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The art of independent movies

UnsereSerien – ein Channel für (Web)Serien

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© Dennis Albrecht Filmproduktion

© Dennis Albrecht Filmproduktion

Genug gemosert, jetzt wird gehandelt

Bis vor kurzem dachten einige – und darunter auch ich -, dass Webserien im deutschsprachigen Raum wohl ein gegessenes Thema seien. Zwar gibt es immer wieder ein paar Versuche auf YouTube, doch die gehen leider rasch unter. Doch nun scheint Leben in die Szene zu kommen. Das Filmemacher-Magazin “zoom” hat in der kommenden Ausgabe 03/14 mit “Return of the Webserie” einen Themenschwerpunkt gesetzt – und auch so merkt man Bestrebungen in der Szene, sich verstärkt zu koordinieren und zu präsentieren. Das ist u.a. auch dem Filmemacher Dennis Albrecht (u.a. “Filmstadt”) zu verdanken, der unter der Dachmarke UnsereSerien Filme- und Serienmacher aus dem deutschsprachigen Raum vereinigen möchte, um sich gegenseitig in der Produktion und Publikation von unabhängig entstandenen Erzählungen in serieller Form zu unterstützen.

Zur Zeit besteht UnsereSerien aus einer Gruppe von fünf Filmschaffenden aus Hamburg, Essen, Giessen, Berlin und Kiel. “Jeder von uns hat mindestens eine Serie bereits selber gedreht, bei mir sind es schon vier Formate”, so Dennis Albrecht in einer Aussendung. “Meiner Meinung nach müssen wir überall sein und wir müssen die ‘Macher’ dazu animieren, mehr zu drehen, sich mehr zu trauen. Dafür haben wir vor, im Januar 2015 einen Filmpreis für die beste Independent Webserie zu vergeben – und zwar auf dem Snowdance Independent Film Festival in Landsberg am Lech.”

Auf der im Aufbau befindlichen Webseite UnsereSerien.de sollen dann diese Formate zu sehen sein. “Dort sind sie eingebettet aus den Plattformen, wo sie sonst hinterlegt sind. Denn das ist das Problem von Web- und Indieserien. Sie sind überall verteilt und man findet sie meist nur zufällig”, so Albrecht.

Eine Kanalisierung der Formate? Das klingt für mich nach einer guten Idee – vor allem auf YouTube gehen Serien wie z.B. “Dämmerung” oder “Pax Aeterna”, die ja auch schon auf diesem Blog vorgestellt wurden, ja eher unter.

Neben der Bündelung der Formate auf UnsereSerien.de soll auch eine Art Programmzeitschrift entstehen, die auch einen Blick ins Business ermöglichen soll. Es sollen Tipps gegeben werden, Hinweise auf Aktionen der Serienmacher wie z.B. Crowdfunding, Berichte über Dreharbeiten, aber auch Interviews mit Produktionsfirmen, warum z.B. deutsche Serien so einen schlechten Ruf haben.

Die Webseite ist zwar erst im Aufbau, sehen kann man einige der Serien jetzt schon auf dem Internet-TV-Sender reex.tv. Jeden Mittwoch läuft dort ab 21:00 Uhr Dennis Albrechts Serie “Filmstadt” über die Sorgen, Ängste und Abenteuer von Schauspielern, die erst am Anfang einer möglichen Karriere stehen und eifrig Klinken putzen müssen. Danach läuft noch eine Doku-Reihe über Serienschauspieler und die “Fladeranten Schau” von Sebastian Leitner.

“Filmstadt” wird sogar exportiert – ab 22. April läuft die Sendung auf Radio Weser TV, ab 25. April auf dem österreichischen Sender Okto und ab 5. Mai auf Tide TV – je einmal in der Woche gibt es eine neue Folge.

Rodja

INFO: Auf Facebook: www.facebook.com/UnsereSerien (aktuelle Infos) – www.unsereserien.de (im Aufbau befindlich) –

Trailer “Filmstadt”

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16. April 2014 at 18:37

Crowdfunding-Start für H.P. Lovecrafts “The Dreamlands”

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©: Sphärentor Filmproduktionen

©: Sphärentor Filmproduktionen

Nun ist es offiziell: Ich bin in der Midlife Crisis angekommen. Aber wenn man an etwas glaubt, dann sollte man doch Stellung beziehen und nicht unbedingt ein Motorrad kaufen, oder? Und ich glaube, dass Huan Vu und seine Sphärentor Filmproduktionen es schaffen, mit “Die Traumlande / The Dreamlands” eine adäquate H.P. Lovecraft-Verfilmung hinzulegen. Aus dem Grund unterstütze ich auch dieses Crowdfunding-Projekt auf Indiegogo massivst.

Über Huan Vus viele Projekte, Filme und Vorhaben wurde auf diesem Blog schon öfters (u.a. hier, hier und hier) berichtet – nur diesmal ist es zeitkritisch. Der Filmemacher will bis zum 31. Mai 2014 die Summe von 200.000 Euro erreichen. Das hört sich nach verdammt viel Geld an, ist aber für eine normale Spielfilmproduktion mit hohem VFX-Anteil ein Budget im unteren Bereich. Vor allem gehen von der Crowdfundingsumme noch 60.000 Euro für die Prämien/Preise/Perks (u.a. DVDs, Bilder, Props), deren Postversand sowie diverse Gebühren ab. Bei der CF-Aktion werden Huan Vu und sein Team übrigens von Timo Vuorensola, dem Regisseur von “Iron Sky”, beraten.

Ausschlaggebend für mein monetäres Engagement bei diesem Projekt ist Huan Vus Spielfilm “Die Farbe”, der auf H.P. Lovecrafts Kurzgeschichte “The Colour Out Of Space” beruht. Das ist so eine kleine Perle im Indiefilm-Bereich, über die man gerade mal alle paar Jahre stolpert. Mit leisen Tönen gelingt es Huan Vu, eine unheimliche Stimmung aufzubauen und zu verdichten. Das ist sehr selten, ist man gerade im Indie-Bereich vor allem Jump-Scares gewohnt. Der mehrfach preisgekrönte Film “Die Farbe” hat auch ihre Schwächen, was aber zu großen Teilen dem niedrigen Budget verschuldet ist. Aus diesem Grund möchte ich nun sehen, was Huan Vu zustande bringt, wenn er mal ein richtiges Budget zur Verfügung hat.

Normalerweise wende ich mich nicht so direkt an meine Leser, aber diesmal mache ich eine Ausnahme: Bitte unterstützt dieses Projekt. Schon um sieben Euro bekommt man die Möglichkeit, den fertigen Film online zu sehen.

Rodja

PS: Ich möchte mich schon mal bei den Crowdfundern entschuldigen, die sich erst nach “The Dreamlands” bei mir melden. Sorry, das war’s jetzt mal für längere Zeit. ;-D

INFO: Film-Site: www.dietraumlande.de – Offizieller Produktionsblog: www.700stufen.de – “The Dreamlands” auf Indiegogo: www.indiegogo.com/projects/the-dreamlands

Crowdfunding-Trailer

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15. April 2014 at 16:41

Kellerthriller “Die Muse” nun online

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©: Christian Genzel

©: Christian Genzel


Für die Kunst muss (je)man(d) leiden

Mit dem fein nuanciertem Indie-Psychothriller “Die Muse” lieferte der in Salzburg lebende deutsche Regisseur und Drehbuchautor Christian Genzel 2011 sein Spielfilmdebüt ab. Nun hat sich der Filmemacher entschlossen, den Film auf VOD-Basis online zu stellen. “Die Muse” kann man auf Vimeo entweder um 2,99 Euro ansehen oder um 4,99 Euro kaufen und downloaden.

Synopsis: Katja, eine junge Frau Mitte zwanzig, erwacht in einer Zelle in einem Kellerraum. Ein Mann stellt sich ihr vor – es ist Peter Fischer, ein Schriftsteller, der ihr erklärt, warum sie da ist: Sie ist Muse und Inspiration für sein neues Buch, und sie soll freiwillig in Gefangenschaft bleiben, damit er weiterschreiben kann. Er will ihr klarmachen, dass er an etwas Wichtigem arbeite und sie Teil dessen sein könne.

Zwischen den beiden entsteht ein Machtspiel: Katja versucht, Fischers Schwächen zu erkennen und sie auszunutzen, um aus der Gefangenschaft ausbrechen zu können, während Fischer immer wieder probiert, sie von seiner Sache zu überzeugen, und sie für ihre Fluchtversuche bestraft. Die Situation eskaliert …

Rodja

INFO: “Die Muse” auf Vimeo: http://vimeo.com/ondemand/diemuse/89102183

Trailer

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15. April 2014 at 15:32

US-Produzentenlegende bei “Nacht der Filmschaffenden” in Wien

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© Cinergi Pictures Entertainment Inc.

© Cinergi Pictures Entertainment Inc.

Andrew G. Vajna beehrt am 21. Juni “Die Nacht der Filmschaffenden”

Wer in den 1980ern und 1990ern mit dem Kino sozialisiert wurde, kam kaum an dieser US-Produktionsfirma vorbei: Carolco von Mario F. Kassar und Andrew G. Vajna. Von “Rambo I – III” über “Total Recall”, “Red Heat”, “Angel Heart” bis hin zu “Chaplin”, “Basic Instinct”, “Terminator II” und “Chaplin”. Und selbst die Filme “Showgirls” und “Cutthroat Island” (“Die Piratenbraut” mit Geena Davis), die so grandios floppten, dass sie das Ende von Carolco herbeiführten, sind Filmfans ein Begriff.

Doch weder Mario F. Kassar noch Andrew G. Vajna warfen danach das Handtuch hin. So produzierte der 1944 in Ungarn geborene Vajna nach dem finanziellen Fiasko Filme wie “Evita”, “Der 13. Krieger”, die letzten beiden “Terminator”-Kinofilme sowie die “Terminator”-TV-Serie. Aktuell arbeitet er als Filmbeauftragter für die ungarische Regierung. Aus dieser Tätigkeit entstand 2013 u.a. der preisgekrönte Film “Das große Heft” von Janos Szasz, der aktuell in den österreichischen Kinos spielt.

Wie einer Presseaussendung zu entnehmen ist, wird Vajna nun am 21. Juni 2014 Wien besuchen und im Parkhotel Schönbrunn dem Filmnachwuchs wie auch Profis zur aktuellen Situation des Filmbusiness Rede und Antwort stehen. Mit diesem Event wird gleichzeitig “Die Nacht der Filmschaffenden” von Produzent Christian Machacek (Magic Entertainment Filmproduktion) aus der Taufe gehoben. Damit soll ein jährliches Symposium und Branchentreffen zur Stärkung des österreichischen Films kreiert werden, erklärt Machacek in der Aussendung. “Die Feier soll aber keine geschlossene Veranstaltung eines elitären Zirkels werden, in dem sich immer dieselben Personen wohlwollend gegenseitig auf die Schulter klopfen”, betont der Filmemacher im Pressetext: “Im Gegenteil: Das Publikum soll sich nicht nur unterhalten, sondern vor allem Informationen über das Biz bekommen und sich für neue Projekte vernetzen.”

Als weiterer Gast wird u.a. auch Christian Becker von Rat Pack Films erwartet, der ja mit “Fack ju Göhte” den größten deutschen Filmerfolg des letzten Jahres produziert hat. Das Event soll nicht nur jene ansprechen, die bereits ihren Namen gemacht haben, sondern auch Filmstudenten und Independent-Filmemacher.

Der offizielle Teil der “Nacht der Filmschaffenden” beginnt ab 18:00 Uhr mit Podiumsgesprächen, in denen Szeneinsider ihr Wissen zu den Bereichen Drehbuch, Finanzierung und Vermarktung mitteilen. Um 21:00 Uhr findet das Gespräch mit Andrew G. Vajna statt, wo sicherlich viele Anekdoten und Insider-Tipps aus Hollywood und dem europäischen Filmmarkt fallen werden. Ab 22:00 Uhr soll dann der Abend gemütlich mit einer Afterparty samt Networking-Zone im Ballsaal und der Bijou-Bar im Parkhotel ausklingen.

Für jene, die sich Tipps für die Filmarbeit sowie Infos über die neueste Technik holen wollen, wird die “Nacht der Filmschaffenden” bereits am Nachmittag mit einer Reihe von Workshops eingeleitet, die u.a. AAC-Kameraprofi Nino Leitner und der Dramaturg Ip Wischin durchführen. Die Workshops sind im Ticketpreis von 30 Euro bereits inbegriffen.

Rodja

INFO: Details und Ticketreservierungen unter www.filmmakers-night.com

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6. April 2014 at 07:51

Raider Of The Lost Movies: Denis Di Floriano

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Und wieder mal ein weiterer Beitrag zum Thema “Raider Of The Lost Movies” – diesmal möchte ich Denis Di Floriano vorstellen. Das erste Mal bin ich auf den Deutschen bei den Independent Days V 2003 in Karlsruhe aufmerksam. Der damals 26-Jährige zeigte seinen Sci-Fi-Film “Drei Pechvögel im Sternenlicht” (was für ein poetischer Titel!) – und als Premiere den noch nicht fertigen Nachfolger “Helden der Galaxis II – Die Suche nach dem magischen Amulett”. Die Geschichten drehen sich um den in Missgunst gefallenen Wissenschafter Dr. Pelskat und seine Crew, die irrwitzige Abenteuer im Weltall bestehen müssen.

Ich war schwer beeindruckt – im ersten Film der Reihe spielte Di Floriano fast alle Rollen selbst: Er war der kauzige Wissenschafter, dessen mürrischer Vorgesetzte, der Androide und auch noch die feindliche Armee – alles in einer Person. Auffallend ebenfalls die superben und fließenden Animationen (beim ersten Teil noch ein 166 MHz-Computer – habe ich mir zumindest sagen lassen) und die fantastische Ausstattung (z.B. das Kostüm des Androiden). Unterstützt wurde der Filmemacher dabei unter anderem von seinem Vater, einem begeisterten Modellbauer. Ehrlich, Denis Di Floriano hätte bei der auf ZDF-Serie “Ijon Tichy: Raumpilot” ohne weiteres anheuern können. Noch dazu hatte sein melancholischer Raumfahrer Pelskat etwas Kultiges an sich. Zugegeben, das Storytelling könnte raffinierter, gestraffter und weniger dialoglastig sein, aber um Himmels willen, das waren die ersten filmischen Gehversuche Di Florianos. Und das zu einer Zeit, wo Sci-Fi im Amateur- und Indie-Bereich noch eine Rarität war.

Wie gesagt, “Helden der Galaxis II” war noch nicht ganz fertig – deswegen verfolgte ich Di Florianos Geschichte im Internet weiter. Ich wollte unbedingt die Filme haben, hatte sogar mehrmals versucht, den Kontakt zum Regisseur herzustellen. Doch das war nicht so leicht – und dann tauchten auch noch einige unangenehme Geschichten auf. Di Floriano hatte Probleme mit einer öffentlichen Institution – und weil jemand sich bemüßigt fühlte, das öffentlich breit zu treten, stellte sich diese öffentliche Institution auf stur – und der Regisseur schien unter die Räder zu geraten. Kein Wort mehr von einer Veröffentlichung von “Helden der Galaxis II” – und auch die Infos zu den beiden Filmen verblassten im Netz immer mehr.

Doch dann tauchten Informationen im WWW über “Commander Boomkold” auf. Ich war entzückt, als ich entdeckte, dass Denis Di Floriano seine Figuren umbenannt hatte und mit “Commander Boomkold: Missunderstanding” eine neue Folge abgedreht und ins Netz gestellt hatte. Allerdings blieb auch diese nicht lange online. Mittlerweile hatte ich endlich Kontakt mit Di Floriano, der mir die ganzen Hintergründe zu “Drei Pechvögel im Sternenlicht” erzählte. Er versprach, dass er “Commander Boomkold” wieder online stellen würde, wenn er den Ton neu abgemischt hätte. Darauf warte ich eigentlich immer noch.

Mit einer weiteren “Galaxy Adventures”-Folge rund um Commander Boomkold gewann Di Floriano 2011 einen Perry-Rhodan-Fanfilm-Wettbewerb, und das ironischerweise von einem, der nie Perry Rhodan gelesen hat, wie Di Floriano dem HomeMovieCorner damals erzählte. Die Folge, die eine Hommage an die “Flash Gordon”-Serie der 1940er sein könnte, gibt es hier zu sehen.

Ich bin mir sicher: Denis Di Floriano hat das Zeug dazu, eine Kult-Webserie ins Leben zu rufen.

Rodja

PS: Hm, gerade komme ich darauf, dass in den “Raider Of The Lost Movies”-Akten hauptsächlich Sci-Fi-Filme sind…

PPS: Was ist “Raider Of The Lost Movies”?

“Drei Pechvögel im Sternenlicht”

“Helden der Galaxis II – Das magische Amulett”

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5. April 2014 at 03:45

“Breaking Bad” goes “Iwwerzwersch”

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Über Michael Valentin, seine Filmtruppe Goreholio, seine Filme bzw. das von ihm mitveranstaltete INDIGO-Filmfest wurde hier ja schon öfters berichtet (u.a. hier, hier und hier). Nun vergriff sich der Filmemacher an der Kultserie “Breaking Bad” und drehte die Parodie “Iwwerzwersch” (auf Deutsch: “Überzwerg” oder so ähnlich halt) auf Saarländisch (Saarländisches Deutsch oder so ähnlich halt).

Synopsis: Was wäre, wenn “Breaking Bad” im Saarland spielen würde? Es würde wohl ungefähr so aussehen…

Der ehemalige Metzgermeister Walter Weiss kocht mit seinem Ex-Lehrling Jesse Brinkman illegal Schweinskäs (Schweinesülze), um seine Zahnarztrechnung zu finanzieren. Unter dem Pseudonym Iwwerzwersch weitet Walter seine Geschäfte aus. Doch die Beamten Helmut Recht und Werner Ordnung von der Griminalbolizei sind ihm auf den Fersen…

Der Film wurde am 1. April veröffentlicht – und eigentlich dachte ich mir: “Na, da hast noch ein paar Tage Zeit, im Indie-Land mahlen ja die Mühlen etwas langsamer.” Denkste! Durch Berichterstattungen von BILDblog, MEEDIA über “Zeit” bis hin zum österreichischen “Kurier” geht das Ding momentan so was von viral ab… Ja, bist du denn des Wahnsinns knusprige Beute, bis jetzt über 17.600 Clicks! Man muss aber auch zugeben, dass der sehr liebevoll gemachte Film das auch verdient hat.

Tja, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Oder man ist einfach so frech und springt auf den Zug drauf und schreit: “I hob’s ja scho immer gwusst!” Ich glaube, ich bin für die letzte Option.

Rodja

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4. April 2014 at 00:26

Sci-Fi-Drama “Das letzte Land” setzt auf handgemachte Effekt

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Copyright: Lichtzeitwerke

Copyright: Lichtzeitwerke

“Der Weltraum. Unendliche Weiten…” – Zitat “Star Trek”

Nun, in Zeiten von CGI und genügend Rechnerkapazitäten dürfte das ja an und für sich kein Problem mehr darstellen – und es fallen mir auch genügend Filme ein, wo das auch ganz gut funktioniert. Aber gerade deswegen hat mich der Teaser zum deutschen Science-Fiction-Projekt “Das letzte Land” absolut umgehauen, denn Effekte wie Raumschiff, Landschaften oder Sternennebel sind handgemacht.

Und genau das will Regisseur Marcel Barion mit seiner Crew von Lichtzeitwerke aus Nordrhein-Westfalen nun auch in einem abendfüllenden Spielfilm umsetzen.

Synopsis: Die Geschichte spielt in einem fernen, unmenschlich gewordenen Zeitalter. In einer außerirdischen Wüste finden zwei entlaufene Sträflinge ein kleines, verwaistes Raumschiff. Sie wagen es, ihre Flucht jenseits der dünnen Atmosphäre fortzusetzen. In den eisigen Weiten des Weltalls und zugleich auf engstem Raum miteinander eingeschlossen erwartet sie eine unvorstellbare Odyssee.

Für den Film hat das Team eine Crowdfunding-Kampagne auf Startnext.de gestartet, die ihr Ziel von 8.500 Euro schon überschritten hat – aber die Aktion läuft noch weiter und jeder Euro mehr wird natürlich herzlich willkommen geheißen.

Seit Frühling 2013 wird an einem Set für ein lebensgroßes Raumschiff gebaut. Das Set entsteht laut Crowdfunding-Site auf einem Traktoranhänger, weil dies die kostengünstigste Möglichkeit war, die Kulisse gefedert und neigbar zu machen. Für die Außenaufnahmen werden Modelle verwendet, Landschaften aus Gips, Sternennebel aus Acrylfarbe usw. Ein guter Teil der Crowdfunding-Summe wird daher in Holz, Metall, Farbe und Lacke, Stoffe, Requisiten, Elektronik (Blinklichter, Bildschirme, Schalter, etc.) und Modellbaumaterial investiert – also materielle Sachen, die ich so eigentlich noch nie zuvor als Crowdfunding-Objekte wahrgenommen habe.

Die Dreharbeiten zu dem Mystery-Roadmovie in Space sollen im Sommer abgeschlossen werden. Wie Regisseur Marcel Barion dem HomeMovieCorner gegenüber erwähnte, sollen die Special Effects dann im Herbst geschossen werden, anschließend folgt die Postproduktion. “Ich hoffe einfach mal, dass der Film im Sommer 2015 fertig sein könnte”, so Barion.

Rodja

INFO: www.dasletzteland.de – Crowdfunding-Site: www.startnext.de/dasletzteland – Facebook-Site: www.facebook.com/DasLetzteLand

Teaser

Crowdfunding-Video

Written by HomeMovieCorner

26. März 2014 at 05:53

Gruselig schön: Festival Fright Nights feiert Jubiläum

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Copyright: Fright Nights Festival

Copyright: Fright Nights Festival

Fright Nights – Das ultimative Fest der Angst feiert vom 4. bis 13. April 2014 sein zehnjähriges Bestehen – und auch heuer wieder im Hollywood Megaplex Gasometer.

Während in den letzten Jahren immer wieder monetär gut gepolsterte Hollywood- neben Indie-Produktionen zu sehen waren, dürfte es heuer eher ein reines Indie-Festival werden.

Und was für eines: So feiert das lang erwartete “Biest” des Grazer Regisseurs Stefan Müller (“Jenseits”, “Tartarus”) seine Weltpremiere. In dem eher psychologisch-raffiniert angelegten Film sorgt etwas Unheimliches für mehr Schwung in einer zerrütteten Beziehung. In “Bloody Monster” schickt Markus Wimberger den leider inzwischen verstorbenen Francis Lane in den Kampf gegen das Gute bzw. Wrestler Peter White. Und auch “Hermann mit der Schneeschaufel” von Dominic Marcus Singer, Reinhard Schröder und Albert Krivanec wird für kurzweiligen Splatterspaß sorgen.

Ein mörderischer Clown treibt in Rolf Höhnes “Mask of Fear” sein Unwesen. In “The Cemetery” von Adam Ahlbrandt versucht ein TV-Team das Geheimnis um einen fehl geschlagenen Exorzismus im 17. Jahrhundert im US-Hinterland zu ergründen – mit fatalen Folgen. In “FPS – First Person Shooter” kämpft sich ein Mann durch ein Zombie-verseuchtes Spital, um seine Liebste zu retten. Der Titel deutet es bereits an: Man sieht alles aus der Ego Shooter Perspektive.

Wie man erahnen kann, ist das Festival eher nichts für Zartbesaitete. ;-D

Den Abschluss bildet am 12. April wieder mal die Verleihung der “Silbernen Hand” in diversen Kategorien. Als großer Preis des Festivals winkt dem Gewinner eine Übernahme des Films ins reguläre Programm der Megaplex Hollywood Kinos.

Rodja

INFO: http://frightnights.wordpress.com/

“Biest”

“Bloody Monster”

“Hermann mit der Schneeschaufel”

“FPS – First Person Shooter”

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25. März 2014 at 05:43

Austrian Independent Filmfestival geht in die fünfte Runde

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Copyright: Manuel Hölzl

Copyright: Manuel Hölzl

Indie-Produzent Andreas Reisenbauer meldet sich mit der fünften Ausgabe seines Austrian Independent Filmfestivals wieder. Vom 4. bis 6. April 2014 werden wieder Filme aus Österreich in den Breitenseer Lichtspielen in Wien gezeigt.

Neben mehreren Kurzfilmen laufen während des Festivals gleich vier Spielfilme. Mehrere Kurzfilme von Karl-Martin Pold, Manuel Hölzls eher experimentelle “Giftnovelle” und “Übernacht” von Jolanta Warpechowski – ein Drama rund um eine Mutter, die ihre Familie mit Geheimprostitution erhält – machen am 4. April den Auftakt. Anschließend folgt ein Publikumsgespräch über die Situation von Indiefilmproduktionen in Österreich.

Der erste Block am 5. April ist mit “Two Moods Shorts” dem Kurzfilm gewidmet, danach folgt das in den USA gedrehte Psychodrama “Reflections of Maya Rose” von Alexandra Wedening. “Reflections of Maya Rose” wurde übrigens vor kurzem mit dem Award of Excellence beim Canada International Film Festival ausgezeichnet.

Tag drei beginnt mit dem zweiten Teil des Kurzfilmprogramms “Two Moods Shorts”, das u.a. Vlado Priborskys frivole Komödie “Secret Service(s)” zeigt. Anschließend folgt die Weltpremiere von “Übertrug” von Charlotte der Stern, einem Familienpsychogramm in Spielfilmlänge.

Nicht direkt im Rahmen des Festivals erfolgt am 14. April ein Tribute an das Wiener Medienkollektiv Traum & Wahnsinn im Hollywood Megaplex Gasometer .

Rodja

INFO: www.austrianfilmfestival.com

Written by HomeMovieCorner

24. März 2014 at 16:56

Veröffentlicht in Indie News

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Snowdance Independent Filmfestival stellt sich in Wien vor

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Tom Bohn wartet schon auf Einsendungen aus Österreich

Tom Bohn wartet schon auf Einsendungen aus Österreich

Filmfestivals gibt es im deutschsprachigen Raum zuhauf. Auch Indie-Festvials – aber die sind häufig auf Kurzfilme ausgerichtet. Insofern ist das unter Schirmherrschaft von Heiner Lauterbach stehende Snowdance Independent Filmfestival in Landsberg/Bayern eine wohltuende Ausnahme, das internationalen Langfilmproduktionen einen Abspielstätte bieten möchte.

Und irgendwie dürften die Österreicher (u.a. Sebastian Leitner mit “Noseland” und Andreas Steinkogler mit “Welcome To The Machine”), die heuer dort gespielt wurden, einen tieferen Eindruck beim Publikum gemacht haben. Und Festivalleiter Tom Bohn ist auch sehr neugierig geworden. Der Regisseur, der zwischen Profi- (u.a. “Tatort”) und Indie-Szene (Mysterythriller “Reality XL”) balanciert, kommt extra nach Wien, um österreichische Filmemacher zu treffen. Er will das Festival vorstellen und erzählen, wie es war, das erste Mal ein Indie-Filmfestival zu stemmen. Außerdem sucht er Kontakt zu österreichischen Filmschaffenden und will sich mit ihnen austauschen, über die Situation des Indie-Films plaudern und Anregungen für das nächste Festival, das 2015 fix stattfindet, holen.

Das Treffen findet am 29. März 2014 in Wien um 16:00 Uhr statt – ein Treffpunkt wird noch bekanntgegeben. Das Event richtet sich speziell an Filmemacher, die einen abendfüllenden Spielfilm, Dokumentation oder Webserie in Arbeit oder in der Schublade (zwei bis drei Jahre alt) haben.

Da der Platzbedarf noch eruiert werden muss, bitte ich um Anmeldung unter homemoviecorner(at)hotmail.com. Bitte mit einer Kurzbeschreibung des Projekts und – sofern vorhanden – einem Trailer.

Natürlich ist es für Filmemacher aus anderen Bundesländern ein bisschen unfair, dass das Treffen in Wien stattfindet. Falls ein Kommen nicht möglich ist, leiten wir gerne Filmvorschläge (mit Trailer), Anregungen und Fragen gesammelt weiter.

Das Event wird von Indie-Produzent und -Filmemacher Andreas Reisenbauer und dem HomeMovieCorner unterstützt.

Rodja

FOTO: Copyright: Rodja Pavlik
INFO: www.snowdance-filmfestival.com

Written by HomeMovieCorner

23. März 2014 at 08:42

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