten Unbekannten entführt. Ein Fall für Kommissar Jäger (Stefan Lörcher), der mangels Beschäftigung in der Calwer Mordkommission den Kollegen anderer Dezernate aushelfen muss. Zu allem Überfluss verdonnert ihn sein Chef auch noch dazu, den Absolventen der Polizeischule Steinberger (Frederik Bott) unter seine Fittiche zu nehmen. Doch schon bald wird Jäger mit seinen Kollegen Hoffmann (Frieder Pfeiffer) und Kraft (Cathrin di Stefano) mit einer brutalen Mordserie konfrontiert. Die Opfer: Allesamt Kleinkriminelle.

Als der Grünschnabel Steinberger am Tatort seltsame Schriftzeichen entdeckt, kommt der Verdacht auf, es könnte sich um religiös motivierte Rachemorde handeln. Auge um Auge. Doch wer hegt einen solch großen Hass, dass das grausame Vorgehen erklären könnte? Bei den Ermittlungen stoßen die drei Kommissare auf eine Verbindung zwischen den Opfern und machen eine schockierende Entdeckung. Werden sie den selbsternannten Rächer aufhalten können?

Ich habe hier schon öfters erwähnt, dass ich ein Fan von Mania Pictures bin. Das hat nichts damit zu tun, dass ich durch sie meine bisher einzige IMDB-würdige Rolle bekommen habe – die Schwärmerei hat schon viel früher angefangen. Ich finde es einfach toll, dass das Team rund um Armin Schnürle in seiner Freizeit jedes Jahr ungefähr einen Film dreht. Und zwar mit Schauwerten, die in der Amateur- und Indie-Szene ihresgleichen sucht.

Vor der Kamera agiert wieder einmal Tilo Prückner (“Siebtelbauern”, “Die Fälscher”) als Quasi-Stammschauspieler der Truppe in einer Nebenrolle. Und auch hinter der Kamera sticht ein Name heraus: Splatter-Regisseur Olaf Ittenbach (“Premutos”, “Dard Divorce”, F/X-Mann für einige Uwe-Boll-Filme) sorgt für die blutigen Effekte. Anscheinend soll der Blutzoll von “Tatort Calw: Die Hollywoodmorde” – für den ja auch Ittenbach verantwortlich zeichnete – noch weiter in die Höhe getrieben werden. Für den Score sorgt wieder einmal der aufs schmale Geldbörserl fokussierte, aber nichtsdestotrotz hörenswerte Komponist Michael Donner.

Das Interview mit Armin Schnürle ist zwar schon einige Jahre alt, man kann dem Artikel aber doch noch recht gut entnehmen, was das Besondere an Mania Pictures und dem selbst geschaffenen Film-Biotop Calw ist. (Ja. Genau so etwas möchte ich auch für Österreich haben, bitteschön!)

Rodja

INFO: www.mania-pictures.de

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13. April 2016 at 09:18

“Valossn”-Weltpremiere bei Grenzland-Filmtage

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© Reisenbauer Filmproduktion/Abbild Filmproduktion

© Reisenbauer Filmproduktion/Abbild Filmproduktion

Ich habe schon lange nichts mehr vom Kärntner Filmemacher David Hofer gehört. Um so mehr freut es mich, dass sein Film “Valossn” demnächst Premiere feiert. Er ist ein wahres Ausnahmetalent, sowohl vor als auch hinter der Kamera.

Im bis dato größten Actionfilm Österreichs, “Planet USA” von Flo Lackner (sorry, Stefan Ruzowitzky, aber dein Film “Die Hölle” muss erst einmal das Licht der Leinwand erblicken), mimte er den schießwütigen US-Major Conrads, machte aber auch noch teilweise den Schnitt. Für die mehrfach ausgezeichnete Sportdoku “Streif – One Hell of A Ride” war er ebenfalls als Cutter zuständig.

Doch am besten ist David Hofer, wenn er seine eigenen Geschichten erzählen kann. Wie eben auch im von Reisenbauer Film und Abbild produziertem Drama “Valossn”, das am 2. April 2016 bei den 39. Grenzland-Filmtagen in Selb (Bayern) seine Weltpremiere feiert.

Inhalt: Pauli (Michael Kuglitsch), ein junger, zurückgezogener, merkwürdiger, traumatisierter Mann, trägt ein dunkles Geheimnis mit sich. Als sein Vater stirbt, tritt dieses mit aller Macht wieder heraus. Ein Film wie eine Urgewalt – so wie die Berge, die Teil der Erzählung sind.

Rodja

INFO: www.reisenbauer-film.com/valossn; Facebook-Gruppe: https://www.facebook.com/groups/1693637390872412

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30. März 2016 at 08:22

Intelligente Schreibmaschine “Freewrite” jetzt bestellbar

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Computer sind wahre Multimediakünstler: Man kann nicht nur damit arbeiten, sondern auch mit ihnen spielen, Musik hören, Filme ansehen oder im Internet surfen. Jede Menge Möglichkeiten… jede Menge Ablenkungen. Und das ist für willensschwache Menschen wie mich ein Problem. Lieber mal schnell ein paar E-Mails checken, als die Deadline für einen Artikel im Auge zu behalten. Und genau vor diesen Ablenkungen soll nun der technisch abgespeckte Computer “Freewrite” aus den USA schützen.

Ausgehend von einem erfolgreichen Crowdfundingprojekt – damals noch als “Hemingwrite” (diesen Namen mochte ich eigentlich lieber, keine Ahnung, warum man den geändert hat) – kommt nun der “Freewrite” auf den Markt.

Das Gehäuse ist aus robustem Aluminium, mit richtigen Tastenmodulen zum Tippen. Doch statt auf Papier blickt man auf einen 5,5-Zoll-E-Ink-Bildschirm. Da E-Ink wesentlich Strom sparender als ein normaler Laptopbildschirm ist, reicht der Akku laut Presseinformationen für mindestens vier Wochen. Die Speicherkapazität selbst beträgt bis zu eine Million Seiten.

© Astrohaus

© Astrohaus

Im Internet surfen oder E-Mails checken geht mit dem “Freewrite” nicht, das Gerät ist rein zum Schreiben gedacht. Mögliche Ablenkungen von der wichtigen Arbeit wurden mit dem Freewrite eliminiert, versprechen die beiden Entwickler Adam Leeb und Patrick Paul mit ihrer Firma Astrohaus. Für den “Freewrite” gibt es verschiedene Keyboard-Layouts, man kann also auch die deutsche QWERTZ-Tastatur bestellen. (Edit 30.03.2016: Irrtum meinerseits, es folgt eine Richtigstellung)

Oliver Scheit machte mich auf ein Missverständnis aufmerksam: “Supported keyboard layouts” bedeutet nicht, dass eine deutsche QWERTZ-Tastatur bestellbar ist. Man kann nur das ISO-Tastatur-Layout bestellen und als Setup “Deutsch” wählen. Die Tasten sind zwar noch immer englisch QWERTY bedruckt, die Tastatur-Auslegung ist dann Standard-Deutsch QWERTZ mit Umlauten. Für Benutzer, die mit zehn Fingern blind schreiben können, also kein Problem. Wer nicht blind schreibt, hat dann ein Problem. Da es jedoch eine Cherry-Tastatur ist, können diese Tasten ausgetauscht werden. Dafür gibt es auch Bezugsquellen im Internet, meint Oliver.

Die “Schreibmaschine” ist auch für Drehbuchautoren interessant. Soweit ich mich erinnern kann, gibt es bestimmte Shortcuts/Markups, mit denen man den Text in ein Drehbuchformat bringen kann.

Ganz aufs Internet wird aber nicht verzichtet, mittels WiFi oder Bluetooth kann man Texte mit Google Docs oder Evernote synchronisieren und speichern bzw. zur weiteren Verarbeitung auf den PC oder den Laptop verschicken. Der “Freewrite” kann aber auch völlig vom Internet abgeschottet werden, da auch noch ein USB-C-Anschluss vorhanden ist. (Das sind die kleinen Anschlüsse – ich frage mich, ob es dafür USB-Sticks gibt.)

Wer bis Ende März das Gerät über die Website Getfreewrite.com bestellt, bezahlt 499 US-Dollar (exkl. Zoll). Danach steigt der Preis auf 549 US-Dollar (exkl. Zoll). Die Auslieferung soll noch im März starten.

© Astrohaus

© Astrohaus

Ich habe den “Freewrite” schon seit einiger Zeit im Blickfeld. Ja, ich war sogar ein Unterstützer der Crowdfunding-Aktion mit der höchsten Option – nämlich eines der Geräte zu bekommen. Ja, ich war bereit, viel Geld dafür auszugeben. Doch je mehr ich darüber nachdachte und Informationen darüber bekam, desto nachdenklicher wurde ich. Bereits in einem anderen Blog-Beitrag habe ich erklärt, warum ich mich dann doch entschloss, aus dem Crowdfunding-Projekt wieder auszusteigen.

Das heißt nicht, dass ich mich jetzt für den “Freewrite” nicht mehr interessiere. Ich will nur mehr Informationen bekommen bzw. die ersten Praxistests abwarten.

© Astrohaus

© Astrohaus

Nun ist es bald soweit – und die ersten Pressetexte lassen mich noch immer etwas unschlüssig zurück. War in ersten Informationen noch von einer Akku-Laufzeit von sechs Wochen die Rede, sind es jetzt nur noch vier Wochen plus. Und das auch nur bei einer Nutzung von einer halben Stunde pro Tag. Das kommt mir allerdings etwas wenig vor. Wenn man bedenkt, dass meine mechanische Schreibmaschine 24/7 nur auf mich wartet – und ich so zwei, drei Stunden täglich damit arbeiten kann, bevor MEIN Akku (Anm.: der geistige) schlapp macht.

Allerdings… so sparsam die Schreibmaschine auch ist – sie braucht Papier. Da ist “Freewrite” natürlich viel praktischer, denn auf dem Gerät können bis zu einer Million Seiten gespeichert werden. Laut Pressetext. Leider steht da nicht, ob sich die Seitenzahl auf das A4-Format bezieht, oder ob darunter die Seiten zu verstehen sind, die diesem 5,5-Zoll-Display entsprechen. Quasi E-Book-Seiten halt.

Ein Computer ist in der heutigen Gesellschaft doch akzeptierter als eine Schreibmaschine. Und so wird das auch mit dem “Freewrite” sein. Mit dem Laptop im Café zu sitzen ist heute gang und gäbe. Mit einer Schreibmaschine ist das schon schwieriger. Sie ist halt lauter – und man wird als störend empfunden und gebeten, doch woanders zu tippen. (Ja, ist mir schon einmal passiert. Ich verstehe das ja auch und höre dann auch mit dem Tippen auf.)

Kommen wir nun zum vermeintlich größten Kritikpunkt: dem Preis. Natürlich sind rund 500 bzw. 550 US-Dollar ein stolzer Preis. Aber man darf nicht vergessen: Der “Freewrite” ist ein Nischenprodukt. Er ist nicht für die Massen gedacht. Er ist für Schreiber gedacht. Und da kann ich mir durchaus vorstellen, dass das Gerät seinen Markt findet. Natürlich, auf Laptops gibt es Word oder CeltX oder Final Draft, aber da gibt es eben auch die vielen Quellen der Ablenkung. Und ja, es gibt Apps, bei denen man eine bestimmte Zeit einstellt – und dann kann man halt diesen Zeitraum nicht im Internet surfen.

Aber Autoren ticken nun einmal anders. Sie sind auf der Suche nach dem für sie perfekten Schreibgerät. Und sollte ich das Gefühl haben, endlich mit dem “Freewrite” meinen ersten Roman fertig stellen zu können, dann ist mir das Gerät den Preis auch wert. Egal, ob 500, 550 oder 600 US-Dollar.

Das hier sind alles nur rein theoretische Gedankengänge zum “Freewrite”, der “Schreibmaschine” der neuen Zeit. Vielleicht würden viele Bedenken einfach weggewischt werden, könnte ich das Gerät doch nur einmal ausprobieren, meine Hand darauf legen, die ersten Texte problemlos abspeichern und auf meinen Computer übertragen. Aber nein, das ist leider nicht möglich. Ich müsste den “Freewrite” quasi blind bestellen und darauf vertrauen, dass das Ding halt doch das kann, was ich will. Und da ist mir das Risiko zu groß. Da bleibe ich doch lieber meinen Schreibmaschinen treu.

Da die Auslieferungen jetzt im März starten (sollen), werden wohl bald die ersten hands-on-reviews erfolgen. Ganz besonders gespannt bin ich auf die Meinung von Oliver Scheit, ebenfalls einem Schreibmaschinisten. Oliver ist ein Backer der “Freewrite”-Crowdfundingaktion gewesen und sollte bald sein Gerät bekommen. Er plant, auf seiner Site Schmasch.de eine ausführliche Rezension zu veröffentlichen. Darauf bin ich schon sehr gespannt.

Rodja

INFO: http://getfreewrite.com

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27. März 2016 at 08:26

“Quiqueck & Hämat: Proll Out”… online!

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(copyright Thomas Zeug)

(copyright Thomas Zeug)

Das Weltall… unendlich viele Deppen da draußen…

Und Quiqueck & Hämat sind dabei noch die harmlosesten.

Wie bereits auch hier angekündigt, hat der deutsche Filmemacher Thomas Zeug sein Versprechen wahr gemacht und seinen vor exakt drei Jahren veröffentlichten, absolut unabhängig und selbst produzierten Animationsfilm “Quiqueck & Hämat: Proll Out” in einer leicht überarbeiteten Version online gestellt.

Inhalt: Quiqueck & Hämat sind zwei Außerirdische vom Planeten Quiquill. Sie wurden vom nebulanischen Bund, einer interstellaren Vereinigung mehrerer Welten, mit der Mission betraut, im Orbit der Erde den Planeten und dessen Bewohner zu beobachten. Während Quiqueck als Captain einen faulen und verantwortungslosen Führungsstil pflegt, muss Hämat als erster Offizier meist die Drecksarbeit auf ihrem Schiff, der QSS Bulldock, erledigen und ist meist dementsprechend genervt.

Infolge einer ihrer unzähligen Meinungsverschiedenheiten übersehen die beide eine Warnmeldung der Raumflotte vor Prollianern, eine rebellische und kampflustige Rasse pöbelnder Zyklopen. Es kommt zum Kampf zwischen den beiden Schiffen, bei dem in wilden Verfolgungsjagden und actionreichen Gefechten auch unsere Welt in Mitleidenschaft gezogen wird. Doch wie können unsere Helden ihre bösen Widersacher mit Intelligenz und Köpfchen besiegen, wenn es ihnen selbst daran mangelt?

Über die Entstehung des Films, der Entwicklung vom Hörspiel zum Spielfilm führte ich schon einmal ein Interview mit Thomas Zeug (nachlesen hier). Doch seit 2013 hat sich viel getan – so arbeitet Thomas Zeug an einer Serie. Mittlerweile ist er bei Episode 4 angelangt, die erst vor kurzem ihre Premiere beim 20. Cine-Maniacs Filmfest in Türkheim (Bayern) feierte.

Rodja

INFO: Thomas Zeug www.filmzeugs.de; Filmsite: http://prollout.filmzeugs.de/; Serien-Site: http://2aliens.filmzeugs.de/

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21. März 2016 at 01:10

Auf zum nächsten Carl-Mayer-Drehbuchwettbewerb

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© Rodja Pavlik

© Rodja Pavlik

Alle Jahre wieder… und ein Halleluja und Vergelt’s Gott! dafür…

Das Filmfestival Diagonale in Graz ruht mal wieder für ein Jahr. Und ich war wieder mal nicht dort. Ärgerlich, aber mit Familie daheim kann man einfach nicht so ohne weiteres ein paar Tage abhauen.

Aber für mich als Schreiberling kommen die Filme dort sowieso “nur” an zweiter Stelle. Viel interessanter finde ich da den Carl-Mayer-Drehbuchwettbewerb, der nun schon jährlich statt findet – und die Preisvergabe bzw. die Nennung des Themas für den nächsten Wettbewerb im Rahmen der Diagonale stattfindet.

Wie Südtirolnews.it berichtet, hat heuer die Filmemacherin Clara Stern mit ihrem Skript “Training” den Hauptpreis von 14.500 Euro gewonnen. Darin geht es um eine junge Eishockeyspielerin, die lieber als Mann leben möchte und sich in eine Teamspielerin verliebt. Der Förderungspreis von 7.200 Euro geht an das Treatment “Schneegestöber” vom Autoren-Duo Franziska Pflaum und Roman Gielke.

Und nun das mit Spannung erwartete neue Thema – es lautet…

“anders”

Bis zum 30. November 2016 können fiktionale oder dokumentarische Treatments für einen Kinofilm anonym eingereicht werden. Die Entscheidung erfolgt dann im ersten Jahresdrittel 2017 in Graz. Ausgeschrieben sind 14.500,- Euro für den Hauptpreis und 7.200,- Euro für den Förderungspreis.

Die Treatments können sowohl von einzelnen Autoren als auch im Team entwickelt werden. Teilnahmeberechtigt sind alle Österreicher, Auslandsösterreicher und alle mindestens seit drei Jahren in Österreich wohnhaften Person.

Nicht teilnahmeberechtigt sind Stoffe, die vor der Juryentscheidung bereits eine Drehbuchförderung oder einen Drehbuchpreis erhalten haben oder bereits einmal beim Carl-Mayer-Drehbuchwettbewerb eingereicht wurden.

Rodja

Weitere Details zu den Einreichbedingungen
Statuten zum Drehbuchwettbewerb

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12. März 2016 at 07:11

Making of “Darth Maul: Apprentice”

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Schön. Muss nicht viel schreiben. Hier das Making of zum vorgestellten deutschen Star Wars-Fanfilm “Darth Maul: Apprentice” von Shawn Bu. Viel Spaß beim Anschauen.

Rodja

INFO: http://www.t7-production.com/

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10. März 2016 at 03:01

Als Darth Maul noch ein Azubi war…

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Ich kann mich noch ganz genau erinnern, wie ich das erste Mal Darth Maul in einem Trailer gesehen habe. Ich war begeistert. Ich war euphorisch. Wow, was für ein Bösewicht! Ja, der Typ war würdig, die Nachfolge von Darth Vader (bzw. der Vorgänger) zu sein. Doch ach, dann kam “Star Wars: Episode I” ins Kino. Und der Film war einfach nur schlecht. Nichts gegen Ewan McGregor und Liam Neeson, die waren noch die lebendigsten Figuren. Aber was mit Darth Maul passierte, war einfach eine Frechheit. Nicht nur, dass er gerade mal zwei Sätze im Film sagte, war sein Charakter auch eher mehr als überheblicher Proll angelegt, denn als charismatischer Bösewicht. Gut, der Endkampf zwischen ihm und Obi-Wan Kenobi und Qui-Gon Jinn war eine Augenweide – aber das alleine war zu wenig. Abgesehen davon, dass ein Kampf zwischen ihm und Qui-Gon Jinn auf Tatooine einfach rausgeschnitten wurde (und das in der Handlung des Films ein bemerkbares Loch reißt).

Und nein, dass Darth Maul “Episode I” in der Animationsserie “The Clone Wars” als irr gewordener Spinnenfüßler überlebt hat, macht es nicht besser. Im Gegenteil. (Obwohl… der Schlusskampf von Darth Sidious mit Darth Maul… das hatte schon etwas… Aber ich schweife ab.)

Anscheinend geht es vielen Star Wars-Fans so mit Darth Maul. Sie wissen um das große Potenzial des Bösewichts, sind aber mit der Ausführung sehr unzufrieden. So wohl auch der in Deutschland studierende Filmemacher Shawn Bu, der nun nach zweijähriger Arbeit seinen Fan-Film “Darth Maul: Apprentice” veröffentlicht hat, der zurzeit in den sozialen Netzwerken abgefeiert wird. Also zumindest in jenen, die sich mit “Star Wars” befassen.

“Darth Maul: Apprentice” findet vor “Episode I” statt. Zu einer Zeit, als er noch ein Azubi der Dunklen Seite der Macht ist und sich erst einen Namen machen muss. Und das im wortwörtlichen Sinn – der Imperator muss ihm ja erst noch einen Titel/Namen verleihen. Die Gelegenheit naht, als eine Gruppe Jedis sich seinem geheimen Stützpunkt nähert. Darth Maul muss sich seiner “Gesellenprüfung” unterziehen.

Mit dabei sind u.a. Mathis Landwehr (“Kampfansage – Der letzte Schüler”, “Lasko – Die Faust Gottes – und zuletzt auch das sich noch in der Schwebe befindende “Land of Giants”)” oder Svenja Jung, die demnächst im Film “Die Mitte der Welt” des Grazer Filmemachers Jakob M. Erwa (“Heile Welt”, “HomeSick”) zu sehen sein wird.

*** SPOILER ALERT ***

Ah… bei “Darth Maul: Apprentice” durfte sich wohl jemand so richtig austoben. Es ist ein netter Action-Kurzfilm mit vielen Stunts, Effekten und Schwertkämpfen. Allerdings gibt es auch nicht so viel mehr zu sehen, als im Endkampf in “Episode I”. Nur ganz kurz, gegen Ende des Kurzfilms, wird ein Einblick in Darth Mauls Seele geboten, als er so etwas wie Erbarmen für eine junge Jedi erkennen lässt (Und warum genau? Weil Svenja Jung so waidwund wie Bambi dreinschauen kann? So ganz kann ich das nicht nachvollziehen.) Doch ein Gewissenskonflikt unter den Augen von Darth Sidious kann sich der Azubi nicht leisten… Und genau von diesem Konflikt hätte ich gerne mehr gehabt. So aber ist es “nur” ein nett anzuschauender Action-Flick mit hohen Schauwerten. Aber auch das macht verdammt viel Spaß.

Rodja

INFO: http://www.t7-production.com/

Written by HomeMovieCorner

7. März 2016 at 13:28

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