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The art of independent movies

Archive for August 2014

„Hirschen“ – Neuer Indie-Film in den österreichischen Kinos

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Ich muss sagen, ich habe eine Schwäche für so lokale Indie-Filme. Ob „Randgestalten“ aus Nöchling/Niederösterreich (mit Josef Hader, Rezension hier), die Filme der Gruppe Mania Pictures aus Calw/Deutschland, „1810 – Für eine Handvoll Kaspressknödel“ aus Tirol (Rezension hier), „Tödliche Verbindungen“ aus Bad Tölz/D oder „Als das Wasser bergauf lief“ aus dem Schwabenland – es macht mir immer wieder Spaß, solche Produktionen zu sehen, bei denen eine ganze Gemeinschaft mitgeholfen hat, diese zu realisieren. Und wenn dann so etwas ins Kino kommt, ist es nur um so beachtlicher.

Nun hat am Freitag die von den deutschen Filmemachern George Inci und Beatrice von Moreau in Außervillgraten/Tirol gedrehte Independent-Komödie „Hirschen – Da machst was mit!“ in Lienz den Auftakt zu einer Kinotour durch Tirol (auch Südtirol), Kärnten, Oberösterreich und der Steiermark gefeiert (Termine bitte der Film-Site entnehmen).

Zugegeben, der so genannte Trailer ist eher ein Teaser – und zum Filmstart nur den serviert zu bekommen, hinterlässt einen etwas ratlos. Zumindest konnte ich im Making-Of-Trailer mit Joseph Holzknecht und Bernhard Wolf schon mal zwei Schauspieler entdecken, die bereits bei „1810 – Für eine Handvoll Kaspressknödl“ mitgespielt haben. Und auch Oswald Fuchs („Für tot erklärt“, „Der alte Fuchs“) ist kein gänzlich Unbekannter.

Synopsis: In Hirschen lässt es sich gut leben, zumindest bis zu dem Zeitpunkt, als die Fabrik – der Hauptarbeitgeber im Dorf – ihre Pforten schließt. Der Großteil der Dorfbewohner wandert ab oder steht kurz davor. Nur wenige entscheiden sich für Hirschen, unter anderem auch die alteingesessene Stammtischrunde, die verzweifelt nach einem Ausweg aus der Misere sucht. Plötzlich passiert ein Wildunfall in der Nähe des Dorfes. Der leicht versehrte Fahrer kommt mit dem Schrecken davon und wird von den Dorfbewohnern gut verpflegt. Er wohnt in der Pension des Metzgers und seiner Tochter Susi, wird vom Arzt versorgt, der Mechaniker repariert sein Auto, der Polizist kümmert sich um die Formalitäten und der Bürgermeister bringt ihm die Schönheit des Ortes nahe. Das bringt die Stammtischrunde auf eine ebenso kuriose wie einträgliche – und natürlich nicht ganz legale – Idee…

Wie dem Pressetext zu entnehmen ist, ist „Hirschen“ nicht nur ein Herzensprojekt von Regisseur George Inci gewesen, sondern auch eine 16-jährige Odyssee. Über acht Jahre schrieb der Deutsche an dem Drehbuch, weitere vier Jahre brauchte er, um in Deutschland eine Förderzusage zu bekommen, die aber ohne Angabe von Gründen wieder zurückgezogen wurde. Schließlich überredete Beatrice von Moreau ihn dazu, sein Drehglück in Österreich zu probieren.

„Da ‚Hirschen“ ein so umfangreiches Projekt war und wir dachten, wir können das niemals aus eigener Kraft stemmen, haben wir Sponsoren angefragt und – nachdem klar war, dass wir in Osttirol drehen würden – bei der Cine Tirol, die schon mit Geld winkte, um Produktionskostenzuschuss angesucht“, erläutert Inci im Pressetext. Doch der Dreh schien unter keinem guten Stern zu stehen. „In Innsbruck casteten wir ca. zehn Tage lang, fanden aber nur fünf der erforderlichen ca. 40 Rollen. Außerdem bekamen wir eine Woche vor dem geplanten Drehbeginn am Freitagnachmittag eine Absage der Cine Tirol“, beschreibt der Filmemacher die Probleme. „Wir waren ja inzwischen Kummer gewöhnt und überlegten, ob wir es nicht einfach wagen sollten, auch dieses Riesenprojekt aus eigener Kraft und mit technisch geringstem Aufwand zu stemmen. Wir fuhren also in unser Filmdorf Außervillgraten, machten eine Gemeindeversammlung, stellten uns vor und erzählten, was wir so vorhatten. Wenn ich heute darüber nachdenke, ein absoluter Wahnsinn, was dann passiert ist.“ Zu der Versammlung kam auch die Theatergruppe Außervillgraten – für die deutschen Filmemacher ein absoluter Glücksfall: „Wir konnten uns quasi fast alle Rollen ‚von der Stange“ pflücken, denn die Mitglieder der Theatergruppe waren genau so, wie ich mir die Figuren vorgestellt habe. Angefangen bei Sepp Lusser, der die Hauptrolle spielt und genau das darstellte, was wir in Innsbruck so verzweifelt gesucht haben“, so Inci.

Aber mit den Schauspielern hörte die Hilfe der Dorfbewohner nicht auf. „Als die Außervillgrater außerdem hörten, dass wir alles aus eigener Kraft finanzieren müssen, bekamen wir eine enorme Unterstützung. Der Bürgermeister unterstützte uns, wo er nur konnte, stellte uns Drehorte zur Verfügung, seine Assistentin vermittelte uns alle Kontakte, die wir brauchten und sprang immer wieder ein, wenn Not am Mann war. Die Gemeindearbeiter wurden in unseren Dienst gestellt. Die Dorfbewohner ließen uns gratis in ihren Wohnungen drehen, die Feuerwehr half uns u.a. beim Absperren der Straßen und die Musikkapelle spielte für uns, um nur einen Bruchteil dessen zu nennen, was wir in diesem Dorf an Unterstützung erfahren haben“, schwärmt Inci abschließend.

Oh, was für eine Underdog-Geschichte. Ich hoffe, dass da ein umfangreiches Making Of herauskommt. Und dem „Hirschen“-Team wünsche ich den gleichen „Local Hit Wonder“-Erfolg wie dem ebenfalls aus Tirol stammendem „1810 – Für eine Handvoll Kaspressknödel“, der 2011 immerhin 8.031 Besucher in die heimischen Kinos lockte und auf ORF 1 und ORF III lief.

Rodja

PS: Mist, ich vermisse Wien auf der Startliste!

INFO: www.hirschen-film.com; Facebook-Site: www.facebook.com/pages/Hirschen-Kinofilm

„Hirschen“ – offizieller Making-of-Trailer“

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30. August 2014 at 06:09

Drehschluss für Tom Bohns „Black Wedding“

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© Daniel Schweinert

© Daniel Schweinert

Es hat nicht lang gedauert: Nach seinem Ausflug in den Independent-Bereich 2012 mit dem Mysterystreifen „Reality XL“ (mit Heiner Lauterbach) hat der deutsche Regisseur Tom Bohn (diverse „Tatorte“, „Straight Shooter“ mit Dennis Hopper und Heino Ferch) mit seiner Filmproduktion Indie Stars nun nachgelegt und innerhalb von 15 Tagen die schwarze Komödie „Black Wedding“ abgedreht. Das Bemerkenswerte an dem Film: Regisseur Bohn verspricht, dass in dem Film nur drei Worte fallen. (Hm… „Ich liebe dich“?)

Wie einer Presseaussendung zu entnehmen ist, wurde dank neuester Technik und des dadurch drastisch verkleinerten Teams während der gesamten Drehzeit nur zwei Überstunden gemacht. Allerdings hat die Arbeit mit vier Black-Magic-Kameras und die 4K-Raw-Datenerfassung anfangs ein Umdenken bei der Produktion erfordert. „Wir drehen hier mit den Abläufen, die in spätestens vier bis fünf Jahren Standard sein werden. Gut für uns, das heute schon drauf zu haben“, wird Kameramann Frank Glencairn zitiert.

Synopsis: Ein Ehepaar hat sich nichts mehr zu sagen. Eigentlich wollen sich die beiden sogar gegenseitig los werden – wenn es sein muss, mit Hilfe von Mord. Dazwischen funkt den beiden nur ihre gemeinsame Tochter, die dabei allerdings auch nur ihren eigenen, dunklen Interessen folgt.

Derzeit befindet sich der Film nun im Schnitt. Nach einem Preview im Rahmen des hauseigenen Snowdance Independent Filmfestivals, das vom 30. Jänner bis 1. Februar 2015 in Landsberg am Lech stattfindet, soll der Film auf eine Festivaltour gehen. Der Kinostart in Deutschland ist dann für Ende 2015 angestrebt.

Rodja

INFO: http://black-wedding.info; http://indie-stars.de

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28. August 2014 at 17:06

Lernen von den US-Profis: Drehbuchworkshop in Wien

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Das ist etwas für schnell Entschlossene: Vom 30. bis 31. August 2014 findet im Sonovista Studio in Wien (wo sonst immer Ip Wischin seine hochgeschätzten Dramaturgiekurse gibt) ein Workshop mit den US-Drehbuchautoren Jane Espenson („Buffy – Im Bann der Dämonen“, „Battlestar Galactica“, „Torchwood“, „Husbands“) und Brad Bell („Husbands“, „Torchwood“) statt.

Als Themen werden u.a. das Schreiben im Team, langfristiges Planen von Storyarcs und der Umgang mit Humor bzw. das richtige Setzen von Pointen behandelt. Auch nicht uninteressant: „Ökonomisches Schreiben“, wenn der Produzent Druck macht.

Veranstaltet wird das Event von der Film- und Spieleschmiede verse publications. Der Preis für den Workshop ist mit 300,- Euro für das gesamte Wochenende nicht ganz billig, aber preiswert (wenn man bedenkt, dass man US-Profis vor sich hat, die man mit Fragen löchern kann). Aber es gibt auch schon Tageskarten um 165,- Euro.

Rodja

INFO: Zum Workshop: http://versepublications.com/?page_id=160

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27. August 2014 at 02:02

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Ach, Herbst, nun mach schon…

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Gut, temperaturmäßig hat es heuer ja sowieso keinen Sommer gegeben, aber jetzt gibt es einen Grund mehr, sich auf den Herbst zu freuen: „Damned On Earth“, der neue Film von Ralf „Spontitotalfilm“ Kemper kommt raus. Und nun gibt es – nach mehreren Teasern – den offiziellen Trailer.

Also, lieber Sommer, schleich dich…

Synopsis: Der einfache Höllenbeamte Amon erhält von Luzifer einen seltsamen Auftrag. Gemeinsam mit dem chaotischen, sexbesessenen Samsaveel soll er den außer Kontrolle geratenen Höllenfürst Belial stoppen, welcher den Thron der Hölle und des Himmels für sich beansprucht. Er bedient sich eines weiblichen Körpers, überlistet Amon und Samsaveel und tötet einen Engel. Damit entfacht er einen schrecklichen Krieg, denn seit Jahrhunderten sorgten die Mächte des Himmels und der Hölle für das Gleichgewicht von Gut und Böse auf der Erde. Sie respektierten sich und erhoben niemals die Hand gegeneinander. Bis heute…

Rodja

INFO: „Damned On Earth“ auf Facebook: www.facebook.com/DamnedOnEarth

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27. August 2014 at 01:12

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Band für Musikvideo gesucht!

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So ein Angebot leitet man gerne weiter: Der Wiener Filmemacher Christoph Appel, über den hier schon ein paar Mal berichtet wurde, verlost unter Bands ein komplettes Musikvideo im Wert von 15.000,- Euro.

Bis zum 31. Oktober 2014 können interessierte Musiker ein Lied sowie ein Bild von sich (bzw. der Band) an crocodil(at)gmx.at schicken oder Informationen dazu auf der Facebook-Site von Christoph Appel posten. Unter allen Einsendungen wird dann eine Band oder ein Künstler ausgesucht, für die ein professionelles und kostenfreies Musikvideo im Wert von 15.000,- Euro erstellt wird.

Eine Barablöse bzw. der Rechtsweg sind ausgeschlossen. Alle Teilnehmer erklären sich einverstanden, dass das Musikvideo auf dem YouTube-Kanal von Christoph Appel zu Präsentationszwecken gezeigt werden darf.

Rodja

INFO: www.appelchristoph.com – Informationen zur Videoclip-Aktion auf der Facebook-Site oder unter crocodil(at)gmx.at.

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25. August 2014 at 13:50

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Crowdfunding für die „Ostzone“

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In letzter Zeit haben mich ziemlich viele Crowdfunding-Anfragen erreicht – so auch jene zum geplanten Horrorfilm „Ostzone“. Ein erster Blick auf die Kampagnenseite enthüllt zuerst nichts Besonderes. Für den Indie-Slasher sollen bis zum 22. September 2014 6.000,- Euro Budget aufgetrieben werden – und für jede finanzielle Unterstützung gibt es nach der Höhe gestaffelt entsprechende Goodies/Perks.

Doch als ich den Namen des deutschen Regisseurs las, wusste ich, dass das ein besonderes Projekt ist: René Rausch kenne ich noch von einer Zeit her, als er bei Transcendental Pictures war. Eine Amateurfilmgruppe zwar, die aber doch recht ansehnliche Spielfilme (Genau, 90 min plus! Und mehrere!) drehte. Er schrieb u.a. die Drehbücher zu den beiden „Dunkel“-Filmen und zu dem Horrormärchen „Es war einmal… Der Gruselpeter“, bei dem er auch Regie führte. Vor allem der Vampirfilm „Dunkel“ (2002) und das Prequel dazu, „Dunkel – Das erste Kapitel“ (2005), überzeugten durch eine atmosphärische Dichte, genau recherchierten Details und ausgefeilten und glaubhaften Charakteren, deren Aktionen immer zu nachvollziehbaren Konsequenzen führten.

Mittlerweile hat Rausch ein Filmstudium abgeschlossen und mehrere Kurzfilme und Musikvideos abgedreht – der Status Amateur gilt also nicht mehr. Insofern glaube ich durchaus, dass „Ostzone“ auch für ein Mainstream-Publikum interessant werden dürfte. Daumen hoch also für dieses Projekt.

Synopsis: Die ehemalige DDR: noch immer gibt es unzählige Plattenbauten, die seit der Wende ausgestorben dastehen und immer mehr verfallen. Linda und Marius, ein junges Pärchen, sind interessierte Käufer einer solchen Immobilie. Zusammen mit ihrer Freundin Marie machen sie sich auf den Weg zu der Besichtigung. Dort vermittelt ihnen die nette Maklerin Frau Wagner den alten Bau. Trotz der wenig einladenden Atmosphäre kaufen Linda und Marius das Gebäude. Sie sind sich sicher: sie haben ein echtes Schnäppchen geschlagen.

Doch der unheimliche Plattenbau gibt nach und nach sein dunkles Geheimnis preis: jemand schleicht durch die Zimmer der verlassenen Wohnungen – jemand, der nach Hause zurück gekehrt ist. Gäste sind unerwünscht…

Rodja

INFO: Crowdfunding-Site: www.startnext.de/ostzone; Site des Filmemachers: www.renerausch.de

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24. August 2014 at 06:12

MILH: Ben Martin – „Take Me Home“

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Music I’d Like To Hear (In Indiefilms)

2007 brachte der Niederösterreicher Martin Rotheneder unter seinem Aliasnamen Ben Martin (u.a. I Am Cereals, The Black Riders) mit „Worn Legs“ sein viertes Album heraus.

Schon der Opener „Take Me Home“ reißt den Zuhörer aus der Lethargie: Sacht und leise anfangend, steigert sich der Song immer stärker, dominieren die Gitarren immer mehr – der Refrain krallt sich richtig in den Gehörgängen fest. Ein Song reinster Güte, der es definitiv in die österreichischen Charts hätte schaffen können – aber das war zu einer anderen Zeit. Hoffen wir, dass es demnächst besser wird. Auf jeden Fall kann ich mir den Song schon mal gut in einem Roadmovie/in einer Nachtszene im Auto vorstellen.

Vor kurzem wurde „Ben Martin“ bis auf Weiteres eingemottet und Martin Rotheneder will künftig unter seinem richtigen Namen weiter Musik machen.

Rodja

INFO: www.benmartin.at; www.martinrotheneder.com

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19. August 2014 at 17:41

MILH: Elto – „Melody

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Und der (offiziell) erste Song der neuen Kategorie Music I’d like to hear (in indiefilms) stammt von Manuel El-Tohamy alias Elto (Link führt auf Facebook-Site). Der Singer/Songwriter aus Kärnten mit ägyptischen Wurzeln liefert mit „Melody“ gleich einen Song für drei mögliche Grundthemen: Feel good, Coming of Age und Roadmovie. Das Lied an sich ist schon gut genug, um hier Erwähnung zu finden – aber auch die schönen irischen (nehme ich mal an) Landschaftsaufnahmen und Klippen haben mich bezaubert. Da muss man auch ein Kompliment an den Grazer Filmemacher Gerfried Hecke fallen lassen.

Rodja

INFO: www.eltomusic.com (führt auf Facebook-Site)

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16. August 2014 at 09:46

Music I’d like to hear (in indiefilms)

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Zeit für eine neue Kategorie: Music I’d like to hear (in indiefilms) – kurz MILH. Wie vielleicht einige wissen, gilt mein Interesse neben Film auch der Musik. Vorwiegend heimischen Bands, die ich auch im Rahmen meiner bescheidenen Möglichkeiten unterstütze – ob via kleinen Presseberichten oder über die Facebook-Gruppe Musik News Österreich .

Und bei vielen Songs, die ich so höre, denke ich mir oft: „Hey, das kann ich mir aber gut in einem Film vorstellen.“ Und manche Videoclips haben so ein filmisches Flair, dass ich auch den Hut vor dem Regisseur ziehe. Diese Clips sowohl die Musik möchte ich in dieser neuen Kategorie vorstellen.

Diese Kategorie wird sich hauptsächlich auf den deutschsprachigen Raum beziehen – aber nicht nur. Definitiv nicht nur.

Rodja

PS: Falls sich also ein Musiker oder ein Clip-Regisseur angesprochen fühlt und seine Arbeit hier vorstellen möchte – einfach ein Mail an homemoviecorner(at)hotmail.com. Möchte aber betonen, dass ich nur bei Gefallen darüber schreibe.

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16. August 2014 at 08:16

„The Frame“ – Neuer Sci-Fi-Film von den „Ink“-Machern

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© DoubleEdgeFilms

© DoubleEdgeFilms

Es wird wohl mal wieder Zeit, einen Blick über den Großen Teich zu werfen. Genauer gesagt nach Denver, wo das Ehepaar Jamin und Kiowa Winans die Filmproduktion DoubleEdgeFilms betreibt und gerade den Trailer zu ihrem im Herbst erscheinenden Sci-Fi-Film „The Frame“ veröffentlicht hat.

Regisseur Jamin Winans ist bis dato vor allem durch seinen mehrfach ausgezeichneten Kurzfilm „Spin“ von 2005 (der auch hier vorgestellt wurde) und den dunklen Märchenfilm „Ink“ (2009) aufgefallen. „Ink“ ist wirklich ein bezaubernder Low-Budget-Film (ca. 250.000 US-Dollar), der mit einer herzerwärmenden Geschichte, tollen Bildern, tollem Schnitt, einem coolen Soundtrack (eines der von Jamin Winans selbst komponierten Lieder wurde schließlich auch im Soundtrack zum Survival-Thriller „The Grey“ mit Liam Neeson verwendet) besticht. Aber leider ist der Film in der Allgemeinheit nicht allein durch diese Qualitäten aufgefallen, sondern vor allem durch seinen Erfolg auf diversen File-Sharing-Plattformen.

Das Ehepaar Winans war von dem enormen Zuspruch so überwältigt, dass es die Aktionen der Download-Plattformen gut hieß – ein ziemlich kontroversieller Schritt, der aber auch ein medienwirksames Echo erzeugte. Ihrer Meinung nach verhalf gerade die Filmpiraterie „Ink“ dazu, ein weltweiter Erfolg zu werden. Der Film wurde mittlerweile in 30 Sprachen untertitelt und sorgt für eine ständig steigende Fan-Schar, von der nun hoffentlich „The Frame“ – auch monetär – profitieren wird.

Zu „The Frame“ selbst gibt es noch nicht so viel zu sagen, da die Filmemacher sich auch in der Presseaussendung über die Synopsis noch ausschweigen. Der Trailer ist auch mehr ein Teaser, der kaum etwas von der Geschichte preisgibt. Für meinen Geschmack etwas zu artsy-fartsy, dennoch… I’m hooked.

Rodja

INFO: http://double-edge-films.myshopify.com; Facebook-Site: www.facebook.com/the.frame.movie

Trailer zu „The Frame“

Trailer zu „Ink“

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15. August 2014 at 06:06