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The art of independent movies

„Mom, I’m doing porn now!“

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Der in Salzburg lebende Filmemacher Christian Genzel ist mir u.a. durch seinen Indie-Spielfilm „Die Muse“ und als Filmjournalist bzw. -kritiker durch seinen Blog „Wilsons Dachboden“ bekannt, auf dem er mal mehr, mal weniger obskure Werke der Filmgeschichte und Filmperlen präsentiert. Sein letzter Kurzfilm „Cinema dell‘ oscurità“ mit der fantastischen Stephanie Lexer (u.a. „Biest“) findet sich auf der aktuellen DVD der renommierten „Shocking Shorts“-Reihe.

Gerade ist Genzel mit seinem Dreh-Team aus den USA heim gekommen. Er drehte dort Interviewparts für seine kommende Dokumentation „Finding Planet Porno“ (Facebook-Site) rund um den US-Filmemacher Howard Ziehm.

© Ghost Light Productions

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Obwohl sexuell ein ziemlicher Spätzünder – Ziehm verlor erst mit 20, 21 Jahren seine Jungfernschaft – gilt er doch als Porno-Pionier. Zusammen mit einem Geschäftspartner brachte Howard Ziehm 1970 mit „Mona“ den ersten Hardcore-Langfilm heraus, der landesweit in den US-Kinos lief.

Hierzulande dürfte Ziehm aber eher durch seine Sex-Parodien „Flesh Gordon“ (1974) und „Flesh Gordon Meets the Cosmic Cheerleaders“ (1990) bekannt sein. Ursprünglich war „Flesh Gordon“ auch als Porno-Spielfilm gedacht, doch die Polizei beschlagnahmte die frühen Hardcore-Szenen, so dass Ziehm sich entschied, einen Softsex-Film daraus zu machen. In dem fliegt nun Flesh Gordon in einem Penis-förmigen Raumschiff durchs Weltall, um Imperator Wang daran zu hindern, mit seinen Sex-Strahlen die Menschheit zu versklaven.

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Als ich den Film und seinen 16 Jahre später gedrehten Nachfolger das erste Mal sah, war das so in den frühen 1990er-Jahren. Eine wilde Zeit – so nach dem Bundesheer. Da waren bis lange nach Mitternacht dauernde Spielabende angesagt: „Das schwarze Auge“-Rollenspiele, Brettspiele wie „HeroQuest“ oder „SpaceQuest“ – später auch „Warhammer Fantasy“, bei dem wir natürlich auch Figuren bemalten. Und wenn wir besonders masochistisch veranlagt waren, spielten wir „Shogun“ (ungefähr wie „Risiko“, nur mit hunderten Figuren, Festungen, auszuhebenden Ronin-Söldnern, Ninja-Spionen und Auftragskillern – ich kann mich nicht erinnern, dass wir jemals ein Spiel zu Ende spielten).

Sollten wir wider Erwarten doch einmal vor Mitternacht fertig gespielt haben, war dann Video-Abend gesagt. Andi war Stammgast in der Videothek und borgte sich dort en masse Filme aus – die er wiederum en masse mit einem zweiten Videorecorder kopierte. Und so kam ich dann in den Genuss von Filmen wie „Bad Taste“, „Waynes World“, „Bill & Teds verrückte Reise in die Vergangenheit“ (bzw. auch „… in die Zukunft“), „Meet the Feebles“, „Army of Darkness“ – und eben „Flesh Gordon“ und dessen Nachfolger. Also alles, was damals als cool angesehen wurde.

Mich hat das nie so wirklich infiziert. Vor allem die schnoddrige deutsche Synchronisation, die ja mittlerweile Kult ist, ging an mir völlig vorbei. „Volle Kanne, Hoschi“ wurde ein gängiger Spruch in meinem Freundeskreis damals – und jedes Mal, wenn er zitiert wurde, war ein Lacher garantiert. Ich kam mir wie Spock vor, der das Ganze als Außenstehender beobachtete und alles „faszinierend“ fand, aber nie wirklich davon berührt wurde.

„Flesh Gordon“ und „Flesh Gordon Meets The Cosmic Cheerleaders“ stachen insofern heraus, da wir vom Hörensagen wussten, dass das verkappte Pornos waren.

Was sie eben nicht waren. Es waren Softsex-Klamotten mit Fäkalhumor-Einlagen. Insofern „faszinierend“, dass meine Freunde sich total abhauten. Ich fand ja den nur wenige Jahre zuvor herausgekommenen „Spaceballs“ auch nicht wirklich lustig. (Ja, ich bin wohl eine ziemliche Spaßbremse. Aber ich stehe eher auf philosophischen Slapstick-Humor à la Dick & Doof, Buster Keaton, Charles Chaplin und Harold Lloyd – da wurde nicht so viel Schwachsinn geredet. Wie auch, waren ja alles größtenteils Stummfilme.)

© Rodja Pavlik

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Was mich aber an „Flesh Gordon“ begeisterte, waren die Special Effects und die Ausstattung. Dem Filmemacher war es gelungen, eine in sich stimmige Welt zu kreieren – und das mit wenig Budget. Das konnte ich auch als Film-Laie erkennen. Und die Effekte wirkten bei manchen Sachen wesentlich besser als im Vergleich dazu der „High-Budget-Film“ „Spaceballs“. Ja, in den besten Szenen, als Flesh Gordon von Ameisenrobotern angegriffen wird, wird man an „Jason und die Argonauten“ (1963) erinnert, ein Meisterwerk des legendären Trickkünstler Ray Harryhausen.

Kein Wunder, gehörten doch zum Effekteteam unzählige junge Künstler, die es später weit bringen sollten, wie Christian Genzel auf „Wilsons Dachboden“ erzählt. So wirkten u.a. Mike Minor (Art Director für „Star Trek II – Der Zorn des Khan“), Rick Baker (sieben Oscars und Arbeit u.a. an „Hellboy“ oder Michael Jacksons „Thriller“-Video), Dennis Muren (neun Oscars, u.a. für „Terminator 2“ und „Jurassic Park“) und Greg Jein (u.a. Modelle für „Unheimliche Begegnung der Dritten Art“ und „Star Trek – Der Film“) mit.

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Doch nun zurück zur Doku „Finding Planet Porno“: Da ich Christian Genzels bisherige Werke kenne und schätze – und ihn auch als ernst zu nehmenden Regisseur mit Visionen wahr nehme, unterstütze ich das Projekt und sichere mir einen imdb-Credit als Associate Producer, was mich nun zum eingangs erwähnten Satz führt: „Mom, I’m doing porn now!“. (Na ja, wohl eher „Mom, I’m doing documentary now!“ – aber dann hätte wohl keiner mehr weiter gelesen.)

Mit in Genzels Team ist Kameramann Paul Sprinz, mit dem er zusammen den atmosphärischen Musikclip „Instant Love“ (und auch hier: Stephanie Lexer!) der Band Roia realisierte. Sprinz wiederum stand auch beim äußerst sehenswerten Kinodebüt „Die beste aller Welten“ von Adrian Goiginger hinter der Kamera. Der Film läuft aktuell in den österreichischen Kinos – und startet demnächst auch in Deutschland. Eine meiner Filmempfehlungen diesen Jahres. Definitiv.

Rodja

INFO: „Finding Planet Porno“ auf Facebook: www.facebook.com/PlanetPornDoc, Christian Genzels Filmproduktion Ghost Light Productions: www.ghostlightproductions.de

„Flesh Gordon“ (1974) – Trailer

„Flesh Gordon Meets the Cosmic Cheerleaders“ (1990) – Trailer

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23. September 2017 at 08:47

DVD-Präsentation von „Wilde Maus“ im Wiener Prater

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Am Donnerstag (7. September) fand im Wiener Prater die DVD-Präsentation von Josef Haders Regiedebüt „Wilde Maus“ statt – passenderweise eben auch vor der namensgebenden Achterbahn. Ich bin ja nicht so der Autogrammjäger, aber wenn sich mal eine Gelegenheit bietet, dann nütze ich sie schon mal.

„Wilde Maus“ war ja ein Wahnsinnserfolg an den Kinokassen. 264.455 Besucher allein in Österreich – das ist mehr als nur beachtlich. Zugegeben, ich fand den Film eh auch ganz nett. Aber auch nicht mehr. Eine verfilmte tragikomische Midlife Crisis – so, wie sich ein Kabarettist das halt vorstellt. Ist ja nicht so, dass diese Herangehensweise im österreichischen Film noch nie da gewesen wäre. Allerdings waren da einige Werke dabei, über die ich lieber den Mantel des Schweigens hülle. (I’m looking at you, Alfred Dorfer.)

Nun fand ich mich also am Donnerstag im Wiener Prater ein. Der Rummel war groß (Rummel auf einem Rummelplatz… höhöhö), aber angenehm überschaubar. Man musste sich für ein Autogramm auch nicht ewig lange anstehen. War wirklich fein. Eigentlich hoffte ich darauf, einige bekannte Gesichter zu sehen. Bei „Wilde Maus“ standen ja Andreas Thalhammer, Xiaosu „Xax“ Han und Boris Steiner hinter der Kamera. Leute, die ich noch von Indie-Geschichten wie „Auf bösem Boden“ von Peter Koller oder „Greener Pastures“ von Michael Sokolar her kenne. Doch leider waren sie nicht da. Wahrscheinlich drehen sie gerade irgendwo.

Dafür traf ich jemanden anderen, den ich schon sehr lange nicht mehr gesehen habe – und das hat mich sehr gefreut. Karl Leopold „Koatsch“ Furtlehner (Im Bild rechts. Links – das bin ich. Der in der Mitte… keine Ahnung. Der hat sich einfach ins Bild gefotobombt).

© Rodja Pavlik

2008 brachte Furtlehner mit seiner Gruppe Warnblinker Film den mittellangen Krimi „Randgestalten“ heraus. Die tragikomische Geschichte rund um die Schließung eines Postamts und dem Verschwinden eines Fleischhauers gefiel mir recht gut (eine Kritik dazu hier) – der Film fiel aber auch noch durch einen besonderen Gaststar auf: Josef Hader.

Irgendwie ergab sich danach immer wieder eine Gelegenheit für eine Zusammenarbeit. So traten Furtlehner und sein Warnblinker-Kompagnon Gerhard Haubenberger auch in der Brenner-Verfilmung „Der Knochenmann“ auf. (Anm.: Ich halte den Film ja für einen Backwood-Slasher, der aber nicht als solcher beworben wird. Beinhaltet ziemlich viele Sachen, die so Backwood-Slasher aufweisen… Eben am Land, grausige Schlachtszenen, Kannibalismus, auch ein bisschen Body-Transforming ist dabei). Die Szene mit Furtlehner und Haubenberger wurde zwar aus dem Film geschnitten, ist aber im Bonusmaterial der DVD zu finden.

Und auch in „Wilde Maus“ waren Furtlehner und Haubenberger – sie waren es, die Hader durch den Schnee jagten.

Wie Furtlehner mir schon vor einiger Zeit verriet, ist derzeit eine vierte Kooperation mit Josef Hader in der Postproduktion. Mit „Halbmännerwelt“ (Facebook-Seite) ist es diesmal wieder ein Indie-Film von Furtlehner selbst. Ich muss sagen, ich bin schon sehr gespannt darauf.

Auf jeden Fall habe ich jetzt eine „Wilde Maus“-DVD mit den Unterschriften von Josef Hader und K.L. Furtlehner. Nerd-Herz, was willst du mehr?

Rodja

Hier noch ein TV-Beitrag über „Halbmännerwelt“.

Und hier der Trailer zu „Randgestalten“

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9. September 2017 at 07:43

Crowdfunding für die älteste Videothek

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Ich muss ein Geständnis ablegen… Ich wurde nicht in Videotheken sozialisiert… Dabei bin ich eigentlich im richtigen Alter, um mich noch an die Glanzzeiten der Videotheken zu erinnern. Aber meine filmische Ausbildungsstätte war das Kino. Filmempfehlungen entnahm ich den Zeitungen und „Cinema“ (damals, als es noch etwas bedeutete, „Cinema“ zu lesen). Und oft ging ich auch allein ins Kino, kaufte mir eine Karte für die erste Reihe. Genickstarre war da noch ein Fremdwort – und wer im Urlaub damals bei griechischen Freiluftkinos hinter der Leinwand saß, weiß, von welchem „Blickwinkel“ ich rede).

Aber das mit den Videotheken hat sich eigentlich nie so wirklich ergeben. Hängt sicher damit zusammen, dass mein Vater erstens Filme lieber selbst aufnehmen und kein Geld für die Mitgliedsgebühr bei Videotheken ausgeben wollte. Wir hatten damals ja erst seit kurzem Kabelfernsehen – und die Auswahl an Filmen durch die vielen Sender war für uns damals unfassbar. Zweitens… mein Vater hatte Video 2000. Die Kassetten waren beidseitig bespielbar – fürs Aufnehmen perfekt. Leider verliehen die meisten Videotheken nur VHS-Kassetten. Und schlimmer noch – auch die Eltern meiner Freunde hatten ebenfalls nur VHS. Also auch hier kein Austausch.

Niemand beherrschte dieses „aufs-falsche-Pferd-setzen“ so gut wie wir. Beispiele gefällig? Während meine Freunde alle den C 64 (später dann den Amiga) hatten, bekam ich den Sinclair ZX Spectrum 16k. Da konnte ich noch die Schuld auf meine Eltern schieben, weil die finanzierten das damals. Aber als ich schon eigenes Geld hatte, setzte sich die Pavlik’sche Tradition fort. Andere hörten Pop, ich Klassik, Metal, Punk und Oldies. Als alle schon von MP3 redeten, kaufte ich mir einen MD-Player. Mittlerweile hat sich das sogar zu einem bewussten Lebensstil entwickelt: Während viele den neuesten Smartphones hinterher hecheln, stehe ich auf Schreibmaschinen und Musikkassetten. Aber das ist ein anderes Thema.

Wo war ich eigentlich? Ach ja… Kino statt Videothek – das war meine filmische Selbsterziehung. Ja, später war ich schon in einigen Videotheken eingetragen – u.a. auch in der Videothek Schopenhauer von Austro-Trash-Director Elmar Weihsmann („Thrill“, „Terror am Strand“, „Silent Bloodnight“, um nur einige zu nennen. Komischerweise habe ich vor kurzem gerade eine MiniDisc mit einem Interview mit ihm gefunden) – aber das waren eher kurze Episoden, in denen ich eigentlich nie wirklich prägende Filme zu sehen bekam.

Doch vor einigen Jahren setzte ein Kino-Sterben ein. Viele Kinos, in die ich früher ging, verschwanden. Das Auge Gottes, das Flotten-Kino, das Kolosseum, das Erika … viele wichen irgendwelchen Supermarktketten. Auf der Mariahilfer Straße weist noch immer eine (ausgeschaltete) Neonreklame geisterhaft auf das Flotten-Kino hin – doch man findet nur eine „Hofer“-Filiale vor.

© Randfilm e.V.

Natürlich erfüllt einen so etwas mit einem gewissen Wehmut. Insofern verstehe ich die Jungs von Randfilm e.V. aus Kassel total, wenn sie mittels einer Crowdfunding-Aktion auf Startnext mit dem Film-Shop Kassel die älteste Videothek Deutschlands (wenn nicht gar der Welt) vor dem Aus retten wollen.

In dem von Eckhard „Ekki“ Baum 1975 gegründeten Geschäft stehen über 20.000 Filme. Nicht nur auf Blu-Ray und DVD, sondern den Informationen nach auch auf VHS, Super-8 und 16 mm. Tipps werden noch persönlich gegeben, nicht von irgendwelchen Amazon-Algorithmen erstellt. Ja, auch das ist ein Kulturort. Und obwohl ich höchstwahrscheinlich nie diese Räume betreten werde, unterstütze ich das Projekt sowohl ideell als auch finanziell.

Bis zum 14. September 2017 will Randfilm e.V. 29.000 Euro via Crowdfunding auftreiben. Damit soll nicht nur der Videotheken-Betrieb aufrecht erhalten werden, sondern der Film-Shop Kassel Zug um Zug um ein Filmcafe, Videothekenmuseum und einen Veranstaltungs- und Screeningraum erweitert werden. Konzerte und Filmabende, Podiumsdiskussionen und Lesungen mit prominenten Gästen sollen stattfinden.

Kein Zweifel, 29.000 Euro sind ein ehrgeiziges Ziel. Ich selbst habe keine so enge Beziehungen zu Videotheken – aber ich verstehe durchaus, wie wichtig diese Geschäfte in ihren Glanzzeiten für viele Filmemacher von heute waren. Und dass so ein Ort der Filmvermittlung abseits elitärer und staatlich geförderter A-Festivals bestehen bleibt… ja, das finde ich persönlich unterstützenswert.

Rodja

INFO: Randfilm e.V.: www.randfilm.de; Crowdfunding-Site: https://www.startnext.com/rettet-den-film-shop

PS: Eine persönliche Anekdote gibt es schon noch. Mitte der 1990er sollten ein Freund und ich für eine Uni-Vorlesung die Grundlage einer TV-Serie in ihr Gegenteil verkehren. Wir nahmen die TV-Serie „ALF“ als Vorbild. Im Original landet der Katzen-fressende Außerirdische Gordon Shumway nach einer Bruchlandung bei den Tanners. Obwohl er der Familie immer wieder Schwierigkeiten bereitet und am liebsten Katze Lucky fressen würde, wird ihm von den Tanners immer alles verziehen – und sie beschützen ihn vor dem Zugriff des US-Militärs.

Bei uns wurde daraus „ALF – Die Mutation“: Gordon Shumway, genannt Alf, ist auch hier bei den Tanners notgelandet. Einige Zeit lang tingelten sie erfolgreich durch Fernsehshows und konnten ordentlich abcashen, doch durch Serien wie „Akte X“ hatten die Zuschauer bald genug von den Außerirdischen am Bildschirm. Also mussten die Tanners wieder selbst arbeiten gehen. Sie gaben natürlich Alf die Schuld daran, der darauf hin als Sklave bei den Tanners diente. Und er bekam nur billiges Katzenfleisch zum essen…

Zwecks Recherche suchten wir eben das Fernsehprogramm rauf und runter nach Original-Folgen von „Alf“. Aber die Serie lief einfach nicht mehr. Aber in einer Videothek… da wurden wir Gottseidank fündig!

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19. August 2017 at 20:47

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„Rakka“ von Neill Blomkamp

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Bis 2009 hatte ich Neill Blomkamp so rein gar nicht auf dem Bildschirm. Aber sein Film „District 9“ war ein so herrlich erfrischender Zugang zum Sci-Fi-Genre, dass ich gespannt auf weitere Werke wartete. Und dann kamen „Elysium“ (2013) und „Chappie“ (2015). „Elysium“ war für mich eine Enttäuschung und langweilte – und „Chappie“ interessierte mich weder von der Story noch vom Trailer her, also ließ ich es bleiben. Ein leuchtender Stern, der am Regie-Himmel schnell verpufft ist? Wäre ja nicht das erste Mal…

Nun geht Blomkamp einen interessanten Weg. Vor ein paar Tagen hat seine Produktionsfirma Oats Studios den Kurzfilm „Rakka“ kostenlos online gestellt. Darin greift eine außerirdische und hoch entwickelte Reptilienrasse die Erde an, vergiftet die Atmosphäre, um den Planeten ihren Lebensbedingungen anzupassen, versklavt die Menschheit und stellt schreckliche Experimente mit den Gefangenen an. Doch Widerstand regt sich – und die fantastische Sigourney Weaver leitet die Gegenangriffe an!

Laut den Informationen, die ich so von anderen Seiten zusammengetragen habe, stellt „Rakka“ den ersten Kurzfilm aus einer „Volume 1“ genannten Reihe experimenteller, inhaltlich nicht zusammenhängender Kurzfilme dar. Ab der zweiten Kurzfilmreihe sollen diese dann kostenpflichtig werden.

Anscheinend will Blomkamp mit „Volume 1“ community building betreiben, eine eigene Fan-Basis aufstellen. Entweder, um mittels einem möglichen Crowdfunding von Studios unabhängiger eine große Geschichte zu entwickeln – oder um eben mit einer großen Fan-Basis größere Studios zu überzeugen, ihm freiere Hand bei der Entwicklung einer Geschichte zu lassen. Aber das ist nur mal eine Vermutung meinerseits.

Das erinnert mich an den österreichischen Regisseur Marco Kalantari („Dreynschlag“, „Ainoa“ ), der ja auch seinen Sci-Fi-Film „The Shaman“ ein Versprechen auf ein größeres Geschichtenuniversum andeutete.

Rodja

INFO: http://oatsstudios.com

Hier noch der Versuch einer Erklärung, was Oats Studios ist…

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17. Juni 2017 at 18:19

„Die Migrantigen“ – im Kino. Jetzt!

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© Luna Filmverleih

Da spürt man doch die versöhnliche Magie des Films…

In „Auf bösem Boden“ von Peter Koller – einem DER österreichischen Indie-Meilensteine schlechthin – wollte der eine den anderen abstechen. Doch dann lief es andersrum, und der andere stach den einen ab. Das war 2008 – und nun machen Faris Endris Rahoma und Aleksandar „Sasa“ Petrovic (siehe auch „Skrypt“) in „Die Migrantigen“ auf best buddies. (Dass Kari Rakkola auch eine Rolle hat, lässt die neue Komödie ja fast wie eine „Auf bösem Boden“-Reunion wirken. Fehlt nur noch Birgit Stauber.) Die so genannte Anti-Integrationskomödie von Arman T. Riahi läuft derzeit in den österreichischen Kinos.

Inhalt: Marko (Petrovic) und Benny (Rahoma), zwei Wiener mit sogenanntem „Migrationshintergrund“, sind vollständig integriert. So sehr, dass sie kaum noch als fremd wahrgenommen werden – wären da nicht Bennys schwarze Haare. Als die beiden aufgrund ihres Aussehens am Rudolfsgrund, einem ethnisch durchmischten Vorstadtviertel, von der ambitionierten TV-Regisseurin Marlene Weizenhuber (Doris Schretzmayer), die nach Protagonisten für ihre TV-Dokuserie sucht, angesprochen werden, geben sie sich als kleinkriminelle und abgebrühte Migranten aus, die es faustdick hinter den Ohren haben.

Damit ihre Lüge nicht auffliegt, bauen sie sich eine zweite Identität, die aus Klischees und Vorurteilen besteht. Und während die beiden durch die Erfüllung dieser Erwartungen und Vorurteile die Serie zum Erfolg machen, setzen sie sich gleichzeitig zum ersten Mal mit den echten Integrationsschicksalen auseinander – auch mit ihren eigenen.

© Luna Filmverleih

Falls sich jemand fragt, was nun ein regulärer Kinofilm auf einer Seite für Indie-Filme macht… Nun, es stimmt: „Auf bösem Boden“ ist ein Indie-Film, „Die Migrantigen“ nicht.

Ich wollte an dieser Stelle hier aber auch ein Interview mit Faris Rahoma und Aleksandar Petrovic machen, quasi den Weg vom Indie-Film ins Filmbiz nachzeichnen. Doch leider hatte ich bis dato noch nicht wirklich die Zeit, die beiden zu treffen. Es steht aber auf meiner To-do-Liste weit oben – und das Interview möchte ich noch nachreichen. Darum an dieser Stelle eben diesen Kinotipp. Gehet hin und schaut Euch das an!

Das Bemerkenswerte ist, dass „Die Migrantigen“ eigentlich auf einem Serienkonzept mit dem Titel „Neue Wiener“ basiert, das Regisseur Arman T. Riahi, Faris Rahoma und Aleksandar Petrovic für den Sender Puls 4 entwickelten. Wie Riahi im Presseheft erzählte, wurde das Projekt, nachdem schon erste Folgen gedreht waren, aufgrund firmeninterner Probleme der Produktionsfirma leider eingestellt. Einzelne Sequenzen kann man auf Youtube finden, ich werde sie demnächst auch hier vorstellen – und eventuell darauf hinweisen, was es substanziell in „Die Migrantigen“ geschafft hat.

Rodja

INFO: www.diemigrantigen.at

PS: Noch einen Star aus einem Indie-Streifen habe ich entdeckt: Nikolai Selikovsky, der mit seinem Vater die Coming-of-age-Komödie „Sturmfrei“ 2009 in die Kinos brachte.

Und hier noch der Trailer zu „Auf bösem Boden“

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16. Juni 2017 at 20:13

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Kinostart für Bud-Doku „Sie nannten ihn Spencer“

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Kategorie: Was lange währt, wird endlich gut…

Man merkt, dass man schon ein gewisses Alter erreicht hat, wenn man sagen kann: „Och, dem seine Karriere… Die habe ich schon von Anfang an mitverfolgt.“ Ich weiß jetzt nicht, ob das ein Kompliment ist, oder nicht – das sei einmal so in den Raum gestellt.

Bei Karl-Martin Pold kann ich das zumindest mit Fug und Recht behaupten. Seinen ersten Film, den Western „Mosted Dead – Der erste Mostviertler Western“ hat der HomeMovieCorner bereits 2002 rezensiert – und sogar für eine Aufführung ins Filmcasino gebracht. Seitdem waren wir immer wieder mal im Kino, plauderten über Filme (er über Blockbuster, ich über die S/W-Ära). Und natürlich bekam ich mit, dass er ein großer Bud-Spencer-Fan ist. Sogar so groß, dass er eine Diplomarbeit darüber schrieb… und einen Film über sein Idol drehte.

Und nun erhält Martins dokumentarisches Roadmovie „Sie nannten ihn Spencer“ mit dem 27. Juli 2017 laut Verleiher Thimfilm einen offiziellen Kinostarttermin!!! Auch in Deutschland wird der Film laufen.

Inhalt: Ein Blonder und ein Blinder auf der Suche nach Bud Spencer. Die Reise zweier Fans in diesem Crossover aus Doku und Roadmovie führt mitten rein ins legendäre Spencer-Hill-Universum.

„Sie nannten ihn Spencer“ ist der erste Kinodokumentarfilm, der die facettenreiche Biografie Bud Spencers sowie das weltumspannende Phänomen der Spencer-Hill-Kultfilme thematisiert. Carlo Pedersoli, besser bekannt als Bud Spencer, bringt sein Lebensmotto mit „Futtetenne“ (Scheiß drauf) auf den Punkt. Das Multitalent ist von dieser Mentalität geprägt, den Mut zu haben, Träume zu verwirklichen und das Leben in vollen Zügen zu genießen.

Angespornt von der Botschaft der Filme, brechen die beiden Fans Jorgo und Marcus zu einem abenteuerlichen Roadtrip auf, um ihrem Idol näher zu kommen. Ihre Reise wird zu einer Schnitzeljagd quer durch Europa. Dabei treffen sie auf zahlreiche Schauspielkollegen und Wegbegleiter von Bud Spencer. Durch die beiden Fanprotagonisten erfährt der Zuseher nicht nur, wie der Kult um Bud Spencer und Terence Hill gelebt wird, sondern warum der „Dicke mit dem Dampfhammer“ immer noch Millionen von Fans auf der ganzen Welt begeistert.

Das Interesse an dieser Doku ist enorm. Die Facebook-Site zum Film hat an die 270.000 Fans, der vor zwei Tage neu erschienene Trailer kratzt bald an die 150.000-Clicks-Marke.

Aber… dass dieser Film fertig wurde, grenzt an ein Wunder – an ein großes. Seit 2008 arbeitete Martin daran. Für einen ersten Teaser-Trailer setzte er auf das damals noch neue Crowdfunding. Er entwickelte ein großartiges Gespür für diese neue Art der Finanzierung und der Fan-Einbindung allgemein. So konnte er auch immer wieder Filmetappen mittels Crowdfunding finanzieren. Und das Schöne – auch Bud Spencer stand dem Projekt wohlwollend gegenüber.

Doch das Projekt wurde auch immer wieder von Rückschlägen getroffen – und zwar von solchen Ausmaßen, dass jeder, der die Umstände kannte, es Martin nicht krumm genommen hätte, wenn er den Film abgebrochen hätte. Aber immer ging es irgendwie weiter. Schloss sich eine Tür, öffnete sich die nächste. Martin machte eigentlich nie viel Aufhebens darum, irgendwie ging es immer weiter. Wahrscheinlich hat er einen Giftschrank angelegt und bewahrt darin all die Anekdoten auf, um sie später in einer bitterbösen Satire über das Business (betrifft nicht nur Film) zu verarbeiten. Obwohl… das wäre keine einmalige Angelegenheit, sondern wahrscheinlich eher Serie (Buch, Film, TV) in Harry-Potter-Dimensionen.

Den einzigen Wermutstropfen, den das Erscheinen des Films mit sich bringt, kann man leider nicht gut machen. Bud Spencer selbst kann diese Hommage an ihn und seine Fans nicht mehr sehen.

Rodja

INFO: www.budspencermovie.com

Hier der aktuelle Trailer

Und hier der erste Teaser aus 2009, mit dem Martin auf das Projekt aufmerksam machte – und der quasi den ersten Grundstein für weitere Crowdfunding-Aktionen legte. Natürlich trug auch ich damals mein Scherflein dazu bei.

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4. Juni 2017 at 07:39

Drogendrama „Sin & Illy Still Alive“ auf Österreich-Tour

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Nachdem das deutsche, mehrfach preiskgekrönte Indie-Drogendrama „Sin & Illy Still Alive“ von Regisseurin Maria Hengge 2016 beim Austrian Filmfestival seine Österreich-Premiere gefeiert hat, folgt nun eine kleine Kinotour durch Österreich.

© abadon production

Inhalt:

Die drogenabhängige Sin (Ceci Schuh) versucht erneut den Entzug vom Heroin und will daher auf einer griechischen Insel der kalten, grauen Banker-Stadt Frankfurt am Main entfliehen. Das Geld für den Flug bekommt die junge Frau durch den Verkauf von Blanko-Rezepten, die sie aus der Arztpraxis ihres Vaters gestohlen hat. Sin versucht auch ihre ebenfalls drogenabhängige Freundin Illy (Cosima Ciupek) für die Reise zu gewinnen, die gerade von ihrem Zuhälter Mesuth (Burak Yigit) auf die Straße gesetzt wurde. Die beiden Freundinnen sind voll der guten Vorsätze, doch Mesuth hat Illy den Personalausweis geklaut. Um doch noch außer Land zu können, fahren die beiden zu Illys Mutter, die auf einem Dauercampingplatz in der Nähe des Frankfurter Flughafens wohnt. Dort sollte noch Illys Reisepass zu finden sein. Allerdings werden Sin und Illy auch mit Illys Mutter (Pascale Schiller) konfrontiert, die schwer alkoholkrank ist. Den Flug versäumen Sin und Illy, nun sind sie auf dem Campingplatz gestrandet – und der Entzug setzt allmählich bei den beiden ein.

Der Film wird nun am 30. und 31. Mai 2017* in Anwesenheit von Regisseurin Maria Hengge im Admiral Kino in Wien gezeigt – und am 1. Juni 2017 läuft er im Rechbauer Kino in Graz. Auch in der Steiermark steht Hengge anschließend für ein Publikumsgespräch bereit.

„Sin & Illy Still Alive“ konnte bereits mehrere Preise einheimsen, u.a als bester Langspielfilm (8. Lichter Filmfest Frankfurt, Manhattan Independent Film Festival, usw.), für beste Schauspielerin (Ceci Schuh beim Int. Film Awards Berlin) und beste Regiearbeit (Montelupo Int. Independent Film Festival), um nur einige zu nennen.

© abadon production

Hengge, die „Sin & Illy Still Alive“ nicht nur gedreht, sondern auch geschrieben und produziert hat, kommt ursprünglich von der Schauspielerei.

Sie studierte am Wiener Max Reinhardt Seminar, wo u.a. Klaus Maria Brandauer auf sie aufmerksam wurde. Nach sechs Jahren am Wiener Burgtheater begann sie als freie Schauspielerin und Regisseurin in Theater und Film zu arbeiten. Sie absolvierte ein Studium Spielfilmdramaturgie und Filmästhetik an der Universität Berlin-Babelsberg und realisierte 2008 den Kurzspielfilm „The Last Bus“. Mit dem unsentimentalen „Sin & Illy Still Alive“ legt sie nun ihr Spielfilmdebüt vor. „Mein Langspielfilm fokussiert den Ausstieg aus der Drogensucht. Um von Drogen loszukommen, bedarf es mindestens derselben Courage und Willensstärke, mit der man einst anfing, Drogen zu nehmen“, so Hengge in ihrem „Director’s Statement“.

Rodja

* Edit: Ah!!!! Blöder Dreher… Die Termine finden Ende Mai bzw. Anfang Juni statt, nicht – wie von mir angegeben – Ende Juni und Anfang Mai. Ganz, ganz großes Sorry für diesen wirklich saublöden Fehler.

INFO: http://abadonproduction.com/; Film auf Facebook: https://www.facebook.com/mariahengge/

SIN & ILLY STILL ALIVE – TRAILER from mariahengge@gmail.com on Vimeo.

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29. Mai 2017 at 10:30

Viva Berlin! – Episode 4

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Wer rennt da vor den Zombies so geschwind?
Es ist die Mutter… mit ihrem Kind

INFO: http://vivaberlin.net

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27. Mai 2017 at 18:51

Christian Genzel goes Shocking Shorts!

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© Alexander Sobolla (C) Ghost Light Productions/Dark Place Productions

Der in Salzburg agierende Deutsche Christian Genzel lebt für den Film.

Nicht nur, dass er mit „Wilsons Dachboden“ und dem Podcast „Lichtspielplatz“ versucht, seinen Lesern und Zuhörern Interessantes, Historisches und Obskures aus der Welt des Films näher zu bringen, nein, er dreht auch selber Filme.

Ob den kleinen, aber feinen Indie-Psychothriller „Die Muse“ (Schriftsteller, Schreibmaschine, Keller – gefangene Muse, was will man mehr) oder aber Musikclips für Bands wie Roia oder Betty’s Apartment.

Weiters versucht er auch als Script Consultant Treatments oder Drehbüchern – wie meinen beiden „Nonsense“ und „Zugvögel II – Zwei Mal nach Hjoerring“ (AT) – den letzten Schliff zu verpassen.

Nun hat Genzel vor kurzem den Kurzfilm „Cinema dell‘ oscurità“ (Facebook), eine Hommage an den italienischen Horrorfilm, gedreht, der es in die Auswahl des renommierten „Shocking Shorts“-Wettbewerbs geschafft hat.

© Ghost Light Productions/Dark Place Productions

Inhalt:

Das Lichtspielhaus „Cinema dell‘ oscurità“ ist kein gewöhnlicher Ort der Filmvorführung. In dem mysteriösen Kinosaal verschwimmen Wirklichkeit und Fiktion zu einem filmischen Rätsel.

Ein junger Mann wird Zeuge eines Mordes. Oder zweien? Oder geschah womöglich doch kein Mord? Wie die Filmspule im Kinosaal dreht sich der Film in einem, nicht enden wollenden, tödlichen Labyrinth, aus dem es kein Entkommen gibt.

Neben Gunnar Titzmann brilliert vor allem Stephanie Lexer (bekannt aus dem Indie-Horrorfilm „Biest“ von Stefan Müller) als mysteriöse Kinobesucherin. (Ich kann mir Stephanie Lexer gut in einem skandinavischen Krimi vorstellen – vom Opfer über die Täterin hin bis zur ermittelnden Kommissarin – sie könnte einfach alles spielen. Hmmmm… ein Film, in dem eine Schauspielerin sämtliche Rollen übernimmt? Das wäre doch etwas.)

Die Shocking Shorts werden seit 2000 von NBC Universal und ihrem deutschen PayTV-Sender 13th Street organisiert und beim Filmfest München präsentiert. Gewinner des ersten Shocking Shorts Award 2000 war übrigens der Oscar-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck („Das Leben der Anderen“).

© Ghost Light Productions/Dark Place Productions


Um den Siegerfilm zu küren, gibt es heuer ein Zuschauer-Voting, den 13th Street zusammen mit der Zeitschrift „TV Spielfilm“ veranstaltet.

Im Prinzip stehe ich solchen Votings eher skeptisch gegenüber, bedeuten sie doch nichts anderes, als dass derjenige gewinnt, der die größte Masse mobilisieren kann. Das kann durchaus für Qualität sprechen, aber auch für den größeren Freundeskreis. Da würde ich eine Jury eigentlich vorziehen.

„TV Spielfilm“ hat die Site fürs Voting (<- klicken!!!) installiert, auf der man sich sämtliche im Wettbewerb laufenden Kurzfilme anschauen kann. Aus Jugendschutzgründen kann man sie aber erst von 22:00 bis 06:00 Uhr sehen – abstimmen selbst kann man noch bis zum 31. Mai 2017.

Am 23. Juni 2017 werden ab 20.13h auch alle Filme auf 13th Street in der „langen Nacht der Shocking Shorts“ ausgestrahlt.

Rodja

INFO: Christian Genzels Filmproduktion Ghost Light Productions: www.ghostlightproductions.de; Cinema dell‘ oscurità: www.facebook.com/cinemadelloscurita

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25. Mai 2017 at 06:26

Viva Berlin! – Episode 3

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Manche richten es sich auch in der ärgsten Zombie-Apokalypse…

INFO: http://vivaberlin.net

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20. Mai 2017 at 17:29