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The art of independent movies

Archive for Mai 2014

Snowdance Independent Film Festival stellt DIE Frage

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„Was, zur Hölle, ist eigentlich independent?“

Tja, das ist eine schwierige Frage, auf die ich in all den Jahren noch keine allgemein gültige Antwort gefunden habe. Und vielleicht auch nicht finden werde. Dennoch ist sie es wert, dass man sich damit befasst. Und das denkt sich wohl auch Regisseur und Festivalleiter Tom Bohn („Reality XL“, „Tatort“), der eben beim nächsten Snowdance Independent Film Festival vom 30. Jänner bis 1. Februar 2015 in Landsberg am Lech/Bayern eine breite Diskussion zu diesem Thema starten will – und wenn es geht, auch gleich eine Definition abliefern will.

Schon allein deswegen überlege ich mir, hinzufahren. Mal mit Gleichgesinnten darüber plaudern und Gegenargumente hören – ach, das wäre fein.

Rodja

INFO: www.snowdance-filmfestival.com

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29. Mai 2014 at 12:19

„Blockbuster“-Teaser online

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Über Vlado Priborskys Herzensprojekt „Blockbuster“ wurde hier ja schon berichtet. Und auch, dass der Gesamterlös an die St. Anna Kinderkrebsforschung geht. Und dass die verehrten User die Entstehung des Films via Crowdfunding unterstützen können. Und dass jede Menge bekannte Gesichter aus Kino und TV wie Ursula Strauss, Alexander Pschill, Sabrina Reiter, Manuel Rubey oder Franz Buchrieser mitspielen.

Und nun gibt es einen ersten Teaser dazu.

Rodja

PS: Wenn’s gefällt, unterstützen nicht vergessen, gell?

INFO: www.independentworks.at; Crowdfunding-Site: www.startnext.de/blockbusterfilm; Facebook-Site: www.facebook.com/blockbusterfilmprojekt

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29. Mai 2014 at 04:40

„Planet USA“ – (sehr) bald auf DVD und Blu-ray

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© SchroederMedia

© SchroederMedia

Wie die Zeit vergeht… 2012 habe ich das erste Mal über „Planet USA“ von Flo Lackner geschrieben. Damals war noch nicht klar, ob der Film ins Kino kommt oder direkt auf DVD erscheint.

Nun ist es klar, der wohl spektakulärste Actionfilm aus Österreich wird nicht das Licht der Leinwand erblicken. Was schade ist, weil große Explosionen meiner Meinung nun mal auch auf eine große Leinwand gehören. Aber immerhin… der Film wird veröffentlicht! Und zwar ist die Actionparodie ab 5. Juni 2014 auf DVD bzw. Blu-ray und als Special Edition erhältlich! Dazu meine herzliche Gratulation an den Kärntner Regisseur Flo Lackner und an Hauptdarsteller David Hofer, der eigentlich auch selbst Filmemacher ist.

(Die Gratulation gilt natürlich auch an alle anderen am Film Beteiligten – darunter sind u.a. bekannte Namen wie Charles Rettinghaus, Wolfgang Bahro oder Santiago „Spongebob“ Ziesmer.)

Synopsis: Planet Erde. USA. 2014. Die natürlichen Erdölressourcen sind fast aufgebraucht. Der Dritte Weltkrieg droht auszubrechen. Der Hass zwischen Westen und Osten brodelt nicht nur unter der Erdoberfläche, sondern verbreitet sich wie die Pest auf dem gesamten Erdball. Major George Conrad ist ein vom Krieg besessener Irrer, ein patriotischer Chauvinist – und soll die Welt retten.

Vom Ex-Präsidenten der Vereinigten Staaten erhält er einen Auftrag von höchster Geheimhaltungsstufe: gemeinsam mit einem völlig durch geknallten Elitekommando, ausgestattet mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, soll er zum Mond fliegen und dort nach vorhandenen Erdölressourcen bohren. Finanziert wird die Mission von zwei stinkreichen Scheich Brüdern, die sich mit den Amerikanern verbündet haben. Schließlich muss vom Mond aus eine Pipeline zur Erde gelegt werden. Und das kostet. Sollte die Mission gelingen, ist der Weltfrieden vorübergehend gesichert. Doch gerade als die Friedensmission auf ihrem Höhepunkt angelangt ist, gerät alles außer Kontrolle…

Rodja

INFO: www.planetusamovie.com

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29. Mai 2014 at 03:28

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Kurzfilm „Straight to Rem“ feiert Premiere

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© Open House Studios

© Open House Studios

Am 28. Mai 2014 (also heute!) feiert der Kurzfilm „Straight to Rem“ von Vitor Goncalves im Burgkino (Screening um 19:45 Uhr – aber nur mit Reservierung) in Wien Weltpremiere.

Synopsis: Der junge Amerikaner Alan (Chris Aguilar) wird von Albträumen geplagt. Jede Nacht muss er mitansehen, wie ein von ihm geliebter Mensch stirbt. Das Tragische daran: Die Träume werden Realität. Um diesem Teufelskreislauf zu entkommen, gibt Alan alles auf und setzt drastische Maßnahmen, die ihn einmal um den halben Erdball führen.

Das, liebe Damen und Herren, nenne ich mal ein internationales Projekt. Goncalves, der Mitbegründer der Filmproduktion Open House Studios (u.a. Musikclips für Mauracher und Sawoff Shotgun – erstere liefern auch den Soundtrack zu „Straight to Rem“ ab) stammt aus Brasilien und lebt in Wien. Sein Hauptdarsteller Chris Aguilar, der durch die „Popstars Österreich“-Ausgabe bekannt wurde, wurde in Mexiko geboren, wuchs aber in den USA auf. Und auch die restlichen Teammitglieder sind international und kommen aus Ländern wie Schottland, Frankreich, Portugal und eben Österreich. Da ist es wohl nur logisch, dass der mittels Crowdfunding co-finanzierte Kurzfilm halt eben auch in aller Herren Länder spielt – mit Fokus anscheinend auf Wien.

Wie einer Presseaussendung von Open House Studios zu entnehmen ist, will die Gruppe, die aus Schauspielern, Fotografen und Filmemachern besteht, mit „Straight to Rem“ ihre Kompetenzen demonstrieren. Von der Location-Suche, Schauspieler-Casting bis hin zu Produktion und Post-Produktion wurden alle Aufgaben intern verteilt – und das eben auch in verschiedenen Ländern. „In einem kleinen Team wie unserem muss jeder unterschiedliche Jobs und Herausforderungen bewältigen. Die Professionalität und die Kompetenzen jedes einzelnen erleichterten mir meine Aufgaben ungemein“, so Vitor Goncalves.

Rodja

INFO: www.straighttorem.com; www.facebook.com/studiosopenhouse

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28. Mai 2014 at 05:43

„Servus Ishq“ – Bollywood-Kino made in Austria

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© Luna Filmverleih

© Luna Filmverleih

Gut, das typische Bollywood-Kino mit seinen Tanz- und Gesangsszenen ist nicht so meins, aber irgendwie finde ich es cool, wenn die Inder in den Alpen drehen. Ich stürze mich auf jeden TV-Bericht oder Artikel, der davon handelt.

Und noch kurioser finde ich es, wenn ein österreichischer Bollywood-Film gedreht wird – und der anscheinend sogar so richtig offiziell* in die Kinos kommt: Am 13. Juni 2014 startet nun „Servus Ishq“ von Sandeep Kumar in den österreichischen Lichtspielstätten – und produziert wurde von Kumar und der Aichholzer Filmproduktion, die u.a. Stefan Ruzowitzkys „Die Fälscher“ oder Wolfgang Murnbergers „Mein bester Feind“ herausgebracht hat.

Synopsis: „Servus Ishq“ erzählt die Reise von Maya, einer jungen Frau, die als Tochter einer österreichischen Mutter und eines indischen Vaters in Indien aufwuchs.

Dem letzten Wunsch ihrer verstorbenen Tiroler Großmutter folgend, soll Maya (Victoria Nogueira) deren Urne nach Österreich bringen und im Wallfahrtsort Mariazell beisetzen. Auf dieser Reise begibt sich Maya auf eine Spurensuche durch das Leben ihrer Großmutter. Sie besucht verschiedene Orte in Österreich, an denen ihre Großmutter ihre Jugendjahre verbrachte, begleitet von in Briefen niedergeschriebenen Erinnerungen und Erzählungen. Während Maya sich auf diese Weise innerlich von der Großmutter nach und nach verabschiedet, verstrickt sie sich in eine verhängnisvolle Liebe mit Jay (Sandeep Kumar).

Das Interessante – und somit auch die Rechtfertigung, warum eine Profi-Produktion auf einem Indie-Film-Blog erscheint: Regisseur und Hauptdarsteller Sandeep Kumar hat bereits 2010 mit „Kesariya Balam – Liebe ohne Grenzen“ einen österreichischen Bollywood-Spielfilm gedreht – das damals aber noch ganz independent.

Vor einigen Jahren gab es ja einen ganz starken Bollywood-Hype hier in Österreich, aber ich bilde mir ein, dass der mittlerweile abgeflaut ist. Insofern bin ich gespannt, wie sich „Servus Ishq“ an den Kassen schlägt – und ob die indische Community in Österreich da ein Zünglein an der Waage ist. Und noch interessanter finde ich den Gedanken eines Filmstarts von „Servus Ishq“ in Indien. Ob der Film da Chancen hat? Wenn ich mal Zeit habe, werde ich der Frage nachgehen und die Produktionsfirma um ein Statement bitten.

Rodja

* Mit „anscheinend sogar so richtig offiziell“ möchte ich nur meine Verwunderung zum Ausdruck bringen, dass der Film bis ganz knapp vor Kinostart so unter meinem Radar geflogen ist, dass ich nicht wirklich was davon mitbekommen habe.

PS: Das erinnert mich daran, dass auch die Österreicherin Babsy Artner mal einen Indie-Bollywood-Kurzfilm in Österreich gedreht hat.

INFO: http://servus-ishq.com/

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24. Mai 2014 at 01:18

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Filmmakers unite: Aus Nacht werde Tag

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Im April kündigte ich hier die „Nacht der Filmschaffenden“ am 21. Juni 2014 in Wien an. Geplant war ein gemütliches Zusammentreffen von Filmschaffenden aus der Profi- und Independent-Szene im Parkhotel Schönbrunn, wo Gastredner wie US-Produzent Andrew G. Vajna („Total Recall“, „Terminator III“) oder Rat Pack Filmproduktion-Geschäftsführer Christian Becker („Fack ju, Göhte“) aus dem Nähkästchen plaudern. Dazu ein paar Workshops – und schon würde einem ausgefüllten Spätnachmittag-/Abendprogramm nichts mehr im Wege stehen. Denkste!

Nachdem Filmproduzent Christian Machacek (Magic Entertainment Filmproduktion) das Rahmenprogramm mit den Workshops zusammengestellt hatte, musste er zwar noch etwas Überzeugungsarbeit leisten, aber plötzlich waren der Profisektor, Firmen und vor allem heimische Fachverbände der Meinung, dass Podiumsgespräche und Technikpräsentationen der letzte Schrei seien – und jeder aus der Branche angesprochen werden sollte.

Und nun stand Machacek vor einem Problem: Um die „Nacht der Filmschaffenden“ am 21. Juni weiter auszubauen und zu koordinieren, reichte die Zeit nicht. Also entschloss er sich, den Termin zu verschieben – und zwar auf Freitag, den 5. September 2014. Und weil das Rahmenprogramm so umfangreich ist, beginnt das Ganze nun schon zu Mittag. Voilà… aus der „Nacht der Filmschaffenden“ wird nun offiziell der „Austrian Filmmakers Day 2014“. Das Beste: Die Gastredner bleiben die gleichen, die Location auch und der Ticketpreis von 30 Euro bleibt – trotz Mehrangebot – ebenso gleich.

Rodja

INFO: Details und Ticketreservierungen unter www.filmmakers-day.at

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22. Mai 2014 at 10:35

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Crowdfunding für „Blockbuster“

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© Independent Works

© Independent Works

Über den Wiener Filmemacher Vlado Priborsky und seine Kurzfilme wurde hier schon öfters berichtet (u.a. hier und hier).

Auch, dass er gerade aktuell an seinem sehr persönlichen Spielfilmdebüt „Blockbuster“ (hier) arbeitet.

Und dass jede Menge Stars wie Ursula Strauss („Schnell ermittelt“, „Revanche“), Reinhard Nowak („Jenseits“, „Muttertag“), Thomas Stipsits („Jenseits“, „Braunschlag“), Manuel Rubey („Braunschlag“, „Fauner Consulting“), Sabrina Reiter („In 3 Tagen bist du tot“), Daniela Golpashin („Und ewig schweigen die Männer“), Serge Falck („CopStories“) oder Franz Buchrieser („Kottan ermittelt“) mitspielen.

Und auch, dass der Gesamterlös an die St. Anna Kinderkrebsforschung gespendet wird.

Über all das wurde bereits berichtet, muss aber noch einmal wiederholt werden, weil es sich um ein einzigartiges Projekt handelt. Was aber neu ist: Die Crowdfunding-Phase für den Fund-Raising-Film ist gestartet. Über Startnext.de sollen bis zum 22. Juni 2014 10.000 Euro zusammenkommen. Da investieren macht Sinn. Denn je mehr Geld Priborsky für die Abdeckung der Produktionskosten bekommt, desto eher wird ein Erlös erreicht, der dann an die Krebsforschung geht. Warum dem Filmemacher die Krebsforschung so am Herzen liegt, wird klar, wenn man sich die Synopsis des Filmes durchliest, die auf der Biographie von Priborsky aufgebaut ist.

Synopsis: 1987, Wien-Favoriten, die neue Heimat des 12-jährigen Vlado Priborsky. Aufgewachsen mit tschechischem Fernsehen, taucht er in die Welt westlicher Filme ein und verschlingt eine VHS-Kassette nach der anderen. Und mit der Zeit formt sich in ihm der Wunsch, selbst Filme zu machen. Mit 19 Jahren bewirbt er sich vergeblich an der Filmakademie. Und dann kommt die Diagnose Krebs. Nach einem jahrelangen Kampf ist die heimtückische Krankheit zurückgedrängt und Priborsky dreht seinen ersten Kurzfilm. Er hat Blut geleckt, weitere Projekte folgen – und selbst weitere Schicksalsschläge wie der frühe Kindstod seines ersten Sohnes David können ihn nicht davon abhalten, sich ganz seiner Leidenschaft zu widmen.

Rodja

INFO: www.independentworks.at; Crowdfunding-Site: www.startnext.de/blockbusterfilm; Facebook-Site: www.facebook.com/blockbusterfilmprojekt

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15. Mai 2014 at 20:55

„Biest“-Regisseur Stefan Müller im Interview

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© Loom

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Die Region in und rund um Graz hat sich so was wie einen Ruf als Hotspot für Indie-Filmemacher erarbeitet.

Allein in den letzten Jahren erschienen hier Filme wie „Bellcanto“ von Stefan Rothbart, „Schlimmer geht’s nimmer“ von David Unger, „Licht in leeren Häusern“ und „Vierter Sommer“ von Martin Kroissenbrunner, oder – wie hier berichtet – zuletzt die mittellange Coming-of-Age-Komödie „Irgendwas mit Liebe“ von Johannes Fröhlich. Alles Filme, von denen der normale Filmkonsument kaum Notiz nimmt – aber sie sind dennoch Zeichen einer äußerst aktiven Filmerszene. Ein weiterer Protagonist ist Stefan Müller – der 29-jährige Autodidakt hat gerade erst seinen aktuellen Spielfilm „Biest“, der auf dem Fright Nights Festival in Wien mit der „Silbernen Hand“ für den besten Independent Langfilm ausgezeichnet wurde, herausgebracht.

Nach dem Comichelden-Film „Legende“ (2003), dem Mysterystreifen „Jenseits“ (2006) und dem Alien-Invasionsfilm „Tartarus“ (2010) ist „Biest“ nun der (offiziell) vierte Spielfilm von Stefan Müller und seiner Grazer Filmtruppe Loom. Ungewöhnlich für einen Indie-Film ist, dass das Creature Feature – mit Peter „Jedermann“ Simonischek in einer Nebenrolle – zurzeit sogar in den österreichischen Kinos läuft. Mit dem HomeMovieCorner sprach der Regisseur über den Film, seinen Werdegang und die Mühen eines Indie-Filmers hierzulande.

HomeMovieCorner: Wie bist du eigentlich zum Film gekommen?

Stefan Müller: Zum Film gekommen, oder besser gesagt, auf den Film gekommen bin ich schon in sehr jungen Jahren. Damals habe ich als kleines Kind meinen Eltern die Kamera weggeschnappt, die eigentlich dafür gedacht war, besondere Momente meiner Kindheit festzuhalten. Ich war jedoch eher daran interessiert, meine eigenen, inszenierten Aufnahmen in Szene zu setzen. Und naja, das hat halt bis heute nicht wirklich aufgehört.

HMC: Graz dürfte – was Film angeht – eine ziemlich kreative Stadt sein. Vor allem im Indie-Bereich tut sich da einiges. Woran liegt das?

Müller: In den letzten Jahren war viel los in der Grazer Indie Szene, das stimmt. Mittlerweile, so kommt es mir zumindest vor, ist es leider ein wenig ruhiger geworden, vor allem im Spielfilm-Bereich. Viele Kollegen können nach einem gescheiterten Erstlingswerk nicht so leicht wieder aufstehen, andere wollen es nicht.

Viele Gründe sind aber auch Dinge wie Finanzierung, Teampower und natürlich Zeit. Filme zu machen, insbesondere im Independent Bereich, beansprucht viel Zeit, Geduld und vor allem Energie und Konsequenz und gut Geld verdienen kann man damit bisher noch nicht.

© Loom

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HMC: „Biest“ ist dein (offiziell) vierter Spielfilm (Mir wurde zugetragen, dass es da noch einige „Jugendsünden“ in Spielfilm-Länge gibt – aber die lassen wir mal beiseite). Was ist an diesem Film anders als an „Legende“, „Jenseits“ und „Tartarus“? (Du liebst wohl die Ein-Wort-Titel-Filme)

Müller: Da ich Autodidakt bin und mein Handwerk durch das „learning by doing“-Prinzip erlerne, sind meine Filmprojekte sozusagen meine Filmschule. Und wenn man es so betrachtet, dann ist „Biest“ wohl der bisher reifeste in seiner Machart. Einerseits dadurch, dass er technisch wie gestalterisch der bisher ausgereifteste ist, und andererseits weil ich auch erwachsener und erfahrener geworden bin. Bei „Legende“ war ich 18 Jahre alt, bei „Jenseits“ 21 und bei „Tartarus“ 25. Und bei „Biest“ eben 29.

HMC: Bei „Jenseits“ und „Tartarus“ habt Ihr bei den Monstern auf VFX gesetzt. Warum habt Ihr bei „Biest“ gesagt: „Okay, wir setzen auf ein ‚echtes‘ Filmmonster“?

Müller: Bei „Jenseits“ und „Tartarus“ hatten wir abstraktere Creature-Designs. Der Teufel in „Jenseits“ sollte gigantisch groß sein und die Aliens in „Tartarus“ Echsen-artig und extrem schnell in ihren Bewegungen. Bei „Tartarus“ hatten wir sogar kurz das Bestreben, die Aliens in „echt“ umzusetzen, haben allerdings schnell realisiert, dass die Umsetzungshürden hierbei größer sind als in der Computer-generierten Variante. Lediglich für Close-Ups der Krallen und dergleichen haben wir ein Kostüm oder eine Puppe verwendet.

Beim „Biest“ wollte ich von Anfang an ein echtes Monster. Vorrangig aus dem Grund, weil ich mit der Kreatur am Set arbeiten wollte. Das Biest sollte ganz nah bei den Schauspielern sein und mit ihnen interagieren. Außerdem wollte ich viel mit der Ausleuchtung herumspielen und das geht halt nur, wenn man mit Live Action Aufnahmen arbeitet.

© Loom

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HMC: Du hast ja auch das Drehbuch geschrieben. Wie hat dich die Story gefunden? Wie ist das Drehbuchschreiben bei dir generell? Ziehst du dich zurück für ein Monat? Hast du jemanden, mit dem du dich austauschst?

Müller: Die Geschichte hat mich relativ spontan gefunden. Ich wollte eigentlich einen ganz anderen Film machen, aber ich war mit meiner Freundin zur Weihnachtszeit über ein verlängertes Wochenende auf einer Ferienhütte in einer wunderschön-urigen, verschneiten Landschaft und irgendwie ist mir da der Plot eingefallen. Also von einem Pärchen, wo sie auf einmal spurlos verschwindet und er in dieser menschenleeren Gegend ist und ohne Unterstützung versucht, sie wiederzufinden. Und als mir das eingefallen ist, fand ich das zu dem Zeitpunkt gerade extrem unheimlich, da ich wirklich gerade mitten im Nirgendwo war, in einer relativ unwirtlichen Gegend und keine Ahnung hatte, was ich tun würde.

Und nach und nach kam dann der Rest. Ich stand dann kurz vor dem Moment, wo ich mich entscheiden musste, was meine Protagonistin entführt. Ob ich den menschlichen, den Monster-, oder den übernatürlichen Pfad einschlagen will. Hab dann aber relativ bald für mich entschieden, dass der Monsterpfad für mich der richtige ist. Der macht mir einfach am meisten Spaß. Und dann hab ich mir diese uralte, riesenfledermausartige Kreatur in ihrem Versteck „gebaut“, die sich in dieser kargen Gegend alles Fleischliche holt, was sie finden kann und dabei zur Bedrohung für meine Protagonisten wird.

Die große Herausforderung für mich war dann, aus dem Konzept mehr zu machen als einen klassischen Monsterfilm. Und wenn man schon lediglich zwei Hauptcharaktere hat, dann muss deren Geschichte auch für den Zuschauer interessant sein, um da lange dran zu bleiben. Und so kam ich auf die Idee, meinen beiden Protagonisten die entgegengesetzte Ausgangssituation von meiner zu geben.

Ich bin ja mit meiner Freundin zum Entspannen auf ein romantisches Wochenende zu dieser Hütte gefahren und der Gedanke war, dass mein Filmpärchen alles andere als entspannt dort auf dieser Hütte ankommt. Wir starten den Film sozusagen beim letzten Rettungsversuch ihrer Beziehung, den der Ausflug auf diese Hütte beinhaltet – und das war dann eine enorm spannende und interessante Ausgangssituation für mich.

Als ich diese Komponenten beisammen hatte, ging das Schreiben vom Buch recht schnell. Ich habe, glaube ich, einen Monat für das erste Draft gebraucht und 80 Prozent davon waren bereits der finale Film. Feinschliffe und Ergänzungen gab es dann noch sehr viele, auch während der Drehzeit. Aber das Grundgerüst und das Drama war bereits in der ersten Version drin und hat schon dort gut funktioniert.

Ausgetauscht über das Buch habe ich mich vor allem mit dem Martin Kroissenbrunner, dem Drehbuchautor und Hauptdarsteller von „Tartarus“. Seine Meinung ist mir bei jeder meiner Ideen immer sehr wichtig und er hat ein enorm gutes Gespür für Charaktere und Sprache.

© Loom

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HMC: Wie bist du auf die herausragend spielenden Schauspieler Stephanie Lexer (Anm: Wurde als beste Darstellerin für die „Silberne Hand“ nominiert) und Paul Hassler gestoßen? Wie habt Ihr das schauspielerische „Schwergewicht Peter Simonischek für den Dreh gewinnen können?

Müller: Ich habe das Drehbuch mitunter dem Moritz Thate geschickt, dem zweiten Hauptdarsteller von „Tartarus“, der seither ein guter Freund und Vertrauter von mir ist. Der Moritz hat mir dann eine Mail mit ein paar Schauspielkolleginnen von ihm geschickt, die ich mir dann durchgeschaut habe – und da stach die Stephi schon irgendwie heraus. Ich habe mich dann bei ihr gemeldet und sie hat mir dann ein paar Clips von Kurzfilmen zukommen lassen, bei denen sie bis dato mitgewirkt hatte. Das waren allgemein sehr arthouseige und nihilistische Filme und es gab kaum Close-Ups von ihr – und dann gab es einen Clip, da kamen dann endlich ein paar Close Ups – und dann wusste ich irgendwie, das passt. Da war ganz viel Ausdrucksstärke in ihren Augen und sie spielte extrem verletzlich – und das war’s dann für mich. Die Stephi hat ein extrem markantes und interessantes Gesicht und ihre Augen sind für mich großes Kino. Ab da hatte ich meine Lena gefunden.

Den Paul hab ich in einem Film vom Martin Kroissenbrunner gesehn und war sofort angetan von seiner filmischen Präsenz. Meiner Meinung nach liebt die Kamera den Paul und wenn man ihn filmt, hat man auf einmal großes Kino. Also hab ich ihn mir sofort gekrallt und hatte meinen Andi.

Peter Simonischek war von vorn herein unser größter Wunsch für die Rolle des Jägers. Nachdem mein Produzent, Oliver Haas, den Kontakt hergestellt hatte, haben wir ihm das Buch geschickt und er hat uns daraufhin zu sich nach Hause eingeladen, um mit uns über das Projekt und die Figur zu sprechen. Da wir zu diesem Zeitpunkt schon ein paar Szenen des Films gedreht hatten, entschloss ich mich, zwei Szenen zusammenzuschneiden und ihm zu zeigen.

Die eine Szene war ein Moment zwischen Stephi und Paul, damit er sieht wie die beiden Hautcharaktere miteinander harmonieren, und die zweite Szene war aus dem Suspense-Teil des Films, damit er sich ein Bild machen konnte, wie wir den Gruselaspekt des Films handhaben. Und naja, zu meiner Erleichterung haben ihm die beiden Szenen sehr gut gefallen und er hat sofort zugesagt.

© Loom

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HMC: Frauen spielen in deinen Filmen ja eher die Opfer-Rolle. „Legende“, „Jenseits“, „Tartarus“ und nun auch eben „Biest“. Bei den ersten drei Filmen waren sie – eben bis auf die Opferrolle – kaum vorhanden. Bei „Biest“ ist es dir gelungen, mit Lena trotzdem eine starke Frauenrolle zu schaffen. Die Dialoge zwischen Lena und Andi offenbaren sehr viel über die beiden. Wie hast du das geschafft?

Müller: Bei meinen vorhergehenden Filme ging es nie wirklich um die Frau. In „Legende“ ging es um Richard und seine Wandlung, in „Jenseits“ um den Todesboten und seine Entstehung und in „Tartarus“ ging es um die Freundschaft zwischen Jakob und Veith die auf eine harte Probe gestellt wird. In „Biest“ habe ich erstmals eine ganz klare Liebesgeschichte im Vordergrund und von daher war die Priorität bei beiden Figuren gleich hoch angesetzt.

HMC: Wie waren die Dreharbeiten? Von wann bis wann – und wie lang dauerte die Post.

Müller: Die Dreharbeiten haben Anfang 2011 begonnen und der Hauptblock wurde Ende 2012 beendet. Wir haben noch einige Nachdrehs und Korrekturen 2013 und 14 gemacht. Die Postproduktion hat Anfang 2013 begonnen und der Film wurde Anfang April 2014 fertiggestellt.

© Loom

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HMC: Hat es auch mal einen Zeitpunkt gegeben, wo das Projekt auf der Kippe stand?

Müller: Das Projekt stand Gott sei Dank nie wirklich auf der Kippe. Es gab Momente, wo die Finanzierung kurz mal schwierig wurde und wir ein paar Monate in der Warteschleife waren, aber das war nur einmal kurz der Fall. Schwieriger sind eher die Momente, in denen man kurz die Hoffnung verliert, ob der Film je fertig wird, weil man so lange dafür braucht. Der Hauptgrund, weshalb wir drei Jahre für einen kleinen Indiefilm brauchen, ist ja wirklich das Geld.

Da wir halt mit sehr geringem Budget arbeiten und die meisten nicht und manche kaum bezahlt werden für ihre Arbeit, ist der einzige Luxus den wir anbieten können, Zeit. Und das sind dann halt die Momente wo ich selbst hart daran arbeiten muss, nicht die Hoffnung zu verlieren, dass der Film irgendwann fertig wird.

HMC: Was muss man als Indie-Filmer bedenken, wenn man so ein Projekt stemmt? Vor allem, was die Verwertung betrifft?

Müller: Ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Wir haben das Glück, dass einige Kinos ( UCI; Hollywood Megaplex; Dieselkinos ) aufgesprungen sind, aber es ist jedes Mal ein Pokerspiel und man geht jedes Mal „all in“, weil man halt wirklich nicht weiß, ob so ein kleines Projekt Kinobetreiber anspricht. Und wenn man das Glück hat, in einigen Kinos aufgenommen zu werden, geht es dann ja auch vor allem darum, auch ein Publikum für den Film begeistern zu können, und das ist ja nochmal eine ganz eigene Herausforderung.

Ich glaube, man kann solche Projekte nur stemmen, wenn man seine Geschichte so sehr liebt, dass man jahrelang bereit ist, für ihre Entstehung zu kämpfen. Wenn man – wie ich – auch noch das große Glück hat, ein Team an seiner Seite zu haben, das ebenfalls an die Geschichte und das Projekt glaubt, dann geht’s.

HMC: Wie hoch war das Budget? Wie kam es zustande? Wurde auch eine Förderung erteilt?

Müller: Der Film kostete alles in allem um die 30.000 Euro, wobei hier nochmal an die 15.000 Euro für Dinge anfallen wie eine digitale Präsentationskopie für Kinos, Werbung, Plakate, und und und… Das Budget kam durch staatliche Förderungen, Sponsoring und durch eigene Gelder vom Produzenten Oliver Haas und mir zustande.

HMC: Wie und warum ist es zur Zusammenarbeit mit Oliver „FlyOli“ Haas gekommen?

Müller: Den Oliver habe ich über zwei Kurzfilmprojekte kennengelernt, bei denen er als Produzent fungiert hat und ich war extrem angetan von seiner Arbeit. Nach der „Tartarus“-Premiere hat er mich angesprochen und gemeint, dass er gerne meinen nächsten Film produzieren möchte. So kamen wir dann zusammen und ich bin überglücklich, dass ich ihn habe.

HMC: Wie geht es mit Loom weiter? Irgendwie habe ich bei „Biest“ das Gefühl, dass da Loom als Verein etwas in den Hintergrund getreten ist – und dafür der Fokus stärker auf Stefan Müller liegt. Gibt es den Verein in der Form wie zu Zeiten von „Jenseits“ noch?

Müller: Den Verein gibt es natürlich noch, aber die einzigen, die filmisch noch wirklich aktiv sind, sind der Robert Niessner und ich. Die anderen haben beruflich andere Wege eingeschlagen. Wir sehen uns zwar alle noch regelmäßig und der ganze Verein trifft sich auch immer wieder mal, aber viel Zeit, um bei den Filmen mitzumachen, haben die anderen Jungs halt leider nicht mehr.

© Loom

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HMC: Was sind deine zukünftigen Pläne? Wie geht es mit „Biest“ weiter? (Festival, DVD? Start in D bzw. CH?) Steht schon ein neues Projekt an?

Müller: Wie es mit dem „Biest“ weitergeht, wird sich in den nächsten Wochen weisen, davon hängt viel ab. Wir müssen unsere Kosten wieder einspielen und ein kleiner Gewinn wäre eigentlich auch sehr angenehm. Vom Erfolg in Österreich hängt auch ab, ob wir einen Kinostart in Deutschland anstreben können/sollten. Wir werden den Film auf jeden Fall noch auf einigen Festivals einreichen und ich würde mir einen DVD Release im kommenden Winter wünschen. Mal sehen, ob uns das gelingt.

Was danach kommt, ist auf jeden Fall mal eine Pause. Da ich mich nach der Fertigstellung von „Tartarus“ gleich ins „Biest“ gestürzt habe, werde ich auf jeden Fall mal ein Jahr Pause einlegen, ehe ich mich dem nächsten Projekt widme. Und da ich die letzten sechs Jahre damit verbracht habe, Monsterfilme zur kältesten Jahreszeit in finsteren Höhlen zu drehen, glaube ich auch, dass mal ein Genre- und Locationwechsel angesagt sind.

HMC: Was bedeutet die „Silberne Hand“ für dich? Generell ein Genrefestival wie das „Fright Nights“? Rechnet Ihr Euch Chancen bei der „Diagonale“ aus? (Ich habe gehört, dass Indie-Filme dort eher weniger genommen werden – und dass es darüber etwas Missmut gibt).

Müller: Die „Silberne Hand“ war eine wundervolle Anerkennung an unsere aller Arbeit und somit eine wertgeschätzte Auszeichnung für unseren Film. Das ganze Team hat sich riesig über den Preis gefreut und mich erfüllt es mit großer Freude, diese Bestätigung von einem Genrefilmfestival zu bekommen, dass wir da was Vernünftiges abgeliefert haben.

Bei der Diagonale rechne ich mir keine großen Chancen aus. Ich muss auch gestehen, dass ich mir sehr schwer tue, die Einreichkriterien dieses Festivals abzuschätzen, aber wir werden auf jeden Fall einreichen und ich würde mir wünschen, einmal auf diesem Festival zu laufen.

© Loom

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HMC: Wie siehst du generell die Zukunft der Indie-Szene?

Müller: Ich würde jetzt so gerne große, hoffnungsvolle Worte finden, aber das ist schwer: Ich bin sehr müde von den letzten Jahren und in Österreich werden Filmemachern, die außerhalb des Systems etwas erschaffen wollen, ausschließlich Steine in den Weg gelegt. Wer nichts zum gängigen österreichischen Film beiträgt, sondern etwas anderes macht, etwas Eigenes und Kreatives, wird sehr belächelt und von fast allen Seiten boykottiert.

Ich glaube, die Zukunft der Indie-Szene und des österreichischen Films hängt nicht nur von den Filmemachern ab, sondern vor allem vom Publikum. Wenn Indiefilmer hier alles in ihrer Macht Stehende tun, um dem Publikum zu zeigen, dass es auch österreichisches Kino geben kann – und ich wähle bewusst das Wort Kino, denn es gibt genug österreichischen Film, aber es gibt wenig bis gar kein österreichisches Kino -, dann muss das Publikum auch die Initiative ergreifen und in diese Filme reingehen.

Ich begegne vielen Leuten, die mir sagen, wie interessant sie die Idee von „Tartarus“ finden und dass sie mitbekommen haben, dass er im Kino läuft, aber ihn halt nicht angeschaut haben, weil sie lieber auf die DVD warten. Und die DVD haben sie sich aber auch noch nicht geholt und fragen mich dann, ob er nicht eh irgendwann im Fernsehen läuft.

Wir Indiefilmer erarbeiten keine Spielfilme, wir erkämpfen sie, und wenn niemand unsere Filme im Kino anschaut, dann können wir uns nicht nur keine DVD-Herstellung leisten, sondern dann wird sich auch der österreichische Filmmarkt nie ändern. Und auch wenn Indiefilme ihre Schwächen haben und technisch nicht immer so ausgereift sind, wie die der großen Kollegen, so findet man in ihnen oft weitaus mehr Liebe, Mut und Herzblut, als in den meisten großen Produktionen.

Nur wenn die Zuschauer diesen Filmen eine Chance geben, können neue Generationen von Filmemachern, ausgestattet mit besseren finanziellen Mitteln, der österreichischen Filmindustrie endlich mal etwas Feuer unterm Arsch machen und dafür sorgen, dass mal endlich großes Kino made in Austria frischen Wind in unsere Lichtspielhäuser bringt.

Das Interview führte Rodja Pavlik

Rezensionen: „Legende“, „Tartarus“ , „Biest“

INFO: www.loom.at; www.baldkommtdasbiest.com; www.flyoli.net

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14. Mai 2014 at 15:40

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Das nenne ich mal ein Dankeschön! – Das Prequel

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© tv media

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Okay, das hätte ich eigentlich schon lange posten sollen. Liegt ja auch schon ein paar Jahre zurück, aber ich habe nun mal einen Faible für Zeitgeschichtliches.

Horst-Günther Fiedler von der österreichischen Zeitschrift „tv media“ (Ausg. Nr. 17/2012) berichtet in seiner Kolumne über die von mir hoch verehrte deutsche Amateurgruppe Mania Pictures aus Calw.

Nachdem das schon 2012 war, nenne ich das hier mal das „Dankeschön-Prequel“ (also die Episode, in der ich zur dunklen Seite der Macht bekehrt werde).

Rodja

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9. Mai 2014 at 13:18

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Spitzendeckchen

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Zur Zeit müht sich Regisseur Dominik Hartl noch mit den Vorbereitungen zum Dreh zu „Attack Of The Lederhosenzombies“, der allein vom Titel her schon mal eine wundervolle Trash-Granate sein dürfte. Dass er es auch etwas subtiler kann, beweist Hartl mit seinem mehrfach preisgekrönten, an der Filmakademie gedrehten Kurzfilm „Spitzendeckchen“, der vor kurzem erst als „Vienna Waits For You“ auf der US-Plattform „Shorts Of The Week“ vorgestellt wurde.

Synopsis: Nach der Trennung von ihrem Freund Daniel will Anna (Petra Staduan) sich nur irgendwo verkriechen. Allerdings hätte sie sich ihren neuen Mietvertrag ein wenig genauer anschauen sollen – denn die Wiener Altbauwohnung ist ein Geschöpf mit unersättlichem Appetit.

Rodja

PS: Der ist wirklich gut.

INFO: www.spitzendeckchen.com

Vienna waits for you from Glaciar Films on Vimeo.

Written by HomeMovieCorner

7. Mai 2014 at 16:37