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The art of independent movies

Aus für Zeitschrift “schmalfilm”

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Oh Mann… Bad news sind bad news und nun mal keine good news. Da komme ich nichtsahnend nach Hause und finde ein großes Kuvert mit der von mir abonnierten Zeitschrift “schmalfilm” vor – und noch zusätzlich Ausgaben von “zoom” und “videofilmen”. Ein bisschen verwirrt war ich, hatte ich etwa zusätzliche Hefte abonniert? Nicht dass ich mich erinnern konnte. Und dann sah ich dieses kleine Banner im rechten Eck oben. Und auf dem steht “Zum 610. und letzten Mal”. Und schon hatte ich schlechte Laune.

Das erste Mal stolperte ich über “schmalfilm”, als ich auf der Heimreise vom Filmfestival “Independent Days” war. Ich hatte am Bahnhof Zeit und ging in den Kiosk, um zu schauen, welche Filmzeitschriften ich nach Österreich mitnehmen könnte. Und da fiel mein Blick eben auf “schmalfilm”. Ich kaufte sie und tauchte ein in die Welt von 8 mm und Super 8. Ich bin zwar 1971 geboren – aber in meinem Bekanntenkreis drehte damals niemand Filme. Irgendwann habe ich mal mitbekommen, dass nicht nur fotografiert wurde, sondern auch gedreht… aber ich kannte einfach niemanden, der dieses Hobby betrieb. Als ich dann Mitte der 1990er anfing, mich aktiv mit Film auseinanderzusetzen, war Video angesagt. Erst sehr viel später stieß ich dann dank Ulli und Nicole Bujards “Night Of The Vampire Hunter” (siehe Rezension hier) und Arash T. Riahis Dokumentarfilm “Die Souvenirs des Herrn X” auf den Schmalfilm. Und damit – in Kombination mit der Zeitschrift “schmalfilm” – hatte ich das Gefühl, dass es so etwas wie eine Zukunft für diese Art des Filmens gab. Eine Zukunft in der Nische zwar, aber immerhin.

Einige Zeit lang lief es auch gut. Ich hörte immer wieder von Projekten. Doch irgendwann merkte ich, dass in “schmalfilm” immer mehr Artikel über Technik oder Historie des Films standen und weniger über aktuelle Filmprojekte – genau verkehrt zu meinen Interessen. Und dann gab es auch noch die Geschichte mit der Insolvenz von Kodak. Ich wollte es nicht wahrhaben, aber ja, die Zeichen waren eindeutig: Super 8, 8 mm und 16 mm haben es selbst in ihrem Nischendasein sehr, sehr schwer.

Nun haben der Verlag und “schmalfilm”-Chefredakteur Jürgen Lossau den Schlussstrich gezogen. Nach 65 Jahren ist mit Ausgabe Nr. 610 nun das letzte Heft erschienen. In einem sehr persönlich gehaltenen Statement legt Lossau noch einmal die Gründe dar, die zu dieser schwern, leider logischen und schwer wiegenden Entscheidung geführt haben. Ja, schwer wiegend, denn wenn ein Medium sein quasi offizielles Sprachrohr verliert, wer soll denn noch darüber berichten? Diesbezüglich will Lossau beruhigen: “Aber natürlich gibt es weiterhin interessante Themen aus der Welt von Super 8 und 16 mm. Sie füllen nur keine gesamte Zeitschrift mehr. Wenn Sie mögen, lesen wir uns wieder: in zoom. Dort finden die Themen Super 8 und 16 mm eine neue Heimat.” Ein schwacher Trost, aber immerhin…

Rodja

PS: Dieses traurige Thema bringt mich auch gleich zum nächsten Punkt, über den ich schon länger berichten wollte. Auch das von mir sehr geschätzte “torrent – Magazin für serielles Erzählen”, das ich hier lobend erwähnt habe, hat erkannt, dass die Ausgaben für ein Printmedium einfach zu hoch sind. Aus diesem Grund wird nur noch im Internet veröffentlicht, schreibt das Magazin in einem Statement.

Geschrieben von HomeMovieCorner

10. Mai 2013 um 19:53

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HMC-Classics: Mosted Dead – Der erste Mostviertler Western

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mosted6-leichenIns niederösterreichische Mostviertel bricht der Wilde Westen ein: Die Schicksale dreier Revolverhelden verstricken sich bis zum finalen Showdown. Hut ab vor der Gruppe Smoking Fox Productions, der 2001/2002 ein optisch gelungener Western gelang. Leider stört die Textlastigkeit ziemlich. Erst-Rezension am 20.11.2002. Der Film lief am 30. November 2002 im Rahmen des HomeMovieCorner sogar im renommierten Filmcasino.

Das Mostviertel: Ein idyllisches Stück Niederösterreich, das vor allem – wie der Name bereits impliziert – für seinen Obstanbau bekannt ist. Hier leben die Menschen noch in friedseliger Gemütlichkeit und pflegen ihre Trachten und Traditionen. Doch was ist das? Die Leute blicken erstaunt in die Umgebung, von fern hört man rasch heran galoppierende Reiter. Die alpenländische Volksmusik wird von einer übel gelaunten Mundharmonika abgelöst, das Farbbild wechselt ins Sepiabraune und bekommt Risse: Der Wilde Westen ist ins Mostviertel eingebrochen.

Es ist eine raue Zeit, in der nur jene überleben, die entweder Geld oder einen schnellen Colt haben. The Irish (Johannes Käfer) hat beides – und diese Allmacht bekommt seine Umgebung bitter zu spüren. Höchstens Puzzle könnte ihm Paroli bieten, doch bei einem Duell zwischen den beiden wird Puzzle aus dem Hinterhalt erschossen.

Don't mess with The Irish!

Don’t mess with The Irish!

Jahre später: The Irish ist noch wohlhabender geworden, sein Colt ruht – doch sein Ruf ist noch immer legendär, sein Jähzorn noch immer gefürchtet. Zur gleichen Zeit macht The Player (Wolfgang Kirchweger) die Gegend unsicher. Ein Spieler, wie der Spitzname schon sagt, der den Nervenkitzel sucht – sei es nun im Spiel oder im Duell. Und schließlich ist da noch der gesichtslose Face (Hermann Niklas) – mehr Mythos als real existierend -, der noch eine alte Rechnung offen hat. Langsam verstricken sich die Schicksale der drei Revolverhelden miteinander – bis zum finalen Showdown. Demjenigen, der überleben wird, ist der ewige Ruhm sicher. Doch auch für einen Mythos ist kein Platz mehr in dieser Zeit…

Die Gruppe Smoking Fox Productions rund um Karl-Martin Pold, Manuel Hölzl und Mario W. Böck war 2001/2002 ein großes Wagnis eingegangen: Einen Western vor österreichischer Kulisse zu drehen. Und das ist dem Trio mit der rund 10.175,- Euro (Anm: Wie man unschwer erkennen kann, war zum Zeitpunkt der Erstrezension das ständige Umrechnen Schilling/Euro noch en vogue und von Unsicherheiten geprägt) teuren Produktion durchaus gelungen – mit einigen Abstrichen.

Mit Face ist auch nicht zu spaßen

Mit Face ist auch nicht zu spaßen

Die Story ist zwar nicht unbedingt innovativ und an manchen Stellen vielleicht unübersichtlich (z.B. Zeitebenen) – auch kann man in manchen Szenen die großen Film-Vorbilder erkennen (z.B. “Schneller als der Tod” oder “Erbarmungslos”). Doch das tut dem Filmvergnügen keinen Abbruch. Von Zeit zu Zeit blitzen unerwartete und originelle Einfälle – wie die eingangs erwähnte Einführung des Mostviertels als Westernkulisse – und Pointen durch. Es handelt sich auch nicht wirklich um eine durchgehende Geschichte, sondern um äußerst lose aneinander gehängte Episoden, in denen jeder der Protagonisten zeigen kann, wie gut er mit dem Mundwerk und/oder der Waffe umgehen kann. Manchmal schrammt das Ganze aber unabsichtlich gefährlich nahe an einer Parodie vorbei. So trägt Face seinen Hut so tief ins Gesicht geschoben, dass er unmöglich etwas sehen kann. Auch wird oft mit dem Pathos etwas übertrieben.

Das größte Manko an “Mosted Dead” ist vor allem die Textlastigkeit. Zwar zitieren Smoking Fox Productions den legendären Western-Regisseur Sergio Leone als Vorbild – doch was auf der Bildebene gut abgeschaut wurde (Hut ab vor Kameramann Mario W. Böck), wurde bei den Dialogen versäumt. Während Leone auf Wortkargheit und Action setzt, übertreiben es Smoking Fox Productions mit überlangen Dialogen. Ein besonders krasses Beispiel für Langatmigkeit ist die Friedhofsszene. Drei Männer trauern um ihren von Face erschossenen Bruder. Ist der Dialog schon so viel zu lang, wird die Geduld des Zuschauers noch dadurch strapaziert, dass einer der Schauspieler einen Stotternden mimt.

mosted4-playerIm Großen und Ganzen ist der Film wunderschön in Szene gesetzt. Neben den gelungenen Aufnahmen wurde vor allem viel Augenmerk auf die Ausstattung und das Design gelegt. Das Sepiabraun verwandelt die sonst so satt-grünen Hügel des Mostviertels in eine karge, staubige Gegend, ein Friedhof wurde extra angelegt, Cowboys schauen noch wie echte Cowboys aus – und Salonhuren eben wie Salonhuren. Es fällt auch nicht auf, dass das Freudenhaus in einem rustikalen Bauernhaus spielt. Als einziges technisches Manko fällt nur der Ton auf. Manchmal ist das Gesprochene so leise aufgenommen, dass es in Zusammenspiel mit der Musik kaum verständlich ist. Aber wie gesagt, das geschieht nur manchmal.

Schauspielerisch fällt vor allem Johannes Käfer auf, der Irish eine energische, aber auch in sich zwiegespaltene Persönlichkeit verleiht. Auch Wolfgang “The Player” Kirchweger hat mimische Höhepunkte, aber manchmal wirkt er von den überlangen Dialogen überfordert. Von Hermann “The Face” Niklas kann man – aufgrund des tief ins Gesicht geschobenen Hutes – schauspielerisch nicht viel sagen; allein seine unheilvoll gepresste Stimme ist bemerkenswert. Neben den drei Hauptakteuren gibt es in dieser Großproduktion noch jede Menge Nebendarsteller, deren Qualität aber leider auffallend unterschiedlich ist.

Zwei Punkte, die auch noch interessant sind: der Einsatz einer prominenten Persönlichkeit – in diesem Fall der österreichische Schlagersänger Waterloo – und das Product Placement von Wieselburger Bier. Die Werbung ist so unverschämt auffällig, dass sie schon wieder gut ist.

Rodja Pavlik

mosted5-NicoletteINFO: Smoking Fox Productions: “Mosted Dead – Der erste Mostviertler Western” – A 2001-2002, Western – 100 min. Regie: Karl-Martin Pold. Drehbuch: Manuel Hölzl. Kamera: Mario W. Böck. Schnitt: Manuel Hölzl. Ton: Helena Hauke, Sarah Schörghuber, Carina Pold, Jutta Mayer. Musik: Stefan Kupsa, Die Lemminge. Design: Helena Hauke, Christoph Steiner, Hermann Niklas. Special Effects: Christoph Trost, Manuel Hölzl, Fam. Kozisnik. Produktion: Karl-Martin Pold, Manuel Hölzl, Mario W. Böck. Produktionskosten: ca. 10.200,- Euro. Darsteller: Wolfgang Kirchweger, Hermann Niklas, Johannes Käfer, Waterloo, Bettina Halbertschlager, u.a.

Was ist HMC-Classics?

Nachspiel: Regisseur Karl-Martin Pold hat sich in den Jahren nach “Mosted Dead” seinen Doppel-Magister geholt und steht hinter dem Crowd-gestützten “Bud Spencer Movie”, über den schon mehrmals berichtet wurde. Natürlich hier, aber auch in “richtigen” Medien (TV, Zeitungen, internationale Presse). Obwohl… Film kann man das ja gar nicht mehr nennen, mehr schon Projekt. Denn im Arbeitsprozess zum Film entstanden (eben) zwei Diplomarbeiten – und aktuell wird an dem “Das ultimative Spencer/Hill Fanbuch” gearbeitet.

Manuel Hölzl (Drehbuch/Schnitt) hat nach “Mosted Dead” einige Kurzfilme gedreht und arbeitet nun beim ORF. 2012 hat er sich an seinen nächsten Spielfilm mit einer eher experimentellen Herangehensweise gewagt. “Giftnovelle” mit David Hofer (“Planet USA”) in der Hauptrolle befindet sich zur Zeit in der Postproduktion.

Geschrieben von HomeMovieCorner

10. Mai 2013 um 14:27

Neues auf dem HomeMovieCorner

mit einem Kommentar

Seit einiger Zeit bastle ich in Gedanken an einigen Zusatz-Features für den HomeMovieCorner. Nichts Großartiges, aber dennoch in die Materie Vertiefendes. Heute möchte ich Euch einige dieser Neuerungen vorstellen, die demnächst schon online gehen.

HMC-CLASSICS: Wie einige User dieser Site wissen, hat die Geschichte des HomeMovieCorner nicht erst mit dem Entstehen dieses Blogs 2010 hier begonnen. Tatsächlich gibt es den HMC bereits seit 2001 – damals noch als Unter-Seite der Website der österreichischen Filmzeitschrift “celluloid”, danach sogar mit einer eigenen .com-Site bis 2006. Dann wurde sie aufgrund Inaktivität von jemandem in Texas gegrabbt, der alle heilige Zeiten mal einen nichtssagenden Artikel wie “Best of Julia Roberts Movies: The 90s or Today” oder “What is the best remake of an 80s movie” raushaut. Und das ohne Namensnennung, ohne Kommentarfunktion und ohne Kontaktmöglichkeit. Ich vermute ja, dass der nur auf ein gutes monetäres Angebot wartet, um die Site abzustoßen. Aber nicht mit mir. Der kann mich mal! Grummelbrummel!!!

Doch genug gemosert, zurück zum Thema. Von Anfang an wurden auf dem HomeMovieCorner Amateur- und Indie-Filme rezensiert. Ich verstand die Site auch immer als eine Art Archiv. Falls irgendwer mal eine Diplomarbeit über die Entwicklung der Amateurfilme schreiben will. Oder so halt.

Und obwohl viele dieser (manchmal sogar noch in den 1990ern gedrehten) Filme unbekannt sind, sind sie für mich doch kleine Meilensteine der sich damals entwickelnden Szene. Mit HMC-Classics möchte ich nun einige der alten Rezensionen hervorholen und sie sorgfältig restaurieren bzw. updaten. Ich möchte nicht so sehr die Kritiken auffrischen und sie meinem aktuellen Geschmack und Wissensstand anpassen, sondern den Kern der damaligen Kritiken erhalten und – gegebenenfalls – den weiteren Werdegang der Filmemacher aufzeigen.

HMC-Classics wird nicht als eigene Kategorie auf dem Blog hier gehandelt, sondern bei den Reviews unterkommen. Zur Unterscheidung zu den anderen Rezensionen wird das im Titel extra erwähnt werden, z.B. “HMC-Classics: Mosted Dead – Der erste Mostviertler Western”).

RAIDER OF THE LOST MOVIES: Es gibt sie, die Projekte, die nie fertig werden (oder wenn sie fertig werden, dann doch nur in der Schublade verschwinden) – und das kann für einen Filmemacher oft ein ziemlich traumatisches Ereignis werden. Freundschaften zerbrechen und die Lust am Filmemachen selbst versiegt.

Ich selbst habe so etwas durchlebt – und es war nicht gerade sehr fein. Dieses Feature möchte ich nun all diesen gescheiterten Projekten widmen. Einige dieser Filme sind wirklich “tot”, bei anderen bemerkt man seit Jahren keine Veränderungen auf der Homepage.

Hier sollen nun diese Projekte vorgestellt werden – und nachgeforscht werden, was passiert ist. Bei manchen wird man vielleicht sogar feststellen, dass die Filmemacher sehr wohl noch aktiv am Projekt arbeiten.

FILMPROJEKTE: Okay, das ist eher was für mein eigenes Ego. Ich bin ja nicht nur ein Beobachter der Szene, sondern habe auch aktiv bei einigen Filmen mitgemacht. Von Übersetzungsarbeiten über Produktionsassistenz bis hin zu Schauspiel und Regie (letzteres aber zu Filmen, die eigentlich wiederum in die Kategorie “Raiders Of The Lost Movies” fallen ;-) ). Und ich will auch in Zukunft aktiv bei Filmen mitwirken – und sei mein Anteil dabei auch noch so klein. Das hält jung.

Hier werden nun jene Filme vorgestellt, an denen ich mitgearbeitet habe. Und das führt ins Jahr 1996 zurück, als ich noch ein junger Student war… Doch mehr dazu demnächst.

Rodja

Geschrieben von HomeMovieCorner

8. Mai 2013 um 16:24

Indie-Film “Das Werwolfspiel” in den österreichischen Kinos

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werwolfspiel “Wer sich vor dem Wolf fürchtet, der soll nicht in den Wald gehen.”

Am 7. Mai startet der österreichische Mysterythriller “Das Werwolfspiel” von Johanna Rieger in den österreichischen Kinos.

Synopsis: Die Ärztin Rosa kehrt nach 25 Jahren wieder in das abgelegene Ferienhaus ihrer Familie zurück. Das einsame Haus im Wald birgt ein wohlgehütetes, dunkles Geheimnis aus Rosas Vergangenheit, dem sie sich endlich stellen will. Und damit auch ihren “Spielkameraden” von damals. Mit dem ersten Zug des Rollenspiels “Die Werwölfe vom Düsterwald” brechen die alten Muster und festgefahrenen Rollenverteilungen wieder auf. Aber das Spiel entwickelt ein Eigenleben und fordert nach und nach seine Opfer ein.

Wie Regisseurin und Drehbuchautorin Johanna Rieger im Presseheft erklärt, bezieht sich der Film auf das mehrfach ausgezeichnte französische Kartenspiel “Die Werwölfe von Düsterwald”. Darin geht es um eine Dorfgemeinschaft, die von Werwölfen heimgesucht wird. Ziel des Spieles ist es, als Mensch die Werwölfe ausfindig zu machen und zu töten bzw. vice versa. Es geht also um Tarnen, Täuschen, Lügen erkennen und… Mord. “Ich habe sehr viele Freunde, die dieses Spiel spielen und habe mir gedacht, es würde sich anbieten, darüber einen Horrorfilm zu machen”, so Rieger. Ihr Film dreht sich um ein dunkles Geheimnis aus Rosas Kindheit, das sie mit ihren Spielkameraden von damals unfreiwillig verbindet – “Und dem möchte sie sich nun stellen, indem sie die ‘Freunde’ von damals einlädt”, erklärt die Filmemacherin. Dabei würde die Dramaturgie dem Ablauf des Spieles folgen.

Rieger hat bis jetzt vor allem Erfahrungen mit ihrer Sitcom “Marie hat voll die Krise” gemacht, die zuerst auf Okto und nun auf W24 gesendet wird. “Ich habe ja bisher nur Comedy gedreht. Aber es macht großen Spaß, da richtig drauf zu drücken und eine finstere Seite auszuleben!”

Den Film, der ca. 20.000 Euro Budget verschlungen hat, hat Rieger ohne Förderungen gestemmt. Sie denkt, dass das Anträge stellen und das Warten auf die Zusagen einfach zu viel Zeit gekostet hätten. “Ich bin ein sehr ungeduldiger Mensch. Dann ist irgendwann die Luft draußen. Wenn ich höre, dass Leute zwölf Jahre brauchen, bis sie ihr nächstes Projekt realisieren, dann wird mir übel. Ich hab mir gedacht, ich möchte noch vor der Pension einen Horrorfilm machen. Und es ist halt auch so, dass ich glaube, dass man als Newcomerin, die nicht von der Filmakademie kommt, jetzt auch nicht so große Chancen hat.” Auch auf Filmstartförderung wurde verzichtet* – dennoch konnten Kinos in Wien, Oberösterreich und Niederösterreich gewonnen werden, den Film zu zeigen.

Rodja

* So weit ich mich an ein Gespräch mit einem anderen Filmemacher erinnere, bekommt ein Film nur dann eine Startförderung, wenn er auch schon eine andere Förderung vorzuweisen hat. Ohne Filmförderung also auch keine Startförderung. Das ist aber schon einige Jahre her, dass ich das gehört habe – und es kann sein, dass da einige Fakten – auch erinnerungstechnisch – nicht mehr stimmen.

INFO/BILD: www.daswerwolfspiel.com

Geschrieben von HomeMovieCorner

5. Mai 2013 um 12:15

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Snowdance Independent Film Festival in Deutschland

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Unabhängige Filmemacher scheinen ein tanzwütiges Völkchen zu sein. Es gehört wohl zum guten Ton, dass ein Filmfestival anscheinend auf “dance” enden muss – sei es nun das von Robert Redford gegründete Sundance Film Festival, das sich dem Indie-Film verschrieben hat, oder das Slamdance Film Festival, das sich vom kommerzigen Sundance Film Festival unterscheiden will und sich dem Indie-Film verschrieben hat (häh?!?), oder das Raindance Film Festival, das sich – erraten – dem Indie-Film verschrieben hat.

Und nun kommt mit dem Snowdance Independent Film Festival die nächste “Tanzveranstaltung” für den unabhängigen Film daher. Der wichtigste Unterschied zu den oben genannten Festivals… Es findet nicht in den USA oder Großbritannien statt, sondern ist ein Event im deutschsprachigen Raum. Und dass das notwendig und wichtig ist, gehört fett gedruckt und dreifach unterstrichen (wenn mich die Blog-Software nur ließe).

Das Event, das Indie-Stars-Chef und Regisseur/Drehbuchautor Tom Bohn (diverse “Tatorte”, “Reality XL”) ins Leben ruft, soll vom 31. Jänner bis 2. Februar 2014 in Landsberg am Lech (Bayern) unter der Schirmherrschaft von Schauspieler Heiner Lauterbach (“Reality XL”, “Hindenburg”, “Der Verleger”) stattfinden. Wie der Website zu entnehmen ist, soll das Festival ein Zusammentreffen für das Publikum, die weltweit wachsende Independent-Filmszene und deren Zulieferer-Industrie sein.

Was ebenfalls positiv auffällt: Kurzfilme werden in einem Rahmenprogramm gezeigt, das Hauptprogramm bestreiten aber Filme, die länger als 70 Minuten sind. Also Langfilme. Ha! In your face, shorties!

Nicht falsch verstehen, ich habe nichts gegen Kurzfilme. Aber für diese Art von Film gibt es meinem Gefühl nach schon viel zu viele Festivals. Und dort werden unabhängig produzierte Spielfilme einfach ignoriert (die liebenswerten Independent Days in Karlsruhe sind eine löbliche Ausnahme).

Parallel zu den Filmveranstaltungen wird in einem zentralen Gebäude eine Technik-Show stattfinden. 
Ebenfalls werden in diesem Rahmen Workshops von führenden Indie-Filmern zu Produktion, Technik und Finanzierung gegeben werden.



Rodja

INFO: Ab August 2013 wird es möglich sein, über http://snowdance-filmfestival.com seinen Film anzumelden.

Geschrieben von HomeMovieCorner

28. April 2013 um 17:26

CastMates Episode 9

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Die neue Folge CastMates ist online.

Diesmal zu Gast: Die Filmemacherin Nadine Taschler und der Dramaturg Senad Halilbasic. Nicht ganz ironiefrei gab es gerade in dieser Folge, in der es im zweiten Teil um die Vor- und Nacchteile von digitalem vs. analogem Filmen geht, im ersten Teil Probleme mit der zweiten Videokamera…

Geschrieben von HomeMovieCorner

28. April 2013 um 16:19

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Indie-Film “Die vierte Gewalt” im Fernsehen

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Ja, klar, als Indie-Filmer muss man ja geradezu dankbar sein, wenn das Fernsehen überhaupt auf einen aufmerksam wird. Nun denn, der MDR zeigt am 29. April 2013 um 01:10 Uhr den unabhängig produzierten Film “Die vierte Gewalt” von Ilmpressions Filmproduktion.

Synopsis: Was lernt die Gesellschaft aus Gehirndoping, Burnout und deren Konsequenzen? “Die vierte Gewalt” zeigt in einer Tragikomödie den Teufelskreis der Leistungsgesellschaft. In der bewegenden Geschichte zweier Freundinnen begeht eine der beiden vermeintlich einen Amoklauf mitten im Uni-Betrieb. Der heldenhafte Medienprofessor Rothmann kann den Amoklauf, bei dem eines der beiden Mädchen stirbt, verhindern.

Franziska und Lilly wollten eigentlich nur Karriere in den Medien machen, Fernsehjournalisten werden. Dafür gaben sie alles. Und trotzdem reichte dies nie für Prof. Eugen Rothmann, der von seinen Studenten für seine strenge Auslese überirdische Leistungen abverlangte. Doch die Medien schilderten die Geschichte anders. Der Medienprofessor gab den Affen Zucker. Und die vierte Gewalt machte die tote Studentin zur Täterin. Nun müssen Gott und Teufel am Tatort entscheiden, ob die Studentin gen Himmel oder gen Hölle fährt. Wie Regisseure schauen sie sich die verpassten Originalaufnahmen der Ereignisse und Hintergründe in einem Directors Cut an. Ein schwieriges Urteil zwischen Wahnsinn, Schuld, Medienwirklichkeit und Gerechtigkeit.

Rodja

Geschrieben von HomeMovieCorner

27. April 2013 um 06:39

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Indie-Film “Suicide Club” im Fernsehen

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Am 26. April läuft die Tragikomödie “Suicide Club” ab 22:00 Uhr auf arte. Olaf Saumer realisierte die Tragikomödie, die sogar in den deutschen Kinos lief, 2010 mit einem Budget von 40.000 Euro. Neben Regie zeichnete er auch fürs Drehbuch, die Produktion und den Schnitt verantwortlich. Laut arte wurde der Film auf dem Max Ophüls Filmfestival mit den Interfilmpreis ausgezeichnet und bekam von der Deutschen Film- und Medienbewertung das Prädikat “wertvoll”.

Synopsis: Bei Sonnenaufgang treffen sich fünf Menschen auf einem Hochhausdach, um gemeinsam in den Tod zu springen. Fünf völlig unterschiedliche Charaktere. Keiner weiß von dem anderen, warum und weshalb dem Leben ein jähes Ende gesetzt werden soll. Nicht einmal die Namen wissen sie voneinander. Nur der unmittelbar bevorstehende gemeinsame Suizid verbindet alle auf eine tragische und bizarre Weise. Doch durch eine absurde Verkettung von Ereignissen, müssen sie ihren Plan verschieben und gemeinsam dort oben bis zum Abend ausharren. Einer Insel inmitten des alltäglichen Trubels der Stadt, auf der die Fünf abgeschottet ganz in ihrer eigenen Welt für sich sind. Aus gegenseitiger Distanz und Ablehnung entwickelt sich eine ungeahnte Gemeinschaft. Sie erleben einen Tag, den keiner der Fünf vergessen wird.

Der Film wird am 4. Mai um 01:40 Uhr wiederholt, weiters kann der Film noch sieben Tage nach der Erst-Ausstrahlung online in der Arte-Mediathek gesehen werden.

Rodja

Edit 27.04.2012: Den Film gibt es nun sieben Tage lang noch online zu sehen: http://www.arte.tv/guide/de/044566-000/suicide-club?autoplay=1

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25. April 2013 um 08:46

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“South of Pico” in den österreichischen Kinos

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SOP_posterNach Barbara Eders “Inside America” 2010 spielt nun mit South of Pico seit 19. April wieder eine US-Austro-Filmproduktion in den heimischen Kinos.

Der Film des Tiroler Regisseurs Ernst Gossner, der laut einem ORF-Bericht in “heute leben” (Link führt zu Interview) ca. 500.000 Dollar gekostet hat, konnte mehrere Auszeichnungen einheimsen, u.a. den Thomas Pluch-Drehbuchpreis der Diagonale oder mehrere Preise (u.a. “bester Film” und “bester Schauspieler”) des American Black Film Fesitvals in Los Angeles.

Der 2007 gedrehte Film hat auch einige bekannte Schauspieler, wie z. B. Kip Pardue (“Gegen jede Regel”, mit Denzel Washington), Gina Torres (Sci-Fi-Serie “Serenity”) oder Christina Hendricks (noch vor ihrem Durchbruch mit der TV-Serie “Mad Men”) zu bieten.

Synopsis: Ein verheerender Autounfall zwingt vier Fremde zur Entscheidung ihres Lebens. Auf Pico Boulevard, jener Schneise durch Los Angeles, die Reich und Arm trennt, kommt das Leben dieser vier Menschen zu einem abrupten Halt.

Zur Zeit befindet sich Gossner in der Postproduktion zu “Der Stille Berg” mit William Moseley (“Die Chroniken von Narnia”), Claudia Cardinale und Fritz Karl, der zur Zeit des Ersten Weltkriegs spielt

Rodja

INFO/BILD: http://www.southofpico.com

SOUTH OF PICO – Kinotrailer Österreich from Ernst Gossner on Vimeo.

Geschrieben von HomeMovieCorner

20. April 2013 um 14:01

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Austrian Independent Filmfestival IV

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Okay, dieses Wochenende hat es in sich… Neben den Fright Nights und dem Musikfilmfestival Poolinale findet auch noch vom 19. bis 21 April zum vierten Mal das von Andreas Reisenbauer veranstaltete Austrian Independent Filmfestival in Wien statt.

In den Breitenseer Lichtspielen, dem wohl ältesten Kino der Welt, werden in vier verschiedenen Programmen mit gegenpoligen Themen (“Way of Love and Death”, “Birth & Death”, “Film vs. Theatre” und “Private vs. Public”) ausschließlich Kurzfilme von österreichischen Filmschaffenden gezeigt. (So kann es natürlich auch zu zwölf Weltpremieren kommen. ;-) )

Gezeigt werden u.a. “Im Westen nicths Neues” von Juliana Neuhuber, der international mehrfach ausgezeichnete Kurzfilm “Abgestempelt” von Michael Rittmansberger, “Exit Koma” von David Hofer und Markus Weilguny oder “Blonder Engel” von El Moshinsky.

Rodja

INFO: www.austrianfilmfestival.com

Geschrieben von HomeMovieCorner

18. April 2013 um 16:16

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