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MILH: Polkov – “Pictures”, “Kamaro’s Song”

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© Alex Krischner

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Music I’d Like To Hear (In Indiefilms)

Die Grazer Truppe Polkov rund um Mastermind Laurenz Jandl gab im August 2013 mit ihrer Doppel-Vinylsingle “Reverie/Pictures” ihr erstes Lebenszeichen von sich. Und was für eines: Die zwei Songs, die komplett live im Studio eingespielt wurden, bestechen durch vielschichtige, träumerische Harmonien, wie sie von österreichischen Bands eher nicht zu erwarten sind. Von den beiden Songs hat “Pictures” für mich das größte Potenzial, in einem Film unterzukommen. Diese Melancholie schreit förmlich nach Coming-of-age-Drama. Ich stehe einfach auf den Song – und wenn ihn meine kleine Tochter (18 Monate) hört, kommt sie gleich angelaufen und will sich auf meinem Schoß das Video in fast meditativer Andacht ansehen. (Und das ist ein zusätzlicher Pluspunkt für mich)

Polkov sieht sich weniger als Band, sondern vielmehr als ein sich ständig wandelndes Kollektiv. Die Anzahl der teilnehmenden Musiker rangiert je nach Begebenheit zwischen vier und zehn Personen. Aktuell sind es sechs Mitglieder, die gerade die Veröffentlichung ihres Debütalbums am 24. Oktober 2014 vorbereiten.

Als erste Singleauskoppelung von dem schlicht nach der Gruppe benanntem Album “Polkov” gibt es schon das Lied “Kamaro’s Song” zu hören. Und auch hier ganz großer Pop (irgendwie höre ich Eels heraus), zu dem es auch einen cineastischen Augenschmaus in Form eines Videos gibt. Gedreht wurde in Barcelona an der Costa Brava in Cadaques – Regie führte die Spanierin Laura Martinova von Schloss. Die Dreiecksgeschichte und all die sonnigen Aufnahmen schreien geradezu: “Ja, so muss Sommer und junge Liebe sein! Heiß, verheißungsvoll und mit Aussicht auf Enttäuschung.” Hm, Erinnerungen an einen Sommer, den es heuer irgendwie nicht gab.

Rodja

INFO: http://polkov.com/

“Pictures”

“Kamaro’s Song”

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2. September 2014 at 01:38

Was läuft falsch in der Filmwerbung in Österreich?

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Bei den Filmfestspielen in Venedig feierte Ulrich Seidls neuester Film “Im Keller” seine Premiere. Auf dem gleichen Festival lief auch Severin Fialas und Veronika Franz’ “Ich seh / Ich seh” erstmals, der dem Vernehmen nach dem Horrorgenre zuzurechnen ist. (Uh… Genrefilm! Aus Österreich!)

Etwas, das mich stutzig macht (Falls ich was übersehen habe – bitte um Korrektur. Bin für jeden Hinweis dankbar): “Im Keller” startet voraussichtlich am 26. September in den österreichischen Kinos. Ein Trailer dazu erschien am 21. August auf YouTube, acht Tage vor der Premiere in Venedig (allerdings wurde der Trailer selbst erst am 29. August auf der Facebook-Seite des Verleihs beworben). Von “Ich seh / Ich seh”, der eben zum Teil von Seidls Frau Veronika Franz stammt, und der auch aus Seidls Filmproduktion kommt, gibt es noch keinen Starttermin – und auch keinen Trailer. Aber er läuft in Venedig. Zum Vergleich: Fatih Akins “The Cut” läuft laut ersten Informationen am 26. Oktober in den deutschen Kinos an – und es gibt schon einen Trailer.

Und weil so etwas ja nicht zum ersten Mal passiert, frage ich mich: Warum, zum Teufel, ist es in Österreich nicht möglich, einen schicken Trailer zwecks Entfachen des Interesses zwei, drei Monate vor dem Kinostart rauszuhauen? Warum geschieht das immer so halbherzig und lahmarschig? Hängt das wirklich mit dem PR-Budget für die Filme zusammen? Oder beachtet man das hierzulande einfach nicht?

Natürlich gibt es auch die Gegenbeispiele, wo es gut funktioniert hat, wie z.B. “Das finstere Tal”. Aber wieso passiert dieser (meiner Meinung nach) Kardinalsfehler immer noch, dass man das österreichische Publikum einfach missachtet? Ich möchte ja nicht die Steuerzahler-Karte zücken, aber ich tue es dennoch: Ich möchte wissen, wofür meine Steuern im Kulturbereich ausgegeben werden!!! Ich möchte Informationen über die Filme. Bilder. Eindrücke. Und das möglichst rechtzeitig, bitte schön!

Rodja

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1. September 2014 at 15:52

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“Lass jucken” – Hard facts zur Softporno-Serie

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© Martin Hentschel

© Martin Hentschel

Es war einmal vor langer, langer Zeit, da suchten die vielen privaten TV-Sender billiges Sendematerial – und wurden ganz nackig dabei. RTL und Sat.1 lieferten sich gegenseitig Nackt-Schlachten, ob mit “Tutti Frutti”, entschärften Pornos, italienischen, französischen und amerikanischen Softerotikfilmen oder mit einem Griff in die Kiste der (damals) jüngeren Geschichte der deutsch Filmhistorie. Jawoll, Filme bzw. Filmserien wie “Liebesgrüße aus der Lederhose”, “Schulmädchen-Report”, Oswalt-Kolle-Filme und “Lass jucken, Kumpel” feierten ein Comeback und sorgten dafür, dass der Aufklärungsunterricht in der Schule obsolet wurde. Nicht umsonst nannte man die Privaten damals auch Schmuddelsender. Nun ist die Erotik-Sendeschiene längst eingestellt, die Filme aber immer noch Kult.

Der deutsche Schauspieler Martin Hentschel (“Tatort Calw: Hexensabbat”, “Die heimlichen Wunden”, demnächst “Herzlos”) hat schon einige Bücher den Filmen und Stars dieser Ära gewidmet – u.a. schrieb er als Co-Autor Portraits über Gloria Guida (Wow!), Laura Gemser (Doppel-Wow!) und über die Filmserie “Flotte Teens in heißen Jeans“. Nun hat Hentschel zusammen mit dem Filmemacher Christian Witte (“Die heimlichen Wunden”, “Der unendliche Planet”) in Eigenregie das Buch “Lass jucken! Die Kumpelfilme der 1970er” herausgebracht. Hentschel, der gerade erst den 30er feierte, stieß schon sehr, sehr früh auf diese Art der Aufklärung. “Zum ersten Mal sah ich 1993 im Nachtprogramm von RTL diese Filme. ‘Das Bullenkloster (Lass jucken, Kumpel 2)’ mochte ich besonders – das ist heute nicht anders. Für mich sind diese Filme mehr als die übliche Dutzendware jener Zeit. Es sind wichtige Zeitdokumente und Milieustudien, deren Entstehungsgeschichten nicht minder interessant sind”, erzählte Hentschel auf Anfrage dem HomeMovieCorner.

“Mich fasziniert bei der ‘Lass jucken, Kumpel’-Reihe dieses Gesamtbild: Milieufilm, Klamotte, harter Sexfilm, Drama…”, erläuterte der deutsche Schauspieler. “Damit waren die Filme sehr erfolgreich. ‘Lass jucken, Kumpel 3′ beispielsweise lockte in nur einem Monat 300.000 Zuschauer in die Kinos, was damals einer Million Mark Einspielergebnis entsprach. Teil 1 sahen insgesamt über vier Millionen Besucher, dafür gab es die ‘Goldene Leinwand’, Teil 2 hatte über eine Million Kinogänger, usw., usf. Dabei waren die Filme relativ günstig. Der erste Teil wurde zu großen Teilen vom Immobilienunternehmer und Filmemacher H.D. Bornhauser finanziert”, so Hentschel.

Auch einen Konnex zu Österreich gibt es. So drehte Franz Marischka, der Neffe von “Sissi”-Regisseur Ernst Marischka, alle fünf Original-Kumpel-Filme. Und: “Der österreichische Schauspieler und Grünen-Politiker Herbert Fux spielte in ‘Täglich Blasmusik im Hinterhaus – Der Kumpel lässt das Jucken nicht’ (1975, Franz Marischka) einen fiesen Zuhälter. Aufgrund dieses Filmes folgten in den 1990ern jahrelange Gerichtsprozesse zwischen Fux und der Produktionsfirma, weil Produzent Otto in die Videofassung heimlich nachgedrehte Hardcore-Inserts reingeschnitten haben soll. Auch kostete der Film, der unter dem Alternativtitel ‘Lass jucken, Kumpel 5′ Fux die Karriere als Politiker in Österreich“, beschreibt Hentschel die mitunter weitreichenden Folgen der Filme. “Die Filme waren auch bei euch Renner. In Österreich lief z.B. der erste Teil im Verleih der Gloria, Wien und wurde 1974 in Vorarlberg sogar verboten.”

“Ich habe viele Zeitzeugen dieser Filme treffen und befragen dürfen. Besonders mein guter Freund, der Berliner Künstler Michel Jacot – Hauptdarsteller in den zwei ersten Kumpelfilmen – oder der Marcus Otto – Sohn des Produzenten Gunter Otto und Chef von Herzog Video (Anm.: die Porno-Schmiede brachte Filme wie “Katharina und ihre wilden Hengste” oder “Josefine Mutzenbacher” heraus, die gemeinhin als Klassiker gelten) haben mich dabei stets tatkräftig unterstützt. Es war wie eine Reise in die Vergangenheit und ich bin verdammt stolz auf das Buch”, so Hentschel abschließend.

Rodja

INFO: Das Buch kann man über Amazon beziehen.

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1. September 2014 at 08:11

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“Hirschen” – Neuer Indie-Film in den österreichischen Kinos

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Ich muss sagen, ich habe eine Schwäche für so lokale Indie-Filme. Ob “Randgestalten” aus Nöchling/Niederösterreich (mit Josef Hader, Rezension hier), die Filme der Gruppe Mania Pictures aus Calw/Deutschland, “1810 – Für eine Handvoll Kaspressknödel” aus Tirol (Rezension hier), “Tödliche Verbindungen” aus Bad Tölz/D oder “Als das Wasser bergauf lief” aus dem Schwabenland – es macht mir immer wieder Spaß, solche Produktionen zu sehen, bei denen eine ganze Gemeinschaft mitgeholfen hat, diese zu realisieren. Und wenn dann so etwas ins Kino kommt, ist es nur um so beachtlicher.

Nun hat am Freitag die von den deutschen Filmemachern George Inci und Beatrice von Moreau in Außervillgraten/Tirol gedrehte Independent-Komödie “Hirschen – Da machst was mit!” in Lienz den Auftakt zu einer Kinotour durch Tirol (auch Südtirol), Kärnten, Oberösterreich und der Steiermark gefeiert (Termine bitte der Film-Site entnehmen).

Zugegeben, der so genannte Trailer ist eher ein Teaser – und zum Filmstart nur den serviert zu bekommen, hinterlässt einen etwas ratlos. Zumindest konnte ich im Making-Of-Trailer mit Joseph Holzknecht und Bernhard Wolf schon mal zwei Schauspieler entdecken, die bereits bei “1810 – Für eine Handvoll Kaspressknödl” mitgespielt haben. Und auch Oswald Fuchs (“Für tot erklärt”, “Der alte Fuchs”) ist kein gänzlich Unbekannter.

Synopsis: In Hirschen lässt es sich gut leben, zumindest bis zu dem Zeitpunkt, als die Fabrik – der Hauptarbeitgeber im Dorf – ihre Pforten schließt. Der Großteil der Dorfbewohner wandert ab oder steht kurz davor. Nur wenige entscheiden sich für Hirschen, unter anderem auch die alteingesessene Stammtischrunde, die verzweifelt nach einem Ausweg aus der Misere sucht. Plötzlich passiert ein Wildunfall in der Nähe des Dorfes. Der leicht versehrte Fahrer kommt mit dem Schrecken davon und wird von den Dorfbewohnern gut verpflegt. Er wohnt in der Pension des Metzgers und seiner Tochter Susi, wird vom Arzt versorgt, der Mechaniker repariert sein Auto, der Polizist kümmert sich um die Formalitäten und der Bürgermeister bringt ihm die Schönheit des Ortes nahe. Das bringt die Stammtischrunde auf eine ebenso kuriose wie einträgliche – und natürlich nicht ganz legale – Idee…

Wie dem Pressetext zu entnehmen ist, ist “Hirschen” nicht nur ein Herzensprojekt von Regisseur George Inci gewesen, sondern auch eine 16-jährige Odyssee. Über acht Jahre schrieb der Deutsche an dem Drehbuch, weitere vier Jahre brauchte er, um in Deutschland eine Förderzusage zu bekommen, die aber ohne Angabe von Gründen wieder zurückgezogen wurde. Schließlich überredete Beatrice von Moreau ihn dazu, sein Drehglück in Österreich zu probieren.

“Da ‘Hirschen” ein so umfangreiches Projekt war und wir dachten, wir können das niemals aus eigener Kraft stemmen, haben wir Sponsoren angefragt und – nachdem klar war, dass wir in Osttirol drehen würden – bei der Cine Tirol, die schon mit Geld winkte, um Produktionskostenzuschuss angesucht”, erläutert Inci im Pressetext. Doch der Dreh schien unter keinem guten Stern zu stehen. “In Innsbruck casteten wir ca. zehn Tage lang, fanden aber nur fünf der erforderlichen ca. 40 Rollen. Außerdem bekamen wir eine Woche vor dem geplanten Drehbeginn am Freitagnachmittag eine Absage der Cine Tirol”, beschreibt der Filmemacher die Probleme. “Wir waren ja inzwischen Kummer gewöhnt und überlegten, ob wir es nicht einfach wagen sollten, auch dieses Riesenprojekt aus eigener Kraft und mit technisch geringstem Aufwand zu stemmen. Wir fuhren also in unser Filmdorf Außervillgraten, machten eine Gemeindeversammlung, stellten uns vor und erzählten, was wir so vorhatten. Wenn ich heute darüber nachdenke, ein absoluter Wahnsinn, was dann passiert ist.” Zu der Versammlung kam auch die Theatergruppe Außervillgraten – für die deutschen Filmemacher ein absoluter Glücksfall: “Wir konnten uns quasi fast alle Rollen ‘von der Stange” pflücken, denn die Mitglieder der Theatergruppe waren genau so, wie ich mir die Figuren vorgestellt habe. Angefangen bei Sepp Lusser, der die Hauptrolle spielt und genau das darstellte, was wir in Innsbruck so verzweifelt gesucht haben”, so Inci.

Aber mit den Schauspielern hörte die Hilfe der Dorfbewohner nicht auf. “Als die Außervillgrater außerdem hörten, dass wir alles aus eigener Kraft finanzieren müssen, bekamen wir eine enorme Unterstützung. Der Bürgermeister unterstützte uns, wo er nur konnte, stellte uns Drehorte zur Verfügung, seine Assistentin vermittelte uns alle Kontakte, die wir brauchten und sprang immer wieder ein, wenn Not am Mann war. Die Gemeindearbeiter wurden in unseren Dienst gestellt. Die Dorfbewohner ließen uns gratis in ihren Wohnungen drehen, die Feuerwehr half uns u.a. beim Absperren der Straßen und die Musikkapelle spielte für uns, um nur einen Bruchteil dessen zu nennen, was wir in diesem Dorf an Unterstützung erfahren haben”, schwärmt Inci abschließend.

Oh, was für eine Underdog-Geschichte. Ich hoffe, dass da ein umfangreiches Making Of herauskommt. Und dem “Hirschen”-Team wünsche ich den gleichen “Local Hit Wonder”-Erfolg wie dem ebenfalls aus Tirol stammendem “1810 – Für eine Handvoll Kaspressknödel”, der 2011 immerhin 8.031 Besucher in die heimischen Kinos lockte und auf ORF 1 und ORF III lief.

Rodja

PS: Mist, ich vermisse Wien auf der Startliste!

INFO: www.hirschen-film.com; Facebook-Site: www.facebook.com/pages/Hirschen-Kinofilm

“Hirschen” – offizieller Making-of-Trailer”

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30. August 2014 at 06:09

Drehschluss für Tom Bohns “Black Wedding”

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© Daniel Schweinert

© Daniel Schweinert

Es hat nicht lang gedauert: Nach seinem Ausflug in den Independent-Bereich 2012 mit dem Mysterystreifen “Reality XL” (mit Heiner Lauterbach) hat der deutsche Regisseur Tom Bohn (diverse “Tatorte”, “Straight Shooter” mit Dennis Hopper und Heino Ferch) mit seiner Filmproduktion Indie Stars nun nachgelegt und innerhalb von 15 Tagen die schwarze Komödie “Black Wedding” abgedreht. Das Bemerkenswerte an dem Film: Regisseur Bohn verspricht, dass in dem Film nur drei Worte fallen. (Hm… “Ich liebe dich”?)

Wie einer Presseaussendung zu entnehmen ist, wurde dank neuester Technik und des dadurch drastisch verkleinerten Teams während der gesamten Drehzeit nur zwei Überstunden gemacht. Allerdings hat die Arbeit mit vier Black-Magic-Kameras und die 4K-Raw-Datenerfassung anfangs ein Umdenken bei der Produktion erfordert. “Wir drehen hier mit den Abläufen, die in spätestens vier bis fünf Jahren Standard sein werden. Gut für uns, das heute schon drauf zu haben”, wird Kameramann Frank Glencairn zitiert.

Synopsis: Ein Ehepaar hat sich nichts mehr zu sagen. Eigentlich wollen sich die beiden sogar gegenseitig los werden – wenn es sein muss, mit Hilfe von Mord. Dazwischen funkt den beiden nur ihre gemeinsame Tochter, die dabei allerdings auch nur ihren eigenen, dunklen Interessen folgt.

Derzeit befindet sich der Film nun im Schnitt. Nach einem Preview im Rahmen des hauseigenen Snowdance Independent Filmfestivals, das vom 30. Jänner bis 1. Februar 2015 in Landsberg am Lech stattfindet, soll der Film auf eine Festivaltour gehen. Der Kinostart in Deutschland ist dann für Ende 2015 angestrebt.

Rodja

INFO: http://black-wedding.info; http://indie-stars.de

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28. August 2014 at 17:06

Lernen von den US-Profis: Drehbuchworkshop in Wien

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Das ist etwas für schnell Entschlossene: Vom 30. bis 31. August 2014 findet im Sonovista Studio in Wien (wo sonst immer Ip Wischin seine hochgeschätzten Dramaturgiekurse gibt) ein Workshop mit den US-Drehbuchautoren Jane Espenson (“Buffy – Im Bann der Dämonen”, “Battlestar Galactica”, “Torchwood”, “Husbands”) und Brad Bell (“Husbands”, “Torchwood”) statt.

Als Themen werden u.a. das Schreiben im Team, langfristiges Planen von Storyarcs und der Umgang mit Humor bzw. das richtige Setzen von Pointen behandelt. Auch nicht uninteressant: “Ökonomisches Schreiben”, wenn der Produzent Druck macht.

Veranstaltet wird das Event von der Film- und Spieleschmiede verse publications. Der Preis für den Workshop ist mit 300,- Euro für das gesamte Wochenende nicht ganz billig, aber preiswert (wenn man bedenkt, dass man US-Profis vor sich hat, die man mit Fragen löchern kann). Aber es gibt auch schon Tageskarten um 165,- Euro.

Rodja

INFO: Zum Workshop: http://versepublications.com/?page_id=160

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27. August 2014 at 02:02

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Ach, Herbst, nun mach schon…

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Gut, temperaturmäßig hat es heuer ja sowieso keinen Sommer gegeben, aber jetzt gibt es einen Grund mehr, sich auf den Herbst zu freuen: “Damned On Earth”, der neue Film von Ralf “Spontitotalfilm” Kemper kommt raus. Und nun gibt es – nach mehreren Teasern – den offiziellen Trailer.

Also, lieber Sommer, schleich dich…

Synopsis: Der einfache Höllenbeamte Amon erhält von Luzifer einen seltsamen Auftrag. Gemeinsam mit dem chaotischen, sexbesessenen Samsaveel soll er den außer Kontrolle geratenen Höllenfürst Belial stoppen, welcher den Thron der Hölle und des Himmels für sich beansprucht. Er bedient sich eines weiblichen Körpers, überlistet Amon und Samsaveel und tötet einen Engel. Damit entfacht er einen schrecklichen Krieg, denn seit Jahrhunderten sorgten die Mächte des Himmels und der Hölle für das Gleichgewicht von Gut und Böse auf der Erde. Sie respektierten sich und erhoben niemals die Hand gegeneinander. Bis heute…

Rodja

INFO: “Damned On Earth” auf Facebook: www.facebook.com/DamnedOnEarth

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27. August 2014 at 01:12

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Band für Musikvideo gesucht!

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So ein Angebot leitet man gerne weiter: Der Wiener Filmemacher Christoph Appel, über den hier schon ein paar Mal berichtet wurde, verlost unter Bands ein komplettes Musikvideo im Wert von 15.000,- Euro.

Bis zum 31. Oktober 2014 können interessierte Musiker ein Lied sowie ein Bild von sich (bzw. der Band) an crocodil(at)gmx.at schicken oder Informationen dazu auf der Facebook-Site von Christoph Appel posten. Unter allen Einsendungen wird dann eine Band oder ein Künstler ausgesucht, für die ein professionelles und kostenfreies Musikvideo im Wert von 15.000,- Euro erstellt wird.

Eine Barablöse bzw. der Rechtsweg sind ausgeschlossen. Alle Teilnehmer erklären sich einverstanden, dass das Musikvideo auf dem YouTube-Kanal von Christoph Appel zu Präsentationszwecken gezeigt werden darf.

Rodja

INFO: www.appelchristoph.com – Informationen zur Videoclip-Aktion auf der Facebook-Site oder unter crocodil(at)gmx.at.

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25. August 2014 at 13:50

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Crowdfunding für die “Ostzone”

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In letzter Zeit haben mich ziemlich viele Crowdfunding-Anfragen erreicht – so auch jene zum geplanten Horrorfilm “Ostzone”. Ein erster Blick auf die Kampagnenseite enthüllt zuerst nichts Besonderes. Für den Indie-Slasher sollen bis zum 22. September 2014 6.000,- Euro Budget aufgetrieben werden – und für jede finanzielle Unterstützung gibt es nach der Höhe gestaffelt entsprechende Goodies/Perks.

Doch als ich den Namen des deutschen Regisseurs las, wusste ich, dass das ein besonderes Projekt ist: René Rausch kenne ich noch von einer Zeit her, als er bei Transcendental Pictures war. Eine Amateurfilmgruppe zwar, die aber doch recht ansehnliche Spielfilme (Genau, 90 min plus! Und mehrere!) drehte. Er schrieb u.a. die Drehbücher zu den beiden “Dunkel”-Filmen und zu dem Horrormärchen “Es war einmal… Der Gruselpeter”, bei dem er auch Regie führte. Vor allem der Vampirfilm “Dunkel” (2002) und das Prequel dazu, “Dunkel – Das erste Kapitel” (2005), überzeugten durch eine atmosphärische Dichte, genau recherchierten Details und ausgefeilten und glaubhaften Charakteren, deren Aktionen immer zu nachvollziehbaren Konsequenzen führten.

Mittlerweile hat Rausch ein Filmstudium abgeschlossen und mehrere Kurzfilme und Musikvideos abgedreht – der Status Amateur gilt also nicht mehr. Insofern glaube ich durchaus, dass “Ostzone” auch für ein Mainstream-Publikum interessant werden dürfte. Daumen hoch also für dieses Projekt.

Synopsis: Die ehemalige DDR: noch immer gibt es unzählige Plattenbauten, die seit der Wende ausgestorben dastehen und immer mehr verfallen. Linda und Marius, ein junges Pärchen, sind interessierte Käufer einer solchen Immobilie. Zusammen mit ihrer Freundin Marie machen sie sich auf den Weg zu der Besichtigung. Dort vermittelt ihnen die nette Maklerin Frau Wagner den alten Bau. Trotz der wenig einladenden Atmosphäre kaufen Linda und Marius das Gebäude. Sie sind sich sicher: sie haben ein echtes Schnäppchen geschlagen.

Doch der unheimliche Plattenbau gibt nach und nach sein dunkles Geheimnis preis: jemand schleicht durch die Zimmer der verlassenen Wohnungen – jemand, der nach Hause zurück gekehrt ist. Gäste sind unerwünscht…

Rodja

INFO: Crowdfunding-Site: www.startnext.de/ostzone; Site des Filmemachers: www.renerausch.de

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24. August 2014 at 06:12

MILH: Ben Martin – “Take Me Home”

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Music I’d Like To Hear (In Indiefilms)

2007 brachte der Niederösterreicher Martin Rotheneder unter seinem Aliasnamen Ben Martin (u.a. I Am Cereals, The Black Riders) mit “Worn Legs” sein viertes Album heraus.

Schon der Opener “Take Me Home” reißt den Zuhörer aus der Lethargie: Sacht und leise anfangend, steigert sich der Song immer stärker, dominieren die Gitarren immer mehr – der Refrain krallt sich richtig in den Gehörgängen fest. Ein Song reinster Güte, der es definitiv in die österreichischen Charts hätte schaffen können – aber das war zu einer anderen Zeit. Hoffen wir, dass es demnächst besser wird. Auf jeden Fall kann ich mir den Song schon mal gut in einem Roadmovie/in einer Nachtszene im Auto vorstellen.

Vor kurzem wurde “Ben Martin” bis auf Weiteres eingemottet und Martin Rotheneder will künftig unter seinem richtigen Namen weiter Musik machen.

Rodja

INFO: www.benmartin.at; www.martinrotheneder.com

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19. August 2014 at 17:41

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