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The art of independent movies

Archive for August 2013

Von einem, der nicht aufgibt

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lostinviennaWenn die US-Filmemacher und guten Kumpels Robert Rodriguez („El Mariachi“, „Planet Terror“) und Quentin Tarantino („Death Proof“, „Django“, „Inglourious Basterds“) gemeinsam einen Sohn haben würden, dann würde er wohl Robert Tarantino heißen. Ach, Blödsinn.

Robert Tarantino ist ein in Wien lebender Filmemacher und heißt eigentlich Wolf Morrison (ja, auch das ist ein Künstlername). Er ist Kabarettist, Musiker, Autor, Schauspieler und – vor allem – Filmemacher. Wie „Robert Tarantino“ schon andeutet, ist er ein großer Fan von Robert Rodriguez und Quentin Tarantino. Aus seinen Händen stammen Filme wie „Wild Rebel“, „Vampire City I und II“ und „Vampires in Vienna“.

Dem Begriff Trash verleiht Tarantino/Morrison neue Dimensionen – und zugegeben, um die Filme genießen zu können, sollte man bis zu einem gewissen Grad schmerzfrei sein. Und ab dann vielleicht sado-masochistisch. Aber dennoch: Wolf Morrison ist einer, der nicht aufgibt. Und während ich noch immer vom Filme machen träume, schnappt er sich seine Kamera und dreht. Und damit ist er mir schon mal meilenweit voraus.

Am Freitag, 30. August 2013, zeigt das Admiral Kino in Wien ab 22:00 Uhr nun zum letzten Mal sein aktuelles Werk „Lost In Vienna“.

Synopsis: Rache! Das ist der einzige Gedanke von Scott Tyler. Er will sich an dem Menschen rächen, den er für den Tod seiner Freundin Julie verantwortlich macht. Nachdem ein mysteriöses Videoband von Julie auftaucht, fühlt er sich in seinen Plänen bestärkt. Wenig später begegnet er Julies Zwillingsschwester Karen und ab diesem Zeitpunkt verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion…

Laut Film-Site ist „Lost In Vienna“ eine Hommage an die Filme von David Lynch. Die Vorführung findet im Beisein des Regisseurs und des Filmteams statt.

Nur eine Woche darauf, nämlich am 6. September 2013, startet der neueste Dokumentarfilm Regisseur Houchgang Allahyari („I Love Vienna“, „Höhenangst“, „Bock for president“, „Die verrückte Welt der Ute Bock“) regulär in den österreichischen Kinos. In „Robert Tarantino – Rebel without a crew“ porträtiert Allahyari eben Wolf Morrison/Robert Tarantino.

Synopsis: Robert Tarantino: No-Budget-Filmer und Wiener Original. Die Dreharbeiten zu seinem Streifen „Blood City Massacre“ sind für den schüchternen Arbeitslosen Lebensinhalt und Therapie und sein engagiertes (Laien-)Ensemble avanciert zur Ersatzfamilie. Houchang Allahyari folgt dem „Rebel without a Crew“ bei Planung und Dreharbeiten. Ein Genre-Film im wahrsten Sinne des Wortes. Das humorige Porträt eines leidenschaftlich Getriebenen.

Rodja

PS: Hm, eigentlich sollte mal jemand auch einen Film über Elmar Weihsmann machen…

INFO: www.wolfmorrison.com, http://lostinviennaaustria.jimdo.com; Film-Site: „Robert Tarantino – Rebel without a crew“

Trailer ROBERT TARANTINO (Houchang Allahyari, A 2013) from Stadtkino Filmverleih on Vimeo.

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30. August 2013 at 13:30

Das nenne ich mal ein Dankeschön!

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Vom deutschen Filmemacher Serdar Dogan gab es ein nettes Dankeschön für die Unterstützung seines Projekts „Der 8. Kontinent“.

Hier geht es zur Crowdfunding-Aktion: http://www.startnext.de/d8k

Rodja

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29. August 2013 at 10:08

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Zwei Aliens – Wurmloch, Kornkreis und die Kuh

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Über Thomas Zeug und seinen Indie-3D-Animationsfilm „Quiqueck & Hämat: Proll Out“ habe ich hier ja schon des öfteren berichtet. Zuletzt habe ich für das Magazin „zoom“ einen Artikel über den 25-jährigen Bayern geschrieben, der demnächst hier stark verkürzt ebenfalls veröffentlicht wird.

Nun hat Zeug für die Internet-Plattform „Broken Comedy“ einen weiteren, kleinen Kurzfilm über die zwei außerirdischen Chaoten gedreht.

Synopsis: Sind wir allein im Universum? Woher stammen die mysteriösen Kornkreise? Und wohin verschwinden die Kühe auf Bauer Hubers Hof? Broken Comedy hat auf all das eine Antwort!

Rodja

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23. August 2013 at 03:12

Lovely Wolf

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lovleywolfEr: Vegetarier. Sie: Carnivorin. Kann das gut gehen?

Die Zukunft wird es zeigen: Nein, nicht reich gegen arm oder alt gegen jung – der Klassenkampf wird zwischen Vegetariern, Veganern und Fleischessern stattfinden. Einer, der das erkannt hat, ist der deutsche Filmemacher Benjamin Bechtold, der mit seiner Filmgruppe Fearling Entertainment in Kooperation mit FirstGrade Studios mit dem vorliegenden Film „Lovely Wolf“ einen der Kernkonflikte dieses Jahrzehnts behutsam in eine Liebeskomödie verpackt hat. Mit einer äußerst attraktiven Werwölfin.

Synopsis: Wie stellt man einen Werwolf seiner Familie vor? Und wie verhindert man, dass der Postbote gefressen wird?

Tom muss schnell feststellen, dass das Leben mit seiner neuen Freundin Lauri nicht ganz so normal verläuft wie bei anderen Paaren. In der liebenswerten, jungen Frau schlummert eine Bestie, die des Nachts aus ihr herausbricht, um dem Ruf der Natur zu folgen.

„Lovely Wolf“ wurde mehrmals ausgezeichnet und lief auf mehreren Festivals, wie u.a. den Fright Nights in Österreich, dem Youcinema Fantastic Film Festival in der Schweiz oder dem Shorts at Moonlight im deutschen Hofheim.

Rodja

Edit: Verdammter Freud’scher Fehler. Ist mir da doch der Titel eines österreichischen Films reingerutscht. Natürlich heißt es „Lovely Wolf“ und nicht „Lovely Rita“. Wurde hiermit korrigiert.

INFO: Fearling Entertainment: www.fearling-entertainment.de
FOTO: Fearling Entertainment

LOVELY WOLF – Film from Fearling Entertainment on Vimeo.

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20. August 2013 at 05:27

„Der 8. Kontinent“ – Serdar Dogan geht auf Weltreise

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der8kontinent2011 brachte Serdar Dogan seinen sympathisch-naiven Debütfilm „Kopfkino“ (über den auch hier berichtet wurde) heraus. Gedreht in Karlsruhe, handelt es sich um einen meiner Meinung nach untypischen deutschen Indie-Film – nämlich um eine musikalische Liebestragikomödie (Ja, ich trete für mehr Vielfalt im Indie-Bereich ein, will nicht immer nur Blut- und Beuschelfilme sehen) mit starkem Karlsruhe-Lokalkolorit. Nun wagt Dogan mit seinem neuen Projekt „Der 8. Kontinent“ den nächsten Schritt – und zwar einen gewaltigen, nämlich hinaus in die weite Welt. Dafür hat er auf Startnext eine Crowdfunding-Aktion gestartet, um ein zusätzliches Budget von 10.000 Euro zu erreichen.

Synopsis: Der Spielfilm „Der 8. Kontinent“ erzählt die Geschichte einer jungen Frau (Maike Johanna Reuter), die sich nach dem Tod der Mutter mit der Gewissheit auseinander setzen muss, dass eine seit Jahren ausstehende Versöhnung nun nicht mehr möglich ist. Sie beschließt den großen Traum der Mutter zu verwirklichen und eine Weltreise zu unternehmen. Mit im Gepäck sind Briefe der Mutter, die sie zu jedem Geburtstag geschrieben, aber der Tochter nie überreicht hatte. Dazu ein aufblasbarer Globus, welchen sie immer wieder aufbläst und die Orte abhakt, die sie gerade besucht hat.

Ein bisschen neidisch bin ich ja schon auf Serdar Dogans Projekt, bin ich doch schon ewig mit einem Railroadmovie-Projekt „schwanger“, das durch Nordeuropa führt. Aber im Gegensatz zu mir wird Dogan seinen Film wohl auch verwirklichen. Und sein Roadmovie führt um die Welt: Nach Rom, Rio, New York, Hongkong, Kapstadt, Sydney und Norwegen (na, da habe ich ja zumindest „mein“ Nordeuropa) soll die Reise gehen. Jeder dieser Orte sei einzigartig aufgrund der Menschen, der Kultur, der Umwelt und nicht zuletzt auch durch verschiedene Lichtverhältnisse, verspricht der Filmemacher fantastische Bilder. Die Reisekosten an sich sind schon finanziert, d.h., dass die Dreharbeiten definitiv stattfinden werden. Jeder Euro, der über die Crowdfunding-Aktion reinkommt, wird in die Postproduktion (VFX, 3D-Animationen für Vorspann, etc., Farbkorrektur) gesteckt und soll dem „8. Kontinenten“ zu einem noch größeren visuellen Gesamtauftreten verhelfen.

Rodja

INFO: „Der 8. Kontinent“ – Crowdfunding-Site: www.startnext.de/d8k, „Der 8. Kontinent“ – Facebook-Site: www.facebook.com/Der8Kontinent

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19. August 2013 at 05:00

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Michael Thomas erzählt vom „alten Fuchs“

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Ob als Filmemacher, Kameramann oder Schauspieler, seit Jahren verfolge ich die Karriere von David Hofer („Planet USA“, „Das weiße Kleid“, „Yellow Cape Town“, „Hammer“). Er war auch der Hauptgrund, warum ich als Associate Producer bei Gerhard Fresachers „Let Me Try Again“ eingestiegen bin. Hofer ist viel beschäftigt – und es ist für mich immer wieder überraschend, dass innerhalb kürzester Zeit immer wieder ein neues Projekt, bei dem er für Kamera/Schnitt zuständig ist, quasi aufpoppt. So auch dieses hier: „Der alte Fuchs“ von Schauspieler Michael Thomas („CopStories“, „Import/Export“, „Braunschlag“). Wie aus dem Nichts taucht der Trailer über die Sozialen Netzwerke auf – und ich kann mir nur denken: „Was? Ist schon wieder eine Woche um, dass ich nichts Neues vom David gehört habe?“

Den Schauspieler Michael Thomas habe ich nun auch schon aus diversen Independent-Produktionen (eben „Let Me Try Again“, aber auch Manuel Hölzls („Mosted Dead“) aktuellem Werk „Giftnovelle“) kennengelernt. Nun hat Thomas aber in „Der alte Fuchs“ nicht nur die Rolle des Antagonisten inne, sondern führt auch noch Regie. Der Film basiert auf den biografischen Eckdaten des Schauspielers Oswald Fuchs, der sich quasi selbst spielt. Fuchs wurde 1933 geboren und von seinen jüdischen Eltern verstoßen. Er wuchs bei mehreren Pflegefamilien auf und wurde – nicht zuletzt um der Deportation in ein KZ zu entgehen – in die Hitlerjugend gesteckt. Er begann eine Karriere als Boxer, entdeckte dann seine Liebe zum Theater und absolvierte das renommierte Max-Reinhard-Seminar. Fuchs spielte u.a. im Burgtheater, an der Josefstadt, am Staatstheater Stuttgart und an den Münchner Kammerspielen.

Diesem außergewöhnlichen Mann widmen nun Michael Thomas und Drehbuchautorin Jutta Duschet eine liebevolle Hommage, die – wenn der Trailer sein Versprechen einhält – sowohl tragisch als auch komisch, aber auf jeden Fall dramatisch werden dürfte. Und dabei wartet der Film mit jeder Menge Stars auf: Neben Oswald Fuchs und Michael Thomas spielen u.a. Marion Mitterhammer („Böse Zellen“), Karl Merkatz („Der Bockerer“), Gregor Seberg („SOKO Donau“) und Serge Falck („Medicopter 117“, „CopStories“). In weiteren Nebenrollen tauchen bekannte Gesichter wie Ex-Pornostar Sibylle Rauch, „Baumeister“ Richard Lugner, Sänger Tony Wegas und der Ex-Boxer Hans Orsolics auf.

Synopsis: Der Film beschreibt das Leben des 80-jährigen Oswald Fuchs. Er ist Schauspieler, Regisseur, Mindestrentenempfänger – und Jude. Als ihn ein taktloser Moderator während eines Interviews auf seinen bald bevorstehenden Tod aufmerksam macht, muss der rüstige Ex-Boxer erst mal schlucken. Was, wenn er wirklich nur noch wenige Tage zu leben hätte? Wie würde er sie nutzen? Was bliebe ihm noch zu tun?

So begibt er sich, gemeinsam mit seinem Alter Ego und innerem Regisseur, dem „Zugvogel“ (gespielt von Michael Thomas) auf eine letzte „Tournee“ – wie er es nennt. Mit diesen beiden Protagonisten ziehen wir nun durch ein ebenfalls bereits in die Jahre gekommenes Wien. Wir besuchen Pornotreffs und Beerdigungsinstitute ebenso wie alte Freunde und Kollegen. Wir begegnen auf der Reise zahlreichen – ebenso kuriosen wie realistisch gezeichneten – Figuren und Outcasts – Wiener Originale eben.

Rodja

INFO: www.deraltefuchs.at

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16. August 2013 at 06:07

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Neun Märchen werden wahr: Grimms Kinder

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Etwas, das ich nicht so ganz verstehe, ist, dass die deutschsprachige Filmindustrie es nicht schafft, aus dem reichhaltigen und Jahrhunderte alten Sagen- und Märchenschatz einen Nicht-Kinderfilm zu machen. Märchen und Sagen haben ja auch sehr dunkle Seiten, die z.B. Kannibalismus oder Kindesmissbrauch bzw. -misshandlung thematisieren – und sie waren ja anfangs nicht unbedingt für Kinder bestimmt. Die Amerikaner sind da wesentlich erfolgreicher, die machen aus jeder lokalen Urban Legend eine mehrteilige Filmserie. Und wenn die Europäer ihre Geschichten nicht ehren, dann nimmt Hollywood diese auch gern mal als Vorlage für ihre Filme oder TV-Serien.

Thomas Goersch, der mir bis dato vor allem als Schauspieler („Stasis“, „Kriegerherzen“) aufgefallen ist, hat nun mit „Grimms Kinder“ ein Projekt ins Leben gerufen, das neun Märchen der Gebrüder Grimm in einem Episodenfilm neue Seiten abgewinnen will.

Bis dato haben laut einer Presseaussendung drei Regisseure für drei Episoden zugesagt. Marian Dora („Cannibal“, „Melancholie der Engel“) lässt „Hänsel und Gretel“ die Hexe in den Ofen schubsen. Timo Rose („MemorieZ“, „Space Wolf“) übernimmt „Rotkäppchen“ und Jochen Taubert („Bad Boys – Bad Toys“, „Pudelmützen Rambos“, „Sheeba – Die dunkelste Seite der Macht“) stürzt sich auf das süße „Aschenputtel“. Die neun Episoden werden durch eine Zwischengeschichte, die Thomas Goersch unter dem Motto „Bitte nicht füttern“ selbst inszeniert, verbunden.

Zugegeben, einige dieser Namen (Taubert, Rose) lösen bei mir heftigstes Stirnrunzeln aus, da ich sie der Trash-der-untersten-Schublade-Fraktion zuordne, aber zumindest Marian Dora traue ich ein sehr kontroversielles Herangehen an „Hänsel und Gretel“ zu.

Das Projekt soll bis Herbst 2014 fertig gestellt werden. Danach ist eine Kino- und DVD-Auswertung geplant. Für die noch offenen sechs Episoden sucht Goersch noch interessierte Regisseure. Kontakt kann man über die Email-Adresse Thomas.Goersch(at)t-online.de aufnehmen. Wer Interesse hat, sollte aber rasch zuschlagen. Dem Vernehmen nach hat Goersch nämlich bereits einige Anfragen erhalten.

Rodja

INFO: Facebook-Site „Grimms Kinder“

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13. August 2013 at 07:43

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Die Lothland Saga

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lothland2003 versammelten sich in Österreich einige Filmbegeisterte, um einen Fantasy-Spielfilm zu stemmen. 2007 war es soweit und der Amateurfilm „Die Lothland Saga“ mit einer Laufzeit von über 80 Minuten erschien. Dazwischen, nämlich 2005, wurde noch schnell der Verein „Pellicula – Independent Filmmaking“ (Pellicula ist Katalanisch und bedeutet Film) gegründet. „Diese lange Periode war einfach die Zeit, die der Verein gebraucht hat, um auf eigenen Füßen zu stehen und zusammenzuwachsen“, erzählte Vereinsobmann Bernhard Weber mal dem HomeMovieCorner. Das Credo lautet: „Guerilla Filmmakers Unite!“ Von Vornherein war für die Mitglieder klar, dass hier nicht der finanzielle Erfolg, sondern vor allem der Spaß an der Sache, das Filmemachen selbst, das Ziel ist. „Das mühsame Erlernen des Handwerks, Fehler machen und aus ihnen lernen – das steht dabei im Mittelpunkt“, erläuterte Weber.

Nach der Feuertaufe mit „Die Lothland Saga“ folgten viele kleinere Projekte, die quasi als Fingerübungen dienten. So entstanden u.a. „Blood Sisters“, eine Vampirgeschichte zwischen Heavy Metal und John Miltons Sündenfallgeschichte „Paradise Lost“, das Sci-Fi-Drama „Aquis Submersis“, der Fake-Trailer „Jaded“ zu einem möglichen österreichischen Martial-Arts-Film oder ein Zombie-Musikvideo zum Song „It was so mad that I believed“ der Gruppe Living Lache, das wohl das blutrünstigste Musikvideo Österreichs ist. Einige der Werke sind Koproduktionen mit anderen Gruppen. Generell ist die Vernetzung der Indie-Szene in Österreich eher schwach ausgeprägt, insofern ist eine Plattformen wie Pellicula eine gute Anlaufstelle für Filminteressierte – und das ganz ohne die für hiesige Indie-Filmproduktionen sonst so typische Einzelgänger-Mentalität. „Natürlich kannst du auch als Einzelkämpfer vorgehen“, so Weber. „Aber warum, wenn du ein ganzes Heer hinter dir haben kannst?“

Einige der Vereinsmitglieder kommen selbst aus dem Medienbereich. Bei Pellicula finden sie die Möglichkeit, ihre kreative Ader endlich auszuleben, so Weber, der hauptberuflich als Produktionsleiter bei einer Firma arbeitet, die sich auf Kinowerbung spezialisiert hat. Dass einige im audiovisuellen Bereich tätig sind, ist natürlich nicht unvorteilhaft: So hat der Verein schon von Haus aus viel eigenes Equipment. Und sollte mal was angemietet werden, kann das dank guter Beziehungen meist günstig erfolgen. Derzeit produziert der Verein den „Star Wars“-Fanfilm „Regrets of the Past“, über den ja auch in den heimischen Medien des öfteren berichtet wurde.

Nachdem „Die Lothland Saga“ seine Premiere im Kino feierte, wurde der Film überall gezeigt, wo Interesse bestand. Auch nicht so bekannte Ausstrahlungsmöglichkeiten wie Wohnpark TV (beliefert die ca. 3.500 Haushalte des Wohnparks Alt Erlaa mit lokalen Inhalten) oder Dorf TV. Nun wurde der Amateurfilm auch auf YouTube gestellt.

Synopsis: In alter Zeit errichteten mächtige Druiden ein magisches Schild um Lothland, das Reich der Menschen, das allen nichtmenschlichen Kreaturen das Überschreiten der Grenzen verwehrte. Dem Herrn von Avaroth gelang es jedoch einen Weg für die Dunkelelfen durch den Schild zu finden und er schrieb sein Wissen im Buch von Avaroth nieder. Doch schließlich trug der verzweifelte Widerstand der Menschen Früchte und der dunkle Herrscher wurde gestürzt und seine Anhänger in alle Winde zerstreut. Das Buch mit dem Wissen zur Macht über Lothland ging verloren.Während nun unter König Athelas das Reich der Menschen erblüht, leben auch die Dunkelelfen unter ihrem Anführer gemäßigt und friedlich. Doch Fürst Malendor hat das Ziel, die Dunkelelfen wieder zur alten Macht von Avaroth zu führen.

Rodja

INFO: http://pellicula.org/, FaceBook-Site „Star Wars: Regrets of the Past“: https://www.facebook.com/swrotp

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12. August 2013 at 10:18

Independent Days 14: Call for Entries

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independentdaysReine Kurzfilmfestivals sind ja ganz nett, aber nicht so mein Ding. Meiner Meinung nach repräsentieren sie nämlich nicht das, wofür Independent steht – oder besser, was alles unter diesem Label möglich ist. Und das beinhaltet eben nun auch mittellange Filme bis hin zu Spielfilmen.

Ein Festival, das sich Gott sei Dank nicht diesem blödsinnigen Diktat des Zeitlimits unterworfen hat, ist das ehrenwerte Independent Days in Karlsruhe, das vom 9. bis 13. April 2014 nun zum 14. Mal stattfindet. Und zwar an einem sehr schönen Ort, nämlich dem Filmtheater Schauburg.

Gesucht werden laut einer Presseaussendung des Veranstalters Filme aller Genres, eine Laufzeitbeschränkung gibt es – wie erwähnt – nicht. Es können Kurzfilme, Spiel- oder Dokumentarfilme eingereicht werden, auch Musik-Clips werden gezeigt. Wichtig ist den Festivalorganisatoren der Independent-Faktor der Filmproduktionen, ein Film sollte daher nicht mehr als 2.500 Euro pro Minute Laufzeit gekostet haben.

Ausgeschrieben sind zwei Wettbewerbe: im Low-Budget-Wettbewerb ist der Filmpreis der Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe ausgelobt. Dieser ist mit 1.000 Euro dotiert. Im No-Budget-Wettbewerb treten die Filmemacher für den Filmpreis der Stadt Karlsruhe, „Die Goldene ID 2014“, an. Um von der Jury für die Wettbewerbe ausgewählt zu werden, müssen die Wettbewerbsfilme bestimmte Kriterien erfüllen, zum Beispiel wird auf das Budget sowie die Laufzeit geachtet, aber auch die Qualität der Produktionen spielt hier eine wichtige Rolle.

Die Einreichfrist für die Wettbewerbe läuft bis zum 31. Oktober 2013, Beiträge für die freien Filmblöcke können darüber hinaus bis zum 31. Dezember 2013 eingereicht werden. Die Filmemacher müssen ihre Produktionen hierbei über die Festival-Website www.independentdays-filmfest.com anmelden.

Rodja

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1. August 2013 at 17:29