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Crowdfunding für „Michael – (k)ein harter Vampirfilm“

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„Vampire werden im Film immer als sexy verkauft. Doch wie kann das sein? Sie sind tot, das Herz schlägt nicht, das Blut fließt nicht mehr – ergo kann es auch keine Erektion geben.“

„Okay, gekauft.“

Ungefähr so stelle ich mir vor, wäre der Dialog verlaufen, wenn Filmemacher José Hidalgo seinen Stoff zu „Michael – (k)ein harter Vampirfilm“ bei mir als Produzenten (wenn ich denn ein Produzent wäre) gepitcht hätte.

Wenn ich ihn richtig einschätze, dann ist José Hidalgo ein bunter Hund, so etwas wie eine Ausnahmeerscheinung an der an Ausnahmeerscheinungen gar nicht armen deutschen Indiefilm-Szene. Er singt mit Leidenschaft, was unzählige Musikclips auf seinem Youtube-Channel beweisen – und natürlich dreht er auch Filme. Wobei Hidalgo eindeutig zu viele kreative Filmideen und zu wenig Budget hat. Davon lässt er sich aber Gottseidank nicht abhalten.

So produzierte und inszenierte er einen Film mit dem Action-verheißenden Titel „Der letzte Auftrag“, in dem ein Auftragskiller seinen letzten Auftrag erfüllen muss, um sein Kind zu retten, als Musical!!! (Ich weiß, das ist sehr redundant formuliert – aber diese Inhaltsangabe als Musical… das muss man sich doch auf der Zunge zergehen lassen!) Und obwohl man dem Film das No Budget ansieht, entgeht einem nicht, mit wie viel Leidenschaft und Ideenreichtum er inszeniert wurde.

Doch nun zurück zu „Michael – (k)ein harter Vampirfilm“, für den José Hidalgo eine Crowdfunding-Aktion gestartet hat. Dabei geht es gar nicht darum, den Film zu drehen. Die rund 90-minütige Horrorkomödie ist bereits fertig und hat eine erfolgreiche Premiere hinter sich. Jetzt geht es nur noch darum, den Film unter die Leute zu bringen. Für die DVD-Produktion gilt es, bis zum 1. Dezember 2017 den Betrag von 1.000,- Euro aufzutreiben. Das sollte doch wohl zu schaffen sein.

Synopsis: Star-Mitglied der Kokosnüsse-Bruderschaft und Super-Checker Michael (Jörn Guido) wird bei einer seiner Safari-Jagden von einer Vampirin gebissen. Da ohne Blutfluss keine Erektion mehr möglich ist, sieht er sich gezwungen, eine Lösung zu finden. Mit der Hilfe von Mumu (José Hidalgo) und seiner Freundin Lola (Simone Kaufmann) beginnt die Suche nach der Vampirin, um die Verwandlung zu stoppen. Prof. Johanson (Georg Groeling-Müller) und Michaels Vater Engelbert (Klaus Thiel-Klenner) begleiten die drei Freunde bei der Suche, bis alle vor ihrem Endgegner und seiner Armee stehen. Wie wird der Kampf zwischen Gut und Böse enden? Wird Michael seine Menschlichkeit und die dazugehörige Sexualität zurückerobern?

Rodja

P.S.: Eigentlich könnte sich José Hidalgo noch ein zweites (drittes? viertes?) Standbein als Produzent und Testimonial von Low-Budget-Crowdfunding-Clips aufbauen. Sein Auftritt im Clip unten hat mich auf jeden Fall überzeugt, die Aktion zu unterstützen.

INFO: Crowdfunding für „Michael – (k)ein harter Vampirfilm“: https://www.startnext.com/michael-vampirfilm; Website von José Hidalgo: http://josehidalgo.de/


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19. November 2017 at 08:31

„Tote Moatla schreiand net“ – Vorarlberg-Krimi feiert Premiere

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© Achnus

Im Ländle da gibt’s sehr wohl Kultur…

Als der HomeMovieCorner so 2001 entstand, dachte ich, dass vor allem in den großen Städten die Indie-Szene boomen würde. Die Ansammlung von vielen Menschen würde zu vielen Kontakten führen, zu vielen Ideen, die man auch umsetzen kann. Da war auch sicher sehr viel Wunschdenken dabei, denn damals war ich nicht so mobil und hoffte, eben in meiner Heimatstadt Wien eine große Filmgruppe zu finden, der ich mich anschließen könnte.

Doch schon damals zeigte sich, dass ein Film-Biotop sogar in nicht so bevölkerten Gegenden gedeihen kann – wenn nicht sogar besser als in der angeblich ach so kulturinteressierten und pulsierenden Großstadt. Und diese späte Einsicht, die trotz der vorliegenden Fakten mir erst Jahre im nachhinein dämmerten, habe ich unter anderem Gruppen wie Mania Pictures aus Calw und Visual Dreams aus Vorarlberg zu verdanken.

Während Mania Pictures noch heute jedes Jahr einen Spielfilm produziert, stand Visual Dreams zu den Anfangszeiten des HomeMovieCorners eigentlich schon vor dem Aus. Viele der damaligen Mitglieder kamen gerade aus der Schule und standen am Scheideweg. Berufliche Ausbildung, weitere hochschulische Ausbildung – die Zeit des Ausprobierens war mehr oder minder vorbei. Trotzdem zählen ihre Filme wie „Angst“ oder „Faust – Der Musicalfilm“ für mich zu den Gründen, warum der HomeMovieCorner damals entstand.

Viele ehemalige Mitglieder blieben dem kreativen Bereich treu. Während es einige sogar beruflich schafften, wie Thomas Ilg, der Kameramann und Cutter wurde (u.a. „Universum History“, „Der Atem des Himmels“) oder Simon Meusburger, der das Schubert Theater in Wien leitet, wo u.a. auch Nestroy-Preisträger Nikolaus Habjan sein „Puppentheater für Erwachsene“ inszenierte, wurde für andere das Filmemachen und Geschichten erzählen einfach „nur“ ein Hobby.

Als eine Art Nachfolge von Visual Dreams etablierte sich in Vorarlberg die Gruppe Achnus Film. Auch einige ehemalige Visual Dreams-Mitglieder wie Philipp Horatschek sind mit dabei. Mir fielen sie bis dato eher durch Parodien wie „Achjack gegen die Mächte der Finsternis“, „Halul al Halula“ (Bollywood) oder „Pirätes – The Wedding of Spack Jarrow“. Und nachdem ich anscheinend vollkommen spaßbefreit bin, habe ich nicht unbedingt einen Faible für Parodien. Himmel, ich finde selbst „Spaceballs“ nur so halbherzig zum Lachen. (Ich kann also kein guter Mensch sein.)

Aber das neueste Werk von Achnus Film interessiert mich jetzt doch sehr. Vielleicht, weil das Thema „ernster“ klingt. Also nicht „ernst“ im Sinne von „todernst“, sondern im Sinne von „es ist keine Parodie, sondern was Eigenständigeres.“

Am 28. Oktober 2017 zeigen Achnus Film ab 20 Uhr ihren Ländlekrimi „Tote Moatla schreiand net – Mit Schwert abwärts“ in ihrem Wolfurter Vereinshaus.

Inhalt: Im Ländle da gibt’s sehr wohl a Sünd…

Die Leiche einer jungen Frau wird am Waldrand von einer Joggerin entdeckt. Oberinspektor Heinz Feuerle (Gernot Frick) ermittelt sofort. Zusammen mit seinen Kollegen Abteilungsinspektor Karl Fussenegger (Thomas Burger) und Polizeiarzt Dr. Sedlatschek (Heinz Jochum) decken die Kriminologen ein Netzwerk von Gewalt, Sex und Machtmissbrauch auf, das bis in die höchsten Vorarlberger Kreise reicht.

Der in einer ersten Fassung über 100 Minuten dauernde Film wurde mit über 60 Personen vor der Kamera in Wolfurt, Bregenz, Dornbirn, Hohenems und Kennelbach gedreht. An über 20 Drehtagen wurde der Film von Regisseur und Drehbuchautor Thomas Burger und dem Team von Achnus Film realisiert. Was mir an den „ländlichen“ Filmgruppen besonders imponiert. Neben dem Improvisationstalent gibt es anscheinend auch einen größeren Zusammenhalt und Unterstützung von der Bevölkerung her. So stellte die Landespolizeidirektion auch mehrmals ein echtes Polizeieinsatzfahrzeug zur Verfügung – und auch ein Rettungsauto und eine Cessna 208 Grand Caravan waren im Einsatz.

Rodja

INFO: Achnus Film www.achnus.com

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28. Oktober 2017 at 08:38

Das kleine Gewinnspiel: „Tatort Calw VII: Auge um Auge“

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© Mania Pictures

© Mania Pictures

In Vorfreude auf die große Premiere von „Tatort Calw VIII: Der Seher“ von Mania Pictures im April reaktiviere ich wieder einmal „Das kleine Gewinnspiel“.

Zu gewinnen gibt es den Vorgänger von „Tatort Calw VIII“, nämlich eine DVD von „Tatort Calw VII: Auge um Auge“.

Story: Kaum aus dem Gefängnis entlassen, wird ein Ex-Knacki von einem maskierten Unbekannten entführt. Ein Fall für Kommissar Jäger (Stefan Lörcher), der mangels Beschäftigung in der Calwer Mordkommission den Kollegen anderer Dezernate aushelfen muss. Zu allem Überfluss verdonnert ihn sein Chef auch noch dazu, den Absolventen der Polizeischule Steinberger (Frederik Bott) unter seine Fittiche zu nehmen. Doch schon bald wird Jäger mit seinen Kollegen Hoffmann (Frieder Pfeiffer) und Kraft (Cathrin di Stefano) mit einer brutalen Mordserie konfrontiert. Die Opfer: Allesamt Kleinkriminelle.

Als der Grünschnabel Steinberger am Tatort seltsame Schriftzeichen entdeckt, kommt der Verdacht auf, es könnte sich um religiös motivierte Rachemorde handeln. Auge um Auge. Doch wer hegt einen solch großen Hass, dass das grausame Vorgehen erklären könnte? Bei den Ermittlungen stoßen die drei Kommissare auf eine Verbindung zwischen den Opfern und machen eine schockierende Entdeckung. Werden sie den selbsternannten Rächer aufhalten können?

Und hier die Gewinnfrage: Tilo Prückner ist quasi Stammbesetzung bei Mania Pictures. Der Schauspieler ist aber auch aus anderen Filmen bekannt – u.a. wirkte er in zwei Filmen von Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky (dessen aktueller Actionthriller „Die Hölle“ diese Woche in den Kinos startet) mit. Welche Filme von Stefan Ruzowitzky waren das?

Die Antwort bitte NICHT hier posten, sondern per Mail an mich übermitteln. Die E-Mail-Adresse lautet homemoviecorner[at]hotmail.com. Als Betreff bitte „Auge um Auge“ angeben. Einsendeschluss ist der 28. Februar 2017. Die DVD wird unter den richtigen Einsendern verlost.

Das Ganze findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt. Preise, die auf dem Postweg verloren gehen, können leider nicht ersetzt werden. Bitte auch Namen, Alter und Postadresse angeben (Warnung: Wer keine vollständigen Angaben abliefert, wird automatisch ausgeschlossen!). Diese Daten werden nur im Rahmen des Gewinnspiels verwendet und nicht weitergeleitet – nach Abschluss der Runde werden sie auch sofort gelöscht.

Rodja

INFO: www.mania-pictures.de

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18. Januar 2017 at 09:51

Der 8. Streich: „Tatort Calw – Der Seher“

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© Mania Pictures

© Mania Pictures

Schöne Grüße aus dem Schwabenland

Die Calwer Filmtruppe Mania Pictures rund um Mastermind Armin Schnürle präsentiert am 21. April 2017 mit „Der Seher“ ihren neuesten Film – danach geht der Film wieder auf eine ausgedehnte Kinotour.

Es ist der achte ihrer beliebten „Tatort Calw“-Serie, die vor allem mit Lokalkolorit und viel Action punktet. Das klingt ja schon mal beeindruckend. Noch beeindruckender ist es aber, wenn man schreibt: „Es ist der insgesamt 19. Spielfilm seit Bestehen der Filmgruppe.“ Ha, eat this!

Mit dabei ist auch wieder Tilo Prückner, dessen markantes Gesicht man u.a. aus Stefan Ruzowitzkys „Die Siebtelbauern“ oder dem Oscar-nominierten Drama „Die Fälscher“ kennt. Obwohl er bei Mania Pictures meist nur in skurrilen Nebenrollen zu sehen ist, zählt Prückner quasi zur Stammbesetzung. Regisseur Armin Schnürle schwärmte in einem Interview mit dem HomeMovieCorner von Prückner, „weil er für skurrile Typen einfach wunderbar ist und zudem ein unkomplizierter und umgänglicher Mensch. Er ist im Übrigen der einzige ‚Promi‘, für den ich es inzwischen wage, Rollen zu schreiben.“ Diesmal dürfte Schnürle ein bisschen länger an Prückners Rolle gesessen haben, denn statt einer Neben- hat der Schauspieler nun sogar eine tragende Hauptrolle.

Inhalt: Nikolaus Kaminsky (Tilo Prückner) ist ein ehemaliger Profiler der Polizei, lebt jedoch seit 20 Jahren zurückgezogen und ohne Kontakt zur Außenwelt. Einzig die Nachbarstochter Simone (Julia Schnürle) schafft es ab und zu, ihn aus seinem Schneckenhaus zu locken.

Als er die 12-Jährige eines Tages ohne ersichtlichen Grund mit einem Messer bedroht, ruft das die Kommissare Jäger (Stefan Lörcher), Kraft (Cathrin di Stefano) und Hoffmann (Frieder Pfeiffer) auf den Plan. Eigentlich sind die Polizisten gerade mit einem Entführungsfall beschäftigt, doch als Kaminsky die Ermittler ganz beiläufig auf die Lösung des Falls bringt, wird plötzlich ein weit in der Vergangenheit liegender Fall von Kindsmorden wieder aktuell. Das letzte Opfer des bis heute unbekannten Serienmörders war damals Kaminskys Tochter. Als Kaminsky die Polizisten dann auch noch vor einem neuen Entführungsfall warnt, entsteht der Verdacht, dass der tot geglaubte Killer erneut sein Unwesen treibt. Doch woher hat der Ex-Profiler seine Informationen? Ist er in den Fall verwickelt? Oder hat er womöglich Fähigkeiten, die jenseits unserer rationalen Vorstellungskraft liegen?

Rodja

INFO: www.mania-pictures.de

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9. Januar 2017 at 10:04

Crowdfunding für österreichische Trickfilm-Webserie

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© Neuer Österreichischer Trickfilm

© Neuer Österreichischer Trickfilm

Ich weiß, ich weiß – ich habe den HomeMovieCorner jetzt einige Zeit lang arg vernachlässigt. Momentan ist gerade eine Zäsur, bei der ich noch nicht so recht weiß, wo es danach hingehen soll. Aber langsam wächst wieder die Lust, den Blog zu reaktivieren. Insofern also ein gutes Zeichen.

Zwar bin ich noch auf Schreib-Urlaub (Einreichfrist für ein Drehbuchtreatment erfordert drastische Selbstgeißelungsmaßnahmen) und habe dadurch meine Online-Aktivitäten extrem minimiert – aber das hier muss ich doch noch posten. Seit einiger Zeit stelle ich hier ja die Web-Serie „Birne, Schädel & Haupt“ von Neuer Österreichischer Trickfilm (kurz: NÖT) hier vor.

Hinter NÖT stehen Benjamin Swiczinsky, Conrad Tambour und Johannes Schiehsl. Das Trio arbeitet seit fünf Jahren in Wien und hat neben Werbefilmen auch einige internationale Projekte wie eine Staffel der Serie „Hexe Lilli“ oder Animationsszenen für Tom Tykwers „Ein Hologramm für den König“ in der Arbeitsmappe.

Aber die drei wollen auch eigene Geschichten erzählen – eben u.a. mit „Birne, Schädel & Haupt“, in der ein dreiköpfiger Adler etwas glücklos ein Trickfilmstudio in den Bergen betreibt. Dafür haben Swiczinsky, Tambour und Schiehsl bereits vier Folgen abgeliefert. Um nun aber eine ganze Staffel zu produzieren, haben sie eine Crowdfunding-Kampagne auf IndieGoGo gestartet, mit der sie 20.000 Euro lukrieren wollen.

Sogar der ORF hat darüber berichtet. Na ja, er hat den Artikel, den ich für die APA geschrieben habe, übernommen und ein paar Zeilen hinzugefügt.

20.000 Euro sind aber ein ehrgeiziges Ziel. Derzeit sind die Macher bei rund 4.900 Euro und haben die Lauffrist der CF-Aktion verlängert. Noch kann man 22 Tage lang dazu beitragen – und die Perks reichen von einem einfachen Danke bis hin zu einer eigenen Sprechrolle mit animierter Karikatur in einer Folge.

Der Betrag ist als flexibles Crowdfundingziel angegeben. D.h., es wird auf jeden Fall mit dem lukrierten Geld gearbeitet. Wenn nicht ganz die Summe erreicht wird, werden halt entsprechend weniger Folgen erstellt.

Rodja

INFO: www.neuer-trickfilm.at; Crowdfunding-Aktion: https://igg.me/at/BirneSchaedelHaupt

1. Folge von „Birne, Schädel & Haupt“

Tom Hanks, made in Austria

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25. November 2016 at 10:06

„Raiders!“ – Der größte Fanfilm aller Zeiten auf dem /slash Filmfestival

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© Jeremy Coon Productions

© Jeremy Coon Productions

Das /slash Filmfestival, das heuer vom 22. September bis 2. Oktober in Wien stattfindet, ist wohl das größte Genre-Festival in Österreich.

Dennoch hat es sich bis dato nicht in mein Herz spielen können. Ich geb’s zu, ich bin nicht DER Genre-Fan, der überall rein muss, wo auch nur ein Hauch von Genre vorkommt. Ein paar Filme habe ich mir auf dem /slash zwar angeschaut, aber dass ich mir die Tage rot im Kalender anstreiche… nein, das ist nicht unbedingt der Fall. Wohl auch, weil das /slash nicht unbedingt ein Abspielort deutschsprachiger Indie-Filme ist. Da gibt es andere, bessere Festivals.

Gut, heuer würde mich „Angriff der Lederhosenzombies“ des Österreichers Dominik Hartl („Beautiful Girl“) locken, aber der kommt auch so in die Kinos. Insofern muss ich ihn mir nicht wirklich im Rahmen des Festivals anschauen.

Aber dann ist da dieses eine „Indiana Jones“-Triple-Feature am 24. September – und ich glaube, da werde ich schwach. Und damit meine ich nicht „Raiders of the Lost Ark“, „Indiana Jones and the Temple of Doom“ und „Indiana Jones and the Last Crusade“ (Sorry, Spielberg & Lucas, aber über den sogenannten Teil IV hüllen wir mal den Mantel des Schweigens. Das war wohl nix.) – sondern „Raiders of the Lost Ark“, den 1:1-Fan-Film „Raiders of the Lost Ark: The Adaption“ von Eric Zala und Chris Strompolos und die Dokumentation darüber, „Raiders!: The Story of the Greatest Fan Film ever made“ von Tim Skousen und Jeremy Coon. Zumindest zwei von diesen drei Filmen will ich sehen!

Um was geht es?

Nun ja, über „Jäger des verlorenen Schatzes“ (USA 1981) brauche ich wohl keine Worte zu verlieren. Es geht um die Einführung des peitschenschwingenden Archäologen Dr. Henry Walton Jones Jr. alias Indiana „Indy“ Jones, der die sagenumwobene Bundeslade sucht und dabei den Nazis in die Quere kommt. Der Film begeisterte ganze Generationen, so auch Chris Strompolos und Eric Zala, die 1982 als Elfjährige beschlossen, den Film nachzudrehen. Und zwar 1:1. Für die Adaption, die nun in Wien uraufgeführt wird, mussten sie jeden Satz und jede Szene transkribieren, fackelten beinahe ein Haus ab und setzten sich auch sonst noch anderen Gefahren aus. Nach sieben Jahren war der Film fast fertig gestellt – und ihre Freundschaft zu Ende. Eine Szene fehlte noch – und zwar jene, wo Indy von dem glatzköpfigen Nazi auf dem Flugfeld (inklusive Flugzeug) verprügelt wurde.

Die ebenfalls zu sehende Dokumentation „Raiders!: The Story of the Greatest Fan Film ever made“ dokumentiert das Bemühen der Freunde – und erzählt, wie sie sich nach all den Jahren wieder versöhnten und beschließen, als Erwachsene die fehlende Szene endlich zu drehen.

Für einen Indie-Fan (Indiana als auch Independent) wie mich sind diese beiden Filme jetzt schon sehr inspirierend. Einerseits erinnern sie mich an meine Kindheit, die ebenfalls von Steven-Spielberg-Filmen („Goonies“, „Indiana Jones und der Tempel des Todes“, „E.T.“) und natürlich „Star Wars“ geprägt wurde. Und während ich damals „Star Wars“ mit Figuren nachspielte, drehten Zala und Strompolos einen Film! Einfach fantastisch!

Ursprünglich habe ich 2015 auch Chris Strompolos kontaktiert, um ihre Filmadaption hier in Wien im Rahmen einer einmaligen Aufführung zu zeigen. Chris, der selbst einige Jahre in Wien verbrachte, zeigte sich auch interessiert, hatte aber einige (sehr verständliche und nachvollziehbare) Bedingungen, die der Ein-Mann-Betrieb des HomeMovieCorner finanziell und zeitlich einfach nicht stemmen konnte. Ich bin also sehr froh darüber, dass das /slash das übernommen hat.

Rodja

INFO: „Raiders!: The Story of the Greatest Fan Film Ever Made“: www.raidersdoc.com; /slash – Festival des Fantastischen Films: http://slashfilmfestival.com/

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5. September 2016 at 15:35

Adieu, Sven Hüsken

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© Mayersche Buchhandlung Kamen

© Mayersche Buchhandlung Kamen

Manchmal ist das Leben einfach nur unfair.

Vor einigen Tagen genoss ich noch mit meiner Familie einen Urlaub auf Mallorca. An einem Tag war es zu windig, um im Meer zu baden – aber die Sonne schien, die Kinder hatten ihren Spaß, das Meer mit Sand zu beschießen – und auf dem Gesicht meiner Lebensgefährtin zeichneten sich wieder vermehrt so hübsche Sommersprossen ab.

Und dann bekomme ich über Facebook die Nachricht, dass es dem deutschen Autor Sven Hüsken sehr schlecht geht und er sich im Spital befindet. Kurz darauf kam die Nachricht, dass Sven seinem langjährigen Krebsleiden mit noch nicht einmal 40 Jahren erlegen ist.

Ich kannte Sven nicht sehr gut. Man könnte sagen, eine Facebook-Bekanntschaft halt. Aber er war zumindest einer, von dem ich mir gewünscht habe, ihn auch mal im realen Leben zu treffen. Er war für mich eine Inspiration, hat künstlerisch in seinem Leben mehr geschaffen als ich.

Als ich 2001 den HomeMovieCorner – Plattform für Amateur- und Indie-Filme – ins Leben rief, betrachtete ich das eigentlich als Versuchsballon. Mal in den Wald hineinrufen und schauen, was herauskommt. Keine Ahnung, was mich da erwarten würde. Urlaubsvideos? Höchstwahrscheinlich. Und dann bekam ich zwei Filme rein, die meine Meinung über Amateur- und Independentfilme grundlegend änderten. Oder ist „formten“ das passendere Wort? Ich weiß es nicht, ist momentan auch egal. Die beiden Filme waren „Faust – Der Musicalfilm“ der Vorarlberger Truppe Visual Dreams unter der Regie von Simon Meusburger und „Twinraiders“ der deutschen Gruppe Dreamvision Inc., bestehend aus dem Duo Marcel Laube und eben Sven Hüsken.

Nein, „Twinraiders“ war nicht unbedingt die Neuerfindung des Rades, aber der 45-minütige Sci-Fi-Streifen von 1999 war mit viel Herzblut, Idealismus, Einfallsreichtum und Humor gemacht. Kurz, ich hatte viel Spaß daran, wie man hoffentlich auch der Rezension hier entnehmen kann. Das Review war übrigens das erste virtuelle Lebenszeichen des HomeMovieCorner, das Veröffentlichungsdatum 12. Dezember 2001 ist quasi der Geburtstag des HMC. Um den Film zu bekommen, war ich damals sogar bereit, 20 DM auszulegen. Ich muss noch recherchieren, wo sich die VHS-Kassette nach dem Zersplittern der HMC-Crew 2006 befindet, aber ich vermute in den Archiven eines renommierten Filmfestivals.

Sven und Marcel wollten damals noch einen weiteren Film drehen, deshalb blieben wir auch lose in Kontakt. Als dann aus dem Projekt doch nichts wurde, verlor sich dann auch der Kontakt wieder. Ich stieß erst wieder auf Sven Hüskens Namen, als ich das erste Mal von Heiko Benders „Kinder der Nacht II“ las. Das ist ein „lost movie“, ein Film, der niemals fertig wurde. Dabei hatte er viele Stars und Promis wie Porno-Queen Kelly Trump, Ärzte-Drummer Bela B oder Horror-Romanautor Jason Dark („Geisterjäger John Sinclair“) an Bord. Und bei den VFX-Leuten las ich u.a. die Namen von Marco von Moos („Turricon – The Legend of Sollthar“, „NightCast“) und eben Sven Hüsken. Aber das Projekt wurde – obwohl weit fortgeschritten – nie fertig gestellt. Und so verlor ich Sven Hüsken wieder aus den Augen.

Auftritt Facebook: Man kann von den Sozialen Medien halten, was man will – aber um Kontakte wieder zu beleben, ist Facebook einfach unschlagbar. So eben auch im Fall von Sven. Wir „entdeckten“ uns 2011 wieder und schrieben uns von Zeit zu Zeit. Im ersten Moment war ich etwas enttäuscht, dass sich Marcel und Sven vom Film abgewendet hatten. Sie hatten nach „Twinraiders“ zwar noch einmal bei Bavaria Film einen „Raumpatrouille Orion“-Stoff gepitcht – aber daraus wurde nichts.

Wenn ich von einem geschätzten Filmemacher höre, dass er aufhört, dann löst das auch einen Schock bei mir aus. Da kommt immer so eine Conclusio in mir auf – denn wenn der Filmemacher erkannt hat, dass es keinen Sinn mehr macht, wieso strampele ich mich dann noch weiter ab?

Was mich aber erfreute: Sven hatte nicht ganz dem Kreativen abgeschworen. Er war Schriftsteller geworden. Damals waren noch Antworten von einigen Verlagen ausständig. Aber 2013 war es dann soweit. Sein Roman „Papa“ erschien zuerst als E-Book beim renommierten Verlag Droemer Knaur, 2015 dann auch als Paperback. Und wie man Amazon entnehmen kann, soll 2018 dann bei Knaur sein Thriller „Engel“ erscheinen.

Und dann kamen die Postings zu seiner Krebserkrankung. Krebs… bis vor einigen Jahren wusste ich nur, dass das etwas Schreckliches war, das anderen passierte und bei dem man aufrichtiges Mitleid fühlte, gleichzeitig aber froh war, dass der Schierlingsbecher an einem vorbei ging. Doch 2010 starb mein Vater nach einem langen Leiden – und 2011 Jackie Leven, ein schottischer Musiker, der 1994 mein Leben veränderte. Nein, ich selbst habe nicht Krebs, aber diese Krankheit betrifft nicht nur den Erkrankten selbst, sondern auch die ihm nahestehenden Personen. Er vergiftet die Realität und das Leben. Egal wie es ausgeht, danach wird nichts mehr so sein wie früher. Für niemanden.

Sven ging sehr offen mit seiner Krankheit um. In seinen Postings schilderte er seine Schmerzen (die mich auch an Passagen aus „Papa“ erinnerten), die Chemo-Therapien und wie selten und aggressiv seine Tumorart sei. Und doch schwang in seinem Geschriebenen so viel Humor und Positives mit, dass man einfach nicht an ein Ende glauben wollte. Er kämpfte lang, aber es wirkte nicht verkrampft oder verbittert. Erst als seine Frau Katja statt ihm auf seiner Facebook-Site vom Spitalsaufenthalt postete, spürte man, dass die Zeit des Abschieds nah war.

Ich kann nicht mehr über Sven Hüsken sagen, als dass ich ihn gerne mal persönlich kennen gelernt hätte. In einem Posting las ich, dass er sehr schwarzhumorig sein konnte. Die Erfahrung habe ich nicht gemacht – auch nicht in den paar persönlichen Schriftwechseln, die wir hatten. So viel ich beurteilen konnte, war er ein sehr fürsorglicher, humorvoller und positiv denkender Mensch. Das hinderte ihn nicht daran, grausame Bücher zu schreiben – aber ich denke, dass ein Buchautor oder Filmemacher seine Fantasie sehr wohl von seinem Grundwesen trennen kann.

© Dreamvision Inc.

© Dreamvision Inc.

Mach’s gut, Sven – und flieg nicht so rasant mit dem „Twinraider“ herum…

Und seiner Familie, seiner Frau und den beiden Kindern viel Kraft in der kommenden schweren Zeit, wenn der zunächst als surreal empfundene Verlust immer (er)greifbarer wird

Rodja

INFO: www.svenhuesken.de, auf Facebook: www.facebook.com/sven.husken

PS: Das Foto wurde freundlicherweise von Mayersche Buchhandlung Kamen zur Verfügung gestellt, wo Sven 2015 sein Buch „Papa“ vorstellte.

Trailer zu „Kinder der Nacht II“ von Heiko Bender. Ich vermute, dass die VFX-Szenen, in denen die sterbenden Vampire sich auflösen, von Sven stammen, denn sie gleichen einer Szene aus „Twinraiders“.

Für den Buchtrailer zu „Papa“ griff Sven noch einmal zur Kamera. Ich bin froh, dass er mit dem Filmemachen aufgehört hat, denn vor Buchstaben fürchte ich mich weniger als vor diesem Filmchen.

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12. August 2016 at 15:36

Premiere für „Tatort Calw VII: Auge um Auge“

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© Mania Pictures

© Mania Pictures

Da sind sie wieder, meine Lieblings-Schwaben…

Wieder lädt das Team Mania Picture nach Calw ein, das – zumindest filmisch – der Sündenpfuhl von Baden-Württemberg ist. Nach sechs „Tatort Calw“-Teilen (und mit „SEK Calw“ einer indirekten Fortsetzung) folgt nun „Tatort Calw: Auge um Auge“. Der siebente Teil rund um die Kommissare Jäger, Kraft und Hoffmann feiert am 15. April 2016 in Calw Premiere.

Story: Kaum aus dem Gefängnis entlassen, wird ein Ex-Knacki von einem maskierten Unbekannten entführt. Ein Fall für Kommissar Jäger (Stefan Lörcher), der mangels Beschäftigung in der Calwer Mordkommission den Kollegen anderer Dezernate aushelfen muss. Zu allem Überfluss verdonnert ihn sein Chef auch noch dazu, den Absolventen der Polizeischule Steinberger (Frederik Bott) unter seine Fittiche zu nehmen. Doch schon bald wird Jäger mit seinen Kollegen Hoffmann (Frieder Pfeiffer) und Kraft (Cathrin di Stefano) mit einer brutalen Mordserie konfrontiert. Die Opfer: Allesamt Kleinkriminelle.

Als der Grünschnabel Steinberger am Tatort seltsame Schriftzeichen entdeckt, kommt der Verdacht auf, es könnte sich um religiös motivierte Rachemorde handeln. Auge um Auge. Doch wer hegt einen solch großen Hass, dass das grausame Vorgehen erklären könnte? Bei den Ermittlungen stoßen die drei Kommissare auf eine Verbindung zwischen den Opfern und machen eine schockierende Entdeckung. Werden sie den selbsternannten Rächer aufhalten können?

Ich habe hier schon öfters erwähnt, dass ich ein Fan von Mania Pictures bin. Das hat nichts damit zu tun, dass ich durch sie meine bisher einzige IMDB-würdige Rolle bekommen habe – die Schwärmerei hat schon viel früher angefangen. Ich finde es einfach toll, dass das Team rund um Armin Schnürle in seiner Freizeit jedes Jahr ungefähr einen Film dreht. Und zwar mit Schauwerten, die in der Amateur- und Indie-Szene ihresgleichen sucht.

Vor der Kamera agiert wieder einmal Tilo Prückner („Siebtelbauern“, „Die Fälscher“) als Quasi-Stammschauspieler der Truppe in einer Nebenrolle. Und auch hinter der Kamera sticht ein Name heraus: Splatter-Regisseur Olaf Ittenbach („Premutos“, „Dard Divorce“, F/X-Mann für einige Uwe-Boll-Filme) sorgt für die blutigen Effekte. Anscheinend soll der Blutzoll von „Tatort Calw: Die Hollywoodmorde“ – für den ja auch Ittenbach verantwortlich zeichnete – noch weiter in die Höhe getrieben werden. Für den Score sorgt wieder einmal der aufs schmale Geldbörserl fokussierte, aber nichtsdestotrotz hörenswerte Komponist Michael Donner.

Das Interview mit Armin Schnürle ist zwar schon einige Jahre alt, man kann dem Artikel aber doch noch recht gut entnehmen, was das Besondere an Mania Pictures und dem selbst geschaffenen Film-Biotop Calw ist. (Ja. Genau so etwas möchte ich auch für Österreich haben, bitteschön!)

Rodja

INFO: www.mania-pictures.de

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13. April 2016 at 09:18

Wolfurt lädt zur 2. ACHNUS Film TrashNight

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© Thomas Zeug

© Thomas Zeug

Der Verein ACHNUS Film in Wolfurt (Vorarlberg) setzt sich sehr für den Indie-Film ein. Nicht nur, dass er selbst Filme dreht, nein, regelmäßig veranstaltet er auch Abende, an denen Werke anderer Filmschaffender zu sehen sind.

So auch diesen Freitag (4. März 2016, ab 21:00 Uhr), wenn der Club zur 2. ACHNUS Film TrashNight ausruft.

Unter dem Motto „Den schlechten Geschmack salonfähig machen“ präsentiert ACHNUS Film höchst unterschiedliche Trash-Filme aus dem deutschsprachigen Raum – und das bei freiem Eintritt!. Gezeigt werden etwa 100 Minuten Anschauungsmaterial – von Horror bis Comedy ist alles dabei: Schräge Superhelden, grässliche Monster und planlose Außerirdische.

Besonders überrascht und erfreut es mich, dass die Vorarlberger die Österreich-Premiere von Thomas Zeugs Serienprojekt „2 Aliens“ zeigen. „2 Aliens“ ist die direkte Fortsetzung des unabhängig produzierten 3D-Animationsfilms „Quiqueck & Hämat: Proll Out“. Die Pilotfolge, die gezeigt wird, fängt dort an, wo der Spielfilm aufhört. Nämlich hilflos im Weltall treibend: Nachdem ihr überlichtschneller Hypeantrieb im Kampf gegen die Prollianer beschädigt wurde, müssen die beiden chaotischen Außerirdischen Quiqueck & Hämat nun die lange und gefährliche Reise zu ihrem Heimatplaneten Quiquill antreten.

Weitere Highlights der Veranstaltung sind:

– „Banana-Peel-Police“ von Udo Bermudo, der einen Einblick in die Arbeit einer geheimen Spezialeinheit zur Bekämpfung gefährlicher Bananenschalen auf Fußwegen bietet.
– „Nom Nom Nom“ von Waste Pictures – Seltsame Eier tauchen in der Stadt auf, aus denen gefräßige Monster schlüpfen.
Counterpart Entertainment zeigt „Das Haus Nr. 13“ – David und seine Frau suchen in einem alten Haus nach Antiquitäten, als sie plötzlich verschwindet.
– Und noch einige Filme mehr…

Rodja

INFO: ACHNUS Film MovieLounge, Fattweg 7, Wolfurt. https://achnus.wordpress.com/

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2. März 2016 at 04:45

„Video Rebellen“ – Martin Hentschel auf Spurensuche

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© Martin Hentschel

© Martin Hentschel

Martin Hentschel ist nicht nur Schauspieler („Tatort: Calw“, „Herzlos“), sondern auch ein Sachbuchautor, der sich auf Filme spezialisiert hat, die abseits des Mainstreams sind.

So schrieb er als Co-Autor unter anderem Bücher über die Erotikstars Gloria Guida und Laura Gemser sowie über die Filmserie „Flotte Teens in heißen Jeans“ – zumindest all jenen ein Begriff, die in den 80ern einen verstohlenen Blick auf nackte Tatsachen spätabends auf RTL werfen wollten. Erst voriges Jahr brachte Hentschel im Eigenverlag das lesenswerte Buch „Lass jucken! Die Kumpelfilme der 1970er“ (hier vorgestellt) heraus.

Nun hat er ein neues Buch am Start: „Video Rebellen – Die 100 besten und schrägsten deutschen Underground-Filmperlen“ – ebenfalls im Eigenverlag veröffentlicht. In dem Buch listet er Filme aus der deutschen Amateur- und Indie-Szene der letzten 30 Jahre auf, die irgendwo zwischen Kult und Trash rangieren. Ob „Nekromantik“ von Jörg Buttgereit, „Night of the Vampire Hunter“ von Ulli und Nicole Bujard (Review hier), dem DDR-Sci-Fi-Film „Aktion Ganymed“ von Ralf Ehrhardt oder „Operation Dance Sensation“ von Thilo und Simon Gosejohann – Hentschel will mit dem Buch ein Nachschlagewerk für Fans deutscher Garagenfilmkunst bieten. Für das Vorwort konnte der deutsche Indie-Filmer und Produzent Markus Hagen („Deadly Nam“, „City Kill“) gewonnen werden.

Das Buch kann man über Amazon beziehen.

Rodja

PS: Review folgt

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1. August 2015 at 04:18